Von Karla Kolumna bis Community Support

Laura Strauß Blog Leave a Comment

Als Kind wollte ich sein wie Karla Kolumna, die rasende Reporterin der Neustädter Zeitung und Freundin von Benjamin Blümchen. Karla spricht unglaublich schnell, weiß über alle Geheimnisse und Gerüchte in der Stadt Bescheid und hat ständig neue Ideen für spannende Schlagzeilen. Außerdem hat sie am 17. März Geburtstag – genau wie ich.


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Irgendwas mit Medien

Im Laufe der Zeit verschwanden die Benjamin Blümchen Kassetten aus meinem Zimmer und mit ihnen auch Karla Kolumna. Von ihr geblieben ist die Liebe zum schönen Wort – egal ob in klassischen Medien wie Printmagazinen oder auf modernen Webseiten und Apps. Mit den richtigen Worten kann man Welten aufbauen und Gefühle auslösen, Leser begeistern und Massen motivieren. Das will ich auch können.

Deshalb habe ich vor vier Jahren nach dem Abitur den, zugegeben nicht sehr konkreten, Plan gefasst „irgendwas mit Medien“ zu studieren. Am Ende fiel meine Entscheidung auf Kulturjournalismus an der MHMK in Stuttgart. Kultur, weil die Alternative Sport mir nicht wirklich liegt – wer will schon einen Stadionsprecher, der nicht weiß was ein Elfmeter ist – und Journalismus, weil ich Journalisten bewundere.

Journalisten sind Helden

Das Ansehen aller Journalisten hat in den letzten Jahren unter einigen schwarzen Schafen der Brache gelitten. Deshalb vertrauen weltweit immer weniger Menschen der Berichterstattung durch die klassischen Medien und verlassen sich lieber auf die unabhängig scheinenden Beiträge von YouTube-Stars und Mode-Bloggern, die sich auch von Unternehmen beschenken lassen, diese Tatsache aber in einem besseren Licht darstellen können als Journalisten. Die meisten Journalisten halten sich jedoch an den Pressekodex und trennen werbende und redaktionelle Inhalte.

Gleichzeitig gelten die klassischen Medien vor allem bei der jungen Zielgruppe als verstaubt und altbacken. Ein ungerechtes Vorurteil, denn immer mehr Medienhäuser passen sich den modernen Zeiten an: Axel Springer kürzt mit seiner App „Kompakt“ eine Zeitung auf Smartphoneformat und auch das ZDF wagte sich mit „Neo Magazin Royale“ an die junge, digitale Zielgruppe heran.

Zuletzt stehen klassische Medien und allen voran die Zeitungs- und Zeitschriftenverlage vor dem Problem, dass ihre Konsumenten nicht bereit sind, für redaktionelle Inhalte zu bezahlen. Das liegt vielfach daran, dass der Wert der Arbeit von Journalisten nicht genügend geschätzt wird. Ein Beispiel: Für einen Zeitungsartikel recherchiert ein Journalist zwei Stunden lang und verbringt eine weitere Stunde mit Schreiben. Jetzt überlegen Sie doch mal, wie viel ein Handwerker bekommt, der drei Stunden lang Ihre neue Küche einbaut, und wie wenig eine Zeitung mit gleich mehreren Artikeln kostet.

Ein Journalist für leserauskunft

Jetzt bin ich Journalist. Ich arbeite nicht beim Radio – eine Dozentin hat mir einmal gesagt, meine Stimme sei grässlich – und auch beim Fernsehen wäre ich deshalb wahrscheinlich nicht glücklich geworden. Meine Lieblinge unter den Medien sind eh Zeitschriften und Zeitungen; bei einem Verlag bin ich trotzdem nicht beschäftigt.

Bei leserauskunft kann ich zusammen mit meinen Kollegen an einer Zukunft für alle Zeitschriften und Zeitungen, an einer Zukunft für jeden Verlag arbeiten. Als Community Supporterin fühle ich mich jetzt manchmal wieder wie Karla Kolumna: Ich flitze durch die Büros, sammle Informationen und Geschichten, die Leser und Partner interessieren, und am Ende suche ich eine geniale Schlagzeile. Das ist eine Aufgabe, die mich immer wieder glücklich macht.

Außerdem bin ich hier jeden Tag von einer riesigen Vielfalt an Titeln umringt – vom Motorsportmagazin bis zur Kunstzeitung findet sich alles auf PresseKatalog.de und deshalb natürlich auch in unserem Büro. Schauen Sie doch mal auf Pinterest in unsere Pinnwand „Cover des Tages“, dann verstehen Sie bestimmt, warum es so schön ist in einem Kiosk zu arbeiten.

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