Lesezeit ca. 10 Min.
arrow_back

Die perfekte Welle


Logo von auto motor und sport Edition
auto motor und sport Edition - epaper ⋅ Ausgabe 4/2022 vom 20.09.2022

VW BUS T2 UND T3

Artikelbild für den Artikel "Die perfekte Welle" aus der Ausgabe 4/2022 von auto motor und sport Edition. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Da ist es wieder. Dieses nasale Blubbern. Es dringt von weiter Ferne ans Ohr und strahlt sofort eine fast unglaubliche Ruhe aus. Bei jedem Halt, an jeder Ampel – wovon es hier oben im Weserbergland zum Glück nur wenige gibt. Schon eher Weserfähren wie die in Großenwieden, auf die wir gerade auffahren. Begleitet vom unverwechselbaren Sound des kleinen 47-PS-Boxers, der keine Mühe hat, den T2a-Bulli auf den Kahn von Fährmann Thomas Henseleit zu schubsen. Gefolgt vom kantigen VW Bus T3, dessen Zweiliter-Flachmotor deutlich kraftvoller klingt.

Und dann stehen sie beide auf der von der Weser umschwappten Fähre, die allein schon eine Geschichte wert wäre: Die Gierseilfähre nutzt die kinetische Energie des strömenden Wassers, um den Fluss zu überqueren. Übrigens erfunden vor 361 Jahren vom Niederländer Hendrick Heuck. Die aktuell eingesetzte Fähre wurde 1960 getauft, stammt damit aus ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 9,99€
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von auto motor und sport Edition. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1050 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 4/2022 von Traumauto für alle Facetten des Lebens. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Traumauto für alle Facetten des Lebens
Titelbild der Ausgabe 4/2022 von Ein Büsschen Buzz muss sein. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Ein Büsschen Buzz muss sein
Titelbild der Ausgabe 4/2022 von Bus auf Weiteres. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Bus auf Weiteres
Titelbild der Ausgabe 4/2022 von Bus ans Ende der Welt. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Bus ans Ende der Welt
Mehr Lesetipps
Blättern im Magazin
Ganz schön Porsch
Vorheriger Artikel
Ganz schön Porsch
Der irre Rallye - Bus
Nächster Artikel
Der irre Rallye - Bus
Mehr Lesetipps

... demselben Jahrzehnt wie unser savannenbeiger T2a von 1969 in beeindruckendem Zustand. Während es mittlerweile wieder – oft durch aufwendige Restaurierungen mit hohem finanziellen Einsatz – viele T2-Camper in gutem Zustand gibt, gehören die einfachen Fensterbusse und Kombis zu den Bulli-Typen, die man selten zu Gesicht bekommt. Vor allem, wenn es auch noch wie für unsere Paarung ein frühes T2a-Modell sein soll.

Code M wie „Mehrausstattung“

Das Fotofahrzeug gehört Alexander Prinz, dem zweiten Vorsitzenden der Interessengemeinschaft T2 – Freunde des VW-Busses 1967–1979 e. V. Er kaufte sich den T2a während seines Studiums – damals ohne genau zu wissen, was für eine Rarität er gefunden hatte. „Ich war vor rund 20 Jahren auf dem Weg in den Biergarten, als ich meinen T2a entdeckte“, erinnert sich Prinz, der bei geforderten 2100 Mark auch nicht mehr verhandeln musste. Die wenigen Blecharbeiten waren schnell erledigt, und seither hält er seinem Clipper die Treue.

Die Plakette hinter dem Fahrersitz nennt die ab Werk verbaute Serienausstattung: Code 047 steht für zwei Rückfahrscheinwerfer, 055 für das Lenkradschloss, 520 für zwei Schiebetüren und 543 für die Ausführung als Dreisitzer mit durchgehender Fahrerraumrückwand ohne Sitzbänke im Passa-gierabteil. Zudem kann man aus den Ziffern noch die Innenausstattung in Ziffer 34, also Kunstleder in Hellbeige und Khakibraun, sowie die Außenlackierung in Savannenbeige (L620) entschlüsseln.

