Fake News Schutz made by Kiosk

Laura Strauß Blog Leave a Comment

„Don’t believe the main stream (fake news) media“, wettert der amerikanische Präsident. 185.000 Followern auf Twitter gefällt das. Aber wem soll man dann glauben?

Was sind eigentlich Fake News?

Der Begriff „Fake News“ ist alt und bezeichnet seit Beginn gefälschte, absichtlich verbreitete Nachrichten (im Gegensatz übrigens zu einer „Ente“, bei der die Autoren beim Verfassen der Nachricht davon ausgehen, dass sie wahr sei). Während solche Nachrichten bis vor kurzem schlicht der Unterhaltung dienten – ein gutes Beispiel aus Deutschland dafür ist nach wie vor Der Postillon – so vergrößerten sich Menge und Einfluss vor allem im letzten halben Jahr auf beunruhigende Weise: Inzwischen gibt es professionelle Firmen, die Fake News veröffentlichen, gezielt in Netzwerken verbreiten und damit die Meinung und das Handeln von jedem manipulieren können.

„Fake News“ wurde der Anglizismus des Jahres gewählt. Politiker fordern unter anderem von Facebook-Chef Mark Zuckerberg, Fake-Nachrichten schneller zu löschen und Platz für Gegendarstellungen einräumen. Aber ob das wirklich hilft Hetze und Lügen in sozialen Netzwerken einzudämmen? Viele sind skeptisch.

Und wem soll man jetzt glauben?

„Believe the main stream media“, ist unser Rat, denn die Aufgabe und auch der Wunsch aller Journalisten ist es genau hinzuschauen, verantwortungsvoll die Fakten und Quellen zu prüfen und am Ende die Wahrheit zu sagen. Um Irrtümern besser aus dem Weg zu gehen, alternative Fakten zu erkennen und sich selbst eine fundierte Meinung zu bilden, sind die „klassischen Medien“ deshalb auch – oder gerade – in der heutigen digitalisierten Welt eine wichtige und verlässliche Orientierungshilfe.

Natürlich sind weder Zeitschriften und Zeitungen noch TV oder Radio unfehlbar. Sie werden von Menschen gemacht und Journalisten machen Fehler: Sie vergreifen sich mal im Ton, übertreiben, sitzen selbst falschen Meldungen auf oder haben nicht genau recherchiert. Anders als in den digitalen Medien gibt es hier allerdings bewährte Regelungen und Prüfinstanzen: Der namentlich im Impressum genannte Chefredakteur ist verantwortlich für den Heftinhalt; beim Presserat können Leser Beschwerden über Medien einreichen; Journalisten haben einen strengen Berufskodex der auch die Richtigstellung von Enten einschließt; Prominente können mit Unterlassungserklärungen falsche Berichterstattungen effektiv verbieten; … um nur ein paar dieser Mechanismen zu nennen, die das gedruckte Wort zu einem zuverlässigen und glaubwürdigen Kompass machen.

Und das ist die eigentliche Motivation hinter unserem Business. Das ist der „tiefere“ Sinn, warum wir jede Woche hunderte von Schlagzeilen erfassen, Editorials für jeden gratis lesbar auf United Kiosk präsentieren, jeden Montag eine andere Zeitschrift an Sie verschenken und Ihnen bei vielen epapern kostenlose Probezeiträume anbieten, damit sie sich selbst ein Bild machen können. Weil wir uns wünschen, Sie jeden Tag mit etwas Neuem zu informieren, zu faszinieren und zu unterhalten.

Deshalb: Schauen Sie mal wieder mit offenen Augen am Kiosk vorbei, sprengen Sie Ihre „Filterblase“ mit Nachrichten, die ausschließlich in Ihr Weltbild passen, und entdecken Sie pure Meinungsvielfalt.

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