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ÖKO-TEST Kompass Discounter - epaper ⋅ Ausgabe 6/2009 vom 08.04.2010

Inzwischen kauft nahezu jeder Haushalt zumindest ab und zu beim Discounter ein; zirka 50 Prozent decken zwei Drittel ihres Bedarfs bei den Billigheimern. Unser Test zeigt, dass die Qualität der dort angebotenen Lebensmittel nicht schlechter ist als in Super- und Verbrauchermärkten.


Artikelbild für den Artikel "Im Angebot" aus der Ausgabe 6/2009 von ÖKO-TEST Kompass Discounter. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: ÖKO-TEST Kompass Discounter, Ausgabe 6/2009

Beim Discounter einkaufen oder nicht: Das spaltet die ÖKO-TEST-Leserschaft. „Ich bin sehr froh, dass Sie auch Discounterprodukte testen, die es mir leichter machen, unsere Familie hier und da günstiger und trotzdem schadstoffarm zu versorgen“, schreibt uns beispielsweise Natascha Jaskulla. „Es ist völlig realitätsfremd und ...

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Beim Discounter einkaufen oder nicht: Das spaltet die ÖKO-TEST-Leserschaft. „Ich bin sehr froh, dass Sie auch Discounterprodukte testen, die es mir leichter machen, unsere Familie hier und da günstiger und trotzdem schadstoffarm zu versorgen“, schreibt uns beispielsweise Natascha Jaskulla. „Es ist völlig realitätsfremd und uns rein finanziell überhaupt nicht möglich, eine vierköpfige Familie mit einem Gehalt auf rein ökologisch und politisch korrekte Art zu versorgen“, erklärt sie weiter.

Petra Schepsmeier empört sich hingegen, wie Discounterwaren überhaupt „sehr gut“ abschneiden können. „ÖKO-TEST macht mal wieder kostenlos Werbung für Filialisten und Discounter“, schrieb sie uns nach dem Test Backdiscounter. Beim Brötchenkauf spiele für das Magazin keine Rolle, wer ein Lebensmittel herstellt, zu welchen Bedingungen und mit welchen Folgen für das Handwerk. Von Politik mit dem Einkaufskorb sei bei ÖKO-TEST schon lange keine Rede mehr.

Selbstverständlich spielen Herstellungs- und Handelswege, Mitarbeiterführung und Lieferantenbedingungen bei der Entscheidung über den Einkauf eine wichtige Rolle und wir berücksichtigen sie auch in der Berichterstattung. Es ist jedoch nicht möglich, detaillierte Informationen über die Bedingungen, unter denen die Ware produziert, gehandelt und verkauft wird, zu systematisieren und gleichberechtigt sowie juristisch wasserdicht zu beurteilen – und vor allem zu überprüfen. Deshalb konzentrieren wir uns bewusst auf das Testen von Schadstoff- und Qualitätsparametern, denn hier geht es um harte Fakten. Dass beispielsweise Bio-Lebensmittel nach ökologischen, sozialverträglichen Kriterien erzeugt werden, betonen wir immer wieder, wollen und müssen aber dem Verbraucher selbst die Entscheidung überlassen, welche Lebensmittel er kauft.

Die klassischen Erfolgsfaktoren der Discounter sind ein überschaubares Sortiment, eine schlichte Warenpräsentation, ein hoher Anteil an Eigenmarken, wenig Personal und wenig Werbung. Vorreiter war Anfang der 60er-Jahre Aldi, zehn Jahre später kamen Plus, Penny und Lidl hinzu, in den 80er-Jahren Netto. Zu Beginn ihrer Laufbahn hatten die Discounter nur zirka 250 Produkte im Sortiment, heute sind es bis zu zehn Mal so viele plus zahlreiche Nonfood- und Aktionsartikel bis hin zur Weltreise, die die unterschiedlichsten Zielgruppen ansprechen. Frische-, Bio- und Lightprodukte sind genauso hinzugekommen wie Gourmetprodukte. Betuchte Verbraucher holen sich Schampus, Serrano- Schinken, Straußensteak und Riesengarnelen auch schon mal gern zum kleinen Preis anstatt beim Feinkosthändler.

