Kioske in den USA - digitales Lesen auf dem Vormarsch

Kioske in den USA

Thomas Hartmann Blog Leave a Comment

Diesen Sommer war ich mit meiner Familie drei Wochen im Urlaub in Amerika. Wir besuchten ein Teil unserer Verwandtschaft in Idaho. Ich war jetzt schon einige Jahre nicht mehr in den USA. Einiges hat sich dort verändert.

Digitales Lesen in den USA

Zeitschriften-Kioske wie in Deutschland hatte ich in der Form keine gesehen. Eigentlich habe ich Zeitschriften nur in großen Buchläden und in einem Supermarkt in Las Vegas gesehen. Hier stellt sich für mich die Frage: Wie lesen Amerikaner Magazine und Zeitschriften? Die Antwort ist meiner Meinung nach: digital!

Schaut man sich das Angebot von Zeitschriften bei Amazon.com an, gibt es dort viel mehr Auswahl als zum Beispiel auf der deutschen Amazon-Seite. Auch große Buchhandlungen wie Barnes & Noble bieten Zeitschriften und Magazine digital an. Viele große Buchhandelsketten bieten Lesegeräte an wie Kindle & Co., die auch weit verbreitet sind. Ich persönlich lese relativ viel auf dem Kindle.

Digitales Lesen bietet unheimlich viele Möglichkeiten – ein Beispiel: Als großer Fan von kleinen und großen Gadgets habe ich mir in den USA unter anderem einen Amazon Echo zugelegt. In Deutschland ist dieser leider (noch) nicht zu haben. Mir war schon klar, dass ich nicht alle Amazon-Services hier in Deutschland nutzen kann. Einiges funktioniert aber auch mit einem deutschen Amazon Prime – Account schon sehr gut – unter anderem kann ich mir einen Teil meiner eBooks vorlesen lassen. Im Moment betrifft das zwar nur englischsprachige Literatur – für mich persönlich ist das allerdings trotzdem interessant.

My Smart Home – Made in US

Alexa (so heißt meine Amazon-Box) kann man alles fragen. Sie gibt dir auf viele Fragen eine Antwort. Sie liest dir Einträge von Wikipedia vor, spielt Musik oder Radiosender ab. Außerdem kann man sie auch noch als normalen Bluetooth-Lautsprecher verwenden. Alexa spricht im Moment aber nur Englisch, weshalb sie sie mich gelegentlich nicht versteht 🙂

Ein momentanes Interesse ist “Smart Home” – auch hier ist der Echo wirklich cool: Ich habe mir einige Philips Hue – Lampen besorgt. Jetzt kann ich unter anderem per Sprachsteuerung die Lichter in unser Wohnung ein- und ausschalten, dimmen oder die Farbe verändern – auch von extern könnte ich theoretisch das Licht ein oder ausschalten. Auf Zuruf spielt Alexa meine Lieblingsmusik ab. Fast alles lässt sich per Sprache steuern.

Der Amazon Echo ist hier nicht der einzige auf dem Markt. Apple Homekit und anderen Systemen funktionieren hier auch sehr gut. Als nächstes wird die Heizungssteuerung bei uns “smart”. 🙂 Der nächste Winter kommt ja bestimmt.

Digitales Lesen überall – auch in der Zukunft

Aber nochmal zurück zum Lesen. Wohin wird der Trend beim Lesen gehen? Das ist eine sehr interessante Frage, die sich im Moment noch nicht genau beantworten lässt. Mobiles Lesen mit Apps ist aktuell extrem weit verbreitet und für die Verlage zum Teil auch schon sehr erfolgreich. Meiner Meinung nach werden sich die Formate in Zukunft stark verändern und multimedialer werden. Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass Lesen in Zukunft auch mit VR-Brillen eine Alternative werden kann. Die großen Technologie-Firmen wie Microsoft, Apple, Google, Oculus Rift, Samsung und andere bringen hier schon jetzt bezahlbare Geräte auf dem Markt.

Das klassische Print-Magazin wird es schwer haben, wenn es nicht seine Formate anpasst. Allerdings hat die gedruckte Zeitschrift oder Buch auch seinen Reiz. Geht man zum Beispiel in eine Bibliothek mit Regalen voller Bücher, ist das – zumindest für – immer noch ein unglaubliches Gefühl. Ich will nicht sagen, dass das Wissen der Welt darin steckt, aber doch zumindest ein kleiner Teil.

 

Das Schreiben und Lesen verändert sich stetig. Im letzten Jahrzehnt mehr als in den Jahrzehnten zuvor. United Kiosk bietet dabei den Verlagen die Möglichkeit sich in diesem Wandel als Gemeinschaft zu stellen und ihn so nicht nur zu erleben, sondern zu gestalten.

 

Bildquelle: PRILL/ Shutterstock.com

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