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Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift ZEIT Geschichte - epaper die aktuelle Ausgabe 4/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Pickelhaube und Stahl: Helme deutscher Soldaten, vom Kaiserheer über die Wehrmacht bis zur Bundeswehr
Der Nerv der Nation
Retter. Militaristen. Frontschweine. Friedenswahrer. Nur eines sind Soldaten in der deutschen Geschichte so gut wie nie: Statisten. Vom Aufstieg Preußens bis zur Einigung des Reiches, von den Schrecken des Ersten Weltkriegs bis in die Abgründe des Zweiten: Deutschlands Geschichte ist Soldatengeschichte. Darum trifft die Frage, wie wir es mit unseren Soldaten halten, noch immer einen Nerv. In den Neunzigern kochte die Debatte um die Wehrmacht über – nicht nur, weil die Legende vom anständigen Krieg zerstört wurde. Es ging ums Ganze: Wer sind wir als Deutsche? Wer dürfen, wer wollen wir wieder sein? Unser Bild vom deutschen Soldaten – es ist ein Spiegel unserer selbst, ein Selfie der Nation.

Die Diskussion um die Wehrmacht ist noch nicht vorüber, sie fängt gerade wieder an. Im vorigen Jahr, nach dem Skandal um den rechtsextremen Oberleutnant Franco A., klaubten Kontrolleure in den Kasernen der Bundeswehr allerlei Militaria-Trödel zusammen. Und manch einer aus der Rechtskurve entdeckte auch ihn wieder: seinen Stolz auf die Landser. Plötzlich waren sie zurück, die Wehrmacht und die Frage, wie viel der alten DNA noch in der Bundeswehr steckt. Der im März von der Verteidigungsministerin gezeichnete Traditionserlass zieht eine klare Grenze. Offenkundig, weil sie gezogen werden muss.

Dieses Heft erzählt deutsche Soldatengeschichte vom preußischen Militärstaat bis heute. Die Autoren legen dar, wie aus dem bürgerlichen Spott über die Soldaten im 19. Jahrhundert hackenknallende Verehrung wurde, wie militärische Werte tief in die Gesellschaft eindrangen, bis der Soldatenkult schließlich in das Inferno der Weltkriege führte. Nach 1945 erlebte das Land einen Gezeitenwechsel: Die Gesellschaft sollte das Militär formen, nicht umgekehrt. Bis heute ist die Bundeswehr eine eher postheroische Armee fast ohne Pomp und Paraden, die allerdings um ihr Selbstbild ringt, sobald sich »Stabilisierungsmissionen« unversehens in Kriege verwandeln.

Krieg war lange die deutsche Normalität. Aus Feldpostbriefen erfahren wir, wie die Soldaten den Ernstfall erleben; wir haben eine Auswahl aus drei Jahrhunderten zusammengestellt, von den Befreiungskriegen bis Afghanistan. Stets ergibt sich aus diesen Zeugnissen ein vielstimmiges Bild. Nie war das Militär eine Meinungsmanufaktur, die nur Gehorsam und Gleichklang produzierte.

Dieses Heft zeigt auch, dass es vom preußischen Obrigkeitsregime bis zur NS-Tyrannei immer wieder Soldaten gab, die nicht dem ideologischen Gardemaß entsprachen, die aufrecht blieben, ihr Leben für Frieden und Freiheit riskierten. Wer heute nach zeitgemäßen Traditionen sucht, nach Vorbildern für echten Kampfesmut: Voilà, hier sind sie.

FRANK WERNER, Chefredakteur
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Ausgabe 4/2018 vom 03.07.2018
Nächste Ausgabe 5/2018 am 10.09.2018
Erscheint 2-monatlich , 6 Ausgaben pro Jahr
Sprache Deutsch
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Kategorie Reisemagazine, Freizeitmagazine und Wissensmagazine

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