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DIE RICHTIGE PFLEGE IM SOMMER UND UNTERWEGS: MIT LEICHTEM GEPÄCK


ÖKO-TEST Ratgeber Kosmetik und Wellness - epaper ⋅ Ausgabe 6/2019 vom 13.06.2019

… reist es sich besser – sei es auf Bergtouren, bei Ausflügen oder längeren Reisen. Statt das halbe Badezimmer mit in den Urlaub zu schleppen, reichen ein paar Kosmetik-Basics völlig aus. Damit mehr Zeit für tolle Erlebnisse bleibt. Schöne Erinnerungen kann man schließlich nicht genug mitnehmen.


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Foto: Lost Horizon Images/Getty Images

HAUT

Höhere Temperaturen und Luftfeuchtigkeit im Sommer kommen der Haut zugute. Sie benötigt weniger Fett von außen, denn die Talgproduktion läuft nun wie geschmiert. Da sind Rezepturen angesagt, die vor allem Feuchtigkeit liefern, also leichte Tagescremes, Bodylotions und ...

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... Gele. In diesen Öl-in-Wasser(O/W)-Emulsionen steckt zum Teil deutlich mehr Wasser als Fett. Sie sind dünnflüssig und ziehen schnell in die Haut ein. Besonders hoch - 90 Prozent - ist der Wassergehalt in Gels. Sie erfrischen und sind vor allem für feuchtigkeitsarme Haut geeignet.

Im Sommer zunehmend beliebt sind Gesichtssprays. Sie verdunsten schnell und wirken so angenehm kühlend. Sofern nur Wasser in die Flasche kommt, verpufft der Frischekick allerdings schnell. Stärkere Pflege bieten Gesichtssprays mit einer leichten Öl-in-Wasser-Mixtur.

Da die Haut im Sommer vermehrt UV-Licht und Wasser ausgesetzt ist, teils auch Salz und Chlor, benötigt sie eine Extraportion Pflege - zumindest nach dem Baden in der Sonne, im Pool oder im Meer. Reinigungsöle, -lotionen und -cremes lösen Reste der Sonnencreme sanft von der Gesichtshaut und trocknen sie dank ihres Fettgehalts nicht so stark aus. Leichte Feuchtigkeitscremes pflegen, kühlen und erfrischen anschließend. Sehr fettreiche Cremes können dagegen den Feuchtigkeitsaustausch der Haut behindern. Die Hitze staut sich dann unter der Fettschicht. Tipp: Falls die Haut doch einmal nach einer etwas fettreicheren Creme verlangt, machen Sie Ihre Feuchtigkeitspflege einfach mit ein, zwei Tropfen reinem Pflanzenöl etwas gehaltvoller.

Einige Hersteller werben mit Vitaminzusätzen wie Vitamin E. Es soll freie Radikale in Schach halten und der Hautalterung vorbeugen, die durch die UV-Strahlung beschleunigt wird. Klinische Untersuchungen zeigen jedoch, dass man sich davon nicht zu viel erwarten braucht: Vitamin E in Kosmetika kann keine Wunder bewirken. Tatsächlich erreichen Vitaminzusätze in Cremes lediglich die äußerste Hautschicht und können dort nur sehr bedingt wirken.

Fürs Duschen bieten sich milde, rückfettende Duschlotionen oder -öle an. Seife trocknet die Haut zu stark aus. Anschließend braucht die Haut Feuchtigkeit. After-Sun-Produkte sind dünnflüssiger und weniger reichhaltig als herkömmliche Körperlotionen. Sie lassen sich gut verteilen, ziehen blitzschnell ein und kühlen sonnengereizte Haut durch ihren hohen Wasser- oder Alkoholgehalt. Dexpanthenol als Inhaltsstoff wirkt entzündungshemmend, Menthol kühlt.