TECHNISCHE DATEN T2

MOTOR/KRAFTÜBERTRAGUNGTyp B, gebläsegekühlter Vierzylinder-Boxermotor, hinten längs, Bohrung x Hub 85,5 x 69 mm, Hubraum 1584 cm³, Leistung 47 PS bei 4000/min, max. Drehmoment 104 Nm bei 2200/min, Verdichtung 7,7 :1, zwei Ventile je Brennraum, betätigt über eine zentrale, stirnradgetriebene Nockenwelle, Stoßstangen und Kipphebel, Kurbelgehäuse und Zylinderköpfe aus Leichtmetall, Graugusszylinder, vier Kurbelwellenlager, ein Solex-Fallstromvergaser 30 PICT-2, Spulenzündung, Ölkühler, Ölinhalt Motor 2,5 Liter, Viergang-Schaltgetriebe, Hinterradantrieb

KAROSSERIE UND FAHRWERKProfilrahmen und mittragende Stahlblechkarosserie, vorn Doppel-Kurbellenkerachse, Federstäbe und Stabilisator, hinten Doppelgelenk-Schräglenkerachse mit Längslenker und Federstäben, Schneckenlenkung, Trommelbremsen, Felgen 5 Jx14, Reifen 7.00 x 14

MASSE UND GEWICHTERadstand 2400 mm, Länge x Breite x Höhe 4420 x 1765 x 1950 mm, Spur vorn/hinten 1385/1426 mm, Gewicht 1265 kg, Tank 55 Liter

FAHRLEISTUNGEN UND VERBRAUCHVmax 105 km/h, Verbrauch 10,4 l/100 km

BAUZEIT UND STÜCKZAHLT2a (8/1967 bis 7/1971): rund eine Million, gesamte Baureihe VW T2: total 4,26 Mio. Exemplare. Von 1967 bis 1979 in Deutschland, bis 1995 in Mexiko, bis 2013 in Brasilien

Genug der Zahlen und Codes, wir sind auf der anderen Seite der Weser angekommen, starten die Boxermotoren und fahren langsam von der Fähre. Wir, das sind Celine mit Freund Thore, Alexander und Roland aus dem Vorstand der IG T2 und der busverliebte Autor. Celine sitzt am Steuer und tritt erst zaghaft, dann etwas kräftiger aufs Gaspedal. Und da ist er, dieser wunderbare Fahrstuhleffekt, der sie und Thore so begeistert, als setzten sich die Wellenbewegungen der Weser fort. Wir schweben also weiter und genießen dieses grandiose Fahrgefühl, direkt über der Bulli-Vorderachse zu sitzen.

Nach ein paar Kilometern sind wir gefangen in nostalgischen Gedanken – es ist wie damals im Volkswagen-Schulbus, als jede Bodenwelle im Bauch so sanft nachschwang. Es kehrt Ruhe ein, und jeder startet sein eigenes Kopf kino mit ent-

spannten Hippies, langen Urlaubsfahrten oder erträumten Weltreisen. Das Schöne am Bulli ist ja, dass jede Fahrt schon an sich Urlaub ist. Er ist allzeit bereit, ohne Murren den halben Hausstand aufzunehmen und mit uns das Ende der Welt zu suchen. Mit seinem sonoren Boxerrauschen entschleunigt er die Besatzung, die sich mit Vergnügen auf eine gemütliche Reisegeschwindigkeit zwischen 80 und 90 km/h einstellt. Zum einen wegen des doch erheblichen Geräuschniveaus – die Antriebsauf hängung an Silentblöcken kam erst 1971 –, zum anderen wegen des ungleichen Kampfes gegen den Luftwiderstand angesichts von gut drei Quadratmetern Stirnf läche und den gerade einmal 47 Pferdchen des kurzhubigen Motors im Heck. Dank eines günstigen Drehmomentverlaufs durch niedrige Leistungsausbeute stehen sie allerdings gut im Futter.

Bleibt man in besagtem Geschwindigkeitsbereich, überrascht der T2a mit seinem Komfort, den er trotz des recht kurzen Käfer-Radstands von 2,40 Metern bietet. Die leichtgängige Lenkung verlangt nach guter Führung am f lach stehenden Volant, sie überträgt die Kräfte dann aber recht zielsicher auf die 185er-Reifen an der Kurbellenker-Vorderachse.

So rollen wir in den Nachmittag, die Sonne wandert langsam gen Westen. Wir halten an, lassen uns bei einem Picknick Melone und Eistee schmecken und sinnieren über die Zeit, als es T2 und T3 noch an jeder Ecke gab. Über die Zeit, als man für ein paar Hunderter einen T2 mit Rest-TÜV vor dem Verschrotten retten und sofort nach Mombasa oder Goa aufbrechen konnte – mit guten Chancen, pannenfrei wieder heimzukommen.

