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Lesen Sie das Editorial von Jagen Weltweit (Jagd) - epaper

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift Jagen Weltweit (Jagd) - epaper die aktuelle Ausgabe 2/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Elektronischer Botschafter

Ende Juli 2017: Höchstwahrscheinlich wegen Cybermobbing nimmt sich die attraktive 27-jährige spanische Jägerin Melania Capitan das Leben. Im Internet wurde sie zuvor massiv von Tierschützern angefeindet. Unabhängig von den Ermittlungen der Staatsgewalt ist folgende erschütternde Beobachtung Fakt: Auch nach dem Tod der sympathischen Jägerin gingen die Anfeindungen über Facebook sowie Instagram weiter. So urteilte ein User: „Den Tod hat sie verdient.” Und ein anderer schrieb: „Sie postete Selfies mit lachendem Gesicht und erschossenen Tieren. Warum lachen wir nicht, wenn sich diese dumme Mörderin umbringt?” Die Welt ist heute ohne Facebook, Twitter, Instagram und Co. unvorstellbar. Ebenso unvorstellbar ist für mich, dass dabei auch immer mal wieder der Anstand völlig auf der Strecke bleibt, wie das Beispiel Melania Capitan zeigt. Die Meinungsfreiheit ist zweifelsfrei ein hohes Gut, doch auch sie hat ihre Grenzen. Die beiden obigen Kommentare haben diese Grenze unbestreitbar und deutlich überschritten. Nach dem Gesetzgeber zu rufen, wird nicht viel nutzen.

Einer der Geburtsfehler von Facebook und Co. ist, dass der User dazu verleitet wird, seine Emotionen in Bruchteilen von Sekunden per Button oder Kurzkommentar schriftlich öffentlich zu machen. Ein Zurück ist schwierig, und das Netz vergisst bekanntlich nicht. Was tun? Es bleibt nur, an den Anstand zu erinnern. Und was damit gemeint ist, bringt der Volksmund so auf den Punkt: Was Du nicht willst, dass man Dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu! Zugespitzt formuliert: Der Mensch unterscheidet sich durch seinen Verstand vom Affen. Und den gilt es zunächst einmal zu gebrauchen, um sich nicht zum Affen zu machen. Und wenn wir auf „Affengekreische” stoßen, also auf inakzeptable Fotos oder Kommentare bei Instagram und Co., sind wir als User gefordert, in der Sache bestimmt, aber moderat im Ton, Kritik zu üben. Und das gilt nicht nur bei schwerwiegenden Fällen wie dem von Melania Capitan. Auch im Kleinen ist Anstand angesagt.

Wir Jäger sind seit jeher Anwälte der Wildtiere, nun müssen wir wegen der skizzierten Entwicklung in den sozialen Netzwerken ganz offensichtlich auch noch zu Botschaftern des Anstandes werden. Botschafter sind Profis der Diplomatie: Sie lassen ihren Gefühlen und Stimmungen nicht spontan – und auf diesem Adjektiv liegt die Betonung – freien Lauf. Sie denken erst und handeln anschließend. Schön und gut. Das lässt sich ja leicht schreiben, werden Sie, liebe Leserin, lieber Leser, jetzt vielleicht denken. Jedenfalls ist zuallererst folgende Frage zu beantworten: Lohnt es angesichts von beispielsweise täglich 1,3 Milliarden Facebook-Nutzern, Botschafter des Anstandes zu sein? Meine Antwort lautet: Ja. Und zwar Ja, ohne ein Wenn und Aber. Vorbild sein ist eine Sache der Qualität, nicht der Quantität. Also packen wir’s an!

Ihr Dr. Rolf Roosen Chefredakteur

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift Jagen Weltweit (Jagd) - epaper die aktuelle Ausgabe 2/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen. …

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Ausgabe 2/2018 vom 29.03.2018
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Kategorie Sportmagazine

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