Ganz ordentlich präsentieren sich die Discounter in der Auswertung unserer Lebensmitteltests seit 2003. Bio-Produkte schneiden am besten ab. Das Ergebnis ist zwar nicht repräsentativ, denn wir haben nicht alle Produkte der Firmen untersucht, zeigt aber Tendenzen. In unserer Statistik nennen wir Anbieter und Bio-Linien, von denen wir seit 2003 mindestens zehn Produkte getestet haben.


Einkaufen bei Lidl und Co. ist nicht jedermanns Sache. Manch einer stört sich am Ruf der Discounter.


Seit der Jahrtausendwende sind die Marktanteile der Discounter jährlich um 1,7 Prozentpunkte von 32 auf 43 Prozent gestiegen. 2007 waren es allerdings nur noch 0,7 Prozentpunkte. Die Studie „Discounter am Scheideweg“ der Unternehmensberatung Accenture und der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) prognostiziert nun ein Ende der fetten Jahre für die Discounter. Der demografische Wandel der Gesellschaft dürfte ihnen schon bald zu schaffen machen, denn die Bedeutung der Discounter als Einkaufsstätte nimmt mit zunehmendem Lebensalter ab. Jüngere Menschen und Familien mit Kindern geben signifikant mehr Geld im Discounter aus als Ältere.

Dass Discounter den Qualitätsvergleich mit Super- und Verbrauchermärkten nicht zu scheuen brauchen, zeigen unsere Tests immer wieder. Diesmal haben wir Handelsmarken der Discounter – insgesamt 131 Lebensmittel aus 25 Lebensmittelgruppen – darunter Brühwürstchen, Joghurt, Mehl, Margarine, Honig, Kaffee, tiefgekühlter Fisch, Pommes und Pizza – auf den Prüfstand gestellt, um die Qualität der sechs umsatzstärksten Discounter zu vergleichen. Der Warenkorb ist nicht überall identisch, unter anderem deshalb, weil nicht alle Discounter alle Lebensmittelgruppen führen.

Das Testergebnis

• „Sehr gut“ und „gut“ sind die am häufigsten vorkommenden Noten. Im Testfeld schafft es rund die Hälfte der Produkte in den grünen Bereich. Mittelmäßige Testurteile machen bei den meisten Discountern mehr oder weniger ein Drittel der Lebensmittel aus. Richtige Ausreißer nach unten gibt es bei Aldi Nord, Netto, Penny und Plus jeweils nur ein oder zwei, bei Lidl vier, bei Aldi Süd gar keinen. Häufig liegt es eher am entsprechenden Lebensmittel als am Discounter, wie die Qualität der Produkte ist. Durchgehend „sehr gut“ bekommen beispielsweise alle Mehle, Brühwürstchen und passierten Tomaten. „Sehr gute“ und „gute“ Noten gibt es beim Frischkäse, überwiegend „gute“ bei Toastbrot und Gewürzgurken.
• Unter den schlecht beurteilten Produkten sind vier Energydrinks, die eine glatte Bruchlandung hinlegten. Sie stecken voller Zucker oder Süßstoffe, enthalten teilweise bedenkliche Farbstoffe und hohe Gehalte an Taurin, einem körpereigenen Stoff, dem leistungssteigernde Effekte nachgesagt werden. Beweise für die positiven Effekte von Taurin gibt es allerdings nicht. Fünf Honige bekommen Punktabzug, weil sie gentechnisch veränderte Pollen enthalten; teilweise wiesen sie auch Qualitätsmängel auf. DieBonita Frühstücks-Margarine von Penny und dieBotato Backofen Frites von Plus schneiden schlecht ab, weil sie die tolerable Menge an dem Fettschadstoff 3-MCPDFettsäureester überschreiten, der möglicherweise nierenschädigend und tumorbildend ist. Auch bei den untersuchten Doppelkeksen stellt diese Substanz das Hauptproblem dar.
• Im Vergleich zu den anderen Pizzen fällt dieMamma Gina Pizza Edelsalami ,3 Stück von Netto ab, unter anderem, weil sie ihrem Namen keine Ehre macht. Die Sensorikexperten wunderten sich über einen großen Gemüseanteil. Der für den Salamifan überraschend kommende Vitaminschub wäre so weit noch nicht schlimm, wenn das Gemüse im gefrorenen Zustand nicht Schnee- und Eisbildung aufgewiesen und im gebackenen Zustand kleistrigteigig geschmeckt hätte.

Viel Ware für wenig Geld – die Preise beim Discounter sind unschlagbar günstig. Auch die Qualität der Produkte stimmt.


