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Schlagzeilen dieser Ausgabe
Faszination Maschine: Technische Phänomene als Motive in der Kunst S.6
Der künstliche Mensch: Androide und Roboter S.16
Jean Tinguely: Maschinen, Motoren und eine bewegende Kunst S.20
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Ausgabe 1/2018 vom 01.12.2017
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Lesen Sie das Editorial von mundus - epaper

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift mundus - epaper die aktuelle Ausgabe 1/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Liebe Leserinnen und Leser,

Technik und Kunst – das beschreibt zwei Pole, die nicht nur im Laufe der Kunstgeschichte in ein wechselvolles Spannungsverhältnis getreten sind. Das Wort Technik leitet sich vom altgriechischen techné ab, welches in der Antike zunächst die schöne Kunst, aber auch die Wissenschaft meinte. Erst in zweiter Linie bezeichnete das Wort auch die sog. niedere Kunst, das Handwerk, bzw. die besondere Geschicklichkeit in der Gestaltung einer Sache. Im Laufe der Zeit entwickelte sich das Technische zum Sammelbegriff für von Menschen gefertigte Gegenstände und setzte sich damit in einen Gegensatz zur gewachsenen Natur, die das Eingreifen und Gestalten durch den Menschen nicht braucht. Von eher wenigen Ausnahmen abgesehen haben Motive aus der Natur in der Kunstgeschichte stark dominiert; man denke nur an das Genre der Landschaftsmalerei, an Blumen- und Früchtestillleben, an Porträts von Menschen und Tieren. Umso ungewöhnlicher war vor allem im Zuge der industriellen Revolution der Einzug von technischen Gegenständen in die Motivwelt der Künstler – beispielsweise durch die Dadaisten und mit Werken wie Mechanischer Kopf von Raoul Hausmann. Technische Gegenstände hielten also auch in absurden Kombinationen Einzug in die Moderne des frühen 20. Jahrhunderts, bevor sie bald darauf von Malern der Neuen Sachlichkeit zum attraktiven Bildinhalt neben Motiven aus der Natur erkoren wurden. Diese Künstler pflegten kühl und präzise zu malen, wozu ihnen die Darstellung einer Maschine oder eines Autos ideale Möglichkeiten bot. Ein bekanntes Beispiel ist Tamara de Lempickas Selbstporträt in einem grünen Bugatti von 1925, in dem das Auto mehr Raum einnimmt als die dargestellte Person. In dieser Tradition steht das Werk unserer aktuellen Titelkünstlerin Brigitte Körber, deren Arbeiten Gegenstände aus der Welt des Maschinenbaus zeigen. Welche Geschichte sich hinter diesen mit großer ästhetischer Schönheit dargestellten Bauteilen verbirgt, lesen Sie ab Seite 6 mehr .

Deutschland hat gewählt. Seit Ende September diesen Jahres ist die Parteienlandschaft, aber auch die Stimmung in der Bundesrepublik eine andere. Das Land ist ohne Zweifel nach rechts gerückt. Auf dem Hintergrund der Beobachtung, dass gesellschaftliche Entwicklungen sich oftmals parallel in vielen Bereichen gleichzeitig vollziehen, stellt sich die interessante Frage: Was bedeutet diese politische Entwicklung für die Kunst? An dieser Stelle sei ein Exkurs erlaubt: Offensichtlich sind viele Menschen in unserem Land nicht länger mit dem massiven Zuzug von Migranten einverstanden. Bei nicht wenigen Wählern hat sich in den vergangenen zwei Jahren das Gefühl eingeschlichen, Deutschland und Europa werde von diesen Massen an Menschen, von denen eine große Zahl zu den Wirtschaftsflüchtlingen gezählt werden muss, geradezu piratenähnlich gekapert. Viele Wähler stört es, dass Migranten an den Leistungen eines Sozialstaates partizipieren, zu dessen Aufbau sie nichts beigetragen haben. Offensichtlich mögen Menschen das Gefühl des Gekapertwerdens nicht und sind nicht bereit, es auf Dauer zu dulden.

Überträgt man diese Beobachtungen aus der Welt des gesellschaftlichen Zusammenlebens auf die Welt der Kunst, ergeben sich interessante Fragestellungen: Gibt es ähnliche, unberechtigte Beanspruchungsphänomene auch hier? Hat sich in den vergangenen Jahrzehnten im Bereich der Kunst ein ähnlicher Prozess von Freibeuterei zugetragen? Belegen sich zu viele Kunstschaffende mit der Bezeichnung „Künstler“, obwohl sie dies möglicherweise und im strengeren Sinne gar nicht sind? Werden zu viele Arbeiten als Kunstwerke ausgestellt oder verkauft, obwohl sie selbst für aufgeschlossene Menschen mit viel gutem Willen kaum noch als solche zu erkennen sind? Das piratenähnliche Erobern, das Kapern von geografischen und ideellen Territorien ist möglicherweise ein viel umfassenderes Phänomen unserer Zeit, als wir denken. Doch krisenhafte Zeiten haben immer auch ein Gutes: Sie fordern den Bürger zum genaueren Hinschauen auf, zum kritischeren Prüfen und zu präziseren Standortbestimmungen. Politik, Kunst und Kultur sind keine Selbstläufer. Sie müssen jeden Tag neu bedacht, neu definiert und neu verhandelt werden.
Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift mundus - epaper die aktuelle Ausgabe 1/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen. …
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Steckbrief von mundus - epaper

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Ausgabe 1/2018 vom 01.12.2017
Erscheint quartalsweise , 4 Ausgaben pro Jahr
Sprache Deutsch
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Kategorie Reisemagazine, Freizeitmagazine und Wissensmagazine

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Für kunstbeflissene sehr guter Wegweiser.
05.10.2018
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