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Lesen Sie das Editorial von Militär & Geschichte - epaper

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift Militär & Geschichte - epaper die aktuelle Ausgabe 5/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Ohne Karten kann man nicht Krieg führen!“ Das sagte Friedrich der Große 1756 zu sächsischen Offizieren, die man bei Pirna gefangen genommen hatte. Zu seinem Ärger waren bei ihnen keine Karten aufzufinden, die möglicherweise Aufschluss über Absichten und Wissen des Feindes gegeben hätten. Der preußische König wusste genau, weshalb er dem militärischen Kartenwesen große Bedeutung beimaß, „Landesaufnahmen“ ließ er dementsprechend militärisch organisieren und erstmals in professionellem Stil herstellen. Die „Plan- und Kartenkammer“ war im Potsdamer Stadtschloss untergebracht, stand unter strenger Aufsicht des Flügeladjutanten, und das Besondere: Friedrich II. duldete keine Reproduktionen, um im Fall kriegerischer Auseinandersetzungen nicht Gefahr zu laufen, das kostbare Material zu verlieren.

Nur die Königlich-Preußische Akademie der Wissenschaften durfte Karten für unmittelbar bevorstehende Feldzüge stechen lassen, wobei der dargestellte Raum verhältnismäßig klein abgebildet war, denn sie dienten nicht nur dem Heerführer, sondern auch der Artillerie als Schießvorlagen. Auf zeitgenössischen Exemplaren erkennt man deswegen durch sogenannte Schraffensignaturen kenntlich gemachte Bodenerhebungen und Höhenzüge. Die Tradition penibler topografischer Arbeiten setzte sich unter den Nachfolgern des „Alten Fritz“ ungebremst fort, seit 1816 waren sie sogar Sache des neu gegründeten preußischen Generalstabs. Der 1821 bis 1847 amtierende Generalstabschef Generalfeldmarschall Freiherr Karl von Müffling ordnete an, dass jeder Generalstabsoffizier die Topografie-Abteilung zumindest für eine kurze Zeit seiner Ausbildung zu besuchen hatte, ein Befehl, der bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs galt. Und nicht von ungefähr führte Helmuth von Moltke d. Ä. das Lehrfach „Militärgeografie“ an der Kriegsakademie ein und war seit 1870 Vorsitzender des „Zentral - direktoriums der Vermessungen im Preußischen Staat“. Der Generalstabs sollte die Karte nicht bloß zur Orientierung anwenden, sondern „lesen“, um ihre letzten Geheimnisse zu entschleiern. Nur das eingehende militärgeografische Studium, so Moltkes Credo, ließ das bunte Papier zu einem vollwertigen, schließlich unersetzlichen Kriegshilfsmittel werden.

Bis 1914 standen in der Regel nur den Feldherren Karten zur Verfügung, im Ersten Weltkrieg besaß jede Einheit eine operative Karte im Maßstab 1:100.000 – für einfache Erkundungs und Nachschubaufträge mussten nach wie vor Marschskizzen („Kroki“) herhalten. Kompliziert gestaltete sich das Kartenwesen der Artillerie und ihrer Aufklärung im Ersten Weltkrieg, hier entwickelte sich eine ganz eige ne „Schule“ mit trigonometrischen Vermessungsarbeiten zu Richt- und Schießverfahren. Nicht selten wichen deren Inhalte von den herkömmlichen Heereskarten ab, was zu fatalen Fehlschlüssen auf operativer Ebene führen konnte.

Der Versailler Vertrag verbot die militärische Landesaufnahme, die in den zivilen Bereich übersiedelte und dort genehmigt war, sodass in der Zwischenkriegszeit ein reger Wettbewerb entstand, den sich in den 1930er-Jahren erst die Reichswehr und schließlich die Wehrmacht zunutze machte. Aus der „Heeresvermessungsstelle“ im Generalstab des Heeres ging die „Heeresplankammer“ hervor, und die Kriegsmarine unterhielt im Oberkommando eine „Amtsgruppe Nautik“. Die Luftwaffe, die großmaßstäbliche Zielkarten mit eingedruckten quadratischen Gitternetzen benötigte, besaß ebenfalls eine eigene Abteilung mit Spezialisten, zu denen „Magnetiker“, später sogar Astrophysiker gehörten. Daran hat sich prinzipiell nichts geändert: Bis heute sind militärische Karten in Manöver und Kriegseinsatz unersetzbar, ihr innerer Wert ist derselbe, nur modernste Technik macht es möglich, dass aus den ursprünglich recht simplen Landschaftsabbildungen hochkomplexe Geländereproduktionen wurden, die vom Original lediglich in einem Punkt abweichen: im Maßstab. Manches bleibt selbst im Lauf der Jahrhunderte eine Konstante. Karten zählen dazu.

Herausgeber Dr. Guntram Schulze-Wegener über den bleibenden Wert militärischer Karten
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Verfasst von Guido S. | Frankfurt | 30.06.2017
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