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Lesen Sie das Editorial von ZSE - epaper

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift ZSE - epaper die aktuelle Ausgabe 4/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Berufsorientierung als längerfristiger Entwicklungsprozess im Jugendalter.
Vorwort zum Schwerpunkt
Kinder und Jugendliche erwerben in Schule und Familie nicht nur Bildung, sondern sie werden auch auf die Berufsausbildung und die berufliche Entwicklung vorbereitet. Die Erforschung des Übergangs von der Schule in den Beruf erhielt international zunehmendes Interesse, weil sich in dieser Phase einerseits die Transferwirkungen der Schule zeigen und weil mit der Analyse der Startbedingungen wichtige Schlussfolgerungen über den Verlauf der beruflichen Entwicklung gezogen werden können. Das Feld wird interdisziplinär in der Psychologie (Entwicklungs- und Laufbahnpsychologie, pädagogische Psychologie), in der Soziologie (zum Beispiel Ungleichheitsforschung, Lebenslaufforschung), Erziehungswissenschaft (Interaktion von Bildungsprozessen und Arbeitstätigkeit, Erwachsenenbildung, Berufs- und Wirtschaftspädagogik) und in der Ökonomie (Arbeitsmarkt-, Bildungsökonomie) quantitativ und qualitativ bearbeitet. Die bearbeiteten Themen sind vielfältig. Es wurden so unterschiedliche Fragen untersucht wie individuelle und institutionelle Bedingungen von Schulabschlüssen (Base, Ferrer-Wreder, Salmela-Aro & Bergman, 2014; Keller, 2014) und von Jugendarbeitslosigkeit (Paul & Moser, 2007), Faktoren sozialer Ungleichheit beim Übergang von der Schule in die Berufsausbildung und den Arbeitsmarkt, oder es werden Bildungs- und Ausbildungssysteme zwischen Ländern verglichen (z.B. Nosek, Smyth, Banaji & Greenwald, 2009).

Im vorliegenden Themenheft wurde der Schwerpunkt auf Phasen der beruflichen Entwicklung gelegt. Die berufliche Entwicklung beginnt typischerweise bereits in der Kindheit, wenn beispielsweise Kinder ihre Eltern am Arbeitsplatz besuchen, den Erzählungen ihrer Eltern vom Arbeitsalltag zuhören oder über Traumberufe nachdenken. Später setzen sich die Jugendlichen mit der Wahl einer Berufsausbildung auseinander und suchen eine Lehrstelle. Sie erarbeiten sich die Voraussetzungen, dass sie eine Berufswahl treffen können (Berufswahlbereitschaft, z.B. Hirschi & Läge, 2008) und finden eine längerfristige berufliche Orientierung. Diese berufliche Orientierung konkretisiert sich typischerweise in der Wahl einer ersten beruflichen Grundbildung. Während der Berufsausbildung wird diese erste Wahl überprüft und es kann zu Ausbildungswechseln kommen (Schmid, 2010). Die berufliche Entwicklung kann mit einem Anstieg an beruflichem Status verbunden sein, sie kann aber auch horizontal (Wechsel eines Berufs oder Berufsfelds) verlaufen. Im Lebenslauf sind Wechsel von Berufen häufig, während eine Mehrheit der Menschen im Alter zwischen 15 und 50 Jahren ihre grundsätzliche berufliche Orientierung beibehält bzw. ihr Berufsfeld nicht wechselt (Schellenberg, Schmaeh, Häfeli & Hättich, 2015). Die Wahrscheinlichkeit und die Art eines Berufswechsels ist abhängig vom gewählten Berufsfeld (Leemann & Keck, 2005), von den Arbeitsmarktchancen und von den Weiterbildungsgelegenheiten in diesem Berufsfeld (Schellenberg et al., 2015), aber auch von individuellen Merkmalen (zum Beispiel Geschlecht, Migrationshintergrund, Persönlichkeit, Intelligenz u. a.) und dem Verhältnis von Individuum und Beruf (z.B. Passung der Person zum Beruf, Neuenschwander et al., 2012).

In den letzten Jahren erhielt die Analyse proximaler Kontexte (Familie, Schule, Betrieb u. a.) für die Erklärung der beruflichen Entwicklung in verschiedenen Phasen steigende Bedeutung. Neben den individuellen und institutionellen Erklärungskonzepten wurde die Frage gestellt, wie Bezugspersonen der gleichen oder der älteren Generation die berufliche Entwicklung beeinflussen. Auch wenn selbstbestimmte Entscheidungen und institutionelle Rahmenbedingungen die berufliche Entwicklung wesentlich beeinflussen, spielen soziale Ressourcen und die Intentionen der Bezugspersonen eine wesentliche Rolle. Insbesondere in Kindheit und Jugendalter resultieren daraus pädagogische Handlungsoptionen, die in Schule, Familie, Praktikumsbetrieben und Berufsausbildung konkretisiert werden können. Allerdings fehlt eine elaborierte Fachdidaktik der beruflichen Orientierung für die Sekundarstufen I und II (Jung, 2013). Ebenfalls gibt es kaum elaborierte evidenzbasierte Konzepte zur Unterstützung von Eltern für die berufliche Entwicklung ihrer Kinder (Elternbildung). Angesichts mancher Befürchtungen, wonach Eltern unzureichendes Wissen über den Lehrstellen- und Arbeitsmarkt besitzen und daher dysfunktional ihre Kinder beraten oder gar ihre Kinder zum Erreichen eigener Aspirationen instrumentalisieren, könnten sich solche Fragen stellen. Die Eltern rücken auch in den Vordergrund, wenn die soziale Reproduktion von Ungleichheit reduziert werden soll. So wurden beispielsweise im Rahmen des Schweizerischen Programms gegen Armut Maßnahmen zur Unterstützung von Eltern mit tiefem sozio-ökonomischen Status gegenüber ihren Kindern im Berufswahlprozess erarbeitet (Neuenschwander, Rösselet, Cecchini & Benini, 2016).

Markus P. Neuenschwander und Bärbel Kracke
Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift ZSE - epaper die aktuelle Ausgabe 4/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen. …
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Sprache Deutsch
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Kategorie Zeitschriften für Pädagogik

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