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Ausgabe 1/2019 vom 20.12.2018
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Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift guitar - epaper die aktuelle Ausgabe 1/2019 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Echte Musik
Lange dachte ich, dass ich um das Thema herumkomme. Doch so ist das, wenn man sich in Sicherheit wiegt: Irgendwann erfolgt von völlig unerwarteter Seite die Blutgrätsche. In meinem Fall war es der alte Bluesrocker Charly, dessen vorzügliche Bluestalgia-Kolumnen regelmäßig das Heft abrunden. Dass gerade dort das Thema DSDS auftaucht (seht selbst auf Seite 142!), damit konnte ich nun wirklich nicht rechnen. Für mich ist das jedenfalls die letztmögliche Aufforderung, meinen Senf zu diesem Thema nun auch abzusondern. Alleine die Tatsache, dass ich das rätselhafte Wort „Auditions“ in Charlys Text verstehe, beweist, dass ich genügend Vorbildung habe, um mitreden zu können ...

Mit Herrn Bohlen kann ich allerdings nicht aufwarten; ich hab’ den Mann seit 1986 („Geronimo’s Cadillac“ – ich rätsle noch heute, wie der legendenumwitterte Apachenhäuptling wohl zu diesem Vierradfahrzeug gekommen sein mag) konsequent und erfolgreich aus meiner Wahrnehmung ausblenden können. Nein, in meinem Falle ist es die laut Expertenmeinung deutlich humanere Sendung The Voice of Germany. (Nächstes Rätsel: Warum trägt eine Sendung, in der „die deutsche Stimme“ gesucht wird, einen englischen Titel? Und jetzt kommt mir nicht von wegen guitar und so!) Ich entstamme ja einer Generation, die bewegte Bilder lieber im Kinoleinwandformat als in Briefmarkengröße anglotzt. Kino hab’ ich keins zu Hause, aber immerhin – die Älteren unter euch kennen das noch – einen Fernseher (auch liebevoll „Fernsehapparillo“ genannt). Betonung auf „einen “. Falls also ein anderes Familienmitglied – und diese sind ausschließlich weiblichen Geschlechts – mehr oder weniger regelmäßig derartige Sendungen mitverfolgt, krieg’ ich das irgendwann mit. Seither weiß ich auch, wie Mark Forster aussieht: Zuvor nur eine Stimme im Supermarktradio, hat der Typ für mich jetzt ein Gesicht samt glatzenkaschierendem Käppi und zwei gut geölte Beinchen, mit denen er froschartig in seinem Sessel auf und ab hüpft. Der Rest ist vorhersehbar: Zwischen Werbeblöcken, übertrieben kreischenden Teenies und tränendrüsenstimulierenden, mit sanfter bis dramatischer Musik unterlegten und zuweilen etwas schlampig in Szene gesetzten Lebensläufen trällern Leute jeden Alters und Geschlechts mir unbekannte Liedchen und werden dafür frenetisch gefeiert. So weit, so fad.

Aber, und jetzt kommt’s: Zwischendrin werden da Songs zum Besten gegeben, die man zweifelsohne in die Sparte „Rockmusik“ einordnen muss. „Who Wants to Live Forever“ von Queen, Led Zeppelins „Rock and Roll“, „Bed of Roses“ (Bon Jovi) und – fast schon vorhersehbar – „Yesterday“ von den Beatles. Haltet mich meinetwegen für bekloppt, aber ich kann dieser Sendung durchaus etwas Positives abgewinnen: Schließlich kriegt die schlagerverseuchte „Generation Z“ dadurch immerhin mit, dass es in grauer Vorzeit Musik gab, die nicht in Gemeinschaftsarbeit von Reißbrettkomponisten und PC-Programmierern erschaffen wurde. Musik mit Substanz. Musik mit Seele. Musik mit Eiern. Echte, authentische Musik. Und auch wenn die im Voice-Rahmen vielleicht nicht wahnsinnig authentisch reproduziert wird, so bekommen die Fans der Sendung immerhin einen Eindruck davon. Vielleicht fruchtet’s ja in Einzelfällen ...

Darüber hinaus besteht die Studioband ausnahmslos aus schweineguten Musikern. Falls also jemand unter euch ebenfalls gezwungen sein sollte, einen Blick in The Voice of Germany zu werfen: Konzentriert euch einfach auf die Band.
In diesem Sinne: Haut rein!

Dr. Jürgen Ehneß
Chefredakteur

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift guitar - epaper die aktuelle Ausgabe 1/2019 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen. …

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Steckbrief von guitar - epaper

Lieferzeit Einzelheft sofort
Ausgabe 1/2019 vom 20.12.2018
Erscheint monatlich , 12 Ausgaben pro Jahr
Sprache Deutsch
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Kategorie Reisemagazine, Freizeitmagazine und Wissensmagazine
TrustedShops Bewertung
4.50/5.0 
2 Produktbewertungen für guitar - epaper

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