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GETESTET: TEST FAIRE KOSMETIK: KONTROLLE IST BESSER


ÖKO-TEST Ratgeber Kosmetik und Wellness - epaper ⋅ Ausgabe 6/2018 vom 14.06.2018

Verbraucher wollen mitbestimmen, welchen Einfluss ihr Konsum auf Umwelt, Mensch und Tier hat. Da liegt der Griff zu „fairer Kosmetik” nahe. Doch was ist eigentlich faire Kosmetik? Und sind die Produkte automatisch unbedenklich? UnserTest zeigt: Es gibt einige gute Ansatze, aber auch viele offene Fragen.


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Foto: nikolaylOO/getty images

ÖKO-TEST RÄT

► Grofitmogliche Nachvollziehbarkeit bieten Labels: Hier ist auf der Produktverpackung eindeutig erkennbar, welche Inhaltsstoffe fair gehandelt sind und welchen Anteil sie an der Gesamtrezeptur haben.

► Wenn auf dem Produktzwar ein fairer Inhaltsstoff aus-gelobt ...

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... ist, Sie aber keine Angabe zu dessen Menge finden, kann die Inhaltsstoffliste weiterhelfen: Je weiter vorn ein Inhaltsstoff darin deklariert ist, desto grofier ist sein Anteil im Produkt.

Natürlich, vegan, fair: Das sind Kaufargumente, wenn Verbraucher zu einer besseren Welt beitragen wollen. Naturkosmetik und vegane Kosmetik sind längst feste Größen. Nach fair gehandelten Produkten muss man bisweilen länger suchen.

Das Beispiel des Fairtrade-Siegels zeigt, wie klein die Nische ist: Wurden 2016 rund 416 Millionen Euro Umsatz mit Fairtrade-Kaffee gemacht, gefolgt von Bananen mit rund 130 Millionen Euro, waren es bei Kosmetika gerade einmal 530.000 Euro. Man sollte meinen, dass sich da leicht die Spreu vom Weizen trennen lässt. Doch ein Grundsatzproblem macht auch vor der Kosmetik nicht Halt: Der Begriff „fair“ ist nicht rechtlich geschützt. Für den Laien bleiben oft kaum überprüfbare Versprechen oder Verweise auf geförderte Projekte. Außerdem: Meist ist nur ein Teil der umfangreichen Rezeptur aus fairem Handel verfügbar. Solche Rohstoffe, wie Honig, Zucker, Kokosöl, Kakao- und Sheabutter, können zwar auch in Kosmetik zum Einsatz kommen. Wasser, einer der Hauptinhaltsstoffe, lässt sich hingegen nicht als fair zertifizieren. Um den prozentualen Anteil fair gehandelter Inhaltsstoffe höher erscheinen zu lassen, rechnet mancher Hersteller auch schon mal das Wasser heraus. Wir haben die Inhaltsstoffe von 19 Kosmetikprodukten im Labor prüfen lassen. Zusätzlich haben wir den Herstellern einen Fragebogen geschickt und um Nachweise für ihre Auslobungen und Aussagen zum Thema fairer Handel gebeten. Wir haben die Bemühungen der Anbieter um faire Produkte in diesem Test nicht im Gesamturteil bewertet, weil die Ansätze der einzelnen Unternehmen zu unterschiedlich sind. Die Daten, die sie uns zur Verfügung gestellt haben, lassen aber drei grundsätzliche Herangehensweisen erkennen, mit denen sie das Konzept eines fairen Handels umsetzen wollen. Alle bieten Verbrauchern, die nach fairen Produkten suchen, Vorteile. Aber auch Nachteile.

Inhaltsstoffliste priifen: (Faire) Stoffe, die weit vorn stehen, sind in grofceren Mengen enthalten.


