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12 Bodenstaubsauger im Test: Die beste Saugwirkung


Haus & Garten Test Testjahrbuch - epaper ⋅ Ausgabe 3/2020 vom 13.12.2019

Staub setzt sich überall auf Flächen ab – mit dem Staubsauger lässt sich diesem Übel am effektivsten beikommen. Doch Sauger ist nicht gleich Sauger: Welcher ist am besten geeignet für Teppich, für Parkett oder anderen Hartboden, für Polstermöbel, Bücherregale und ähnliches – oder auch für Allergiker?


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Bildquelle: Haus & Garten Test Testjahrbuch, Ausgabe 3/2020

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(1) Hygienischer Staubbeutelwechsel beim AEG VX9-4- ÖKO: der volle Beutel wird beim Entnehmen automatisch verschlossen
(2) Bei der Leerung des Staubbehälters vom AEG LX9-3 kann man mit dem aufgesaugten Schmutz leicht in Berührung kommen

In diesem Test geht es um Bodenstaubsauger ausschließlich für ...

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... trockenen Staub, gleich ob mit Staubbeutel oder ohne. Beide Gerätetypen haben Vorund Nachteile, wie sich zeigen wird. Eines der Geräte fällt aus der Reihe, denn beim Sichler NX-5590 handelt es sich um einen Handstaubsauger mit aufsteckbarem Rohr.

Mit oder ohne Staubbeutel?
Sechs Testgeräte sammeln den Schmutz in einem Beutel, bei sechs Saugern wird er direkt in den Staubbehälter geleitet. Der Unterschied wird erst beim Entleeren des Schmutzes offensichtlich. Wird der volle Staubbeutel entsorgt, verschließt sich beim Entfernen des Beutels oft automatisch die Öffnung, und man hat ein relativ sauberes, dicht verschlossenes Päckchen zu entsorgen. Muss der Staubbehälter geleert werden, kommt man mit dem eingesaugten Unrat zwangsläufig in Berührung. Mit den Händen hat man Kontakt, und Staubpartikel wirbeln auf und können eingeatmet werden. Für Allergiker sind aus diesem Grund Sauger mit traditionellem Beutel die bessere Wahl. Allerdings sind beutellose Sauger unaufwändiger im Gebrauch, man muss keinen Nachschub an Beuteln besorgen. Können die einzelnen Teile eines Bodenstaubsaugers mit einem Klicksystem zusammengefügt werden, erleichtert das die Arbeit: Saugrohr und Düse lassen sich leichter verbinden, und die Verbindung ist stabiler als bei einer konischen Steckverbindung. Beim Koenic-Sauger zum Beispiel lässt sich das Saugrohr leicht mit einem Klick am Schlauch befestigen. Die Mehrzweckdüse hingegen kann man nur auf das Rohr aufstecken. Beim Arbeiten ist sie dann auch gleich mal herunter gefallen. Will man allerdings die Düse wechseln, so sitzt sie scheinbar fest am Rohr. Ganz reibungslos klappt das komfortable Aufrasten von Saugrohr und allen Düsen bei den AEG VX9 und LX9 sowie beim Philips- und Siemens-Gerät mit der Universaldüse.

Wer hat wie kräftig gesaugt?
Das Saugergebnis interessiert natürlich am stärksten, deshalb steht es auch im Test an erster Stelle. Wir legen nicht nur auf die Sauberkeit des Bodens wert, sondern auch auf die Fähigkeiten des Saugers in den Zimmerecken. Obwohl der Siemens-Sauger zu den Leistungsstärksten gehört, blieben Reste unmittelbar an den Wänden zurück. Die saubersten Leistungen haben hier die Sauger von Sichler, Philips und Bestron hingelegt, am wenigsten geleistet hat der V70 von Sauber. Wir führen diesen Test mit der bei allen Geräten vorhandenen Mehrzweckdüse durch. Wenn eine Parkett-Düse zum Lieferumfang gehört, setzen wir auf Hartboden selbstverständlich diese ein. Am meisten erstaunt uns die Saugkraft des kleinen Sichler-Handstaubsaugers. Obwohl er nur mit dem Nötigsten ausgestattet und sehr einfach verarbeitet ist, kann er mit dem steckbaren Kunststoffrohr und der Kombidüse recht ordentlich Schmutz aufnehmen. Darüber hinaus muss man bei diesem Gerät aber viele Abstriche machen, angefangen beim geringen Aktionsradius oder der schnellen Erhitzung des Motors.