Spezielle After-Sun-Produkte sind nach Meinung vieler Hautärzte nicht unbedingt notwendig. Eine gewöhnliche feuchtigkeitsspendende Körperlotion - am besten mit Harnstoff oder Allantointut es auch. Harnstoff glättet die Haut und macht sie elastischer, Allantoin regt die Zellneubildung an. Pflegende Eigenschaften haben auch Fettalkohole wie Cetyl-, Stearyl- und Behenylalkohol. Sie wirken glättend und rückfettend und schützen vor Feuchtigkeitsverlust. Panthenol, Milch- und Sojaeiweiß, Honig und Hyaluronsäure bewahren die Feuchtigkeit der Haut. Bewährt haben sich auch Pflanzenextrakte aus Aloe vera. Die Wüstenlilie versorgt die Haut mit Feuchtigkeit, kühlt und kann mit ihren entzündungshemmenden Stoffen helfen, einen Sonnenbrand zu lindern. Auch Algenextrakte helfen der sonnengeschädigten Haut, sich zu regenerieren. Extrakte aus Olivenbaumblättern oder Pflanzenöle wie Jojoba- und Sesamöl oder Kakaobutter beruhigen die Haut und machen sie schön geschmeidig.

Selbstredend sind im Sommer Sonnencremes wichtig, wenn möglich mit mineralischem UV-Schutz, um heikle chemische Lichtschutzfilter zu vermeiden (siehe unten). Von Tagescremes mit UV-Schutz rät ÖKO-TEST allerdings ab, weil der Lichtschutzfaktor oft zu gering ist und die Hersteller gern chemische Lichtschutzfilter einsetzen. Besser Sie kombinieren Tagescreme und Sonnencreme.

Sommerlicher Balanceakt: Genießen Sie die Sonne, aber sorgen Sie für ausreichenden UV-Schutz.


Foto: Dirima/Getty Images

SONNENSCHUTZ

So gut die Sonne dem Körper und der Seele tut - dass ein Zuviel davon ungesund ist, weiß inzwischen jedes Kind. Deshalb ist es wichtig, eine Balance zwischen Genuss und ausreichendem Schutz vor UV-Strahlen zu finden. Ein paar Tipps für zu Hause und unterwegs:

WELCHE SONNENCREME?
Grundsätzlich unterscheidet man bei Sonnenschutzmitteln zwischen physikalischen und chemischen Lichtschutzfiltern. Letztere dringen in die Haut ein, nehmen die Sonnenstrahlen auf, machen sie unwirksam und verhindern so, dass es zu Hautschäden kommt. Bis sie ihre Wirkung entfalten, vergehen etwa 20 Minuten. Darum unbedingt schon auftragen, bevor es ins Freie geht. Einige der chemischen UV-Filter sind in Verdacht geraten, hormonell zu wirken.

In Naturkosmetik sind chemische Lichtschutzfilter nicht erlaubt. Die Produzenten setzen mineralische Stoffe als physikalische Filter ein, vor allem Titandioxid und, jedoch seltener, Zinkoxid. Anders als die chemischen Substanzen legen die Mineralien sich wie ein Schutzschild auf die Haut und reflektieren das Sonnenlicht wie kleine Spiegel - und halten so die Strahlen von der Haut fern.

Bislang galt Titandioxid als unproblematisch, allerdings gibt es seit einiger Zeit kritische Stimmen. So besteht der Verdacht, dass Titandioxid beim Einatmen Krebs auslösen kann. Nach der aktuellen Studienlage sieht ÖKO-TEST Titandioxid weiterhin als wichtigen und unproblematischen UV-Filter in Sonnenschutzmitteln an.

WIE HOCH MUSS DER LICHTSCHUTZFAKTOR (LSF) SEIN?
Für Erwachsene reicht im Prinzip ein Sonnenschutzmittel mit einem mittleren LSF zwischen 20 und 25 aus. Kinder oder Menschen mit heller, sonnenentwöhnter Haut verwenden bei starker Sonneneinstrahlung mindestens LSF 30. Mittel mit sehr hohem LSF sind zum Beispiel dann sinnvoll, wenn jemand Pigmentstörungen oder frische, größere Narben hat.