DAS TESTERGEBNIS

Alles in allem können sich die Produkte sehen lassen: Von insgesamt 19 schneiden 15 mit einem „sehr guten“ Gesamturteil ab. Nur ein Produkt – und das stammt ausgerechnet aus dem Weltladen – fällt mit „ungenügend“ komplett durch, dazu gibt es ein „mangelhaftes“ und ein „ausreichendes“ Produkt.
Fair ist nicht gleich Naturkosmetik. Die Gepa Handgemachte Vegane Seife Rose enthält künstlichen Moschusduft, der sich im menschlichen Fettgewebe anlagert und für den Hinweise auf Leberschäden vorliegen. Außerdem enthält die Seife den Duftstoff Lilial, der sich in Tierversuchen als fortpflanzungsgefährdend erwiesen hat, und Diethylphthalat, das den Schutzmechanismus der Haut stören kann. Zu allem Überfluss hat das Labor auch noch halogenorganische Verbindungen nachgewiesen. Welcher Stoff sich hinter dem Ergebnis verbirgt, lässt sich mit der angewandten Methode zwar nicht sagen. Allerdings handelt es sich bei den halogenorganischen Verbindungen um eine Gruppe von Stoffen, von denen viele als allergieauslösend gelten.
Außerdem kritisieren wir PEG/PEG-Derivate, die die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen können, und ebenfalls halogenorganische Verbindungen im L’Occitane Intensive Hand Balm. Hier lässt sich der Nachweis halogenorganischer Verbindungen auf den deklarierten Inhaltsstoff Chlorphenesin zurückführen, wie auch der Hersteller einräumt. Chlorphenesin gehört zu den Vertretern der Gruppe, die als allergieauslösend gelten. Bei der Yves Rocher Experte Repair-Pflege Repair-Milch monieren wir neben PEG/ PEG-Derivaten auch Silikone, die sich nicht so gut ins Hautgleichgewicht einfügen wie natürliche Wachse und Öle.
Allroundwunder? Zertifizierte Naturkosmetik, fairer Inhaltsstoff und auch noch wirksam gegen Falten – das alles soll die Lavera Straffende Tagespflege Karanjaöl & Bio-Weisser Tee in einer Tube vereinen. Weil ÖKO-TEST nicht alles glaubt, was auf der Verpackung steht, haben wir nachgefragt und neben den Unterlagen für den als fair ausgelobten weißen Tee auch um Nachweise für die versprochene Antifaltenwirkung gebeten. Hersteller Laverana hat uns eine komplette Studie zugeschickt, was wir als Zeichen der Transparenz anerkennen. Aber diese belegt für uns keinen Vorteil der Creme gegenüber einer herkömmlichen Feuchtigkeitspflege, was unter dem Testergebnis Weitere Mängel zu zwei Noten Abzug führt.

SO REAGIERTEN DIE HERSTELLER

Gepa teilte uns mit, man nehme unsere Ergebnisse ernst und werde mit dem Handelspartner und dem Labor „alle denkmöglichen Anstrengungen unternehmen, um ein Optimierungskonzept zu entwickeln“.

„FAIRER HANDEL“ AUF DER PRODUKTVERPACKUNG

Die Anbieter der größten Produktgruppe in unserem Test loben auf der Verpackung einen oder mehrere faire Inhaltsstoffe aus, die Produkte tragen aber kein sichtbares Label. Ein Grund dafür kann sein, dass nicht alle Inhaltsstoffe aus fairem Handel stammen, die aus fairem Handel verfügbar wären – daran ist beispielsweise die Vergabe des Fairtrade-Siegels geknüpft. Ein anderer, dass die Mindestmenge fairer Inhaltsstoffe, die ein Gütezeichen vorschreibt, nicht erreicht wurde.
Vorteile: In der Regel wird durch die Beschreibung klar, dass es sich nur um einzelne fair gehandelte Inhaltsstoffe handelt. Die Verbraucher können hier weniger der Annahme erliegen, es handele sich um ein komplett fair gehandeltes Produkt. Unsere Nachfragen bei den Herstellern der Produkte im Test zeigen, dass sie häufi g auf einzelne Rohstoffe zurückgreifen, die durch externe Zertifi zierungssysteme wie Fairtrade, Fair for Life oder Ecocert Environment geprüft wurden. Die Spanne in dieser Gruppe ist vergleichsweise groß: Manche Hersteller setzen nur einzelne fair gehandelte Inhaltsstoffe ein und machen in ihren Antworten deutlich, dass der Schwerpunkt ihrer Produkte nicht auf dem Thema fairer Handel liege. Andere wie I+M verstehen fairen Handel durchaus als Firmenkonzept.
Nachteile: Dadurch, dass der Begriff „fair“ nicht geschützt ist, haben die Verbraucher kaum eine Möglichkeit nachzuvollziehen, woran sich die Auslobung bemisst. Zwar nutzen die meisten Hersteller die betreffenden Rohstoffe mit einer Zertifi zierung eines der gängigen Systeme, doch dies ist auf der Verpackung genauso wenig erkennbar wie der Prozentanteil der Inhaltsstoffe an der Gesamtrezeptur. Aus diesem machten die Firmen Laverana, The Body Shop und Yves Rocher selbst auf konkrete Nachfrage hin noch ein Geheimnis. Das liefert Anlass für Spekulationen. Außerdem stammen in den Rezepturen vieler Produkte einige Inhaltsstoffe nicht aus fairem Handel, die durchaus zertifi ziert verfügbar wären.
Fazit: Ein Schritt in die richtige Richtung ist das Bemühen, zumindest einen Teil der Inhaltsstoffe aus fairem Handel zu beziehen, allemal. Ihr Anteil an der Gesamtrezeptur bleibt für die Verbraucher jedoch meist unklar und ist unter Umständen eher gering. Die fehlende Nachvollziehbarkeit lässt leider viel Raum für Missbrauch. Hier ist noch eine Menge Luft nach oben.

