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Besondere Risiken


ÖKO-TEST Spezial Kinder & Familie - epaper ⋅ Ausgabe 10/2011 vom 21.10.2011
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Foto: imageit/Fotolia.com

Manche eigentlich harmlose Erkrankung kann in der Schwangerschaft riskant werden, weil das Baby gefährdet ist. Durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen kann der Gynäkologe Komplikationen frühzeitig erkennen und behandeln.

Röteln

Dem Kind drohen gravierende Behinderungen.

Symptome: Rötungen im Gesicht und am Körper, leichtes Fieber, geschwollene Lymphknoten im Hals- und Kopfbereich.

Schutz und Behandlung: Wer geimpft ist oder die Krankheit schon hatte, ist geschützt. Ob eine Immunität gegeben ist, kann der Arzt testen. Fehlen die Antikörper im Blut oder hatte die Schwangere Kontakt ...

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Schutz und Behandlung: Wer geimpft ist oder die Krankheit schon hatte, ist geschützt. Ob eine Immunität gegeben ist, kann der Arzt testen. Fehlen die Antikörper im Blut oder hatte die Schwangere Kontakt zu Kranken, wird eine passive Impfung durchgeführt, die aber nur wenige Wochen wirkt.

Listeriose

Listeriose wird durch Bakterien übertragen, die in manchen Lebensmitteln vorkommen. Sie kann eine Frühgeburt oder schwere Erkrankungen des Kindes zur Folge haben.

Symptome: Grippeartige Beschwerden, manchmal Hirnhautentzündung.

Schutz und Behandlung: Erhitzen, Pasteurisieren und Sterilisieren von Nahrungsmitteln tötet die Erreger ab. Weder rohes Fleisch noch rohen Fisch, Rohmilch oder Rohmilchkäse verzehren, optimale Küchenhygiene einhalten.

Toxoplasmose

Toxoplasmose kann zu einer Fehlgeburt oder schweren Schäden beim Kind führen. Toxoplasmaerreger stecken beispielsweise in rohem Fleisch. Auch durch den Kontakt mit Katzenkot kann man sich anstecken. Wenn sich eine Frau erstmalig infiziert, gehen die Erreger mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent auf das ungeborene Kind über.

Symptome: Schwellung der Lymphknoten am Hals, Fieber, Angina und grippeähnliche Symptome, bis zur Hirnhautentzündung. Doch in 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit ohne Symptome.

Schutz und Behandlung: Nach der Zubereitung von Fleisch, nach der Gartenarbeit oder dem Säubern von Katzenklos gründlich die Hände waschen, am besten bei der Arbeit Gummihandschuhe tragen. Nur gut durchgegartes Fleisch verzehren.

Chlamydien

Die Bakterien werden beim Sex übertragen. Bei Schwangeren gehen die Erreger auf das Kind über und können etwa chronische Augenentzündungen verursachen oder vorzeitig die Wehen auslösen.

Symptome: Nur jede zehnte Betroffene hat Symptome wie Schmierblutung oder Bauchschmerzen. Deshalb bleibt die Krankheit oft unbehandelt.

Schutz und Behandlung: Bei der Schwangerenvorsorge wird routinemäßig ein Chlamydientest vorgenommen. Wird eine Infektion erkannt, helfen Antibiotika. Auch der Partner muss behan- delt werden. Einen sicheren Schutz vor Ansteckung bieten nur Kondome.

Gestose

Von der Gestose oder „Schwangerschaftsvergiftung“ sind etwa fünf bis zehn Prozent aller Schwangeren betroffen. Die Ursachen sind noch nicht ganz erforscht.

Symptome: Bluthochdruck, Ödeme und Eiweiß im Urin.

Schutz und Behandlung: Um den Bluthochdruck medikamentös in den Griff zu bekommen, ist manchmal ein Klinikaufenthalt nötig. Der Körper braucht viel Flüssigkeit, Eiweiß, Vitamin B6 und Natrium. Rechtzeitig behandelt verläuft die Gestose meist harmlos.

Foto: DAK/Wigger

Schwangerschaftsdermatosen

Einige Hauterkrankungen treten fast ausschließlich in der Schwangerschaft auf. Die meisten sind nicht weiter gefährlich, belasten aber durch Juckreiz. Aufgekratzte Pusteln können Narben hinterlassen. Bei der Diagnose macht manchmal die Abgrenzung zu einer Hautallergie Probleme. Die Dermatosen treten in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft auf.

Symptome: Starker Juckreiz und je nach Krankheit Ausbreitung von Flecken, Quaddeln oder Pusteln. Wenn zusätzlich Symptome wie Schüttelfrost, Brechreiz und Durchfall auftreten, muss man dringend zum Arzt, es kann sich um die gefährliche Krankheit Impetigo herpetiformis handeln.

Schutz und Behandlung: Die Behandlung beginnt mit juckreizstillenden, kortisonfreien Präparaten, z. B. antihistaminikahaltigen Salben. Feuchte Umschläge und UV-Bestrahlung kann zusätzliche Linderung bringen. Bei Bedarf geht man auf bis zu mittelstarke Kortikoidcremes über.

Schwangerschaftsdiabetes

Diabetes entsteht durch einen Stoffwechselfehler. Etwa jede zehnte Schwangere in Deutschland ist betroffen, das Risiko ist bei älteren Schwangeren höher. Für das Baby kann Diabetes gefährlich werden. Es bekommt über den Blutkreislauf der Mutter zu viel Zucker ab und wandelt ihn in Fett um. Das Baby wird groß und dick, doch die Entwicklung seiner Organe bleibt zurück.

Symptome: Große Gewichtszunahme kann ein Alarmzeichen sein.

Schutz und Behandlung: Sicher feststellen lässt sich Diabetes nur mit einem Zuckerbelastungstest. Der Test kostet etwa zehn Euro, die Kasse zahlt in begründeten Verdachtsfällen. Schwangerschaftszucker kann bei etwa 85 Prozent der Frauen durch gesunde Ernährung und Bewegung erfolgreich behandelt werden. Falls das nicht ausreicht, bekommt die Schwangere Insulin oder Medikamente. Nach der Geburt pendelt sich der Zuckerhaushalt meist von selbst wieder ein.

Foto: irisblende.de

Viele Medikamente sind tabu

Kopf und Glieder schmerzen, die Nase läuft: Jetzt würde die Schwangere gerne Tabletten gegen die lästigen Beschwerden einnehmen. Aber Vorsicht: Auch freiverkäufliche Präparate können die Entwicklung des Fötus beeinträchtigen.
Bevor Schwangere und Stillende zu Medikamenten greifen, sollten sie stets den Arzt fragen, das gilt auch für naturheilkundliche und homöopathische Präparate. Denn vermeintlich harmlose Mittel können dem Ungeborenen schaden. Andere sind dagegen völlig unbedenklich. Und manche Wirkstoffe sind nur in bestimmten Phasen der Schwangerschaft gefährlich.

Foto: stockbyte