RICHTIG CREMEN
Beim Sonnenschutzmittel lieber klotzen als kleckern. Die meisten Sonnenanbeter benutzen zu wenig Creme, um die ausgelobte Schutzwirkung des Lichtschutzfaktors tatsächlich zu erreichen. Bestimmte Hautpartien, etwa Nase und Ohren, aber auch Hand- und Fußrücken oder Schultern vergisst man häufig beim Eincremen. Obacht auch bei der Angabe „wasserfest“. Die ist relativ, denn der Schutz nimmt im Laufe des Tages und vor allem beim Abtrocknen ab. Mehrmaliges Auftragen erneuert zwar die Schutzwirkung, verlängert sie jedoch nicht. Irgendwann ist sie ausgereizt - spätestens dann heißt es: ab in den Schatten.

APROPOS SCHATTEN
Bäume, Sonnenschirme und Strandmuscheln halten zwar einen Teil der UV-Strahlung ab, seitlich einfallendes Licht und Strahlen, die der Boden reflektiert, können trotzdem einen Sonnenbrand auslösen. Es dauert aber länger als in direkter Sonne. Am besten zusätzlich ein Sonnenschutzmittel auftragen.

KLEIDUNG UND HUT
… tun der Haut bei Sonne gut. Zumindest halten Textilien per se UV-Strahlung ab. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede bei Farbe und Material. Leider sind helle Sachen aus luftigen Naturfasern, die wir im Sommer bevorzugen, mit Blick auf den Sonnenschutz nicht die beste Wahl. Dunkle Farben schützen besser, da ihre Farbpigmente die Strahlen absorbieren. Bei Baumwolle und Leinen sorgt die natürliche uneinheitliche Gewebestruktur für einen nur relativ geringen Schutz. Ein weißes Baumwoll-T-Shirt bietet nach Angaben des Prüfinstituts Hohenstein beispielsweise nur einen UV-Schutzfaktor von 10 bis 15.

Foto: coscaron/Getty Images

HAARE

Sonne, UV-Licht, Salzwasser und Chlor setzen den Haaren in der warmen Jahreszeit ordentlich zu, lassen sie trocken und spröde wirken. Spülungen und Kuren sind da ein empfehlenswertes Extra. Sie sollen die angegriffene Haarstruktur pflegen, glätten und sogar reparieren. Gut, wenn dafür Pflanzenöle verwendet werden, wie sie die Naturkosmetikanbieter einsetzen. Zwar können sie Haarspliss nicht reparieren, auch wenn spezielle „Repair“-Produkte das suggerieren. Gegen Spliss hilft letztlich nur die Schere. Doch Kuren glätten die aufgeraute Schuppenschicht der Haare, sodass sie nach der Haarkur etwas gesünder wirken.

Das UV-Licht der Sonne bleicht die Haare aus - egal, ob sie gefärbt sind oder nicht. Naturfriseure raten daher, Pflanzenhaarfarben mehrfach in Abständen von rund drei Wochen anzuwenden. Hierdurch addieren sich die Schichten der Naturfarben, die Haltbarkeit nimmt zu und übertrifft sogar die von Chemiefarben. Zusätzlich schützen ein Tuch oder Hut die Haare vor der Sonne - und den Scheitel vor Sonnenbrand.