Flüsterer und Krachmacher
Bei etwa 60 Dezibel (dB(A)) liegt ein Gespräch auf Zimmerlautstärke. Wir haben einen Sauger im Test, der noch etwas leiser ist, der Philips FC8782. Nur knapp darüber liegen die Severin- und Siemens-Sauger. Die Lautstärke am Rande einer verkehrsreichen Straße 80 dB(A) erreichen hingegen der VX7 von AEG und der Sichler-Handstaubsauger. Neben einem leisen Betriebsgeräusch wünscht man sich bei einem Bodenstaubsauger auch eine leichte Bedienbarkeit. Mit einem kleinen Druck der Fußspitze sollte der Motor anspringen. Das ist bei der Mehrzahl der Geräte ohne Problem möglich. Beim Sauber V70 stört der Handgriff beim Einschalten, auch der Schalter des AEG VX9 lässt sich etwas schwer mit der Fußspitze drücken, denn er ragt kaum aus dem Gehäuse heraus. Nicht alle Bodensauger lassen sich trotz großer Räder so leicht lenken wie gewünscht. Etwas schwerer als die Konkurrenz rollen die beiden Sauger von Sauber. Mitunter wird das Kabel leicht zwischen Rad und Gehäuse eingeklemmt. Zum Saubermachen gehört oft auch das Saugen unter Möbeln mit niedrigen Füßen. Das sollte möglichst auch gleich mit der Allzweckdüse zu erledigen sein. Für unseren Test haben wir uns ein Regal von 8 cm lichter Höhe über dem Boden ausgesucht. Am weitesten darunter kommen wir mit der Saugdüse vom Bestron: 26 cm, gefolgt vom Koenic und dem AEG LX5 mit jeweils 22 cm.

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(3) Einwandfrei erreicht man mit der speziellen Hartbodendüse vom Koenic KVC 3122 A auch die Ecken des Zimmers
(4) Perfekter Wahlschalter für die Saugkraft, aber der Fußschalter ist nur von hinten gut erreichbar beim Siemens VSQ5X1230

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(5) Unter Möbeln saugen – das kann der Severin CY7086 mit seiner flachen, gelenkigen Mehrzweckdüse recht gut
(6) Schmal aber lang ist der Zyklonsauger von Bestron in seiner Parkposition, er benötigt eine Grundfläche von 29 × 73 cm

Das leidige Entleeren
Versucht man in den bereits vollen Staubbeutel oder -behälter immer noch mehr Schmutz zu saugen, wird einen die Saugleistung bald nicht mehr zufrieden stellen. Nur einige Zyklongeräte mit Staubbehälter verfügen noch über eine Füllstandsanzeige, weil die Behälter durchsichtig sind. Nicht von außen sichtbar ist allerdings der Inhalt der Staubbeutel. Deshalb haben alle Beutelgeräte eine Füllstandsanzeige. Die S-Bag genannten hochwertigen mehrschichtigen Standardbeutel für alle entsprechenden Sauger von Philips und AEG, die Siemens- Beutel und auch die Beutel aus Papier für die Sauber-Bodensauger lassen sich sehr leicht in ihre Halterungen einsetzen und entnehmen. Dafür haben sie durchweg sehr gute Noten verdient. Nicht so positiv fällt unser Urteil für die Leerung und Reinigung der Schmutzbehälter aus, da der Dreck einfach ausgekippt wird und man gut in den Müllbehälter zielen muss. Außerdem bleibt durch die statische Aufladung des Kunststoffes viel Staub im Behälter haften. Wen das stört, der sollte den Kunststoffbehälter anschließend mit einem feuchten Tuch auswischen.

Filterwechsel nicht vergessen!
Filter sollen dafür sorgen, dass auch kleinste Partikel und Allergieauslöser im Sauger bleiben und nicht mit der Abluft wieder ausgeblasen werden. Zudem schützen sie den Motor. AEG schreibt im Handbuch für den VX7 vor, spätestens bei jedem fünften Wechsel des Staubbeutels auch den Abluftfilter und den Motorfilter zu wechseln. Oftmals können die Filter unter fließendem Wasser ausgespült werden. Bei den Sauber-Geräten können die Motorfilter abgespült und die Abluftfilter (Hepafilter) nur ausgeschüttelt werden. Philips empfiehlt den Ersatz der speziellen Filter einmal jährlich. Die Motor- und Abluftfilter der staubbeutellosen Zyklon-Staubsauger können bei den zum Test gehörenden Geräten unter fließendem Wasser abgespült werden. Die meisten Testgeräte lassen sich sicher parken, manche in zwei Positionen. Auf der Unterseite oder/und auf der Rückseite des Saugers kann die Düse mit Saugrohr und Schlauch befestigt werden. Eine Rolle bei der Kaufentscheidung spielt sicher der Platzbedarf, der beim Abstellen des Gerätes nötig ist. Wir haben die Grundfläche jedes Bodenstaubsaugers in ihren Parkpositionen gemessen. Recht schmal sind die Zyklon-Sauger von Koenic, Severin und Bestron mit 28 und 29 cm. Dafür brauchen sie aber in der Länge besonders viel Platz. Andere Geräte nehmen eine fast quadratische Grundfläche ein. Da in jedem Haushalt die Platzreserven verschieden sind, sollte man einen Zollstock beim Kauf eines neuen Staubsaugers dabei haben.

