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Lesen Sie das Editorial von Militär & Geschichte - epaper

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift Militär & Geschichte - epaper die aktuelle Ausgabe 1/2019 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Evakuierung oder Kapitulation?

Wir wissen heute, dass sich ab November 1918 der Rückzug der geschlagenen deutschen Truppen und ihrer Verbündeten nach eindeutigen Vorgaben und im Ganzen geordnet vollzog. Das gilt zumindest für den europäischen Kriegsschauplatz. Doch wie endete der mehr als vier Jahre währende Kampf für die ostafrikanische Schutztruppe unter Generalmajor Paul von Lettow-Vorbeck in Ostafrika, der mitten aus einer erfolgreichen Operation („epischer Marsch“) förmlich herausgerissen wurde, als der Vertrag von Compiegne am 11. November 1918 die allgemeine Waffenruhe anordnete? Um es vorwegzunehmen: rechtlich zweifelhaft –und das macht die Sache so brisant.

Der Kommandeur hatte seine Aufgabe von Anfang an darin gesehen, den überlegenen Gegner stets auf sich zu ziehen und dadurch Kräfte zu binden und abzunutzen. Als die Kolonie im November 1917 nicht mehr zu halten war, setzte er den Krieg in Portugiesisch-Ostafrika fort, wodurch die Engländer neue Operationsbasen einrichten und reagieren mussten. Den Raum geschickt nutzend, marschierte Lettow-Vorbeck schließlich nach dem an der Westküste Afrikas gelegenen portugiesischen Angola, womit er Portugiesen und Belgier nötigte, Maßnahmen zum Schutz des oberen Kongogebietes zu treffen. Die Engländer wiederum mussten gänzlich neue Verbindungslinien aufbauen und Offensiven vorbereiten, was zusätzlichen Schiffsraum erforderte, der damit seinen eigentlichen Aufgaben entzogen war. Am 1. November 1918 überschritt die Schutztruppe, die dem Gegner die ganze Zeit über das Gesetz des Handelns aufzwang, die rhodesische Grenze und drang somit in Zentralafrika ein. Einen Tag nach Inkrafttreten des Waffenstillstands marschierte das deutsche Gros in Kasama ein, Teile der Nachhut waren in ein Gefecht mit verkehrten Fronten verwickelt, das zugleich den Schlusspunkt des gesamten Feldzuges darstellte. Am 13. November gegen 11 Uhr vormittags erreichte Lettow-Vorbeck das Telegramm über die Einstellung aller Feindseligkeiten. Tags darauf ließ er drahten, dass er entsprechend den von General Jacob van Deventer übermittelten Waffenstillstandsbedingungen verfahren werde, die keine bedingungslose Kapitulation, sondern lediglich eine Evakuierung seiner Männer aus Ostafrika vorsahen. Mithin sei die Truppe also nicht als kriegsgefangen zu betrachten und es läge keine Berechtigung vor, die Ab gabe von Waffen und Munition zu verlangen.

Das Londoner War Office teilte daraufhin unmissverständlich mit, dass es zu einer bedingungslosen Übergabe und Entwaffnung kommen müsse: unconditional evacuation schließe surrender ein, Deutsche und Askari seien „Kriegsgefangene“. Aber unconditional war nie Gegenstand der Verhandlungen in Compiegne ge wesen – wogegen die deutsche Seite Protest einlegte, auf den Deventer entschuldigend antwortete, er müsse nach den Vorgaben des Kriegsamtes handeln. Lettow- Vorbeck folgte den Anweisungen zwar, ging aber parallel einen Schritt weiter, indem er gegen die Behandlung wiederum protestierte, diesmal beim Befehlshaber der britischen Truppen in Daressalam, Brigadier General Charles Pears Fendall, „zur telegraphischen Weitergabe durch das Kriegsamt in London an die Regierungen der Alliierten und den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika“. Lettow-Vorbeck sprach zu Recht von nicht erfüllten Zusagen und „Freiheitsberaubung meiner Truppe“. Erreichen konnte er nichts.

Die Internierung der Schutztruppe in Ostafrika vollzog sich ohne geltende Rechtsgrundlage, weil sie den Waffenstillstandsbedingungen widersprach, die General von Lettow ausdrücklich zur Voraussetzung seiner Entschlüsse gemacht hatte. Sie kam nur aufgrund eigenmächtiger, rechtlich nicht bindender Auslegungen durch das Londoner Kriegsamt zustande. Womit die Militärgeschichte um ein Kuriosum reicher wäre.
Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift Militär & Geschichte - epaper die aktuelle Ausgabe 1/2019 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen. …
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Verfasst von Guido S. | Frankfurt | 30.06.2017
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