PRODUKTE MIT FAIRHANDELSLABEL

Auf sichtbare Siegel setzen in unserem Test die Anbieter von sechs Produkten: Das wohl bekannteste Label Fairtrade tragen die Marken Fair Squared, Urtekram und Fair Cosmethics. Mit dem Fair for Life- und dem World Fair Trade Organization (WFTO)-Siegel zertifi ziert Dr. Bronner’s seine Körperlotion. Andere nutzen hauseigene Gütezeichen: Das Bios Fair-Produkt trägt das EZA – Natürlich fair-Siegel der österreichischen Fairhandelsgesellschaft EZA, die Gepa-Seife das Label Gepa Fair+. Diese Produkte werden unter anderem in den Weltläden verkauft.
Vorteile: Hier kontrollieren unabhängige Organisationen nach festen Kriterien. Laut einer vom Forum Fairer Handel beauft ragten Vergleichsuntersuchung weisen Zertifi zierungssysteme wie Fairtrade und Fair for Life nur graduelle Unterschiede auf. Die Siegel garantieren die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen, die unter anderem Zwangs- und Kinderarbeit ausschließen.
Nachteile: Ein Gütezeichen kann zu der Annahme verleiten, alle Inhaltsstoffe des Produkts stammten aus fairem Handel. Immerhin schreiben Fairtrade- und Fair for Life-Vorgaben vor, den Anteil zertifi zierter Inhaltsstoffe auf der Packung zu nennen. Um das Fairtrade-Label zu tragen, müssen Kosmetikprodukte, die auf der Haut bleiben (leave-on), mindestens fünf Prozent Inhaltsstoffe aus fairem Handel enthalten. Bei denen, die wieder abgewaschen werden (rinse-off), sind es zwei Prozent. Der in Kosmetika meist recht hohe Wasseranteil wird mit einberechnet. Bei Fair for Life müssen mindestens zehn Prozent aller Inhaltsstoffe – ohne Wasser, Salz und Mineralien – und mindestens fünf Prozent des Gesamtprodukts zertifi ziert sein, um das Produkt zu labeln und als „mit fairen Inhaltsstoffen“ auszuloben. Immer wieder wird Kritik laut, dass die Kosten der Fairhandelszertifi zierungen nur größere Produzenten stemmen könnten, ohne ihr Produkt anschließend zu utopisch hohen Preisen verkaufen zu müssen. Dass dieses Risiko besteht, räumte uns gegenüber auch Fairtrade Deutschland ein: „Ein unabhängiges Audit ist wichtig für die Glaubwürdigkeit und Kontrolle der Standards und immer auch mit Kosten verbunden. Das bedeutet leider auch, dass es kleinere Firmen geben kann, die sich diese Investition nicht leisten können.“ Der Zertifi zierer FLO-Cert habe jedoch eine Möglichkeit entwickelt, mit der kleinere Unternehmen Zertifi zierungskosten kalkulieren und einsparen könnten. Auch bei Fair for Life setzen sich die Kosten abhängig von der Unternehmensgröße zusammen.
Fazit : Glaubwürdige Qualitätszeichen sind eine sinnvolle Orientierungshilfe. Sie bieten den Vorteil von Transparenz und Rückverfolgbarkeit. Allerdings müssen sich die Verbraucher bewusst dessen sein, dass der Anteil fair gehandelter Inhaltsstoffe unter Umständen trotzdem nur einen Bruchteil der Gesamtrezeptur ausmacht.