• Nur mittelmäßig schneiden alle Erdbeerjoghurts, Olivenöle und Balsamessige ab. Beim Kaffee scheiden sich am Acrylamidgehalt die guten Sorten von den schlechten.Contal Edle-Auslese, Röstkaffee von Penny undCafèt Grande von Plus überschreiten den Signalwert für Röstkaffee. Ein erhöhter Acrylamidgehalt führt auch in den Pommes frites von Plus, Lidl und Aldi Süd zur Abwertung.
• Die Multivitaminsäfte der Discounter schneiden „befriedigend“ bis „mangelhaft“ ab. Sie sind aus Konzentrat hergestellt und müssen deshalb rearomatisiert werden. Bei allen fehlen die Ananasaromen, beim Saft von Lidl sind auch Orangenund Apfelsaft viel zu schwach rearomatisiert. Zudem sind den Produkten Vitamine zugesetzt.
• DerRich Tomato Ketchup mild von Plus fällt im Testfeld negativ auf, weil er unnötige Aroma- und Süßstoffe enthält, aber wenig vom wertgebenden Inhaltsstoff Lycopin.Eddy Zaubermaus Schokotrunk geht’s ähnlich, weil unnötigerweise Aromastoffe, Vitamine und Calcium sowie zu viel Zucker zugesetzt sind. ImHeiden mittelscharfer Tafel-Senf von Aldi-Nord hat das beauftragte Labor Spuren von gentechnisch verändertem Raps nachgewiesen.

Fett gedruckt sind Mängel.
Glossar: Erläuterungen zu den untersuchten Parametern finden Sie unterwww.oekotest.de
Anmerkungen: 1) Laut Anbieter werden von dem Artikel wegen des Zusammenschlusses von Netto und Plus nur noch Restbestände abverkauft. 2) Bio-Ware. 3) Laut Herstellergutachten liegt der Trockenmassegehalt bei Produkten der untersuchten Charge zwischen 7,56 und 8,21 Prozent und damit etwas höher als bei der von uns in Auftrag gegebenen Messung. Allerdings wurde mit einer anderen, vergleichbaren Methode gemessen. 4) Laut Anbietergutachten enthält ein chargengleiches Produkt 210 μg/kg Acrylamid und unterschreitet damit den Signalwert. 5) Angegebene Grammzahl ist gleich Abtropfgewicht. 6) Laut Anbietergutachten wurden bei einem Produkt derselben Charge weder Hautrest noch Gräten festgestellt. 7) Laut Anbieter handelt es sich um Naturland-zertifizierte Ware. 8) Laut Anbietergutachten enthält das Produkt keine gentechnisch veränderten DNA-Bestandteile. 9) Laut Hersteller wurde die Rezeptur geändert. Das Produkt, das laut Hersteller seit Januar 2009 erhältlich ist, enthält kein zugesetztes Aroma mehr, zu erkennen an der Zutatenliste. 10) Produkt ist im Sechserpack à 0,33-l-Flaschen erhältlich.

11) Laut Hersteller wurde das Produkt aus dem Handel zurückgezogen. 12) TDI gilt für freies 3-MCPD, analysiert wurden 3-MCPD-Fettsäureester. 13) Laut Anbieter wurde die Rezeptur dahingehend überarbeitet, dass keine gehärteten Fette und Aromen mehr enthalten sind. Die Ware mit der neuen Rezeptur werde seit März ausgeliefert und sei sukzessive in den Filialen erhältlich. 14) Laut Hersteller soll die Rezeptur von Betacarotinzusatz auf Karottensaft umgestellt werden. 15) Keine Rearomatisierung Ananassaft und viel zu schwache Rearomatisierung Orangen- und Apfelsaft.
Legende: Produkte mit dem gleichen Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Aufgeführt sind jeweils die Abwertungen und dazugehörigen Testmethoden.
Erstveröffentlichung: ÖKO-TEST-Maga - zin 02/2009, in Auszügen in ÖKOTEST- Magazinen 03/2009, 04/2009, 05/2009, 06/2009 und im ÖKO-TEST Kompakt Kinderernährung 11/2008 veröffentlicht. Aktualisierung von Testergebnissen/ Angaben, sofern die Anbieter Produktänderungen mitgeteilt haben oder sich aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse die Bewertung von Mängeln geändert oder ÖKO-TEST neue/ zusätzliche Untersuchungen durchgeführt hat. Preisangaben beruhen auf den Produktpreisen zum Zeitpunkt des Einkaufs, Preise können sich mittlerweile geändert haben.

