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Ermäßigte Mehrwertsteuer auch für epaper

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Seit Jahren kämpften die Verleger dafür – nun ist es endlich soweit: Die Europäische Kommission hat entschieden, dass es eine „steuerliche Gleichbehandlung unter anderem von Zeitschriften und Zeitungen unabhängig vom Vertriebsweg“ geben sollte. Was zunächst kompliziert klingt, erleichtert aber den Verlegern und auch uns das Verkaufen von epapern.

Was steckt also hinter dieser Gleichbehandlung?

Beim Verkauf von Zeitschriften und Zeitungen wird der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von nur sieben statt 19 Prozent angewendet. Bisher galt dies allerdings nur für die gedruckten Ausgaben der Presseerzeugnisse. epaper, also die digitalen Ausgaben mit demselben Inhalt wie die gedruckten, werden mit dem regulären Mehrwertsteuersatz berechnet.

Stephan Scherzer, der Hauptgeschäftsführer des VDZ lobt die Entscheidung der EU-Kommission: „Die Entscheidung unterstützt Verlage dabei, ihr digitalen Plattformen auszubauen. Dies drückt auch aus, dass die veränderte Wirklichkeit einer Präsenz der freien Presse auf allen Plattformen angekommen ist.“ Konkret wird es für Verlage so zum Beispiel sehr viel einfacher medienübergreifende Bundles anzubieten. Bisher haben Print-Abonnenten meist nur die Möglichkeit nachträglich noch ein eAbo hinzu zu buchen.

 

Ausgangspunkt der Gespräche war ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs. Dieses hatte Frankreich und Luxemburg die Anwendung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes auf E-Books untersagt. VDZ und BDZV, die europäischen Dachverbände von Verlegern, Buchhändlern und Autoren hatten einen gemeinsamen offenen Brief an die Präsidenten von EU-Kommission, Europarat und Europäischem Parlament gerichtet, um für eine Änderung der maßgeblichen Richtlinie zu werben.

 

Wir bei United Kiosk freuen uns sehr für unsere Partnerverlage, dass dieser lange Kampf endlich siegreich beendet wurde und bereiten jetzt schon mal alles auf die Anpassung der Mehrwertsteuer vor. Denn sobald das Europäische Parlament und der Rat zugestimmt haben, soll es laut der CDU/CSU-Bundestagsfraktion auch zu einer „raschen nationalen Regelung“ für Deutschland kommen.

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