WAS BIETEN DIE LABELS?

► Fairtrade sichert Produzenten unteranderem kostendeckende Mindestpneise und die Zahlung gesetzlicher Mindestiohne. Kon-trolliert wird das von derZertifizierungsgesellschafi FLO-Cert.
► Fair for Llfe: ein Siegel des Institute fur Marktokologie (IMO), sieht statt eines Mindestpreises freie Preisverhandlungen zwi-schen Produzenten und Kaufem vor. Vorfinanaerungen von bis zu 50 Prozent sind moglich.
► Die WFTO ist ein Netzwerk fur Fairtiandelsorganisationen der gesamten Lieferkette.das die Einhaltungvon zehn Grundprin-zipien fairen Handelns fordert.
► Die EZA setzt aufWFTO- und Fa/rf/ade-Standards. Auch das Portfolio der Gepa umfasst einen Mindestpreis.Vorfinanzie-rungen und langfristige Hendelsbeziehungen.

HERSTELLER MIT FAIR ORIENTIERTER UNTERNEHMENSPHILOSOPHIE

Einige Unternehmen der Naturkosmetikbranche, wie Weleda, Wala, Tautropfen, Logocos und Speick, informieren zum Beispiel im Internet darüber, die gesamte Wertschöpfungskette ihrer Produkte gerecht zu gestalten. Doch da sie auf den Verpackungen keine Versprechen für das konkrete Produkt machen, müssen sie sich für ihre gesamte Produktpalette an ihren Aussagen messen lassen.
Vorteile: In diesen Kosmetika steckt häufi g ein vergleichsweise hoher Anteil an Inhaltsstoffen, die den Unternehmensansprüchen an fairen Handel genügen. Zum Teil sind sie durch externe Instanzen wie Fairtrade oder Fair for Life zertifi ziert. Weleda beispielsweise sichert seine Standards über die Mitgliedschaft in der Union for Ethical Bio Trade (UEBT) ab. Oft sind die Bezugsquellen der Rohstoffe kleinere Projekte, die teilweise exklusiv und über lange Zeiträume mit den Kosmetikherstellern zusammenarbeiten.
Nachteile: Es fehlt Transparenz: Die Verbraucher können die Handelsbedingungen der Wertschöpfungsketten kaum nachvollziehen und müssen auf die Aussagen der Hersteller vertrauen. Leider lässt es Spielraum für Ausreden, den fairen Handel nicht auf der Produktverpackung zu thematisieren: Logocos spricht im Netz von „Fair-Antwortung“; eine vom Unternehmen beauft ragte PR-Agentur schrieb uns sogar, das im Testprodukt enthaltene Inca-Inchi-Öl stamme aus dem Omega-Projekt in Peru, das „in die Kriterien von Fair Trade und nachhaltiger Entwicklung“ fällt. Dennoch wähnt man das Produkt zu unrecht im Test faire Kosmetik, da es kein Label trage und auch keine derartige Auslobung auf der Verpackung treffe.
Fazit: Der Ansatz ist ganzheitlich. Allerdings müssen sich die Verbraucher auf die Herstellerangaben verlassen. Es fehlen unter Umständen externe Kontrollinstanzen, die mit regelmäßigen Betriebsprüfungen die Einhaltung der Standards überprüfen.

WAS SIND DIE ILO-KERNARBEITSNORMEN?

Auf Basis der vier Grundprinzipien

1 Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektiwerhandlungen
2 Beseitigung der Zwangsarbeit
3 Abschaffung der Kinderarbeit
4 Verbot der Diskriminierung in Beschaftigung und Beruf hat die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) acht Uberein-kommen, die sogenannten Kernarbeitsnormen, formuliert. Damit sollen fiir die Mitarbeiter in den Produktions- und Lieferstatten einheitliche und verlassliche Standards gewahrleistetwerden. Bislang haben 138 Mitgliedsstaaten alle Kemiibereinkommen ratifiziert, darunter auch Deutschland. Weitere Informationen und Details zu den ILO-Normen im Internet unter ilo.org/berlin/arbeits- und-standards/ kernarbeitsnormen