Test Balsamessig: Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führen zur Abwertung um jeweils eine Note: a) Zusatz von Farbstoffen; b) Zusatz von Sulfitverbindungen oder Schwefeldioxid. Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führen zur Abwertung um jeweils eine Note: a) PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe in der Verpackung; b) Begriff „Essig aus Traubenmost“ in Zusammenhang mit der Verkehrsbezeichnung oder der Zutatenliste, ohne nähere Angaben zur Menge zu machen. Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „befriedigend“ ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note.
Testmethoden: PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe: Beilsteinprobe oder Röntgenfluoreszenzmethode.
Test Brühwürstchen: Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führen zur Abwertung um jeweils eine Note: a) PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe in der Verpackung. Das Gesamturteil beruht zu gleichen Teilen auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe und Sensorik. Ein Testergebnis „Weitere Mängel“, das „befriedigend“ ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note.
Testmethoden: PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe: Beilsteinprobe oder Röntgenfluoreszenzanalyse.
Test Chips: Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führt zur Abwertung um vier Noten: ein stark erhöhter Acrylamidgehalt von über 50 μg pro 87,5-g-Portion, was einer halben 175-g-Packung entspricht. Zur Abwertung um zwei Noten führt: ein erhöhter Acrylamidgehalt von mehr als 10 bis 50 μg pro 87,5-g-Portion. Zur Abwertung um eine Note führt: Zusatz von Aromen und/oder Geschmacksverstärkern. Testmethoden: Acrylamid: GC-MS.
Test Doppelkekse: Zur Abwertung um vier Noten führt: Gehalt an 3-MCPD-Fettsäureestern, der den TDI von zwei Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht für freies 3-MCPD erreicht oder überschreitet. Die Berechnung des TDI bezieht sich auf Kinder zwischen 7 und 9 Jahren mit einem Körpergewicht von 30 Kilogramm und eine 50-g- Tagesportion. Zur Abwertung um zwei Noten führt: a) Gehalt an 3-MCPD-Fettsäureestern, der mehr als 50 Prozent des TDI von zwei Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht für freies 3-MCPD ausschöpft. Die Berechnung des TDI bezieht sich auf Kinder zwischen 7 und 9 Jahren mit einem Körpergewicht von 30 Kilogramm und eine 50-g-Tagesportion. Zur Abwertung um eine Note führen: zugesetzte Aromastoffe.
Testmethoden: 3-MCPD-Fettsäureester: Methode der CVUA Stuttgart mittels GC/MS: Bestimmung nach Freisetzung durch Umesterung mit Natriummethylat.
Test Energydrinks: Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führen zur Abwertung um jeweils eine Note: a) zugesetzte Vitamine; b) Farbstoff Chinolingelb; c) ein Zuckergehalt von mehr als 70 g/l, was dem 1,5-fachen Zuckergehalt einer Apfelsaftschorle, gemischt aus 40 Prozent Saft und 60 Prozent Wasser, entspricht; d) Süßstoffe; e) ein Tauringehalt über der in Deutschland zulässigen Höchstmenge von 300 mg/kg (Aromen-Verordnung); f) Aromazusatz. Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führen zur Abwertung um jeweils eine Note: a) PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe in der Verpackung; b) keine Mehrweg- oder Tetraverpackung. Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „befriedigend“ ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note.
Testmethoden: Gesamtzucker per Zuckerspektrum (Glucose, Fructose, Saccharose): HPLC/RI. Taurin: OPA-Derivat per HPLC/FD. PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe: Beilsteinprobe.
Test Frischkäse mit Kräutern: Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führen zur Abwertung um jeweils eine Note: a) PVC/PVDC/ chlorierte Kunststoffe in der Verpackung; b) niedriger Gehalt an Omega-3-Fettsäuren unter 0,8 g/100 g Fett. Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „befriedigend“ oder schlechter ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note.

