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Zeitschrift Das Einfamilienhaus Energie + Zukunft - epaper

Bauen und Modernisieren mit erneuerbaren Energie

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Lesen Sie das Editorial von Das Einfamilienhaus Energie + Zukunft - epaper

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift Das Einfamilienhaus Energie + Zukunft - epaper die aktuelle Ausgabe 2/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Anschubsen, aber richtig!
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
„Kanzlerin sucht Verhaltensforscher“ meldete halb belustigt, halb alarmiert die Frankfurter Allgemeine Zeitung im Sommer 2014. Alarmiert, denn die Forschungsobjekte der Expertinnen und Experten sollten wir alle sein, so das Blatt, ihre Arbeit werde auf dem Ansatz zweier amerikanischer Wissenschaftler basieren, Cass Sunstein und Richard Thaler, die den Begriff „Nudging“ geprägt hätten („Nadsching“ gesprochen). Was in etwa „sanftes Schubsen“ oder „Anstupsen“ bedeutet.

Sunstein und Thaler gehen davon aus, dass die meisten Menschen nur eingeschränkt vernunftgeleitet sind, Entscheidungen gewöhnlich aus dem Bauch heraus treffen und dabei Bequemlichkeit durchweg oberste Priorität hat. Will man sie dazu bringen, sich gesünder zu ernähren oder sich umweltfreundlicher zu verhalten, reicht es, ihnen die erwünschte Entscheidung so einfach wie möglich und die unerwünschte, nun ja, ein bisschen schwerer zu machen. Beliebtes Beispiel: das Obst in der Auslage der Kantine in Griffweite platzieren, den Schoko-Pudding weiter hinten. In ähnlicher Weise könnten sie, ohne dass sie es merken, zum Kauf stromsparender Geräte veranlasst werden.

Auf den ersten Blick keine schlechte Idee der „Klimakanzlerin“. Mit dem Stromverbrauch sinkt fast immer auch der Ausstoß von Kohlendioxid, das die Atmosphäre allmählich in einen Schwitzkasten verwandelt. Extremwetterereignisse wie Orkane, sintflutartige Regenfälle und lang anhaltende Hitzewellen, die auch bei uns Menschenleben kosten, könnten bald die Regel sein. Helfen kann da nur die CO2-Nulldiät, konsequentes Umsteigen von Kohle, Erdöl und Erdgas auf Sonne, Wind, Holz, Erdwärme.

Das besagte Expertenteam ist nach wie vor fleißig, vom Nudging allerdings distanziert sich unsere Regierung – schnell war das Konzept in die Kritik geraten. Schleichende Entmündigung nannte es der Psychologe Gerd Gigerenzer vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin, „wie ein Schaf“ werde der Bürger behandelt.

Dabei ist der Klimawandel laut einer Emnid-Umfrage vom August letzten Jahres die größte Sorge der Deutschen (weit vor der angeblichen Flüchtlingsschwemme). Und die hiesige Energiewende, weltweit bewundert, sogar von den Briten, eine Bürger-Energiewende. Ihren Erfolg verdankt sie vor allem Hausbesitzern und Bauherren, die Solarstrom- und Solarwärme-Anlagen auf ihre Dächer montieren, Holzpelletkessel und Stromspeicher in ihre Keller stellen, Plusenergie- Häuser bauen. Techniken und Bauweisen, die wir in diesem Heft wieder ausführlich vorstellen. Sicher gibt es sie, die Macht der Bequemlichkeit, verkörpert durch die Bremser der Energiewende, die Gabriels, Altmaiers, durch große Energiekonzerne.

Oder Installateure, die lieber weiter die guten alten Öl- und Gaskessel montieren, anstatt ein wenig aufwe ndiger zu planende Solaranlagen oder Wärmepumpen. Wenn die alle aber merken, dass sie ihren Kohlestrom, ihre Fossil-Brenner kaum noch loswerden, werden sie umschwenken. Nudging ist also vielleicht gar nicht so verkehrt – nur der Adressat muss stimmen.

Viel Spaß beim Lesen und beim Anstupsen wünscht
Alexander Borchert
Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift Das Einfamilienhaus Energie + Zukunft - epaper die aktuelle Ausgabe 2/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen. …
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Kategorie Gartenzeitschriften und Wohnzeitschriften

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