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Titelbild von JÄGER - epaper. In der Ausgabe 30/2018 geht es um die Themen: Saujagd 2018; Kampf oder Waidwerk?; Fruchtbarkeit; Woher kommen die vielen Sauen wirklich?; Hilfreich; Die besten Jagdfleece im Test. Lesen Sie gerne Sportmagazine? Dann empfehlen wir Ihnen JÄGER - epaper als digitales Abo (eAbo) und Einzelheft zum sofort Loslesen oder als Geschenkabo zum Vorbestellen.
Titelbild von JÄGER - epaper. In der Ausgabe 30/2018 geht es um die Themen: Saujagd 2018; Kampf oder Waidwerk?; Fruchtbarkeit; Woher kommen die vielen Sauen wirklich?; Hilfreich; Die besten Jagdfleece im Test. Lesen Sie gerne Sportmagazine? Dann empfehlen wir Ihnen JÄGER - epaper als digitales Abo (eAbo) und Einzelheft zum sofort Loslesen oder als Geschenkabo zum Vorbestellen.
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Lesen Sie das Editorial von JÄGER - epaper

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift JÄGER - epaper die aktuelle Ausgabe 30/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Die Bachenimpfung
Neulich hat ein Jagdherr alles getoppt, was ich bisher an Freigaben gehört habe. „Schießt Euch ruhig mal eine grimmige Leitbache. Die Frischlinge sind jetzt stark genug. Wenn die Mutti erst mal liegt, reiben wir die ganze Rotte auf.“ Im Schützenglied nervöses Gemurmel. „Meint der das ernst?“ Die letzten Jahrzehnte kannte man schließlich nur knallharte „Bachenimpfung“. Und wie bei Schutzimpfung üblich, muss man sich erst einmal mit dem Erreger anstecken, um das eigene Immunsystem zu stärken.
Der erste echte Erreger, an den ich mich erinnern kann, war mein Vater. In den Schneetagen des Novembers ’89 brachte er im Beisein seiner Söhne versehentlich ein Muttertier zur Strecke, das dem legendären „Golf Country“ glich: ein hochläufiges Raumwunder mit langer Nase. Als Schauplatz des Desasters hatte er sich ausgerechnet das Gatterrevier seines Schwiegervaters ausgeguckt, der fortan als der „Erregte“ in die Annalen einging. Wir Jungs waren gleichermaßen angesteckt – wie immunisiert. Bachen waren damals Tabu. Und das war auch noch so, als ich selbst mein erstes Lehrgeld zahlte. Denn wer kennt sie nicht: die Gluthitze des Adrenalins, wenn man hitzig Funken reißt auf einen polternden Schweineschatten.
Dann jener Moment des Entsetzens, wenn der rollierende „Frischling“ sich als borstiges Tonnengewölbe entpuppt, mit langem Wurf, das man vergeblich versucht zu wenden. Die Erkenntnis, dass die mickrigen Studentenarme zwar zum Waffentragen taugen, nicht aber zum Bachenbergen. Die sparsame Miene des Beständers, die traurige Erkenntnis, dass man eben dort versagt hat, wo der eigene Ehrgeiz am größten ist: Oh Muttermord, Du Blutschande der Schwarzwildhege. Jahrzehntelang diente das Lüneburger Modell uns deutschen Jägern als Maxime. Das war sicher richtig. Doch dann wurde es draußen wärmer, es explodierten Maisfelder und Schwarzwildbestände.
Doch bis heute existieren Reviere in Deutschland, wo selbst der Erleger eines Überläufers bestraft wird. Das mag man extrem finden, oder richtig – ich finde, es ist zunächst einmal Privatsache. Nicht ganz so privat allerdings ist die drohende ASP. Die BILD-Zeitung droht damit, der Deutsche Bauernverband fordert den Vernichtungsfeldzug gegen die Sauen. 70 Prozent sollen gefälligst „eliminiert werden“. Der Saufang steht im Raum. Noch sind das Drohkulissen, noch haben wir Jäger Gestaltungsspielraum.
Wir sollten ihn nutzen, um scharf, aber waidgerecht zu jagen. Eine Leitbache zu schießen, egal wie klein ihre Frischlinge sind, ist aber nun einmal nicht waidgerecht. Und Drückjagden im Februar sind schlichtweg pervers. Denn wo Bachen frischen, haben Hunde nichts verloren. Wer jetzt noch jagen muss, soll auf die Einzeljagd gehen. Und wer dafür Nachtzielgeräte benötigt, dem soll dies um meinetwillen erlaubt sein. Doch ob das die Bestände senkt? Schwarzwild ist anpassungsfähig, sonst wäre es nicht so erfolgreich. Nur wird es oft falsch bejagt bzw. „bekämpft“. Denn Hege und Ernte sind kein Widerspruch – sondern sie bedingen einander. Bei aller ASP(anik): Das alte Prinzip „Ruhe im Wald, Druck im Feld und Drückjagd im Herbst“ scheint mir bisher noch immer das überzeugendste.

Lucas v. Bothmer

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift JÄGER - epaper die aktuelle Ausgabe 30/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen. …

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Steckbrief von JÄGER - epaper

Lieferzeit Einzelheft sofort
Ausgabe 30/2018 vom 16.02.2018
Erscheint monatlich , 13 Ausgaben pro Jahr
Sprache Deutsch
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Kategorie Sportmagazine
TrustedShops Bewertung
4.14/5.0 
7 Produktbewertungen für JÄGER - epaper

Digitales Heft noch nicht bekommen.
29.06.2019

Da ich seit langem den Jäger bekomme, ist e-paper für mich die ideale Ergänzung, da ich viel am Computer sitze.
Verfasst von Dieter M. | Lutzhorn | 02.12.2018

Die viele Werbung nervt Lässt sich wohl aber nicht vermeiden
Verfasst von Thomas O. | Wettin | 05.01.2018

Bestellvorgang vorbildlich, zum Inhalt kann ich nocht nichts sagen
Verfasst von Harvey M. | Dortmund | 27.11.2017

Sehr informativ, aussagekräftig und interessant.
Verfasst von R M. | Stuttgart | 23.03.2017

Hatte diese Zeitung jahrelang als Printausgabe. Die alten Zeitungen stapeln sich bis an die Decke. E-Paper ist praktischer.
02.08.2016

Gute Mischung der Themen.
20.06.2016
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