Testmethoden: Fettsäuremuster: GC. PVC/ PVDC/chlorierte Kunststoffe in der Verpackung: Röntgenfluoreszenzanalyse.
Test Gewürzgurken: Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führt zur Abwertung um jeweils eine Note: a) Aromazusatz; b) Süßstoff. Unter Weitere Mängel führt zur Abwertung um eine Note: PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe in der Verpackung. Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „befriedigend“ ist, verschlechtert das Testergebnis Inhaltsstoffe um eine Note.
Testmethoden: PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe in der Verpackung: Beilsteinprobe oder Röntgenfluoreszenzmethode.
Test Gute-Nacht-Breie: Zur Abwertung um drei Noten führt: der Zusatz von Apfeldicksaft oder einer oder mehrerer der folgenden Zuckerarten: Glucose, Fructose, Saccharose, Glucosesirup oder Maltodextrin. Unter Weitere Mängel führt zur Abwertung um eine Note: PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe in der Verpackung. Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „befriedigend“ oder schlechter ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note.
Testmethoden: PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe: Röntgenfluoreszenzanalyse.
Test Honig: Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führen zur Abwertung um jeweils zwei Noten: a) Invertaseaktivität (Enzymaktivität) unter 30 U/kg (in der Tabelle: sehr niedrig); b) Nachweis von Gen-Technik. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) HMF-Gehalt über 20 mg/kg (in der Tabelle: Indikator Wärme- und Lagerschäden erhöht); b) schwach trachttypischer Geruch und Geschmack. Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „befriedigend“ ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note.
Testmethoden: Handelsanalyse: Hydroxymethylfurfural (HMF): DIN 10751, Teil 1 und 3. Invertase (Saccharase): DIN 10759-1. Gentechnisch veränderte Organismen: DNA-Extraktion gemäß Waiblinger et.al. 2005; qualitative realtime PCR-Analyse mit 45 Zyklen bzw. qualitative gelbasierte PCR-Analyse mit 50 Zyklen; Positivkontrollen und Überprüfung auf inhibitorische Substanzen; Screening: EPSPS Modification, 35S-Promotor, NOS-Terminator, FMV-Promotor; Identifikation: Roundup Ready Soy Modification, CaMV (Blumenkohl Mosaic Virus), Roundup Ready Canola Quantification. PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe in der Verpackung: Röntgenfluoreszenzanalyse.
Test Joghurt, Erdbeere: Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führen zur Abwertung um eine Note: a) zugesetzte Aromastoffe und/oder Überaromatisierung im Vergleich zum deklarierten Fruchtanteil von mehr als dem Zehnfachen; b) ein erhöhter Gesamtzuckergehalt von mehr als 6,8 Prozent. Als Vergleich diente eine Zubereitung aus 100 g Joghurt und 50 g Erdbeeren mit einem Gesamtzuckergehalt von 4,5 Prozent; abgewertet wurde ab dem 1,5- fachen dieses Gehaltes. Unter Weitere Mängel führen zur Abwertung um jeweils eine Note: a) PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe in der Verpackung; b) niedriger Gehalt an Omega- 3-Fettsäuren unter 0,8 g/100 g Fett. Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „befriedigend“ ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note.
Testmethoden: Aromastoffanalyse: Bestimmung des Aromastoffspektrums, chirodifferenziert per GC/MS nach Destillation/ Extraktion. Einzelzucker Glucose, Fructose und Saccharose: Boehringer Methode für Testkit 716260. PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe in der Verpackung: Röntgenfluoreszenzanalyse.
Test Joghurt, probiotisch: Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führen zur Abwertung um jeweils eine Note: a) Zusatz von Zucker oder anderer süßender Kohlenhydrate; b) Süßstoffe, wenn nicht schon wegen Zusatz von Zucker oder anderer süßender Kohlenhydrate abgewertet wurde; c) Zusatz von Vitaminen und/oder L-Carnitin; d) zugesetzte Aromastoffe. Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führt zur Abwertung um eine Note: PVC/PVDC/ chlorierte Kunststoffe in der Verpackung. In das Gesamturteil gehen das Testergebnis Inhaltsstoffe und das Testergebnis Sensorik zu jeweils 50 Prozent ein. Es wird kaufmännisch gerundet. Das Gesamturteil kann nicht besser sein als das Testergebnis Inhaltsstoffe.