TECHNISCHE DATEN T3

MOTOR/KRAFTÜBERTRAGUNGTyp CU, gebläsegekühlter Vierzylinder-Boxermotor, hinten längs, Bohrung x Hub 94 x 71 mm, Hubraum 1970 cm³, Leistung 70 PS bei 4200/min, max. Drehmoment 137 Nm bei 3000/min, Verdichtung 7,4 : 1, zwei Ventile je Brennraum, betätigt über eine zentrale, stirnradgetriebene Nockenwelle, Stoßstangen und Kipphebel, Kurbelgehäuse und Zylinderköpfe aus Leichtmetall, Zylinder aus Grauguss, vier Kurbelwellenlager, zwei Solex-Fallstromvergaser 34 PDSIT, Spulenzündung, Ölkühler, Ölinhalt Motor 3,5 Liter, Viergang-Schaltgetriebe, auf Wunsch Dreigang-Wandlerautomatik, Hinterradantrieb

KAROSSERIE UND FAHRWERKSelbsttragende Stahlblechkarosserie, mit Längs- und Querträgern verstärkt, vorn doppelte Querlenker, Schraubenfedern und Stabilisator, hinten Schräglenkerachse, Miniblock-Schraubenfedern, rundum Teleskopstoßdämpfer, Zahnstangenlenkung, vorne Scheiben-, hinten Trommelbremsen, Felgen 5,5 J x 14, Reifen 7.00 x 14 oder 185 SR 14

MASSE UND GEWICHTERadstand 2460 mm, Länge x Breite x Höhe 4570 x 1844 x 1990 mm, Spur vorn/hinten 1570/1570, Gewicht 1395 kg, Tankinhalt 60 Liter

FAHRLEISTUNGEN UND VERBRAUCHVmax 127 km/h, Verbrauch 11,1 l/100 km

BAUZEIT UND STÜCKZAHLAlle T3: 1979 bis 1992, ca.1,9 Millionen Exemplare

Wir wechseln in den T3a mit der wunderbaren Zweifarblackierung in Lianengrün und Saimagrün, der uns bisher als schöner Farbakzent im Windschatten folgte und nun kess die Führung übernimmt. Unser ganz frühes 1980er-Exemplar wirkt besonders einladend: Denn unter anderem steht M530 in der Mehrausstattungsliste – der Code für die ausfahrbare mechanische Trittstufe, die den Einstieg leicht macht.

Schwingt man sich auf die top erhaltenen Sitze mit beigem Cordbezug und braunen Stofff lanken, tun sich Weiten auf, die im Vergleich zum T2 nochmals ordentlich Eindruck schinden. Alexander Prinz weist denn auch darauf hin, dass der T3 in Sachen Innenraummaße und Platzangebot der bislang großzügigste aller Bullis bis heute ist. Die Entwickler des VW-Transporters blieben zwar beim alten Konzept mit Heckmotor, doch sie konnten aufgrund der deutlich größeren Karosserie einen konkurrenzfähigen Kleinbus präsentieren, der auch weiterhin die Krone des Bestsellers trug. Der frühe T3 hat noch den Luftboxer im Heck – ein echtes Universaltalent, das außerdem in einem Sportwagen und einer Familienlimousine für Fahrspaß sorgte: Zunächst kam der Flachboxer ab 1968 beim VW 411 und 412 (Typ 4) als 1,7- und 1,8-Liter-Version zum Einsatz, ab 1969 beim VW-Porsche 914 1.7, ab 1974 beim 914 1.8.

Während er für den 914 2.0 als Variante mit D-Jetronic-Einspritzung und 100 PS gefertigt wurde, nutzte VW den Zweiliter im Bulli mit zwei Vergasern und standfesten 70 PS mit Drosselmotor-Charakteristik. Wir steigen also um in einen Bus mit 50 Prozent mehr Leistung als im T2a. Das lässt sich schon beim Anlassen hören und beim Anfahren spüren. Der Zweiliter klingt bassiger und drückt vehementer von hinten. Celine und Thore werden heftiger nach vorne und oben beschleunigt. Gerade dieses Wellenreiten macht den Reiz des Heckmotor-Bullis aus. Und obwohl die VW-Entwickler den Fahrstuhleffekt stets reduzieren mussten, macht er im T3 am meisten Spaß.