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(7) Nützliche Zusatzdüse mit Bürste und beste Unterbringung am Schlauchende beim Philips FC8782: Bei Bedarf schnell zur Hand
(8) Das wenige Zubehör des Sauber V20 ist praktisch untergebracht am Saugrohr. Es kann dort bleiben, bis es gebraucht wird

Bewertungsschlüssel: 1,0 – 1,4: sehr gut (+ + +), 1,5 – 2,4: gut (+ +), 2,5 – 3,4: befriedigend (+), 3,5 – 4,4: ausreichend (–), 4,5 – 5,0: mangelhaft (– –), 6,0: durchgefallen (– – –)

Testverfahren

Die Testgeräte : 6 Beutelstaubsauger und 6 beutellose Staubsauger

Funktion : Zur Ermittlung der Funktionswerte wird jeder Testkandidat durch einen umfangreichen Testparcours in Anlehnung an DIN EN 60312 geschickt. Bei der Analyse der Reinigungsleistung an Partikeln auf Hartboden werden unterschiedliche Staubarten zwischen 40 und 2 000 Mikrometer (organischer Staub und Mineralsand) von einem Hartboden mithilfe der jeweils vom Hersteller empfohlenen Düse aufgesaugt; hierfür wird die höchste Leistungsstufe genutzt. Für die Partikelaufnahme auf Teppichboden wird die Kombi-Bodendüse mit empfohlener oder mit am Regler vorgegebenen Leistungsstufe eingesetzt. Hier kommen drei typische Standardmodelle aus dem Fachhandel zum Einsatz (vollsynthetische Auslegwaren für den Hausgebrauch, Nieder-, Mittel- und Langflor). Anhand dieser Testreihen wird die Staubaufnahme entlang von Wänden und in Ecken gemessen, diese Note gibt an, wie gut die Testkandidaten sowohl an den Seiten als auch an der Front der Düse den Staub aufnehmen. Die Faseraufnahme wird ebenfalls auf den drei Auslegewaren getestet, neben Baumwoll-, PVC- und Wollfasern werden hier auch Tierhaare appliziert und dann überprüft, wie umfangreich die Fasern mithilfe der vom Hersteller empfohlenen Düse (meist Kombi-Bodendüse samt ausgefahrener Borsten bzw. ggf. vorhandene Walzenbürstendüse) aufgenommen werden konnten.

Handhabung : Die Testredaktion überprüft und bewertet die Funktionalität, Gängigkeit und Ergonomie sämtlicher Bedienelemente. Hierzu gehört das Führen und Lenken des Staubsaugers auf allen Testböden, sämtliche Bedienelemente, die (De-)Montage derer sowie die Handhabung der Zubehördüsen, ebenso die Ablesbarkeit von Markierungen des Staubcontainers bzw. Füllstand des Staubbeutels. Bei der Reinigung/Entleerungssnote wird die Modularität, Zugänglichkeit und Einfachheit der Reinigung der verschmutzenden Teile bewertet, dies umfasst speziell den Wechsel des Staubbeutels bzw. das Reinigen des Staubcontainers, außerdem den Wechsel der einzelnen Filter, das Säubern der Borsten bzw. Walzenbürste und der Geräteaußenseiten. Das Betriebsgeräusch wird praxisnah auf Teppich 100 Zentimeter über der Gerätemitte/ Oberseite bei maximaler Leistungsstufe gemessen, bis 60 dB(A) wird die Note 1,0 vergeben. Die Bedienungsanleitung wird auf die gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheits- und Entsorgungshinweise geprüft, dann anhand ihrer Qualität (Bilder, Struktur, Zuordnung der Einzelteile, Schriftgröße sowie Anwendungshinweise) bewertet. Bei der Unterbringung werden Parkposition und die Aufbewahrung der Zubehörteile bewertet.

Verarbeitung : Bewertet werden die allgemeine Wertigkeit der verwendeten Materialien, eventuelle Klemmstellen und natürlich das Nicht- bzw. Vorhandensein von Graten und scharfen Kanten, sowie die Größe von Spalten und Ritzen, zudem die Passgenauigkeit aller modularen Teile.

Ökologie : Dieser Wert ergibt sich aus dem Verhältnis von aufgenommener Leistung und der daraus erreichten Saugkraft, ermittelt mit einem Präzisions-Drucksensor. Zusätzlich fließen die verwendeten Verpackungsmaterialien in die Benotung ein.

Sicherheit : Die Sicherheit und Unversehrtheit des Nutzers stehen hier im Fokus. Neben der Standsicherheit wird geprüft und bewertet, wie gut das Gerät und die Bedienungsanleitung verhindern können, dass dem Nutzer durch Klemmen, Verbrennen, Schneiden und dergleichen Schäden entstehen.

*zum Redaktionsschluss, tagesaktueller Preis kann variieren


Bilder: Auerbach Verlag, Philips

Bilder: © 2mmedia - Fotolia.com, AEG, Sichler