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Titelbild von JÄGER - epaper. In der Ausgabe 60/2018 geht es um die Themen: Bockparadiese; Ruhe, Regen, Raps und Rotklee; Nachsuchen Spezial; Der Anschuss ist entscheidend; Macheten; Wir testen die besten im Revier; Wildkrankheiten; Was wir wissen müssen; Feldsauen; Wie wir sie sicher bestätigen. Lesen Sie gerne Sportmagazine? Dann empfehlen wir Ihnen JÄGER - epaper als digitales Abo (eAbo) und Einzelheft zum sofort Loslesen oder als Geschenkabo zum Vorbestellen.
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Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift JÄGER - epaper die aktuelle Ausgabe 60/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Des Rehbocks sanftes Ende
Denken Sie manchmal über den Tod nach? Haben Sie Angst davor? Ich bin da unsicher.

Da ich weder mich noch meinen irdischen Besitz für unentbehrlich halte, plagen mich keine großen Verlustängste. Was kann mir der klapprige Sensenmann schon nehmen? Ein paar Repetierer und Ferngläser. Einige gute Trophäen, die ich mir vorher hoffentlich noch ein paar Jahrzehnte ansehen darf. Mehr kann der gierige Gevatter bei einem abgebrannten Jagdjournalisten sowieso nicht holen. Klar, man hofft, dass Angehörige nicht allzu traurig sind. Aber vielleicht sind die dann auch schon alle tot. Und so finde ich die Vorstellung, einst nachzurücken, irgendwie „zeitgemäß“. Ich werde es sowieso nicht mehr miterleben. Auch den Stress danach nicht.

Eigentlich ganz angenehm. Denn solange wir leben, ist der Tod für uns Jäger ja meist mit Arbeit verbunden. Erlegen, versorgen, verwerten oder (zu billig) verkaufen. Ein arbeitsreicher, archaischer und animalischer Akt. Doch wie sagte Nietzsche einst? „Wir Menschen sind auch nur kluge Tiere im Weltraum.“ Wir fühlen bloß mehr. Was ich zum Beispiel durchaus fühle, ist eine große Angst vor dem Sterben. Die Diagnose vom Arzt, die aufmunternden Lügen der Angehörigen, ihre verzweifelten Minen. Wie viel werden wir noch spüren? Wie viel Schmerz, wie viel Angst? Wie viel Präsenz? Wann stirbt die Hoffnung?

Noch vor 70 Jahren war der Verlust geliebter Menschen omnipräsent und alltäglich. Heute passiert er fernab unserer auf Jugendwahn und Hochglanz getrimmten Welt. Das Ende ist nunmehr ein biografischer Betriebsunfall – mit dem keiner rechnen konnte.

Für den finalen Ernstfall verfügen moderne Krankenhäuser zudem über tolle Medizin, die unseren Abschied zu einer heiteren Angelegenheit werden lassen. Wenn es also richtig gut läuft, liegt man als alter Mann im Krankenbett und denkt: „Warum bin ich bloß so glücklich? Sterbe ich etwa gerade?“

All das gibt es in der Tierwelt nicht. So kennen zum Beispiel Rehböcke weder Wartezimmer noch Sterbehilfe noch Seelsorge noch Krankenhäuser. Wenn sie Pech haben, fallen ihnen erst die Zähne aus – und dann siechen sie langsam und qualvoll dahin – mit Rachenbremsen und Fieber. Wenn sie aber Glück haben, ziehen sie morgens auf eine grüne Wiese, äsen vertraut an der Luzerne, blicken noch einmal zurück zum Waldrand – und „rums“ – macht ihnen ein waidgerechter Jäger das Licht aus. Keine Panik. Keine Drogen. Kein Erbstreit. Eigentlich, je mehr man darüber nachdenkt, ein wunderschöner Tod. Finden Sie nicht?

Wie können Leute also etwas gegen Jagd haben? Oder sind die dann gegen den Tod im Allgemeinen? Vielleicht ist das das wahre Problem in unserer denaturierten Gesellschaft. Wir haben den Tod aus unserem Leben verbannt. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Dabei kann nur leben, was auch stirbt. Und kaum ein Lebewesen stirbt sanfter als der vertraute Rehbock auf der Wiese.

Ihr Lucas v. Bothmer

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift JÄGER - epaper die aktuelle Ausgabe 60/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen. …

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Steckbrief von JÄGER - epaper

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Ausgabe 60/2018 vom 17.05.2018
Erscheint monatlich , 13 Ausgaben pro Jahr
Sprache Deutsch
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Kategorie Sportmagazine
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7 Produktbewertungen für JÄGER - epaper

Digitales Heft noch nicht bekommen.
29.06.2019

Da ich seit langem den Jäger bekomme, ist e-paper für mich die ideale Ergänzung, da ich viel am Computer sitze.
Verfasst von Dieter M. | Lutzhorn | 02.12.2018

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