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Ein Kind entsteht


ÖKO-TEST Spezial Kinder & Familie - epaper ⋅ Ausgabe 6/2009 vom 21.10.2009

40 Wochen dauert eine normale Schwangerschaft. In der ersten Zeit sieht und spürt man oft noch gar nicht viel. Doch das ändert sich bald und der kleine Mensch macht sich deutlich bemerkbar. Erst durch die Wölbung des Bauchs und dann ab dem fünften oder sechsten Monat auch durch Bewegungen.


1. Monat (1. – 4. Woche)

Bei der Befruchtung bilden die Eizelle und die Samenzelle eine neue Zelle. Sie teilt sich wiederholt und bildet schließlich eine Zellkugel. Diese Zellkugel wandert innerhalb einer Woche durch den Eileiter in die Gebärmutter und nistet sich wenig später fest in der Gebärmutter ein.

Die Zellkugel ...

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... teilt sich in den Embryo und die Plazenta (den Mutterkuchen), die das Kind mit allem versorgt, was es für seine Entwicklung benötigt. Umgeben ist der Embryo vom schützenden Fruchtwasser. Ungefähr 14 Tage nach der Befruchtung ist er etwa zehn Millimeter groß.

Foto: AOK Mediendienst

In der dritten Schwangerschaftswoche – gerechnet vom ersten Tag der letzten Periode –, also wenn sich die befruchtete Eizelle noch auf dem Weg zur Gebärmutter befindet, beginnt bereits der Prozess der Organentwicklung. Er ist bis zur 14. Woche abgeschlossen. Schon jetzt sind bestimmte Eigenschaften des Kindes festgelegt, beispielsweise Körperform, Geschlecht, Augen- und Haarfarbe.

Während dieser Phase ist der Embryo besonders gefährdet. Nicht selten enden Schwangerschaften bereits in dieser frühen Phase, wenn körperlich nicht alles in Ordnung ist. Gerade in der frühen Schwangerschaft können Schadstoffe wie Alkohol oder Nikotin dem werdenden Kind besonders schaden. Kontakt zu Menschen mit ansteckenden Krankheiten wie Röteln sollte man dringend meiden.

2. Monat (5. – 8. Woche)

Der Blutkreislauf des Kindes setzt ein, das Herz wird ausgebildet und beginnt zu schlagen. Das Gehirn wird mit Sauerstoff versorgt, Arme und Beine wachsen. Am Ende des zweiten Monats bildet sich die Wirbelsäule. Am Ende des zweiten Monats ist der Embryo auf 17 bis 22 Millimeter angewachsen und wiegt etwa eineinhalb Gramm.

3. Monat (9. – 12. Woche)

Das Baby macht jetzt schon erste Bewegungen. Die Geschlechtsorgane bilden sich aus. Bis zur zehnten Woche sind alle wichtigen Organsysteme fertig angelegt. Das Gehirn wächst in dieser Phase sehr schnell. Der Embryo ist schon fünf Zentimeter groß und wiegt 45 Gramm. Erfreuliche Nachrichten für werdende Mütter, die unter Übelkeit leiden: Diese Beschwerden verschwinden üblicherweise nach der zwölften Schwangerschaftswoche.

Foto: Claudia 35/pixelio.de

4. Monat (13. – 16. Woche)

Das Baby bewegt sich nun immer häufiger, aber für die Mutter ist das noch nicht spürbar. Organe und Körpersysteme sind in dieser Phase weitgehend ausgebildet. Der Embryo wird nun Fötus genannt; der lateinische Begriff bedeutet „das Junge“. Das zentrale Nervensystem des Kindes beginnt, seine Bewegungsabläufe zu steuern. Nach dem Ende des vierten Monats ist das Kind vierzehn Zentimeter lang und wiegt 110 Gramm.

Foto: CDC

Der Bauch der Mutter beginnt jetzt sichtbar zu wachsen. Sie verspürt nun häufig Müdigkeit.

