Über die Wertschätzung geistigen Eigentums

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Der Welttag des geistigen Eigentums wird heute 18 Jahre alt. Auf Anregung der UNESCO hat die Weltorganisation für geistiges Eigentum diesen Ehrentag am 26.4.2000 zum ersten Mal ausgerufen.

Offener Brief der Musikindustrie

Ich persönlich habe zum ersten Mal vor genau 10 Jahren vom Welttag des geistigen Eigentums gehört. Damals gab es unter anderem in vielen überregionalen Tageszeitungen wie der Frankfurter Allgemeine Zeitung ganzseitige Anzeigen mit einem offenen Brief an Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel. Insbesondere Komponisten und Musiker haben damit diesen Tag genutzt, der das Bewusstsein für den Wert geistigen Eigentums stärken soll, um auf ihre besondere Situation aufmerksam zu machen: „…. leider müssen wir täglich mit ansehen, wie das Recht auf einen angemessenen Schutz unserer Werke missachtet wird. Vor allem im Internet werden Musik, Filme oder Hörbücher millionenfach unrechtmäßig angeboten und heruntergeladen, ohne dass die Kreativen, die hinter diesen Produkten stehen, dafür eine faire Entlohnung erhalten.“

Exkurs: Musikindustrie 2018

Die Musikindustrie wurde zum Ende der neunziger als erste Medienbranche von der digitalen Revolution erfasst: Fast 15 Jahre lang schrumpften die Erlöse der Musiklabels. Dann im letzten Jahr – die Wende: Die Wachstumsraten beschleunigen sich. Der Hauptgrund für die neue Blüte sind Online-Dienste wie Spotify und Apple Music. Deren Umsätze sind jetzt die wichtigste Einnahmequelle…

Auch Pressebranche ist betroffen

In der anlogen Welt der gedruckten Presse konnte so leicht keiner die Leistung der Verlage für eigene Zwecke kommerziell ausnutzen.

In der heutigen Welt hingegen wird vor allen die Online-Presse unter Umständen in nur wenigen Sekunden nach der Veröffentlichung von Dritten vereinnahmt und vermarket, wenn zum Beispiel News-Aggregatoren mit den redaktionellen Inhalten der Online-Presse das Geld verdienen, was den Redaktionen dann fehlt. Google News ist der wahrscheinlich bekannteste für Nutzer kostenfreie Aggregator, aber auch andere Dienste wie Flipboard oder Reddit haben einen großen Nutzerkreis.

Hochwertiger Journalismus ist sein Geld wert

Gemeinsam mit Partnerverlagen arbeitet die Branchenplattform United Kiosk an einem Zukunftsmodell für das digitale Lesen. Dazu läuft noch bis 1. Mai eine Umfrage der Hochschule der Medien in Stuttgart gemeinsam mit United Kiosk. Untersucht werden Marktentwicklung und Erfolgsfaktoren für Medienunternehmen sowie das Konsumentenverhalten und die Zahlungsbereitschaft digitaler Leser. Die Ergebnisse der Umfrage werden erstmals am 17. Mai beim Kongress der Deutschen Fachpresse in der Session Vertrieb vorgestellt.

 

Photo by Kelly Sikkema on Unsplash

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