überrasche dein hirn mit etwas ungewöhnlichem zum denkmuskel entspannen

Lesenswert: Und plötzlich macht es Klick

Ulla Strauss Blog Leave a Comment

Oder: Finde deine Nische und folge den Fähigkeiten, die dir gegeben sind!

“Liebe Leser, diese Woche fiel uns leider nichts ein“, titelt DIE ZEIT Anfang Mai zum Thema Kreativität und bringt es damit auf dem Punkt: Kreative Lösungen sind nicht selten ungewöhnlich.

Da hätte ich auch selbst drauf kommen können – bin ich aber nicht …

Die gute Nachrichte für alle, die schon (länger) auf die nächste kreative Welle warten: “Jeder kann kreativ sein, man muss nur bereit sein, über eigenen Grenzen zu gehen” – so zu lesen bei Bas Kast, in seinen neuesten Buch “Und plötzlich macht es Klick“.

Das Buch kommt nicht als “Zauberfibel” daher, vielmehr nimmt Kast uns mit in die großen Forschungslabors, lässt uns teilnehmen an Versuchsreihen und belegt mit neuesten Erkenntnisse aus Neuro- und Kognitionswissenschaften, dass es empirisch überprüfbare Grundfaktoren des schöpferischen Denkens gibt.

Das Buch habe ich jedenfalls gerade erst im Kurzurlaub mit Bluna in Holland gelesen und gerne teilen wir unsere wichtigsten Learnings:

  • Zum Lockern des Denkmuskels, dem Gehirn etwas Ungewöhnlichem vorsetzen.
  • Zur Lösung eines (größeren) Problems – zuerst entspannen.
  • Spitzenleistungen entstehen aus bahnbrechende Ideen – und sehr viel Übung.
  • Für bahnbrechende Ideen braucht es (viel mehr) Frauen im Team.
  • Gemeinsame Pausen erhöhen die Teamleistung.
  • Überhaupt braucht es den Wechsel aus mentaler Be- und Entlastung.

An Schnittstellen zwischen etablierten Disziplinen gedeihen kreative Nischen

Klingt kompliziert – ist es aber nicht.

Beispiele erleichtern ein schnelleres Verständnis: Etwa der Oscarpreisträger Hans Zimmer (Filmmusik zu Der König der Löwen) hatte zum (Noten-)Lernen keine Lust. Erst als er entdeckte, dass man am Computer Musik machen kann ohne Noten lesen zu können, ließ er nicht mehr davon ab. Bei ihm war es die Schnittstelle zwischen Computertechnik und Musik. Mark Zuckerberg, wählte im College die Hauptfächer Computerwissenschaften und Psychologie, Facebook kombiniert beides erfolgreich.

Wenn man so will, enthält das Buch keine großen Sensationen. Aber es macht neue Lust darauf, die eigene kreative Ecke zu entdecken oder mit neuem Leben zu füllen, den Flow zu spüren, wenn man in sein Lieblingsgebiet versinkt und die Welt um sich herum vergisst. Und es mach Mut der eigenen Begabung zu folgen. Damit hat das Buch aus unserer Sicht seine Bestimmung erfüllt und ist lesenswert.

Wenn Sie das Buch schon kennen?

Dann lesen Sie Kafka. Seine Geschichten lösen in der Regel eingefahrene Denkmuster auf. Oder greifen Sie zu meinen Top3 der Kreativitätsbringer vom Kiosk – dieses Mal gedruckt, nicht gestreamt:

 

Bildquelle: Dasha Petrenko/Shutterstock.com

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