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Lesen Sie das Editorial von SCHIFF Classic - epaper

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift SCHIFF Classic - epaper die aktuelle Ausgabe 6/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Liebe Leserinnen und Leser,

vor 100 Jahren ging der Krieg für die Kaiserliche Marine zu Ende. Der immer aussichtlosere Kampf und die Gewissheit der bevorstehenden Niederlage schürten die Friedenssehnsucht der Soldaten in Heer und Marine sowie Unruhen, zu denen die Seekriegsleitung selbst den Hebel umlegte. Der gescheiterte Versuch, mit einem neuen U-Boot-Programm dem Unterwasser- Krieg neue Impulse zu verleihen, führte zu Kompensationsgelüsten in der Marineleitung und der Überlegung, die Großkampfschiffe in einer letzten, großen Operation gegen die Briten einzusetzen.

Die Motivation für diesen ultimativen Kampf sah die Marineführung in der schieren Unmöglichkeit eines schmachvollen Friedens: Die Ehre verbot, des Kaisers schimmernde Wehr tatenlos untergehen zu lassen. Vom militärischen Standpunkt aus war ein solches Unternehmen kurz vor Toresschluss nicht mehr vermittelbar, würde nur unzähligen Seeleuten das Leben nehmen, an den Umständen aber nichts grundsätzlich ändern. Auf den Schiffen Seiner Majestät hatten sich schon im Sommer 1917 Gehorsamsverweigerungen und Hungerstreiks ereignet, die auf die anhaltende Untätigkeit, die schlechten Lebensbedingungen an Bord und schikanöse Maßnahmen der Offiziere durch eklatante Führungsfehler zurückzuführen waren. Ende Oktober 1918 kam es zu offenen Streiks auf den zum Auslaufen bestimmten Schiffen, als die Absicht der Seekriegsleitung zu einer finalen „Todesfahrt“ zu den Mannschaften durchdrang. Das Vorhaben musste schließlich abgebrochen werden.

Die Allmacht des Offizierskorps und des in treuem Glauben an die Obrigkeit erzogenen Unteroffizierstandes war gebrochen, die Vorgesetzten verharrten in einer realitätsfernen Starre. Am 3. November brach die Revolte von Mannschaftsdienstgraden der Kaiserlichen Marine in Kiel offen aus. Trotz ihrer herausragenden und vom Feind hochgeachteten Einzelleistungen stand die Kaiserliche Marine am Ende, 1918, vor dem Nichts. Zwar hatte sie mit ihrer Präsenz in der Nordsee Kräfte gebunden und den eigenen Küstenbereich geschützt sowie die Ostsee für den alliierten Nachschub nach Russland gesperrt, also durchaus strategisch gewirkt. Dennoch lastete auf Hochseeflotte und U-Booten der Vorwurf des völligen Versagens, denn der Seekrieg war konzeptionell gescheitert, von der Marine die Revolte ausgegangen, von ihr der Anstoß zum Umsturz. Mit ihrer Selbstversenkung der in Scapa Flow internierten Flotte am 21. Juni 1919 hatten die Seeoffiziere ein nationales Zeichen gegen die Siegermächte und gleichsam den moralischen Grundstein für den Wiederaufbau einer deutschen Marine setzen wollen.

Doch die erhoffte Wirkung blieb aus. Nach ihrer „Gründung“ im Revolutionsjahr 1848 Wegbereiter der Katastrophe gewesen zu sein, trug die Marine fortan als schwere Hypothek. Dieses Trauma sollte das Selbstverständnis des deutschen Seeoffizierskorps bis 1945 nachhaltig prägen und war ein wichtiger Grund für die sprichwörtliche Nibelungentreue der Kriegsmarine in Hitlers untergehendem „Dritten Reich“.

Ihr
Dr. Guntram Schulze-Wegener,
Fregattenkapitän d. R.,
Herausgeber und Verantwortlicher Redakteur
Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift SCHIFF Classic - epaper die aktuelle Ausgabe 6/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen. …
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Erscheint 2-monatlich , 6 Ausgaben pro Jahr
Sprache Deutsch
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Kategorie Reisemagazine, Freizeitmagazine und Wissensmagazine

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Sehr informativ Zum ersten Mal gekauft und nicht bereut.
Verfasst von Guido S. | Frankfurt | 19.07.2017

Texte gut überlegt und zutreffend, Fotos oft einfach spitze
Verfasst von Dieter H. | Thalmassing | 01.06.2016
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