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Zeitschrift zur Ausländer-, Einwanderungs- und Asylpolitik

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Lesen Sie das Editorial von Migration und Soziale Arbeit - epaper

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift Migration und Soziale Arbeit - epaper die aktuelle Ausgabe 3/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Die Entstehung der modernen Stadt wäre ohne Zuwanderung – ob vom Land oder aus dem Ausland – nicht denkbar. In der Stadtforschung gilt die Stadt daher schon im Jahre 1908 bei Simmel als Ort des Zusammenlebens von „Fremden“. Geläufig ist auch das Bild von der Stadt als „Integrationsmaschine“ – eine Metapher, die ursprünglich auf die Eingliederung der unqualifizierten Lohnarbeiter verwies, die im Zuge der Industrialisierung in die Städte strömten und dem Bürgertum zunächst nur als unzivilisierte Masse erschienen.

Städte gelten seit jeher als Schauplätze der sozialen Innovation, der Offenheit und Interaktion. Auch angesichts migrationsbedingter Vielfalt und auf der Ebene konkreter Politik waren es seit den 1970er Jahren die Städte, die deutlich früher als die Bundesregierungen erkannten, dass sich Deutschland zum Einwanderungsland entwickelt hatte. Neben Kirchen, Wohlfahrtsorganisationen und Gewerkschaften wurde das bundespolitische Vakuum vor allem durch die Städte gefüllt. Eine stärkere Zentralisierung der deutschen Integrationspolitik ist erst durch das Zuwanderungsgesetz erfolgt, mit dem der Staat die Finanzierung von Sprach- und Integrationskursen übernahm. Weiterhin ist jedoch davon die Rede, dass Integration „vor Ort“ stattfinde.

Warum ist dann das vorliegende Heft nicht einfach mit „Stadt“ benannt? Mit dem Titel „Kommunen“ wird aufgezeigt, dass wir es nicht nur mit Stadtpolitik im Sinne von lokaler Selbstverwaltung zu tun haben. Städte und Gemeinden in Deutschland verwalten im eigenen Wirkungskreis alle Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft, wobei zwischen freiwilligen Aufgaben (zum Beispiel Angebote der Erwachsenenbildung und Jugendzentren) und Pflichtaufgaben (beispielsweise Straßenbau und kommunale Daseinsvorsorge) unterschieden wird. Daneben sind diese Kommunen aber auch Teil des Bundeslandes und fungieren daher auch als Verwaltungsbehörden der Länder. In dieser Funktion galten Kommunen lange als letztes Glied in der Kette föderaler Flüchtlingspolitik und wurden weitaus weniger beachtet, da angenommen wurde, dass sie etwa im Bereich der Flüchtlingspolitik lediglich Politik anderer Ebene implementieren, d. h. umsetzen, würden. Seit der Zunahme der Flüchtlingszahlen spätestens 2015 haben jedoch Politik und Wissenschaft bemerkt, dass Kommunen durch ihre Handlungsspielräume wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis politischer Strategien haben. Seither wird von einem „local turn“, einer lokalen Wende, gesprochen, wobei, wie Bendel und ihre Ko-Autorinnen und -Autoren in diesem Heft aufzeigen, häufig unklar bleibt, „ob damit ein faktischer Bedeutungsanstieg der Kommunen für die migrationsund flüchtlingspolitische Praxis oder einfach nur die ‚Entdeckung‘ der Kommunen durch die Migrations- und Fluchtforschung gemeint ist“.

Das Heft wird eröffnet mit einem Beitrag von Dieter Filsinger, der die Entstehung sowie den Wandel kommunaler Integrationspolitik skizziert, sich verändernde Prinzipien und Leitbilder sowie die dazu gehörigen Strategien und Methoden offenlegt und bilanziert sowie einen Ausblick wagt. Schahrzad Farrokhzad und Anno Kluß stellen in ihrem Artikel anhand von sechs deutschen Kommunen deren unterschiedliche Handlungsstrategien im Umgang mit migrationsbedingter Vielfalt dar. Es folgen drei Praxisberichte mit unterschiedlichem geographischen Fokus. Zunächst berichtet Wiebke Schindel aus dem Landesprogramm WIR, mit dem Hessen seit 2014 freie und gemeinnützige Träger sowie vor allem Kommunen fördert. Gari Pavkovi´c, langjähriger Leiter der Abteilung Integrationspolitik in Stuttgart, schließt an mit einem Beitrag zur interkulturellen Öffnung und zum Diversity Management in den Kommunen an. Einen Blick auf Zürich wirft Christof Meier, der dort in der städtischen Integrationsförderung tätig ist. Er beschreibt die erwünschten und unerwünschten Nebenwirkungen des dortigen Engagements.

Während die bis hierher geschilderten kommunalen Praktiken eine eher weitere Zielgruppe aufweisen, geht es in den folgenden Beiträgen des Themenschwerpunktes um den Umgang mit Neuzuwanderung. Petra Bendel, Hannes Schammann, Andrea Wegler und Christin Younso wenden sich der kommunalen Flüchtlingspolitik in Deutschland zu: Was wissen wir über deren Zustandekommen? Wie wird Flüchtlingspolitik vor Ort gestaltet? Welche Rolle spielen soziodemografische, politische und regionale Faktoren? Saskia Kollbach analysiert, wie sich in den vergangenen zwei Jahren die kommunale Flüchtlingspolitik von der akuten „Krisenbewältigung“ zur strategisch ausgerichteten und nachhaltigen Integrationsarbeit weiterentwickelt hat, bei der Zugang zu regulärem Wohnraum, zu Sprachkursen, zum Arbeitsmarkt und zu Bildungsangeboten und Qualifizierungsmaßnahmen in den Vordergrund rücken. Inwiefern die Neuzuwanderung als Ressource für schrumpfende Städte und Regionen genutzt werden kann, problematisiert Karin Weiss. Dabei unterstreicht sie einerseits, dass das pauschale Ost-West-Schema ausdifferenziert werden muss, und andererseits, dass Ansiedlung nur als freiwillige Zuwanderung Erfolg verspricht.

Der Themenschwerpunkt dieses Heftes wird flankiert von drei freien Beiträgen. Eden Mengis, Martin Weinmann, Sören Hoyer, Ludger Klein und Wolfgang Kleemann berichten von einem Projekt mit den Verbänden der Deutschen Islam Konferenz zur religionsund kultursensiblen Wohlfahrtspflege. Sebastian Prothmann steuert einen Artikel auf Basis einer ethnografischen Analyse zu den sozio-kulturellen Bedeutungen von Mobilität und Immobilität unter jungen Männern im Senegal bei. Über Dimensionen soziokultureller Akkulturation von syrischen Flüchtlingen berichten Rahim Hajji und Friederike Ühre. Das Heft schließt mit zwei Rezensionen und einer Literaturschau.

Eine anregende Lektüre wünschen Benjamin Landes (Direktor des ISS e.V.) & Prof. Dr. Sybille Münch (Stellvertretende Redakteurin)
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Kategorie Zeitschriften für Pädagogik

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