FÜSSE

Spätestens wenn der Sommer naht und wir wieder in Sandalen und Flipflops durchs Leben gehen, gönnen wir unseren Füßen eine kleine Schönheitskur.
► Hornhaut: Verzichten Sie auf scharfe Hobel, grobe Raspeln und elektrische Hornhautentferner. Die Verletzungsgefahr ist zu groß. Zum anderen regt die Behandlung die Haut erst recht zum Wachstum an. Besser: Füße in warmem Wasser einweichen und dann mit Bimsstein oder einer feinen Raspel behandeln.
► Schweißfüße: Wer unter schwitzenden Füßen leidet, wechselt am besten zu Schuhen aus natürlichen, luftdurchlässigen Materialien wie Leinen oder Leder. Hilfreich sind Fußbäder mit Salbei: Dafür 15 Gramm Blätter mit einem Liter kochendem Wasser aufgießen und fünf Minuten ziehen lassen. Zusätzlich desodorieren und erfrischen Fußsprays oder -cremes mit Arnika- oder Rosmarinextrakten. Schuhe immer gut auslüften und trocknen lassen. Außerdem tut viel frische Luft schwitzenden Füßen gut. Also öfter mal barfuß laufen. Dabei erhalten die Sohlen zugleich eine schöne Massage.
► Schneiden und Cremen: Um eingewachsene Fußnägel zu vermeiden, schneiden Sie diese stets gerade und achten darauf, dass an den Ecken keine scharfen Kanten entstehen. Gönnen Sie Ihren Füßen regelmäßig etwas Creme. Das muss kein extra Fußbalsam sein: Zweigen Sie einfach etwas von Ihrer Körperlotion ab.
► Anmalen: Wer seine Zehennägel gern lackiert, hat es nicht einfach, unbedenkliche Farben zu finden. Größtes Problem in konventionellen Lacken: krebserregende Nitrosamine. Wirklich empfehlen können wir nach unserem Test (siehe Ratgeber Kosmetik 2018) lediglich ein Produkt, den Logona Natural Nail Polish. Es ist der bislang einzige zertifizierte Bio-Farbnagellack; statt Nitrocellulose verwendet er Schellack – eine harzige Substanz, die aus den Ausscheidungen von Schildläusen gewonnen wird.

Foto: OG photo/Getty Images

AUGEN

Foto: jacoblund/Getty Images

Auch Augen benötigen Sonnenschutz. Denn die unsichtbare ultraviolette Strahlung kann nicht nur die Haut, sondern auch das Auge verbrennen. Deshalb gehört eine Sonnenbrille zum Sommeroutfit dazu.

Ob eine Sonnenbrille tatsächlich UV-Schutz bietet, lässt sich nicht mit bloßem Auge erkennen. Verlass ist auf die Kennzeichnungen „UV 400“ oder „100 % UV-Schutz“. Solche Gläser filtern UV-Strahlen mit einer Wellenlänge von bis zu 400 Nanometern - was UV-A-und UV-B-Strahlen einschließt, die das Auge schädigen können. Wer sich nicht sicher ist, ob seine schon vorhandene Sonnenbrille diese Anforderung erfüllt, kann sie schnell beim Optiker prüfen lassen.

Eine gute Sonnenbrille darf nicht zu klein sein. Sie sollte bis zu den Augenbrauen sowie seitlich bis zum Gesichtsrand reichen und nah am Kopf anliegen, ohne dass die Wimpern die Gläser berühren. Seitlichen Schutz vor Streulicht bieten über die Seite geformte Gläser oder breite Bügel.

Preiswerte Modelle, die auch die Anforderungen an Blend- und UV-Schutz erfüllen, gibt es in Drogeriemärkten ab etwa zehn Euro. Optiker bieten auch Brillen mit einem höheren UV-Filter als UV 400, der den hochfrequenten Anteil der Strahlen blockt, Kontraste verstärkt und Reflexionen vermindert. Polarisierende Sonnenbrillen bieten Blendschutz bei spiegelnden Flächen.

Wer sowieso schon eine Brille trägt, kann sich eine Sonnenbrille in der passenden Stärke besorgen, muss dann aber zwischen normaler Sehhilfe und Sonnenbrille hin und her wechseln. Das entfällt bei Modellen mit fototropen, sprich: selbsttönenden Gläsern. Die haben aber den Nachteil, dass die Teilchen, die für die Tönung verantwortlich sind, zwar auf UV-Strahlung reagieren, aber auch temperaturabhängig sind. Je wärmer es ist, desto träger reagieren sie. An einem heißen Sommertag wird die Brille also nicht ganz so dunkel. Das gilt auch beim Autofahren, da die Scheiben einen Großteil der UV-Strahlen filtern.