Testmethoden: PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe: Röntgenfluoreszenzanalyse.
Test Kaffee: Zur Abwertung um zwei Noten führt: a) Überschreitung des Signalwerts Acrylamid für Röstkaffee von 277 μg/kg und/ oder ein Acrylamidgehalt von mehr als 10 bis 50 μg pro Tagesportion (5 Tassen à 150 ml, zubereitet mit 35 g Röstkaffeepulver).
Testmethoden: Acrylamid: LC-MS/MS.
Test Kakaohaltiges Getränkepulver: Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führt zur Abwertung um jeweils eine Note: a) ein erhöhter Zuckergehalt in einer 200-ml-Portion eines nach Herstellerangaben zubereiteten Produkts, das umgerechnet mehr als 2,5 Stück Würfelzucker enthält und damit den Zuckergehalt der gleichen Menge des Vergleichslebensmittels um 50 Prozent übersteigt; ein Würfelzucker entspricht 3 Gramm Zucker. Das Produkt wurde mit der entsprechenden Menge eines herkömmlichen, selbst zubereiteten Lebensmittels verglichen, das in Anlehnung an die Empfehlungen des Forschungsinstituts für Kinderernährung in Dortmund entwickelt wurde. Vergleichslebensmittel (eine Portion für sieben- bis neunjährige Kinder): Kakaogetränk aus 200 ml Vollmilch, 5 g Kakaopulver, 5 g Zucker; b) Vitamine und/oder Mineralstoffe zugesetzt; c) Aroma zugesetzt.
Testmethoden: Zucker: Saccharose, Glucose: enzymatisches Verfahren, Summe berechnet. PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe: Beilsteinprobe oder Röntgenfluoreszenzanalyse.
Test Ketchup: Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führen zur Abwertung um jeweils eine Note: a) Süßstoffe; b) Aroma; c) niedriger Gehalt an Lycopin (entspricht dem unteren Drittel der im ursprünglichen Testfeld analysierten Messwerte). Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führt zur Abwertung um eine Note: PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe in der Verpackung. Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „befriedigend“ ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note.
Testmethoden: Lycopin: ASU L 26.11.03-13. PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe: Beilsteinprobe oder Röntgenfluoreszenzanalyse.
Test Margarine: Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führen zur Abwertung um vier Noten: Gehalt an 3-MCPD-Fettsäureestern, der den TDI von zwei Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht für freies 3-MCPD erreicht oder überschreitet. Die Berechnung des TDI bezieht sich auf Erwachsene mit einem Körpergewicht von 60 Kilogramm und eine 30-g-Tagesportion. Zur Abwertung um zwei Noten führt: Gehalt an 3-MCPD-Fettsäureestern, der mehr als 50 Prozent des TDI für freies 3-MCPD erreicht. Berechnung TDI: siehe oben. Unter dem Testergebnis Fettzusammensetzung führt zur Abwertung um eine Note: ein ungünstiges Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren, das über dem wünschenswerten Verhältnis von 5:1 oder niedriger liegt. Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führt zur Abwertung um eine Note: PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe in der Verpackung (Innenbeschichtung der Alu-Siegelfolien). In das Gesamturteil gehen die Testergebnisse Inhaltsstoffe und Fettzusammensetzung zu jeweils 50 Prozent ein; es wird kaufmännisch gerundet. Das Gesamturteil kann nicht besser sein als das Testergebnis Inhaltsstoffe. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „befriedigend“ oder schlechter ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note.

