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Lesen Sie das Editorial von JÄGER - epaper

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift JÄGER - epaper die aktuelle Ausgabe 12/2015 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Lesen Sie, was die Chefredakteurin Dr. Nina Krüger, in dieser JÄGER Ausgabe 12/2015 vom 19.11.2015 schreibt:

Flachwurzler mit Tiefgang

Peter Wohlleben liebt Buchen. Und so sieht er auch aus. Lang, kahl und hölzern. Tief verwurzelt in dem Glauben, dass er, nur er, weiß, was für Deutschlands Natur gut ist. Der Mann ist wirklich zu beneiden. Erstens, weil die Bäume seine Freunde sind. Zweitens, weil er über ihr „geheimes Leben“ einen Bestseller geschrieben hat. Drittens, weil er noch klare Feindbilder kennt. In Wohllebens Natur gibt es noch gut und böse, falsch und richtig, früher und heute. Wohlleben trotzt der biologischen Forschung, welche keinen Naturzustand kennt, sondern eine sich permanent wandelnde Umwelt.

Für Wohlleben regelt sich die Natur von selbst. Wenn man nicht eingreift. Vor allen Dingen die Buche. Sie, so schreibt er, zöge ihren Nachwuchs behutsam auf und kümmere sich zugleich darum, dass die reifen Bäume in Würde alterten. Wo andere eine Sauendickung sehen, da sieht er holzgewordene Sozialromantik. Familie, wie sie früher war, heil, intakt – alle unter einem Dach. Und wenn’s mal kracht, dann macht Onkel Peter den Familientherapeuten, den Siegmund Freud des Laubholzes. Spätestens jetzt fragt sich der geneigte Leser: Hat der Mann heimlich Tollkirschen genascht? Ist ihm eine Douglasie auf den Kopf gedonnert? Doch dafür ist er irgendwie nicht friedlich genug.

Denn er hat eine Menge Feinde. Den Wirtschaftswald. Die Forstwirtschaft. Die Jäger. Das Schweinesystem. Die Holzindustrie, so viel steht für den Borken- Analytiker fest, gehe nach dem Prinzip „Elternmord und Kinderarbeit“ vor. In Wohllebens Welt ist alles ziemlich eindeutig. Zumindest, wenn sich ein nichts ahnender Kameramann ins entlegene Hümmel verirrt, jenes Eifeldorf, wo er als Gemeindeförster die Regeln der Ökonomie im Alleingang außer Kraft setzt. Auf seinem treuen Streitross, einem Rückepferd, zieht er gegen dieselfressende Harvester zu Holze – ins letzte Gefecht.

Baummöger Wohlleben opfert sich auf. Einer muss den Job ja machen. Schließlich ist die Forstpartie profitgeil und „den Jägern der Wald scheißegal. Die wollen nur Trophäen züchten.“ Den Wildbestand in Deutschland hält er für 50fach überhöht. Nur der Wolf könne das natürliche Gleichgewicht wieder herstellen. „Er gibt unserem Wald die natürliche Würze zurück.“ Die natürliche Würze. Aha. Auch in Wohllebens Giftküche lassen sich viele natürliche Aromastoffe erkennen. Man nehme eine Prise Sozialneid, eine Messerspitze Missgunst, einen gestrichenen Teelöffel finanzielles Kalkül und schmecke das Ganze mit einer Riesenkelle ideologischer Verblendung ab.

Sind Ideologien nicht etwas Herrliches? Sie geben Halt und Ordnung, wo einst Chaos war. Denn dass Laubbäume ein Allheilmittel gegen Windwurf wären, ist ebenso befremdlich wie die Idee, dass alle Bäume im deutschen Wald „deutscher Herkunft“ sein müssen. Wenn Wohlleben kalauert, dass Baumeltern ihren Kindern bei der Einschulung zujubeln, rührt er kunstvoll einen Brei aus biologischem Halbwissen, esoterischem Geschwurbel und völkischem Liedgut an. Es ist befremdlich, dass hier nicht mehr – wie gewohnt – nur Tiere vermenschlicht werden. Es ist verstörend, dass Wohlleben dieses Kunststück mit Pflanzen gelingt. Und es ist alarmierend, dass Hunderttausende seine Bücher kaufen.
Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift JÄGER - epaper die aktuelle Ausgabe 12/2015 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen. …
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Bestellvorgang vorbildlich, zum Inhalt kann ich nocht nichts sagen
Verfasst von Harvey M. | Dortmund | 27.11.2017

Sehr informativ, aussagekräftig und interessant.
Verfasst von R M. | Stuttgart | 23.03.2017

Hatte diese Zeitung jahrelang als Printausgabe. Die alten Zeitungen stapeln sich bis an die Decke. E-Paper ist praktischer.
02.08.2016

Gute Mischung der Themen.
20.06.2016
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Über den Kundenservice kann ich nichts sagen, weil alles bestens war und ich Ihn nicht in Anspruch nehmen mußte.
12.12.2017  
Alles super und prompt erledigt, auch die Anfrage schnell beantwortet, prima
12.12.2017  
alles super
11.12.2017  
Hallo
11.12.2017  
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