Kostengünstig sind getönte Clips für die normalen Brille - die gibt’s als Standardclip oder abgestimmt auf Fassung und Gläser. Eine weitere Möglichkeit: Kontaktlinsen plus normale Sonnenbrille. Allerdings ist man damit bei Sonne auf Kontaktlinsen festgelegt. Von Linsen mit UV-Schutz raten Experten ab: Das schützt nur die Linse, nicht aber den Rest des Auges.

INSEKTENSCHUTZ

Foto: doug4537/Getty Images

Ein Plätzchen im Koffer oder Rucksack sollten Sie für Insektenschutzmittel reservieren. Als Wirkstoffe für die Repellents kommen synthetische oder natürliche Substanzen infrage – die Wahl hängt maßgeblich vom Reiseziel ab. Wesentliche Frage dabei: Sind die Insekten, die man abwehren will, nur lästig oder können sie gefährliche Krankheiten übertragen?

Der bekannteste synthetische Wirkstoff in Repellents istDiethyltoluamid (DEET) . Er gilt als äußerst wirksam gegen Moskitos, Zecken und andere Insekten, vor allem in tropischen Regionen, weshalb er auch als Malariaprophylaxe zum Einsatz kommt. Allerdings wird DEET leicht über die Haut aufgenommen und kann als Nervengift wirken. Für Säuglinge und Kleinkinder sowie Schwangere und Stillende ist es tabu.

Icaridin ist ein synthetischer Wirkstoff, der als Alternative zu DEET gilt. Icaridin ist ebenso wirksam gegen Mücken und tropengeeignet; es schützt darüber hinaus zuverlässig vor Zecken, soll aber deutlich verträglicher sein. Im Gegensatz zu DEET wird es zudem nicht so leicht von der Haut absorbiert, fettet nicht, riecht besser und greift keine Kunststoffe an. Für unter Zweijährige ist Icaridin nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen. Der WirkstoffEthylbutylacetoaminopropionat (EBAAP ) hat den Handelsnamen IR3535. Er ist auch als Kosmetikinhaltsstoff erlaubt und für Kinder ab einem Jahr geeignet. IR3535 wirkt gegen Zecken, Stech- und Sandmücken, hat aber in Studien eine geringere und kürzere Wirksamkeit gezeigt als etwa DEET. Dafür hält die Substanz auch Bienen und Wespen fern.

Als wirksamstes natürliches Antimückenmittel gilt der WirkstoffCitriodiol bzw.PMD (Para-Menthan-3,8-diol). Er wurde ursprünglich aus dem Extrakt des chinesischen Zitroneneukalyptus gewonnen, kann aber auch synthetisch hergestellt werden. Citriodiol ist effizient gegen Mücken, Zecken und Fliegen und in Konzentrationen über 20 Prozent ähnlich wirksam wie DEET. Citriodiol ist für Kinder ab einem Jahr geeignet und gilt als sehr verträglich. Allerdings besteht, wie bei allen ätherischen Ölen, das Risiko allergischer Reaktionen.

Mischungen ätherischer Öle mit Zitronella, Nelke, Lavendel oder Neem sind zwar beliebt, wirken aber weniger und kürzer als andere Mückenvertreiber. Ätherische Öle sind leicht flüchtig, das heißt, sie müssen sie häufiger auftragen.

Als natürlicher Schutz gegen Zecken gilt Kokosöl, dessen Laurinsäure die kleinen Blutsauger gar nicht mögen. Auch von Schwarzkümmelöl scheinen sich die Spinnentiere abschrecken zu lassen.

Für Kinder unter einem Jahr sind Repellentien – unabhängig vom Wirkstoff – tabu, da bei ihnen die Gefahr von Krämpfen oder Reaktionen des zentralen Nervensystems besteht. Besser ausschließlich auf mechanische Abwehrmittel wie langärmelige helle Kleidung oder Moskitonetze zurückgreifen.

