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Titelbild von mundus - epaper. In der Ausgabe 3/2019 geht es um die Themen: EDITORIAL; KÜNSTLERPORTRÄT: Die Natur ist über mir; Von der Kulisse zum Hauptdarsteller; KUNST UND PSYCHOLOGIE: Der Baum ist wie ich; KUNST UND PSYCHOLOGIE: Götterbäume; Gerhard Marcks und Alfred Partikel; Hollywood Icons; Paris im Sinn; 2 von 14 Zwei Kölnerinnen am Bauhaus; Otto Piene Alchemist und Himmelsstürmer; Jugendstil und Art Nouveau; Alltagstauglich!; Jugendstil Bewegung ist da; Kunstkosmos Oberrhein; 5. UrbanArt Biennale 2019 Unlimited; Aufgeblüht und abgelichtet; Jakob Bräckle Meine einfache Landschaft; Ein ganzes Jahrhundert Kunst; Von Henri Matisse bis Louise Bourgeois; Kostbar & edel Glaskunst aus Böhmen und Bayern; Tanz! Max Pechstein; Koloman Moser; Koji Shibazaki Schatten. Licht. Struktur; Silberhochzeit im Kaiserhaus; Egger-Lienz und Otto Dix; In-florescientia Kunst und Botanik; TITELTHEMA: Weitere Sonderausstellungen im Sommer; Rheinische Erfolgsgeschichte; Superlative in der Wüste; Das Geheimnis der Bäume; KUNST UND BUCH; FRAGEBOGEN: 10 Fragen an Oliver Kornhoff. Lesen Sie gerne Reisemagazine, Freizeitmagazine und Wissensmagazine? Dann empfehlen wir Ihnen mundus - epaper als digitales Abo (eAbo) und Einzelheft zum sofort Loslesen oder als Geschenkabo zum Vorbestellen.
Titelbild von mundus - epaper. In der Ausgabe 3/2019 geht es um die Themen: EDITORIAL; KÜNSTLERPORTRÄT: Die Natur ist über mir; Von der Kulisse zum Hauptdarsteller; KUNST UND PSYCHOLOGIE: Der Baum ist wie ich; KUNST UND PSYCHOLOGIE: Götterbäume; Gerhard Marcks und Alfred Partikel; Hollywood Icons; Paris im Sinn; 2 von 14 Zwei Kölnerinnen am Bauhaus; Otto Piene Alchemist und Himmelsstürmer; Jugendstil und Art Nouveau; Alltagstauglich!; Jugendstil Bewegung ist da; Kunstkosmos Oberrhein; 5. UrbanArt Biennale 2019 Unlimited; Aufgeblüht und abgelichtet; Jakob Bräckle Meine einfache Landschaft; Ein ganzes Jahrhundert Kunst; Von Henri Matisse bis Louise Bourgeois; Kostbar & edel Glaskunst aus Böhmen und Bayern; Tanz! Max Pechstein; Koloman Moser; Koji Shibazaki Schatten. Licht. Struktur; Silberhochzeit im Kaiserhaus; Egger-Lienz und Otto Dix; In-florescientia Kunst und Botanik; TITELTHEMA: Weitere Sonderausstellungen im Sommer; Rheinische Erfolgsgeschichte; Superlative in der Wüste; Das Geheimnis der Bäume; KUNST UND BUCH; FRAGEBOGEN: 10 Fragen an Oliver Kornhoff. Lesen Sie gerne Reisemagazine, Freizeitmagazine und Wissensmagazine? Dann empfehlen wir Ihnen mundus - epaper als digitales Abo (eAbo) und Einzelheft zum sofort Loslesen oder als Geschenkabo zum Vorbestellen.
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Lesen Sie das Editorial von mundus - epaper

