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Heuschnupfen: Hilfe im Alltag


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ÖKO-TEST Kompakt Fit & Gesund - epaper ⋅ Ausgabe 3/2010 vom 04.08.2010
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Regenguss abwarten

Die beste Gelegenheit zum Rausgehen ist die Zeit nach einem kräftigen Regenguss. Der Regen wäscht die Luft nahezu rein, sodass Allergiker aufatmen können. Am besten mit dem Spaziergang sogar bis eine halbe Stunde nach dem Regen warten. Dann hat der Niederschlag die Pollen aus oberen Luftschichten bis nach unten befördert. Nach längeren Regenfällen und bei kühlen Temperaturen bleibt die Luft viele Stunden pollenarm.

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Abends Haare waschen

Pollen verfangen sich leicht in den Haaren und bleiben dort ...

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... hartnäckig hängen. Mit normalem Kämmen lassen sich nicht alle herauslösen. Deshalb täglich or dem Schlafengehen gründliche Haare waschen. Nach einem länren Ausflug im Freien ist Duschen gebracht, um eventuell auf der Haut gelandete Pollen abzuwaschen.

Luft filtern

Luftfilter mit Hepa-Filtersystem (High Efficiency Particulate Air) verringern die Pollenbelastung. Die Geräte schaffen es, die Innenraumluft weitgehend pollenarm zu halten. Sie kosten zwischen 150 und 2.000 Euro. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass das Gerät die gesamte Raumluft zweimal pro Stunde filtern kann. Das Lüften kann ein Luftfilter aber nicht ersetzen. Ganz wichtig ist außerdem die regelmäßige Wartung des Filters. Werden die Reinigungsintervalle nicht sehr penibel eingehalten, wird das Gerät zur problematischen Pollenschleuder.

Fenster verhängen

Bei geöffnetem Fenster bieten Pollenschutzgitter einen zusätzlichen Schutz. Das sind Netze mit einer besonders feinmaschigen Textilstruktur, die man wie ein Moskitonetz mit einem Doppelklebeband am Fensterrahmen befestigt. Der Hersteller Tesa verspricht zum Beispiel, diese Gaze halte mehr als 80 Prozent der Pollen zurück. Ein Praxistest der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) bestätigte die hohe Wirksamkeit des Pollenschutzgitters. Alternativ kann man auch jede Nacht ein feuchtes Betttuch vor das Fenster hängen, um lästige Pollen zu stoppen.

Foto: OWP Brillen GmbH

Brille statt Linsen

Augenärzte empfehlen, bei gereizten Augen eine Brille statt Kontaktlinsen zu tragen. Denn sie hält Pollen vom Auge fern. Außerdem werden die Augen durch Linsen zusätzlich gereizt, der Juckreiz wird immer schlimmer und die Augen tränen erst recht. Nicht zuletzt vertragen sich antiallergisch wirkende Augentropfen häufig nicht mit Kontaktlinsen, es kann zu Bindehaut- und Hornhautreizungen kommen.

Foto: irisblende.de

Pollenfilter im Auto

Foto: sundesigns/sxc

Schuhe und Kleider bleiben draußen

Mit der Kleidung und den Schuhen können Pollen in die Innenräume eingeschleppt werden. Die Tageskleidung deshalb immer abklopfen, bevor man das Haus betritt, und sie nicht im Schlafzimmer ablegen.

Richtig lüften

Wer auf dem Land wohnt, sollte in den Abendstunden sowie nachts lüften und in den frühen Morgenstunden alle Fenster wieder schließen. Denn die meisten Pflanzen schicken ihre Pollen frühmorgens zwischen vier und sechs Uhr auf die Reise. In der Stadt steigt die Pollenkonzentration dagegen am Abend an. Zwischen 18 und 24 Uhr erreicht sie erfahrungsgemäß Spitzenwerte. In dieser Zeit sollten in der Stadt lebende Pollenallergiker also besser nicht lüften.

Foto: LoopAll/fotolia.com

Nasendusche

Mit einer milden Salzlösung kann man Pollen aus der Nasenschleimhaut spülen. Die Lösung kann man fertig in der Apotheke kaufen oder selbst ansetzen: Dafür braucht man etwa einen halben Teelöffel Salz auf einen Viertelliter lauwarmes Wasser. Kopf leicht nach vorne und zur Seite neigen und aus einem kleinen Kännchen Salzwasser in das obere Nasenloch gießen. Das Wasser läuft in die Nasenhöhle und durch das andere Nasenloch wieder ab. Dabei ruhig durch den weit geöffneten Mund atmen und nicht schlucken. Vor allem in der Pollenflugzeit empfiehlt es sich, mehrmals täglich zu spülen.