Gedruckt
Digital

Zeitschrift LinuxUser - epaper

Bestellen Sie jetzt die Archiv-Ausgabe 1/2019 der Zeitschrift als epaper.

 - mehr 
Titelbild von LinuxUser - epaper. In der Ausgabe 1/2019 geht es um die Themen: Virtualisierung - Grundlagen für den Einsatz, Frontends für Profis und Einsteiger, Tricks für die Praxis. Lesen Sie gerne Computerzeitschriften, Tabletmagazine und Smartphonemagazine? Dann empfehlen wir Ihnen LinuxUser - epaper als digitales Abo (eAbo) und Einzelheft zum sofort Loslesen oder als Geschenkabo zum Vorbestellen.
Titelbild von LinuxUser - epaper. In der Ausgabe 1/2019 geht es um die Themen: Virtualisierung - Grundlagen für den Einsatz, Frontends für Profis und Einsteiger, Tricks für die Praxis. Lesen Sie gerne Computerzeitschriften, Tabletmagazine und Smartphonemagazine? Dann empfehlen wir Ihnen LinuxUser - epaper als digitales Abo (eAbo) und Einzelheft zum sofort Loslesen oder als Geschenkabo zum Vorbestellen.
Beliebteste Artikel dieser Ausgabe
Schlagzeilen dieser Ausgabe
Virtualisierung - Grundlagen für den Einsatz, Frontends für Profis und Einsteiger, Tricks für die Praxis
epaper-Einzelheft
Ausgabe 1/2019 vom 20.12.2018
5,99 EUR*
Stöbern Sie im Archiv vonStöbern Sie im Archiv von
LinuxUser - epaper 
Aktuelle Ausgabe & Abo-Angebote vonAktuelle Ausgabe & Abo-Angebote von
LinuxUser 

Lesen Sie das Editorial von LinuxUser - epaper

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift LinuxUser - epaper die aktuelle Ausgabe 1/2019 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Trauerspiele
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
die Meldung kam als Paukenschlag: Am 28. November mittags verschickte die Deutsche Messe AG per E-Mail einen dürren Siebenzeiler unter der Überschrift „Messe sortiert Digitalthemen neu“. Darin hieß es, man „bereinige angesichts rückläufiger Flächenbuchungen das Veranstaltungsportfolio“. Was das konkret heißen sollte, erfuhr man erst nach einem Klick auf einen Link zur Webseite des Messeveranstalters, wo am Kopf einer verschwurbelten Pressemitteilung ein einziger dürrer, leicht zu übersehender Listenpunkt die Sache in vier Worten auf den Punkt brachte: „CeBIT Hannover wird abgesagt“. Ein wahrlich mageres Requiem auf die einmal größte IT-Messe des Planeten: 360 000 Quadratmeter Fläche, 7500 Aussteller, 830 000 Besucher, so lauteten die Rekord-Eckwerte der global maßgeblichen Veranstaltung. An ihr kam kein Grande der Computerwelt vorbei, selbst Bill Gates gab sich dort gern ein Stelldichein. Mehr als drei Jahrzehnte lang spiegelte die CeBIT den Anspruch Deutschlands als führende Industrienation und Innovationsmotor wider. Das Ende vom Lied: 2019 hätte die Messe gerade noch eine Fläche von 6000 Quadratmetern erreicht.

Wie konnte das passieren? Die knappe Antwort: Die CeBIT-Macher haben einen technologischen Umbruch verschlafen, den von der IT als Unternehmenslösung zur Alltagstechnologie für jedermann, den von Abteilungsserver zum Mediacenter im Wohnzimmer, den von der Workstation zum Tablet. Die Funktion als Schaufenster für die wirtschaftlich wichtigen Zukunftstechnologien übernahmen konsequenterweise Consumergetriebene Messen wie die IFA in Berlin. Das Ende der CeBIT macht deutlich: Too big to fail gilt vielleicht für Banken, ganz bestimmt aber nicht für das technologische Umfeld. Wer wichtige Entwicklungen ignoriert und verschläft, weil er sich an Althergebrachtem festklammert, den bestraft das Leben. In dem Zusammenhang verursacht mir eine zweite Meldung Bauchschmerzen, die nur wenige Tage nach dem unrühmlichen Ende der CeBIT über die Newsticker lief: die vom Scheitern des „Digitalpakts Schule“ im Bundesrat.

Dass sich Informatikausbildung an deutschen Schulen nur als Trauerspiel beschreiben lässt, weiß jeder, der schon einmal einen genaueren Blick darauf geworfen hat. Den Lehranstalten fehlt es an allem, von Breitbandanschlüssen über halbwegs aktuelle Rechner bis hin zu ausreichend ausgebildetem Personal. Das ist ein unhaltbarer Zustand, der ganz offensichtlich die Zukunft des Lands als führende Industrienation ernsthaft gefährdet.

Dann beschließt der Bundestag endlich – mindestens ein Jahrzehnt zu spät, aber immerhin – eine Verfassungsänderung, um trotz der Kulturhoheit der Länder ein Sofortförderprogramm für Schulen in Höhe von 5 Milliarden Euro auf den Weg bringen zu können. Die Ministerpräsidenten aller 16 Bundesländer entblöden sich jedoch nicht, umgehend diesen längst überfälligen Anschub für eine vernünftige Digitalausbildung an deutschen Schulen im Bundesrat zu torpedieren. Begründung: Er gefährde „die Zukunft des Föderalismus“

Schon klar: Wenn die Kids nicht mit IT umgehen können, sollen sie sich halt am Föderalismus erfreuen. Facebook, Snapchat, Instagram und Netflix auf dem privaten Handy sind doch schließlich mehr als genug Informationstechnik. Und wenn im Zeitalter von globaler Vernetzung, IoT, Industrie 4.0 und künstlicher Intelligenz die jungen Deutschen gegenüber ihren internationalen Altersgenossen hoffnungslos zurückfallen, dann bereinigen wir halt angesichts rückläufiger Konkurrenzfähigkeit das Beschäftigungsportfolio, gell?

Kopfschüttelnde Grüße,
Jörg Luther

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift LinuxUser - epaper die aktuelle Ausgabe 1/2019 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen. …

Mehr zeigen

Steckbrief von LinuxUser - epaper

Lieferzeit Einzelheft sofort
Ausgabe 1/2019 vom 20.12.2018
Erscheint monatlich , 12 Ausgaben pro Jahr
Sprache Deutsch
Zugriff nach der Registrierung online in der Bibliothek lesen & als PDF downloaden
Kategorie Computerzeitschriften, Tabletmagazine und Smartphonemagazine
TrustedShops Bewertung
-/5.0 
noch keine Produktbewertungen für LinuxUser - epaper

Zeitschriften-Tipps für Sie

Ihre zuletzt angesehenen Magazine und besondere Empfehlungen
Kennen Sie schon diese Kategorien?
Entdecken Sie
aktuelle
BESTSELLER
NEWCOMER,
frisch für Sie
eingetroffen
Sparen Sie bei
Zeitschriften
mit RABATT
Stöbern Sie
durch ALLE
KATEGORIEN
Unsere Webseite verwendet Cookies, um Ihnen einen optimalen Service zu bieten. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden. Mehr Informationen.
×