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Grüner Leben – Ökologische Lesetipps

Lina Rehschuh Blog Leave a Comment

Grüner leben heißt nicht, den Blumen auf dem Balkon mehr Wasser zu geben oder die Wände neu zu streichen. Grüner leben ist für mich eine Lebenseinstellung und eine Denkweise, die aus meiner Sicht heute unumgänglich ist, wenn wir auch nur einen Bruchteil unserer Gedanken an die Zukunft und Lebensqualität unserer Kinder, Enkel und Urenkel verschwenden möchten.

Ich mache sicherlich nicht alles richtig, bin an vielen Stellen nicht ausreichend informiert und drücke auch oft genug zwei Augen zu, wenn es um die Konsequenzen geht. Vor allem kleinen Kindern ist es nicht immer leicht, die Wichtigkeit bestimmter Entscheidungen zu vermitteln.

Nichts desto trotz habe ich mir einen Grundsatz schon vor vielen Jahren formuliert und versuche auf mich und meine Umwelt achtzugeben, ganz egal, ob es dabei um meine Mitmenschen, Tiere oder die Natur geht.

Nachhaltigkeit ist anstrengend

Wir bezeichnen uns selbst als Wegwerfgesellschaft und leben in einem Alltag voll von Überfluss, den wir nicht einmal wahrzunehmen wissen. Ich möchte nicht bekehren oder missionieren, aber ich versuche, mir selbst treu zu bleiben, an der richtigen Stelle meine Meinung zu sagen und meinen persönlichen Beitrag zu leisten, wenn es um unsere Erde geht.

Nachhaltigkeit ist anstrengend – man muss sich Gedanken machen, sich selbst und seine Umwelt in Frage stellen und immer wieder auch mal den umständlicheren Weg zum Ziel wählen. Grüner leben ist kostspieliger, weil Bioprodukte teurer sind als konventionelle Ware. Grüner leben ist anstrengender, weil Fahrradfahren und öffentliche Verkehrsmittel körperlich aufwendiger sind. Grüner leben heißt Reflexion und Einschränkung.

ÖKO-TEST Magazin - epaper Titelbild Ausgabe 4/2019 (910262009)ABER: biologische, saisonale und regionale Lebensmittel schaden nicht nur der Umwelt weniger, sie schmecken auch um ein Vielfaches besser. Und dafür lohnt sich so mancher Umweg. Ein gutes Stück Fleisch kostet Geld, ich weiß aber, dass es frei von Medikamenten ist, keine anderen Zusätze hat und das Tier vielleicht etwas weniger gelitten hat, als das, das im Nachgang eingeschweißt im Discounter liegt. Der Fleischkonsum unserer Gesellschaft hat schon mittelfristig gesehen keine Chance, diese Erde am Leben zu halten. Ich bin kein Vegetarier, aber ich kann nur jedem raten, seine Gewohnheiten in zumindest mancherlei Hinsicht zu überdenken. Ebenso verhält es sich mit tierischen Produkten wie Milch, Joghurt, Butter und Eiern.

Nachhaltigkeit beginnt bei jedem von uns

LEBENSART - epaper Titelbild Ausgabe 5/2018 (2103573)Wenn jeder von uns nur einen Baum pflanzen würde, könnten wir den weltweiten CO2-Ausstoß um einen erheblichen Teil verringern. Kein Lebewesen hat dazu eine bessere Speicherkapazität als Bäume. Wenn jeder von uns zum Einkaufen eine Tasche mitnimmt anstatt wieder eine neue zu kaufen, nehmen wir der Müllproduktion schon einen erheblichen Boden, ebenso kann der Konsum von Plastikflaschen, Strohhalmen und Kaffeebechern an vielen Stellen zumindest reduziert werden.

Natürlich kann man sich an jeder Stelle wieder neue Fragen stellen. Sind Glasflaschen die wirklich bessere Alternative? Sind Freilandhühner nicht besser dran als Biohühner? Ist Mülltrennung wirklich so wichtig und wenn ja, an welcher Stelle? Ist die Bio-Avocado nachhaltiger als der konventionelle Apfel? Es geht nicht um die Antworten. Der erste Schritt beginnt damit, diese Fragen überhaupt aufzuwerfen. Denn wenn man erst einmal begonnen hat, sich mit seiner eigenen Verantwortung für Natur und Umwelt auseinanderzusetzen, fällt es nicht mehr leicht, damit aufzuhören. Bequemlichkeit ist keine Ausrede, denn zur eigenen Gesundheit und einer intakten Umwelt gibt es keine Alternative.

 

Ein Abo für gute Gedanken muss sich jeder selbst kreieren, ein paar Tipps für guten Lesestoff hab ich für euch dazu (natürlich digital, damit die Bäume mehr Möglichkeiten zur Vermehrung haben):

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