VDZ Publishers' Summit - Day 2

Vertauenskrise der Vierten Gewalt?

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Unser neuer VDZ-Präsident ist Stephan Holthoff-Pförtner. Einstimmig wurde der Anwalt und Verleger vom Präsidium des Verbandes der Zeitschriftenverleger gewählt. Nach dem offiziellen Rücktritt und der Ehrung von Hubert Burda gestern Abend sprach heute Holthoff-Pförtner, der übrigens nicht nur 16,7 Prozent der Funke Mediengruppe hält, sondern auch Anwalt (unter anderem von Helmut Kohl) ist. In seiner Rede lobt er den Begriff “vierte Gewalt” für die Medien und erinnert so seine Kollegen an eine der Grundaufgaben der Presse: durch unabhängige Berichterstattung die öffentliche Diskussion zu unterstützen und so das politische Geschehen (indirekt) positiv zu beeinflussen.

Keine “Lügenpresse” (mehr)

Auch die meisten Leser sehen die Presse in dieser Rolle: Über 95% schätzen die Macht der Medien als groß oder sehr groß ein, lässt uns die aktuelle Allensbach Studie wissen, die auf dem Publishers’ Summit heute vorgestellt wurde. Gleichzeitig unterstützt die Mehrheit der Bürger*innen zumindest teilweise den Vorwurf an die Verlage “Lügenpresse” zu drucken – das schmerzt die Vertreter der Medien. Wesentlich dazu beigetragen hat die Berichterstattung über die Flüchtlingskrise 2015 – eine generelle Vertrauenskrise gibt es jedoch trotzdem nicht. Toleranz braucht Haltepunkte, es darf keine Beleidigungen geben, sachliche Informationen sollen fließen – die etablierten Medien haben damit in der Wahrnehmung der absoluten Mehrheit der Menschen das geringste Problem.

Unabhängigkeit schaffen – z.B. mit United Kiosk

In der digitalisierten Welt gibt es drei Arten von Medien: Social Media für die Interaktion im Web. Functional Media für Navigation, Organisation und Shopping. Und Editorial Media. Editorial Media ist das, was Journalisten, Redaktionen, Verlage jeden Tag erschaffen: Gedruckte und digitale Magazine und Zeitungen. Eine zentrale Verantwortung von Editorial Media ist es Haltung zu wahren und zu fördern und sich nicht zur “Lügenpresse” machen zu lassen. Holthoff-Pförtner hat diesen Gedanken angestoßen, später in einer Diskussionsrunde wird er wieder aufgegriffen: “Nur journalistische Produkte, die sich wirtschaftlich selbst tragen sind wirklich unabhängig.” Darum unterstützen wir kleine und große Verlage bei der Erstellung Ihres perfekten (und flexiblen) Vertriebsmix ohne uns in ihre Politik einzumischen.

Der CEO und Sprecher der Deutschen Fachpresse Stefan Rühling verspricht für seine Gattung Aufklärung und Begleitung für die deutsche Wirtschaft – für jeden in jedem Berufsfeld. Er sagt, Fachmedien beflügeln, unter anderem indem sie Entscheidungen erleichtern, Communities organisieren und Branchenkompetenz bündeln. Sein eigentlicher “Big Point” ist das 360-Grad-Konzept, das B2B-Medienanbieter bereits leben: Informieren, Aktivieren, Entwickeln – das heißt, die Kunden auf allen Wegen zu unterstützen erfolgreicher zu werden. Das ist auch die Aufgabe von United Kiosk.

Eine interessante Information noch, die wir so nicht für uns behalten wollten: jeder vierte Leser kommentiert schon mal einen Beitrag, den er gelesen hat…

 

Wir waren gerne in Berlin dabei und denken über die vielen interessanten Beiträge noch weiter nach. Und strengen uns weiter an, aus allen Infos das beste für unsere Kunden herauszuholen.

 

Bildquelle: publishers-summit.vdz.de

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