Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit 2017

Laura Strauß Blog 0 Comments

Rund 100 Journalisten sitzen in chinesischen Gefängnissen.

Die polnische Regierungspartei PiS hat angekündigt private Medien zu „repolonisieren“.

In der Türkei wurde unter anderem durch die Schließung von etwa 150 Medien der Pluralismus weitgehend zerstört.

Im Sudan unterdrückt der Staatschef die Informations- und Meinungsfreiheit mit unverhohlener Zensur.

Der „Islamische Staat“ und die Taliban töteten im vergangenen Jahr mindestens 10 Medienschaffende in Afghanistan.

Syrien ist durch den jahrelangen Krieg zum gefährlichsten Land für Journalisten weltweit geworden.

Ein peruanischer Radiomoderator wurde im November 2016 während der Sendung erschossen.

Pressevielfalt schützt deine Meinungsfreiheit

Der aktuelle Bericht von Reporter ohne Grenzen zur Rangliste der Pressefreiheit ist erschreckend: weltweit ist ein eindeutiger Rückgang der Pressefreiheit zu verzeichnen. Darauf weist auch der globale Indikator hin, der seit 2013 berechnet wird. Er hat sich in den vergangenen fünf Jahren um 14% verschlechtert.

Besonderes Augenmerkt legt Reporter ohne Grenzen in dem Bericht auch auf die schwindende Pressefreiheit in Demokratien wie zum Beispiel in der USA oder Polen.

Deshalb erinnert uns der Internationale Tag der Pressefreiheit, dass es die Aufgabe von Verlagen, Medienschaffenden und uns allen ist die Pressefreiheit und -vielfalt zu schützen.

Und wer schützt die Pressevielfalt?

Nur in einer vielfältigen Presselandschaft mit unterschiedlichen Magazinen und Zeitungen, mit vielen Radio- und Fernsehsendern und auch anderen Medien wie Blogs oder Webseiten, haben wir als Konsumenten die Möglichkeit uns umfassend und unabhängig zu informieren und uns so eine Meinung zu bilden, die auf vielen Quellen basiert und nicht von einer diktiert wurde.

Die deutsche Presselandschaft ist – und darauf können wir sehr stolz sein – eine der buntesten der Welt: rund 1.600 Zeitschriften und fast 350 Zeitungen mit über 1.500 verschiedenen lokalen Ausgaben liegen an den Kiosken für Sie und andere Leser bereit. Damit das so bleibt und jeder auch in Zukunft die Möglichkeit hat frei zu entscheiden, was er wann, wie und wo lesen möchte, fordern wir Sie – ganz speziell heute und auch an jedem anderen Tag des Jahres – auf Ihren Beitrag zur Pressefreiheit zu leisten: Lesen Sie Zeitschriften & Zeitungen zu einem fairen Preis!

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