Wer Sonnenbrand und Mückenstiche zugleich vermeiden will, sollte zunächst das Sonnenschutzmittel auftragen und erst 20 Minuten später das Repellent. Sonst ist der UV-Schutz eingeschränkt.

HAARENTFERNUNG

Für Haare, die wir loswerden wollen, gibt es verschiedene Möglichkeiten – je nach Zeit, Anspruch und Schmerzempfinden.
► Eine Nass- oder Trockenrasur rückt dem lästigen Wachstum an Beinen, unter den Armen und auch in der Bikinizone schnell, einfach und schmerzfrei zu Leibe – allerdings nicht auf Dauer. Schnell sprießen die stumpf abgeschnittenen Stoppeln wieder nach.
► Haarentfernungscremes setzen auf die Macht der Chemie. Die Salze der Thioglykolsäure machen die Haare brüchig; sie lassen sich nach kurzer Einwirkungszeit leicht abschaben. Allerdings können die Cremes zu Hautirritationen führen; mit Schleimhäuten oder verletzter Haut sollten sie nicht in Kontakt kommen. Auch im Intimbereich besser nicht anwenden.
► Effektiv entfernen Wachs oder Zuckerpaste Körperhaare. Die recht schmerzhafte Methode eignet sich eher für die etwas unempfindlicheren Beine. Wer vor dem Urlaub wachst, hat ein paar Wochen lang Ruhe und muss nicht dauernd zum Rasierer greifen. Warmwachs und Zuckerpaste sind etwas effektiver als Kaltwachsstreifen. Die lassen sich dafür etwas unkomplizierter handhaben.
► Epiliergeräte eignen sich ebenfalls besonders für die Beine. Obwohl die Prozedur, bei der schnell rotierende Pinzetten die Haare ausreißen, nicht mehr ganz so schmerzhaft ist wie vor Jahren noch, verschont man die weiche Haut unter den Achseln und in der Bikinizone besser davon. Wer nach vier Wochen erneut epiliert, hat gute Chancen, dass es dann am wenigsten ziept.

INTIMPFLEGE / MONATSHYGIENE

Der weibliche Zyklus legt auch in der Ferienzeit keine Pause ein. Also: Wenn „Tage wie diese“ in ihre Urlaubswochen fallen, gehört Monatshygiene ins Reisegepäck.
► Tampons: Sie sind nach wie vor die beliebtesten Hygieneprodukte während der Menstruation. Bei unserem Test (siehe Ratgeber Kosmetik 2018) haben sich alle Modelle in der Praxisprüfung als saugstark und sauber erwiesen. So gut wie alle Tamponmarken überzeugten auch hinsichtlich der Inhaltsstoffe. Bio-Tampons sind in der Regel komplett aus Baumwolle; konventionelle Modelle enthalten meist einen Anteil Viskose.
► Menstruationstassen: Die wiederverwendbaren Cups aus Latex oder medizinischem Silikon werden mehr und mehr nachgefragt. In unserem Test (siehe ebenfalls Ratgeber Kosmetik 2018) überzeugten nur zwei Tassen uneingeschränkt. Aus einigen lösten sich flüchtige Bestandteile. Ein Modell enthielt Benzophenon, das von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) als „möglicherweise krebserregend“ eingestuft wird. Auch die Europäische Agentur für Chemikalien (Echa) geht davon aus, dass Benzophenon zu Organschäden führen kann, wenn man der Substanz über längere Zeit oder wiederholt ausgesetzt ist.
► Intimpflege: Braucht frau spezielle Waschprodukte mit saurem pH-Wert für ihren Intimbereich? Wir meinen – ebenso wie Frauenärzte – nein. Ihr Reisegepäck müssen Sie mit den Lotionen oder Gels jedenfalls nicht beschweren. Um sauber zu werden, genügt ein normales Duschgel. Die Haut stellt ihren pH-Wert nach dem Waschen selbstständig wieder her, solange Frauen sich nicht exzessiv mehrmals täglich waschen.