5. Monat (17. – 20. Woche)

Jetzt kann die Mutter erste Bewegungen des Kindes wahrnehmen. Das kann aber auch bis in den sechsten Monat hinein dauern. Die Sinnesorgane bilden sich aus, das Kind kann hören. Es reagiert auf akustische Reize mit dem Drehen des Kopfes oder beschleunigtem Herzschlag. Das Ungeborene kann schon Grimassen schneiden. Jetzt ist manchmal das Geschlecht im Ultraschallbild zu erkennen. Das Kind wiegt Ende des fünften Monats etwa 200 Gramm und ist 19 cm lang.

Foto: Lisapizza/sxc.hu

6. Monat (21. – 24. Woche)

Bewegung und Ruhe des Kindes wechseln sich ab. Innerhalb von 24 Stunden ist das ungeborene Kind etwa dreieinhalb Stunden aktiv. Manche Mütter haben damit zu kämpfen, dass das Kind im Bauch gerade dann munter ist, wenn sie ruhen wollen. Im letzten Drittel der Schwangerschaft sind Geruchs- und Geschmackssinn entwickelt. Die Käse- oder Fruchtschmiere, die das Kind schützt, und das Gleiten während der Geburt erleichtert, wird ausgebildet. Zum Ende des sechsten Monats erreicht die Gebärmutter die Nabelhöhe. Das Kind ist 28 bis 30 cm lang und wiegt 500 bis 700 Gramm.

Foto: stockbyte

7. Monat (25. – 28. Woche)

Ein unverwechselbares Gesicht wird in diesem Zeitraum ausgebildet. Das Baby kann Schluckauf bekommen, am Ende des siebten Monats die Augen öffnen und auch hell und dunkel unterscheiden. Von jetzt an wachsen die Überlebenschancen für ein Frühgeborenes. Dennoch weisen viele Kinder, die schon in dieser Phase geboren werden, gesundheitliche Beeinträchtigungen auf. Das Kind ist jetzt etwa 34 cm lang und wiegt ungefähr 900 bis 1.100 Gramm.

Foto: irisblende.de

8. Monat (29. – 32. Woche)

Das Kind wächst und nimmt kontinuierlich zu. Der Geschmackssinn bildet sich aus. Die Bewegungen nehmen zu und werden kräftiger. Am Ende des achten Monats kann das Kind schon 40 cm groß sein und 1.600 bis 1.800 Gramm wiegen.

Bei so viel süßer Last sind Atemnot, Rückenschmerzen, Sodbrennen und eine allgemeine Minderung der Belastbarkeit, die nun viele werdende Mütter verspüren, nichts Ungewöhnliches. Außerdem haben sie selbst inzwischen durchschnittlich neun Kilo zugelegt.

Foto: glöckchen/pixelio.de

9. Monat (33. – 36. Woche)

Neun von zehn Kindern liegen bereits im neunten Monat mit dem Kopf nach unten (Schädellage), also in der besten Geburtsposition. Falls nicht, können Ärzte oder Hebammen verschiedene Techniken anwenden, die das Ungeborene dazu bringen sollen, sich doch noch zu drehen.
Ab der 33. Woche nimmt das Kind pro Woche um etwa 200 Gramm zu. Am Ende des neunten Monats ist es etwa 45 Zentimeter lang und wiegt 2.400 bis 2.750 Gramm.

Foto: Banana Stock

10. Monat (37. – 40. Woche)

Das Kind nimmt noch einmal 600 bis 1.050 Gramm zu. Sein Körper produziert das Hormon Kortison, das seine Lungen auf die eigene Atmung vorbereitet. Die Entwicklung des Kindes ist damit abgeschlossen, es ist nun reif für die Geburt. Zum Ende der Schwangerschaft können die Bewegungen des Kindes nachlassen; das Baby hat einfach keinen Platz mehr zum Strampeln. Nur weniger als fünf Prozent aller Kinder liegen in der Steißlage, also mit den Füßen oder dem Po nach unten. In der Regel kommt es dann zu einem Kaiserschnitt, aber nicht zwangsläufig.

Foto: irisblende.de