Fett gedruckt sind Mangel.
Abkiirzungen: g = Gramm, ml = Milliliter.
Glossar: Erlauterungen zu den untersuchten Parametern finden Sie auf Seite 192.
Anmerkungen: 1) Weiterer Mangel: Umkarton, derkein Glas schutzt und nicht als einziger Produktschutz dient. 2) Der Duftstoff Farnesol ist deklariert, wurde aber im Labor nicht nachgewiesen. 3) Der Duftstoff Citral ist deklariert, wurde aber im Labor nicht nachgewiesen. 4) Die Duftstoffe Eugenol und Farnesol sind deklariert, wurden aber im Labor nicht nachgewiesen. 5) Die Duftstoffe Cumarin und Citronellol sind nicht deklariert, wurden aber im Labor nachgewiesen. 6) Weiterer Mangel: Der Hersteller hat zur ausgelobten Antifaltenwirkung zwar eine Studie vorgelegt, jedoch belegt diese aus Sicht von OKO-TEST keinen Vorteil des Produkts gegenuber einem herkommlichen Pflegeprodukt. 7) Speick teilte uns mit, das konkrete Produkt sei nicht als „faif aus-gelobt, lieferte uns aber Nachweise fur die Herkunft der Inhaltsstoffe Sonnenblumenol, Alpenbaldrian und fermentierter Roggen aus Deutschland bzw. dem euro-paischen Ausland. Daher konnen fur dieses Produkt keine Angaben zum Punkt „Faire(r) Inhaltsstoff(e) laut Anbieter gemacht werden. 8) Gepa teilte uns mit: „Fairer Handel lasst sich (…) aus unserer Sicht nicht allein auf die Zertifizierung einzelner Rohstoffe in einem Produkt reduzieren“ und schickte uns Nachweise fur die verarbeitende Organisation des Produkts. Daher konnen fur dieses Produkt keine Angaben zum Punkt „Faire(r) Inhaltsstoff(e) laut Anbieter- gemacht werden. Laut Gepa ist das Produkt hinsichtlich der Parameter DEP, kunstlicher Moschusduft und Lilial uberarbeitet worden. Die uberarbeitete Rezeptur sollte voraussichtlich ab Fruhjahr 2018 im Handel sein. 9) Laut Anbieter wurde die Rezeptur inzwischen uberarbeitet. Zu den genannten Olen seien noch Kokosol und Kakaobutter aus fairen Projekten hinzugekommen. 10) Chlorphe-nesin deklariert und Analyse auf halogenorganische Verbindungen positiv.
Legende: Produkte mit gieichem Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgefiihrt. Unterdem Testergebnis Inhaltsstoffe fiihren zur Abwertung um je-weilszwei Noten: a) Butylphenyl Methylpropional (in derTabelle: Lilial); b) mehrals 10 mg/kg kunstlicher Moschusduft; c) PEG/PEG-Derivate;6) halogenorganische Verbindungen. Zur Abwertung um jeweils eine Note fuhren: a) mehr als 10 bis 1.000 mg/kg Diethylphthalat; b) mehr als ein Prozent apolare Silikonverbindungen (in der Tabelle: Silikone). Unter dem Testergebnis Weitere Mangel fuhrt zur Abwertung um zwei Noten: Vorteil des Antifaltenprodukts gegenuber einem herkommlichen Pflegeprodukt aus Sicht von OKO-TEST nicht belegt. Zur Abwertung um eine Note fuhrt: ein Umkarton, der kein Glas schutzt und nicht als einziger Produktschutz dient. Das Gesamturteil basiert auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe. Aus rechtlichen Grunden weisen wir darauf hin, dass wir nicht alle (vom Hersteller versprochenen) Wir-kungen der Produkte uberpruft haben. Ein Testergebnis Weitere Mangel, das „befriedigend“ oder *ausreichend“ ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note.Testmethoden undAnbieterverzeichnis finden Sie unter oekotestde -» Suchen -» „N1806“ eingeben.Bereits veroffentlicht: OKO-TEST Magazin 10/2017. AktualisierungderTestergebnisse.sofern sich aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse die Bewertung von Mangeln geandert oder OKO-TEST neue/zusatzliche Untersuchungen durchgefuhrt hat.
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