Bulli für die maximale Fahrfreude

Beim Fahren überzeugt der T3 mit einem narrensicheren Fahrwerk. Er liegt satt auf der Straße und folgt jedem Lenkbefehl brav und zielgenau. Vorn führt die neue Doppelquerlenkerachse, hinten stabilisiert die bestens geführte Schräglenkerachse – heraus kommt ein Fahrverhalten wie auf Schienen, wozu auch der deutliche Zuwachs an Spurbreite beiträgt: So misst die Spur des T3 an der Vorderachse stolze 185 Millimeter mehr als beim T2, also fast eine Motor-Klassik-Heftbreite. Hinten sind es immerhin 144 Millimeter. Der T3 lässt sich fast so agil bewegen wie ein zeitgenössischer BMW 316, nur den bauartbedingt hohen Schwerpunkt kann der T3 nicht vollends kaschieren. Der drehfreudige Vierzylinder-Boxer hängt dabei gut am Gas, wird nur bei den allzu elastischen Gangwechseln etwas ausgebremst. Die Schaltwege sind ellenlang, was hier wörtlich gemeint ist. Bemerkenswert ist immer wieder, wie viel Schwung man mit in die Kurve nehmen kann; die Querbeschleunigungsqualitäten überzeugen und lassen uns gierig eine Kurve nach der anderen aufsaugen.

Auf langen Autobahnetappen liegt die angenehmste Reisegeschwindigkeit zwischen 110 und 120 km/h. In diesem Bereich bleibt der Verbrauch bei rund zehn bis zwölf Litern – nicht schlecht für ein 38 Jahre altes Nutzfahrzeug mit dem Luftwiderstandsbeiwert einer Einbauküche. Der Benzinverbrauch lässt übrigens Rückschlüsse auf den Zustand des Motors zu – das gilt für T2a und T3a. Mehr als neun Liter auf 100 Kilometer beim T2a und mehr als zwölf beim T3a sollten es nicht sein. Das Wichtigste aber, da sind sich die IG-T2-Experten einig, sind ein sofortiger Austausch aller Benzinleitungen nach dem Kauf und das Einhalten der Serviceintervalle: „Die Bullis halten viel aus, doch nur, wenn sie vernünftig gewartet werden. Ein T2 sollte alle 5000 km zur Inspektion und braucht den Abschmierdienst fürs Fahrwerk. Wer darauf achtet, muss sich nur noch um gesundes Blech kümmern.“

Mit dieser Gewissheit rollen wir mit den beiden Bullis noch lange auf schmalen Straßen durch das herrliche Weserbergland. Wir warten auf den Sonnenuntergang, der sich heute ganz besonders viel Zeit lässt. Und wünschen uns, dass dieses Glücksgefühl niemals endet.

VW BUS T2, TYP 2, 1967–1979

Die Schere zwischen sehr guten und gammeligen T2 geht immer weiter auseinander. Erfolg verspricht eine Suche mit Unterstützung eines Clubs.

KAROSSERIE-CHECKDie empfehlenswerte „endgültige Kaufberatung“ der IG T2 konstatiert: „Es gibt kein Blechteil, an dem der T2 nicht rosten könnte.“ Es empfiehlt sich, bei der Besichtigung einen Spezialisten mitzunehmen. Wir beschränken uns auf die wichtigsten Punkte: Windschutzscheibenrahmen, Frontschürze, Rahmenausleger, Eckteile und Kniestücke. Die Gurtbefestigung gammelt gerne durch. Innen nach Rostspuren suchen, außen geht’s bei Schwellern, Radläufen und Heckblech weiter. Am Unterboden die Rahmenausleger checken, die trotz großzügiger Materialstärke durchfaulen. Tipp für Blechteile:

TECHNIK-CHECKDie Motoren sind bei guter Pflege robust – wie oft die Nutzfahrzeuge allerdings in diesen Genuss kamen, ist fraglich. Die meist voll geforderten 47-PS-Boxer leiden an defekten Dichtungen aller Art und somit an Ölverlust. Bei einem Alter von rund 50 Jahren kann man es ihnen nachsehen. Ein Blick von unten auf den Motor lässt das Ausmaß der Inkontinenz erahnen. Bei Boxern, die offensichtlich gerade eine Motorwäsche hinter sich haben, sollte man daher Vorsicht walten lassen. Teuer wird ein Defekt der Lenkung bei den T2a, der sich bei langsamem Lenken im Stand durch Rastpunkte zeigt. Neue Lenkgetriebe sind kaum zu bekommen und extrem teuer. Achtung: T2a-Lenkgetriebe sind mit Getriebeöl SAE 90 befüllt. Regelmäßige Inspektionen und Abschmieren sind das A und O. Die Drosselklappenwellen der Vergaser schlagen aus.

