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Titelbild von JÄGER - epaper. In der Ausgabe 100/2018 geht es um die Themen: Jagd auf schnelle - Schwarze Schatten; Sauensterben? - Was hat die Dürre für Folgen?; Geweihe im Zenit - Erkenntnisse aus der Forschung; Damwild-Reviere - Freud und Leid. Lesen Sie gerne Sportmagazine? Dann empfehlen wir Ihnen JÄGER - epaper als digitales Abo (eAbo) und Einzelheft zum sofort Loslesen oder als Geschenkabo zum Vorbestellen.
Titelbild von JÄGER - epaper. In der Ausgabe 100/2018 geht es um die Themen: Jagd auf schnelle - Schwarze Schatten; Sauensterben? - Was hat die Dürre für Folgen?; Geweihe im Zenit - Erkenntnisse aus der Forschung; Damwild-Reviere - Freud und Leid. Lesen Sie gerne Sportmagazine? Dann empfehlen wir Ihnen JÄGER - epaper als digitales Abo (eAbo) und Einzelheft zum sofort Loslesen oder als Geschenkabo zum Vorbestellen.
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Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift JÄGER - epaper die aktuelle Ausgabe 100/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

JÄGER – ein gefahrloses Medium

Kurz vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 habe ich an dieser Stelle einmal über die gähnende Langeweile in Deutschland geschrieben. Damals schlummerte unser Land sanft im „Neo-Biedermeier“. Jogi Löw und Angela Merkel waren die Galionsfiguren jener Zeit. Ikonen des Phlegmas. Ihre verschwiemelte Rhetorik des Gesundbetens passte zur germanischen Grundstimmung. Die MS Deutschland schipperte geräuschlos dahin, auf ihrem Kurs Richtung Wachstum und Vollbeschäftigung. Die Bürger lagen nach einer hammerharten 35 Stunden-Woche im Liegestuhl auf dem Sonnendeck, die Schirmchengetränke parat, um beim WM-Sieg von Rio milde lächelnd die Thüringer zu wenden. Damals kamen Smartphones gewaltig in Mode, die sozialen Medien wurden Teil des Lebens, Reisen wurde spottbillig, es wurde geurlaubt, geteilt und „geposted“. Viele Menschen waren nicht mehr nur mit schnödem Broterwerb beschäftigt. Es wurde nicht mehr gelebt, um zu arbeiten. Es war plötzlich umgekehrt.

Vielleicht war es der Sommer, in dem wir endgültig das Interesse an Politik und Debatten verloren. Vielleicht war es die Zeit, in der endgültig niemand mehr in eine Partei eintreten wollte, obwohl alle sich beschwerten, dass da keiner mehr hinging. Vielleicht war es jene Zeit, in der man begann zu erkennen, dass es in diesem Land nach 70 Jahren Frieden eine Menge zu verlieren gibt – aber nicht mehr viel zu gewinnen. Jedenfalls entstand ein enormes Anspruchsdenken.

Gefühlt schien die Welt damals besser als heute zu sein. Es gab keine Flüchtlingsströme, keine Messermorde, keine Rechten-Demos, keinen Brexit, keinen Dürre-Sommer, die USA waren noch unser Verbündeter. Doch das ist natürlich totaler Unsinn. Es gab auch 2014 Millionen Probleme auf der Welt. So wie sie heute nicht total schlecht ist. So viel Mut darf erlaubt sein: Weder droht uns morgen eine Machtergreifung durch eine neue NSDAP, noch wird Berlins Bürgermeister demnächst vom Minarett rufen.

Was aber ist nur passiert? Ich denke, das Digitale hat unsere Wahrnehmung verändert. Wir können Informationen kaum noch selbst filtern. Das macht das Smartphone für uns. Und das folgt einer gefährlichen Aufmerksamkeitsökonomie, denn für die Medien zählt in einem knallharten Verdrängungswettbewerb jeder Klick mehr als harte Auflage oder ein tadelloser, journalistischer Ruf.

Wir, die Empfänger, Leser, User, tun uns immer schwerer mit innerer Abgrenzung gegen Massenhysterie und dämonische Feindbilder. Hinzu kommt, dass wir nach Jahren politfernen Biedermeiers den sachlichen Dialog verlernt haben. Wir fangen sofort an zu schreien. Wir sind ferngesteuert von digitaler Erregung, die gar nicht unsere ist. Eines ist also sicher: Deutschland ist nicht mehr so langweilig wie vor vier Jahren. Aber es ist auch wahnsinnig anstrengend geworden. Darum lassen Sie sich von einem der ungefährlichsten Medien verführen, die man hier und heute noch kaufen kann. Und lassen Sie uns gemeinsam für ein paar Monate verschwinden in den Dickungen, Wäldern und Brunftplätzen unserer Heimat. Dorthin, wo die Welt noch in Ordnung ist – weil wir manchmal tagelang keinen Empfang haben.

Ihr Lucas v. Bothmer

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift JÄGER - epaper die aktuelle Ausgabe 100/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen. …

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Steckbrief von JÄGER - epaper

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Ausgabe 100/2018 vom 21.09.2018
Erscheint monatlich , 13 Ausgaben pro Jahr
Sprache Deutsch
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Kategorie Sportmagazine
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7 Produktbewertungen für JÄGER - epaper

Digitales Heft noch nicht bekommen.
29.06.2019

Da ich seit langem den Jäger bekomme, ist e-paper für mich die ideale Ergänzung, da ich viel am Computer sitze.
Verfasst von Dieter M. | Lutzhorn | 02.12.2018

Die viele Werbung nervt Lässt sich wohl aber nicht vermeiden
Verfasst von Thomas O. | Wettin | 05.01.2018

Bestellvorgang vorbildlich, zum Inhalt kann ich nocht nichts sagen
Verfasst von Harvey M. | Dortmund | 27.11.2017

Sehr informativ, aussagekräftig und interessant.
Verfasst von R M. | Stuttgart | 23.03.2017

Hatte diese Zeitung jahrelang als Printausgabe. Die alten Zeitungen stapeln sich bis an die Decke. E-Paper ist praktischer.
02.08.2016

Gute Mischung der Themen.
20.06.2016
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