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Lesen Sie das Editorial von LinuxUser - epaper

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift LinuxUser - epaper die aktuelle Ausgabe 9/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Abhängigkeiten
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
was haben Union und SPD eigentlich gegen quelloffene Software und Linux? Man weiß es nicht – und doch schießt eine große Koalition aus Roten und Schwarzen mittlerweile zum zweiten Mal binnen eines Jahres ein an sich erfolgreiches Linux- und OSS-Großprojekt zugunsten von Microsoft Windows und proprietärer Software ab.

Erst Ende November 2017 hatte die Stadt München unter verständnislosem Kopfschütteln der Weltöffentlichkeit beschlossen, das erfolgreiche LiMux-Projekt rückabzuwickeln. Binnen sechs Jahren will man über 18 000 Linux-Clients einstampfen und durch Windows ersetzen, Open-Source-Komponenten wie Woll-Mux sollen proprietärer Software weichen. Jetzt stößt die Finanzverwaltung des ebenfalls schwarz-rot regierten Niedersachsen ins selbe Horn: 12 500 Linux- Arbeitsplatzrechner sowie entsprechende Fach- und Büroanwendungen, die meisten davon quelloffen, sollen durch Windows und proprietäre Software ersetzt werden. Dafür will man 2019 rund 6 Millionen Euro ausgeben, pro Folgejahr weitere 7 Millionen.

Wie lang der Wechsel dauern soll, wollen oder können die Niedersachsen nicht sagen – ein erstaunlich lockerer Umgang mit Zahlen seitens einer Finanzbehörde. Geht man aber davon aus, dass der Aufwand ähnlich ausfällt wie in München, dürfte das Projekt wenigstens fünf Jahre dauern und mindestens 35 Millionen Euro kosten. Vermutlich wird es aber teuerer, denn der vom Landesbetrieb IT. Niedersachsen entwickelte „Niedersachsen-Client“ auf Basis von Windows 8.1 und MS Office 2013 genügt scheinbar den Anforderungen nicht – die Finanzverwaltung habe „andere Anforderungen als die allgemeine Verwaltung“, heißt es. An dem Bedürfnis zu einer Standardisierung kann der Umstieg also nicht liegen.

Warum wechseln Behörden in millionenteueren Projekten von freier Software und Linux zu Windows und proprietären Anwendungen? Geld kann man damit nicht sparen, im Gegenteil, es fallen millionenschwere und komplizierte Migrationen an. Oft entstehen zusätzliche Kosten, weil zusätzlich Hardware für die Anforderungen von Windows 10 fit gemacht werden muss. Beides ist entgegen beliebter Urban Myths allerdings kein schlagendes Argument für Linux: Auch Lösungen auf Basis freier Software müssen entwickelt und gepflegt werden – das kostet Geld. Auch Linux und moderne OSS-Software braucht leistungfähige Rechner und läuft auf alten Krücken eher schlecht als recht.

Der entscheidende Vorteil von Linux und quelloffener Software liegt an ganz anderer Stelle: Der Einsatz freier Lösungen macht frei von Abhängigkeiten, insbesondere solchen von US-Monopolanbietern. Was früher ein zwar durchaus gültiges, aber eher theoretisches Argument war, dem hat Donald Trump mittlerweile ganz konkretes Leben eingehaucht. Linux und freie Software beseitigen nicht nur die Abhängigkeit von einem Unternehmen, das der Jurisdiktion und den präsidialen Launen eines zunehmend unzuverlässigeren Wirtschafts- und Bündnispartners unterliegt. Sie ermöglichen zudem, Entwicklung und Betreuung der Lösungen lokalen Unternehmen zu übertragen und damit die eigene digitale Wirtschaft zu stützen und weiterzuentwickeln, statt ausländische Konzerne aufzufüttern. In Schleswig-Holstein (Schwarz-Gelb-Grün) hat man das offenbar verstanden: Das nördlichste Bundesland hat gerade beschlossen, die gesamte IT soweit nur irgendmöglich auf Open Source umzustellen.

Bleibt noch ein Punkt, der in den Diskussionen um Behörden-Software erstaunlich selten auftaucht, obwohl er eigentlich eine zentrale Rolle spielen sollte: Sicherheit. Ich spare mir hier jede Argumentation und möchte lediglich ein aktuelles Beispiel zitieren: Die Behörden des Verwaltungsbezirks Matanuska-Susitna in Alaska erledigen ihren Schriftverkehr zurzeit und bis auf Weiteres ausschließlich mit Schreibmaschinen. Die rund 500 Clients und 120 Server des Boroughs – sie laufen unter Windows 7 und Windows 10 – sind von Ransomware befallen und alle Daten verschlüsselt ...

Herzliche Grüße,
Jörg Luther, Chefredakteur
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