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Das sanfte Antibiotikum: So heilt Manuka-Honig


Bild der Frau - Natürlich gesund - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 06.11.2020

Immer mehr Studien beweisen, wie stark die Medizin-Kraft des Honigs aus Neuseeland tatsächlich ist. Was er alles kann, wie Sie ihn anwenden


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Bildquelle: Bild der Frau - Natürlich gesund, Ausgabe 1/2020

Drei Wirkstärken und ihre Heilwirkungen


Spezial-Tipp bei Erkältung:

100 ml Wasser mit 2 EL Ingwersaft, dem Saft von ¼ Limette, 1 Msp. Cayennepfeffer erhitzen. 1 EL Manuka-Honig zugeben.

Was macht Manuka-Honig so gesund?

Er ist ein natürliches Antibiotikum - ohne Nebenwirkungen. „Bestimmte Sorten zeigen eine starke antibakterielle Wirkung“, so Prof. Thomas Henle. Er erforscht Manuka am Dresdner Institut für Lebensmittelchemie. Manuka ist sogar Hoffnungsträger im Kampf ...

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... gegen Klinik-Keime: „Antibiotikaresistente Stämme des Krankenhauskeims Staphylococcus aureus werden durch verdünnten Manuka abgetötet.“

Kann Manuka auch Wunden heilen?

Ja. Schon mehr als zwei Dutzend deutsche Kliniken nutzen ihn zur Versorgung von schwer heilenden Problem- und OP-Wunden, offenen Beinen, setzen ihn auch bei Schuppenflechte und Neurodermitis ein. Zum Einsatz kommt hier ein sterilisierter Mix aus neuseeländischem und australischem Jellybush-Honig, der europaweit als Medizinprodukt zugelassen ist. Er lässt die Haut schneller heilen.

Dürfen Kinder Manuka-Honig essen?

Ja, auf jeden Fall. Eine Ausnahme: Wegen seiner ganz natürlichen Verunreinigungen und eines erhöhten Allergie-Risikos sollten Babys unter einem Jahr keinen Honig zu sich nehmen.

Welche Inhaltsstoffe machen Manuka-Honig zum Keim-Killer?

Neueste Studien der TU Dresden haben dieses Rätsel jetzt gelöst. „Verantwortlich ist der überraschend hohe Gehalt des Zuckerabbauprodukts Methylglyoxal, das beim Reifen des Blütennektars entsteht“, erklärt Prof. Henle. „Während handelsübliche Honigsorten maximal 1 bis 20 Milligramm pro Kilo aufweisen, finden sich in Manuka-Honig 100 bis 1000 Milligramm!“ Warum die Heilsubstanz gegen Infektionen mit Bakterien und sogar MRSAKeimen wirkt, ist noch nicht endgültig erforscht.

Der Lebensmittel-Chemiker hat zwei Vermutungen: Methylglyoxal kann die Bakterienzellwand zerstören oder den Energiestoffwechsel der Bakterien lahmlegen. So oder so: „Eine Resistenz gegen diese Wirkstoffe - wie bei klassischen Antibiotika - konnten wir bisher nicht finden“, sagt Professor Thomas Henle.

Bei welchen Beschwerden hilft der Honig?

Bei grippalen Infekten. Eine neuseeländische Studie der Universität Otago in Dunedin zeigt außerdem, dass Manuka Zahnfleisch-Entzündungen mit Blutungen sowie Zahnbeläge bekämpft. Wirksam ist er auch bei Magen- und Darmbeschwerden: „Es gibt Hinweise, dass sogar der Magenkeim Helicobacter pylori erfolgreich behandelt werden kann.“ Manuka aktiviert obendrein die Immunzellen, beweist eine Studie des walisischen Krebsforschers Professor Alex J. Tonks von der Universität in Cardiff. Und ganz aktuell: Das National Cancer Institute in Rockville (USA) rät zu Manuka-Honig bei Halsentzündungen, die durch eine Chemotherapie verursacht wurden.

Augen auf beim Kauf

→ Jedes sechste Glas Manuka ist gefälscht. Fakes erkennt man oft schon am niedrigen Preis. Der echte Neuseeland-Honig kostet 50 bis 100 Euro pro Glas. Amtliche Prüfsiegel fehlen noch. Doch zwei Label-Angaben bürgen für Echtheit und Qualität.

→ Das Warenzeichen MGO garantiert, dass heilsames Methylglyoxal (MGO) enthalten ist. Die Zahl hinter dem Kürzel gibt die Konzentration an. Beispiel: 400 entsprechen 400 mg pro Kilo Honig. Je reifer der Honig, desto höher der MGO-Gehalt.

→ Das zweite Label UMF (kurz für Unique Manuka Factor) zeigt ebenso wie MGO, dass der Honig tatsächlich aus Neuseeland kommt und eine antibakterielle Wirkung besitzt.

Wie nehme ich den Honig ein?

Zur Vorbeugung von Infektionen und zur Linderung der Beschwerden jeden Morgen und Abend jeweils einen Esslöffel Manuka-Honig im Mund zergehen lassen. Danach sollte eine gute halbe Stunde nichts gegessen und nichts getrunken werden.

Welchen MGO-Gehalt Ihr Honig haben sollte, hängt von den Beschwerden ab, die Sie behandeln möchten:

Die niedrigste Wirkstärke MGO 100+ hilft gegen:

• Pickel
• schwaches Immunsystem
• Lippenherpes
• Hautpilz, als Spülung auch bei Scheidenpilz

Die mittlere Wirkstärke MGO 250+ hilft gegen:

• Aphthen im Mund
• Halsweh
• beginnende Bronchitis
• Rachen-, Zahnfleischentzündungen
• Akne

Die höhere Wirkstärke von MGO 400+ bis 550+ hilft gegen:

• Blasenentzündungen
• Darm-, Magen-Infekte (auch mit Helicobacter pylori)
• entzündete Nasennebenhöhlen
• Mandelentzündungen
• Gelenkentzündungen (z. B. bei Rheuma)


Fotos: Shutterstock (3), iStock (3)