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift mundus - epaper die aktuelle Ausgabe 3/2019 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Lena Naumann Chefredakteurin
Liebe Leserinnen und Leser,
er war vor fünfzig Jahren der erste Öko-Song der Popgeschichte: das tragisch-melancholische Lied Mein Freund, der Baum, ist tot der Sängerin Alexandra. Darin beschreibt sie ihre innige Beziehung zu diesem „Freund aus Kindertagen“ und bringt ihre Trauer darüber zum Ausdruck, dass er gefällt wurde. Selten wurde in Kunst, Musik und Literatur einem Baum in solchem Maße eine eigene Persönlichkeit zugebilligt, setzte sich der Mensch in eine so enge Beziehung zum Wesen eines Baumes wie in dem vielleicht gerade deshalb so berühmt gewordenen Song der frühverstorbenen Sängerin.
Bäume teilen mit Menschen zahlreiche Ähnlichkeiten: ihr senkrechter Stamm erinnert an unseren aufrechten Gang, sie trinken, atmen, nehmen Nährstoffe auf, wachsen und altern wie wir. Bereits Aristoteles stellte in seinem Werk De Anima (Über die Seele) fest, dass alle Lebewesen eine Seele besitzen, also auch Pflanzen. Mittlerweile haben Forscher herausgefunden, dass sie sogar über eine Art Nervensystem verfügen und damit auch über eine Sensibilität für ihre Umwelt. Nicht nur deshalb hat sich Aristoteles´ Rangordnung der Lebewesen in sich ernährende, wahrnehmende und denkende Wesen wissenschaftlich überholt. Bäume und alle anderen Pflanzen nehmen nämlich nicht nur Wasser und Substrat auf, sie können auch fühlen, kommunizieren und auf eine gewisse Art sogar „denken“, wie der Forstwirt und engagierte Ökologe Peter Wohlleben in seinem Bestseller Das geheime Leben der Bäume eindrucksvoll beschreibt (S. 72). Diese Erkenntnisse verleihen den beiden großen ökologischen Imperativen des 20. Jahrhunderts einen zusätzlichen Nachdruck. Da ist einmal der Satz von Hans Jonas „Handle so, dass die Wirkungen Deiner Handlung verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf Erden!“, der den Schutz der Tier- und Pflanzenwelt und einen artgerechten Umgang mit ihr zur allerersten Voraussetzung hat. Und die These der Ehrfurcht vor dem Leben des Arztes und Philosophen Albert Schweitzer: „Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.“ Was schließen wir daraus? Das in der amerikanischen Verfassung verankerte Grundrecht jedes Menschen, The Pursuit of Happiness, ist ein Grundrecht jedes lebenden Wesens, also auch von Tieren und Pflanzen. Das verbietet uns nicht, einen Nutzen aus ihnen zu ziehen, indem wir sie essen. Aber während ihrer Lebenszeit haben wir eine ethische Verpflichtung, ihnen jene Lebensumstände zu bieten, in denen sie glücklich sein und sich wohlfühlen können. Das hat nichts mit Sentimentalität zu tun, sondern ist eine Frage der Empathie und des Respekts vor allem, was lebendig ist. Es ist längst an der Zeit, dass wir nach der Formulierung der Menschenrechte und der Tierrechte auch eine Charta der Pflanzenrechte formulieren und eine neue Sensibilität für das „Mitwesen Pflanze“ entwickeln. Auf diesem Weg kommt der Kunst eine wichtige Rolle zu. Schon vor zweihundert Jahren schrieb der Philosoph Alexander Gottlieb Baumgarten: „Mit Hilfe der Kunst können wir Aspekte der Welt erkennen, für die es keine Begriffe gibt, für die wir also ohne Kunst kein Bewusstsein hätten.“ Denn auch und gerade mit den Mitteln der sinnlichen Erkenntnis kann Wahrheit vermittelt werden – vor allem jene schwer fassbaren Aspekte der Wahrheit, die wissenschaftlich kaum oder gar nicht darstellbar sind. Kunst kann unseren Anthropozentrismus korrigieren: Künstler nehmen in ihren Arbeiten die Perspektive von Pflanzen ein und werden darüber Teilnehmer an der Natur, ohne sie zu verklären. In den letzten Jahren hat sich dafür der Begriff der BioArt gebildet, eine junge Kunstrichtung, die international erst etwa einhundert Künstler umfasst und deren europäisches Zentrum sich auf dem Campus für Biowissenschaften in Lubljana befindet. Auf allen Kontinenten versuchen BioArt-Künstler, unsere blinden Flecken in einer von rationalen wissenschaftlichen Erkenntnissen überbordenden Welt ausfindig zu machen und ästhetisch auszuloten. Auch wir haben uns in der vorliegenden Sommerausgabe einem Thema aus der Natur gewidmet und beleuchten speziell das Motiv des Baumes nicht nur unter kunsthistorischen und kunstpsychologischen Gesichtspunkten, sondern präsentieren Ihnen mit den Gemälden unseres aktuellen Titelkünstlers Jörg Schemmann Werke der Gegenwartskunst, die den Baum auf eine so zarte wie intensive Weise in den Blick nehmen und dem Betrachter darüber ganz neue Einblicke in sein Wesen ermöglichen. Viel Freude beim Schauen und Lesen wünscht Ihnen herzlich Ihre

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift mundus - epaper die aktuelle Ausgabe 3/2019 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen. …

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Steckbrief von mundus - epaper

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Ausgabe 3/2019 vom 01.06.2019
Erscheint quartalsweise , 4 Ausgaben pro Jahr
Sprache Deutsch
Zugriff nach der Registrierung online in der Bibliothek lesen & als PDF downloaden
Kategorie Reisemagazine, Freizeitmagazine und Wissensmagazine
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Für kunstbeflissene sehr guter Wegweiser.
05.10.2018
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