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Titelbild von mundus - epaper. In der Ausgabe 2/2019 geht es um die Themen: Gesten und nonverbale Kommunikation in der Kunst. Was die Körpersprache erzählt .... Lesen Sie gerne Reisemagazine, Freizeitmagazine und Wissensmagazine? Dann empfehlen wir Ihnen mundus - epaper als als digitales Einzelheft zum sofort Loslesen.
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Ausgabe 2/2019 vom 01.03.2019
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Lesen Sie das Editorial von mundus - epaper

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift mundus - epaper die aktuelle Ausgabe 2/2019 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Lena Naumann Chefredakteurin
Liebe Leserinnen und Leser ,
Vergiss, was Du sagst lautet der Titel einer erfolgreichen Trainings-DVD, die ihren Zuschauern erläutert, wie Körpersprache funktioniert (S. 70). Und in der Tat sprechen Menschen mit Mimik und Gestik viel eindeutiger als mit ihren Worten. Wenn jemand sich auf der verbalen Ebene interessiert äußert, seine Körperhaltung aber Langeweile und Zurückhaltung ausdrückt, wird er auf sein Gegenüber wenig glaubwürdig wirken. Nach Sigmund Freud wird in der Körpersprache besonders dasjenige deutlich sichtbar, was unsere tatsächlichen Gefühle, Stimmungen, Einstellungen und Bedürfnisse sind.
Gestenreich zu kommunizieren macht Menschen oftmals sympathischer, lässt sie zugänglicher und herzlicher wirken. Ein Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit ist das Auftreten von Annegret Kramp-Karrenbauer auf dem CDU-Parteitag Ende vergangenen Jahres. Nicht nur, dass der neuen Parteivorsitzenden nach der gewonnenen Wahl Tränen der Rührung in die Augen traten, die sie sich bewegt aus dem Gesicht wischte, sie bedankte sich auch bei den Delegierten mit einer überaus ausdrucksstarken Geste: dem Hinhauchen eines Kusses über die ausgestreckten Handflächen in Richtung Publikum. Wer die Auftritte Kramp-Karrenbauers beobachtet, stellt fest, dass sie häufig die emotionale Einstellung, welche sie zu bestimmten Themen einnimmt, mit unmissverständlicher Mimik und Gestik unterstreicht. Das wirkt sympathisch und gibt ihr ein „menschliches“ Auftreten. Und hat möglicherweise entscheidend zu ihrem Sieg über den stärker als verkopft wahrgenommenen Friedrich Merz beigetragen.
Warum es uns gefällt, wenn Menschen über eine ausdrucksstarke Körpersprache emotional fassbarer werden, ist also eine spannende Frage, und zwar im Alltag ebenso wie in der Kunst. Weshalb wir in dieser Ausgabe einen Fokus auf diejenigen Werke der Kunstgeschichte legen, in denen Gesten und nonverbale Kommunikation eine besonders starke Rolle spielen und die nicht zuletzt wegen der starken Posen der auf ihnen abgebildeten Menschen zu Meilensteinen der Kunstgeschichte geworden sind. Foto: ZDFmediathek Ach, die Kunst! Sie wäre nicht die, die sie ist, wenn sie uns nicht ab und zu ein kleines Skandälchen lieferte. Eines der jüngsten ist das Auftreten des prominenten Kurators Kaspar König in den Münchner Kammerspielen, wo er an einem Diskussionsabend zum Thema Heimat und Rechtsradikalismus eine Künstlerin mit Migrationshintergrund, Cana Bilir-Meier, auf rassistische Weise und mit unerträglicher Arroganz behandelte. Dieses Benehmen wurde vom Publikum und von der Presse zu Recht scharf kritisiert. Denn Kunst kennt keinen Migrationshintergrund und keine Nationalität. Sie hat entweder Klasse oder hat sie nicht – und zwar völlig unabhängig davon, wer sie geschaffen hat. An dieser Stelle sei jedoch ein Postscriptum zu dem Vorfall erlaubt. Denn wer sich mit der Kunst von Cana Bilir-Meier beschäftigt, die gerne Performances zu versäumten Grundsteinlegungen oder mit altem Archivmaterial aus Presse und Fernsehen veranstaltet, kann allerdings Kaspar Königs Fragen nachvollziehen, warum es in ihrer Kunst irgendwie keine Form gibt, warum die Tiefenbohrungen dieser Werke sich nicht verdichten und eine Kraft entstehen lassen. Wer an die Kunst einen gewissen Anspruch stellt, für den sind Cana Bilir-Meiers Werke in der Tat etwas dünn. Was die Sache pikant macht: Es war in den vergangenen Jahrzehnten vor allem Kaspar König, für den Kunstwerke nicht beliebig, inhaltsleer und langweilig genug sein konnten, als dass er sie nicht promotet hätte. Wer nicht nur, aber auch sehr viel Kunst von simpelster Machart gefördert hat, darf sich einige Jahre später nicht wundern, wenn dieses geringe Niveau heute mit dem Anspruch auftritt, anerkennungswürdige Hochkunst zu sein. Auch deshalb zeigen wir Ihnen in dieser Ausgabe, quasi als Kontrastprogramm, zahlreiche Kunstwerke, deren Kraft und Tiefe außer Frage stehen. Viel Freude beim Schauen und Lesen wünscht Ihnen herzlich Ihre

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift mundus - epaper die aktuelle Ausgabe 2/2019 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen. …

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Steckbrief von mundus - epaper

Lieferzeit Einzelheft sofort
Erscheint quartalsweise , 4 Ausgaben pro Jahr
Sprache Deutsch
Zugriff nach der Registrierung online in der Bibliothek lesen & als PDF downloaden
Kategorie Reisemagazine, Freizeitmagazine und Wissensmagazine
TrustedShops Bewertung
4.00/5.0 
1 Produktbewertung für mundus - epaper

Für kunstbeflissene sehr guter Wegweiser.
05.10.2018
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