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Alles so schön bunt hier


ÖKO-TEST Spezial Kinder & Familie - epaper ⋅ Ausgabe 5/2013 vom 10.05.2013

Die Kinder modisch herauszuputzen, macht vielen Eltern Spaß. Allerdings ist bei bedruckter Baby- und Kinderkleidung Skepsis angebracht – auch wenn sie noch so niedlich aussieht. Die Textilien können mit giftigen Farben bedruckt und chemisch ausgerüstet sein. Aber es gibt auch gute Produkte.


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Bildquelle: ÖKO-TEST Spezial Kinder & Familie, Ausgabe 5/2013

Mit unserer Kleidung drücken wir uns aus – manchmal subtil und manchmal ganz deutlich über Bilder oder Schriftzüge auf dem Oberteil. Mit einem T-Shirt kann man beispielsweise der Welt die Freude übers bestandene Abitur mitteilen, dass man bei dem tollen Festival dabei war, und natürlich zu welcher Fußballmannschaft ...

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... man hält. Individuell gestaltete Oberteile sind immer wieder eine schöne Geschenkidee.

Bei kleinen Kindern sehen Motiv-T-Shirts in den allermeisten Fällen wirklich süß aus. Von den kleinen Trägern selbst werden Kleidungsstücke mit Hello Kitty, Treckermotiv oder aktuellen Trickfilmstars oft heiß geliebt. Leider können sich aber aus Drucken auf Textilien erfahrungsgemäß sehr unangenehme Schadstoffe lösen. Die Herstellerangabe „100 Prozent Baumwolle“ überzeugt nicht wirklich, wenn die komplette Vorderseite mit Kunststoff überzogen ist. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) können T-Shirts mit PVC-Aufdrucken erheblich zur Belastung von Kindern mit gesundheitsschädlichen zinnorganischen Verbindungen beitragen.

Um herauszufinden, ob T-Shirts und Langarmshirts für Babys und Kleinkinder belastet sind, hat ÖKO-TEST im Jahr 2010 verschiedene Oberteile in die Labore geschickt und gründlich testen lassen. Auch wir fanden zinnorganische Verbindungen; fünf Modelle waren so stark mit bedenklichen und umstrittenen Inhaltsstoffen wie Phtalaten belastet, sodass wir sie nur noch mit „ungenügend“ bewerten konnten.

Ein ÖKO-TEST vom Januar 2013 mit Kinderschlafanzügen fiel nicht viel anders aus. Von 20 untersuchten Marken landeten zehn mit „ungenügend“ ganz am Ende der Bewertungsskala. Auffällig dabei: Bis auf zwei Produkte haben alle schlecht bewerteten Schlafanzüge einen Aufdruck. In dem stecken auch PVC/ PVDC/chlorierte Kunststoffe.

Damit beginnt oft die Misere. Denn um sprödem Kunststoff die Härte zu nehmen, verwenden die Hersteller gesundheitsschädliche Weichmacher und umstrittene Ersatzweichmacher. Krebsverdächtige polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) gelangen über Weichmacheröle in den Kunststoff. Und der Einsatz von zinnorganischen Verbindungen soll das Material stabilisieren. Einige dieser Verbindungen beeinträchtigen vermutlich bereits in geringen Dosen das Hormonsystem des Menschen.

Doch es geht auch anders. Gute Noten bekamen drei Shirts aus kontrollierter, biologisch angebauter Baumwolle. Die Auslobung Bio-Baumwolle bedeutet aber nur, dass die Fasern ökologisch produziert wurden. Je nach Kleidungsstück folgen bis zu 20 weitere Arbeitsgänge für Färbung und Ausrüstung, bei der in konventionellen Verfahren Chemikalien ins Spiel kommen. Eine reine weiße Weste hat nur, wer auch in diesen Produktionsstufen auf Chemie verzichtet.

Gut behütet: Schon mit einfachen Maßnahmen können Sie sicherstellen, dass Ihr Kind vor der Sonne geschützt wird.


Kinderkleidung mit Extra – eingearbeitetem UV-Schutz

Ein normales Baumwoll-T-Shirt schützt nicht ausreichend vor der Sonne, deshalb ist spezielle UV-Schutzkleidung sinnvoll. Ein von uns im Jahre 2002 untersuchtes normales Shirt kam nämlich gerade mal auf einen Schutzfaktor, kurz UPF, von fünf.

Mittlerweile gibt es eine große Auswahl an UV- oder Sonnenschutzkleidung, darunter Outdoormarken wie The North Face und Mammut und Co. Aber auch große Firmen wie C&A haben unter anderem Mützen für Babys und Kleinkinder mit UV-Schutz im Programm. Der Kinderausstatter Jako-O setzt auf eine spezielle Marke und bietet Badetextilien der Marke Hyphen an. Der Sonnenschutz dieser Textilien wird durch eine besonders dichte Verarbeitung erreicht, aber auch durch den Griff zu Kunstfasern, die UVStrahlen besser aufnehmen und die mithilfe eingesponnener Mineralpartikel das Licht reflektieren.

Meistens wird der Ultraviolet Protection Factor (UPF) der Textilien nach dem australisch-neuseeländischen Standard, kurz AS/NZS 4399, überprüft. Diese Norm gibt es seit Mitte der 90er-Jahre, sie ist daher als Prüfmethode weitverbreitet. Viele Anbieter von Outdoorbekleidung lassen den UPF von Hemden, T-Shirts und Hosen nach diesem Standard feststellen. Eine Weiterentwicklung ist der UVStandard 801. Hier muss die Kleidung nicht nur im Neuzustand sonnendicht sein, sondern auch wenn sie durch das Waschen oder Tragen erste Abnutzungsspuren zeigt. Seit 1999 gibt es zudem die europäische Norm EN 13758. Danach müssen sich UV-Textilien aber nur im Neuzustand bewähren. Die Ergebnisse des ÖKO-TESTs UV-Schutzkleidung bekommen Sie unter www.oekotest.de


Foto: iStockphoto/ ©Thinkstock

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