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DTM: WEHRLEIN WILL ZURÜCK IN DIE FORMEL 1


Sport Bild Sonderheft Motorsport - epaper ⋅ Ausgabe 1/2018 vom 07.03.2018

Das Comeback des Meisters von 2015 ist nicht ganz freiwillig. Und es hat keine Zukunft: Mercedes fährt seine letzte Saison in der DTM


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Bildquelle: Sport Bild Sonderheft Motorsport, Ausgabe 1/2018

Pascal Wehrlein 2015 auf dem Weg zum DTM-Titel. Er gewann ihn vorzeitig im vorletzten Saisonrennen


Pascal Wehrlein (23) geht mit gemischten Gefühlen in die neue Saison. Er freut sich, in die Serie zurückzukehren, die er 2015 im Alter von 21 Jahren als jüngster DTM-Meister aller Zeiten verließ. Aber sein Comeback als Spitzenfahrer von Mercedes ist nicht ganz freiwillig.

Nach zwei Jahren mit Manor und Sauber in der Formel 1 (39 Starts, 6 WM-Punkte) wollte der Mercedes-Junior ...

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... den nächsten Schritt wagen und in ein Team wechseln, mit dem er aus eigener Kraft regelmäßig in die Punkteränge fahren kann.

Besonders Williams zeigte starkes Interesse. Doch 32 Millionen Euro Mitgift von Sponsoren aus seiner russischen Heimat gaben am Ende den Ausschlag für Sergej Sirotkin. Mercedes wollte nicht mitbieten. Wehrlein war aus dem Geschäft.

Auch der Versuch, ein Übergangsjahr in der hoch angesehenen Super Formula in Japan einzulegen, scheiterte. Monisha Kaltenborn, Wehrleins frühere Teamchefin bei Sauber und Wehrleins Unterstützerin, hatte alles ausgehandelt, als Mercedes nach reiflichen Überlegungen einen Rückzieher machte. Das auserwählte japanische Team war Junior-Projektleiter James Vowles, dem Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff Prokura für alle Junioren-Angelegenheiten gegeben hat, nicht gut genug. Ein Engagement in Japan könnte so Wehrleins weiterer Karriere eher schaden. Es wäre deshalb jetzt besser für den jungen Deutschen, sich auf seine Arbeit als Testfahrer im Formel-1-Team von Mercedes und auf die DTM zu konzentrieren.

Allein: Wehrleins große Konkurrenten im Kampf um den Silberpfeil ab 2019 heißen Esteban Ocon (21) und George Russell (20). Ocon muss im Force India gegen Sergio Pérez bestehen. Der Brite Russell fährt als Mercedes-Ju nior in der Formel 2. Bei allen Formel-1-Rennen, bei denen Russell nicht zeitgleich in der Formel-2-Serie an den Start geht, wird Wehrlein Ersatzfahrer von Lewis Hamilton und Valtteri Bottas. Geplant sind im Moment: Australien, China, Kanada sowie die Überseerennen am Ende der Saison.


„Im richtigen Team hat Pascal das Zeug, Formel-1-Weltmeister zu werden“ Monisha Kaltenborn


Der Schwabe versucht, das Beste aus seiner Situation machen. „Ich freue mich wirklich auf die DTM und will alles geben, um das Maximale heraus zu holen. Keine Frage. Aber mein Ziel ist klar: Ich will so schnell wie möglich zurück in die Formel 1.“

Der DTM-Titel 2018 scheint außer Reichweite. Zwar baut Mercedes-DTM-Sportchef Uli Fritz auf die besonderen Fähigkeiten Wehrleins. Es ist aber ein offenes Geheimnis, dass die Schwaben im letzten Jahr ihres DTM-Engagements vor dem freiwilligen Ausstieg aus der Serie nicht mehr die gleichen Summen investieren wie die Konkurrenten Audi und BMW. Bei Mercedes konzentriert man sich lieber auf den werksseitigen Einstieg in die Formel E ab 2019. Die DTM ist ein Auslaufmodell.

Beim Fitness-Training: Pascal Wehrlein bereitet sich auch auf dem Ergometer auf die neue Saison vor


Auch Wehrlein hält sich bedeckt: „Ich bin zwei Jahre lang keinen Tourenwagen mehr gefahren. Gerade in Sachen Reglement und Umgang mit den Reifen muss ich so schnell wie möglich lernen, um von Anfang an konkurrenzfähig zu sein. Das heißt, bei den zwei Tests vor Saisonbeginn muss alles klappen. Über die Meisterschaft zu sprechen, ergibt keinen Sinn. Wir schauen, wie die ersten Rennen laufen und wo wir mit dem Auto stehen.“

Nach Meinung von DTMChef Gerhard Berger soll sich Wehrlein nicht zu viele Gedanken machen. „Für unsere Serie ist Pascal eine große Bereicherung. Er kam durch die DTM in die Formel 1 und kann sich jetzt durch gute Leistungen wieder für die Königsklasse empfehlen. Er weiß ja, welche Gründe dazu führten, dass er 2018 kein Formel-1-Cockpit fand.“

Auch Monisha Kaltenborn glaubt fest an Wehrlein: „Besonders beim GP in Barcelona 2017 hat er gezeigt, dass er als Fahrer den Unterschied machen kann. Im richtigen Team hat Pascal das Potenzial, Weltmeister zu werden. Deshalb gehört er zurück in die Formel 1. Ich versuche, ihm dabei so gut wie möglich zu helfen.“


FOTOS: Daimler AG, DPA/Picture Alliance