PREISEBei Einführung 1967 (VW Kombi) 6980 Mark Classic-Analytics-Preis 2022 (Zustand 2/4) 34 500 / 18 000 Euro

ERSATZTEILEDie rege Clubszene und zum Teil seit mehreren Jahrzehnten aktive Teilehändler können vieles liefern. Die Preise sind zum Teil gepfeffert.

CLUBS UND SPEZIALISTEN IG T2– Freunde des VW-Busses 1967–1979 e.V., Geschäftsstelle: Lüstraetenweg 18, 47802 Krefeld, Tel. 02151/96 68 90,

VW Bus Shop,Günzl Classic Parts, Am Sportfeld 3, 64347 Griesheim, Tel. 06155/60 83 10,

, Olaf Kuntze, Teile für alle Bullis (T1 bis T6), Siemensring 89, 47877 Willich, Tel. 02154/887 73 73, www.bus-ok.de

VW BUS T3, 1979–1992

Die Karosserie entscheidet beim T3, ein Neuaufbau lohnt sich nicht. Die weniger gesuchten LBX (Luftboxer) sind günstiger als die WBX (Wasserboxer).

KAROSSERIE-CHECKNoch immer wird der Karosseriezustand beim Kauf unterschätzt. Die Rostspurensuche beim T3 ist nicht so einfach, daher sollte ein Kenner der Materie bei der Besichtigung dabei sein. Frontmaske, Scheibenrahmen, Einstieg und Gurtverschraubung der Vordersitze stehen auf der Checkliste. Schon der kleinste Rostpickel, der sich an den Karosseriefalzen zeigt, sollte den Interessenten in Alarmbereitschaft versetzen. Eine genaue Beurteilung der Blechsubstanz ist ohne teilweise Demontage nicht möglich. Gerissene Armaturentafeln sind aufgrund der Verhärtung des Kunststoffs durch UV-Licht und Hitze nicht zu vermeiden.

TECHNIK-CHECKDie gebläsegekühlten Motoren haben sich millionenfach bewährt. Die Schwachpunkte beschränken sich auf thermische Probleme bei Vollgasetappen und Ölundichtigkeiten. Je nach Wartung und gewissenhaftem Warmfahren kann eine Überarbeitung erst nach über 200 000 km, aber auch schon nach 50 000 km nötig sein. Es lohnt sich, beim Anbieter nach Verbrauch von Benzin und Öl zu fragen. Mehr als 10 bis 12 Liter Benzin auf 100 km, respektive 1,5 Liter Öl auf 1000 km, sollten es nicht sein. Bei deutlich höherem Benzinverbrauch sollten die Vergaser überholt werden. Fahrwerk: auf verschlissene Radlager, ausgeschlagene Buchsen und Traggelenke sowie undichte Stoßdämpfer achten.

PREISEBei Einführung 1979 (VW Bus Kombi 8-Sitzer) 17 500 Mark Classic-Analytics-Preis 2022 (Zustand 2/4) 12 300 / 3000 Euro

ERSATZTEILEErsatzteile werden von freien Händlern und mittlerweile auch von der Klassikabteilung von Volkswagen angeboten. Immer empfehlenswert: die Mitgliedschaft in der hilfsbereiten IG T3. Eine Gleichteileliste gibt’s unter

CLUBS UND SPEZIALISTEN Interessengemeinschaft VW Bus T3,Leandro Schöttler, Wittgensteiner Str. 12, 57271 Hilchenbach, vorstand@IG-T3.de,

, umfassende Kaufberatung von Matthias Hirsch und Udo Wetzel, matthias.hirsch@allianz.de, udo@typ25.de, www.typ25.de

Werk 34,Volkswarenhaus Heussner & Stauber, Hannoversche Straße 41, 34355 Staufenberg, Tel. 0 55 43/94 110,