Testmethoden: 3-MCPD-Fettsäureester mittels GC/MS: analog der Methode der CVUA Stuttgart: Bestimmung nach Freisetzung durch Umesterung mit Natriummethylat. PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe in der Verpackung: Röntgenfluoreszenzanalyse.
Test Multivitaminsaft: Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führen zur Abwertung um jeweils zwei Noten: a) Zusatz von Betacarotin; b) viel zu schwache Rearomatisierung der Wasserphase von Orangen- und Apfelsaft (Summe der Ester unter 130 μg/l). Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) zugesetzte Vitamine, sofern nicht schon für den Zusatz von Betacarotin abgewertet wurde; b) fehlende oder zu geringe Rearomatisierung des Ananassaftes, sofern nicht schon wegen unvollständiger Rearomatisierung der Wasserphase von Orangen- und Apfelsaft abgewertet wurde; Zur Beurteilung der Rearomatisierung des Orangen- und Apfelsafts wurde der durchschnittliche Estergehalt der Direktsäfte im Test herangezogen. In Ordnung waren Säfte, deren Gehalt über 50 Prozent des Vergleichswertes betrug. Zur Beurteilung des Ananasaromas wurde von einem durchschnittlichen genuinen Gehalt der typischen Aromen Methyl-3-methylthiopropionat und Ethyl-3-methylthiopropionat von 1.000 μg/l und einem angenommenen Ananassaftanteil im Produkt von einem Prozent ausgegangen. Zu gering war die Rearomatisierung, wenn der analysierte Gehalt unter 50 Prozent lag. Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führt zur Abwertung um eine Note: Einwegflasche. Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „befriedigend“ ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note.
Testmethoden: Aromastoffanalyse: Kapillar- Gaschromatografie/Massenfragmentografie nach Destillation, Extraktion und Anreicherung. Pestizide: LC-MS/MS nach ASU § 64 LFGB L00.00-113.
Test Olivenöl: Unter dem Testergebnis Sensorik führt zur Abwertung um drei Noten: ein „eher unharmonischer“ Gesamteindruck, was einem in der sensorischen Untersuchung ermittelten Wert von 4,3 entsprach. Zur Abwertung um zwei Noten führt eine „durchschnittliche Harmonie“, was Werten von 4,5 bis 4,8 entsprach.
Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führt zur Abwertung um eine Note: PVC/PVDC/ chlorierte Kunststoffe in der Verpackung. Sensorik, Inhaltsstoffe und Weitere Mängel wurden zunächst getrennt bewertet. Das Gesamturteil beruht auf den Testergebnissen Sensorik und Inhaltsstoffe. Es kann nicht besser sein als das schlechteste Einzelergebnis. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das befriedigend ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note.
Testmethoden: Sensorische Prüfung durch ein nach DIN EN ISO 17025 akkreditiertes und auf Harmonie trainiertes Olivenölpanel: 1. Klassifizierung der Öle gemäß Verordnung (EG) 640/2008 (Güteklassenprüfung). 2. Qualitative Bewertung der sensorischen Abstimmung von Geruch und Geschmack (inklusive der Attribute bitter und scharf, Anzahl und Intensität von grünen oder reifen Aromen) sowie der Dauerhaftigkeit des positiven Geschmackserlebnisses. Die Bewertung der Harmonie erfolgte auf einer Skala von 0 bis 10. PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe in der Verpackung: Röntgenfluoreszenzanalyse.

Test Passierte Tomaten: keine Abwertungen.
Test Pommes frites, Backofen: Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führen zur Abwertung um vier Noten: Gehalt an 3-MCPD-Fettsäureestern, der den TDI für freies 3-MCPD von zwei Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht erreicht oder überschreitet. Die Berechnung des TDI bezieht sich auf Erwachsene mit einem Körpergewicht von 60 Kilogramm und eine 200-g-Tagesportion. Zur Abwertung um zwei Noten führt: ein erhöhter Acrylamidgehalt von mehr als 10 bis 50 μg pro 200-g-Portion. Unter dem Testergebnis Fettqualität führen zur Abwertung um jeweils eine Note: a) eine thermisch-oxidative Belastung des Fettes, dessen Anisidinzahl größer 40 ist; b) ungünstige Fettsäurezusammensetzung. In das Gesamturteil gehen das Testergebnis Inhaltsstoffe zu 70 Prozent und das Testergebnis Fettqualität zu 30 Prozent ein. Das Gesamturteil kann nicht besser sein als das Testergebnis Inhaltsstoffe. Es kann auch nicht besser sein als ein „mangelhaftes“ Einzeltestergebnis.

Testmethoden: Gesamtfett: in Anl. an ASU L17.00-4; Anisidinzahl, bezogen auf das in der unzubereiteten Probe enthaltene, extrahierte Fett: DGF C VI 6e (84); Polymere Triglyceride: DGF C III-3c (02); Polarer Anteil: berechnet. Fettsäurespektrum/Transfettsäuren: DGF C-VI 10 und 11d; Acrylamid: GC-MS; 3-MCPD-/ MZPD-Ester: Methode der CVUA Stuttgart mittels GC/MS Bestimmung nach Freisetzung durch Umesterung mit Natriummethylat. PVC/ PVDC/chlorierte Kunststoffe: Röntgenfluoreszenzanalyse.
Test Senf: Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führt zur Abwertung um zwei Noten: Nachweis von gentechnisch veränderten Bestandteilen. Zur Abwertung um eine Note führen: zugesetzte Aromastoffe. Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führt zur Abwertung um eine Note: PVC/ PVDC/chlorierte Kunststoffe in der Verpackung. Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe.
Testmethoden: Gentechnisch veränderte Bestandteile: Qualitativer Nachweis: Extraktion in Anlehnung an § 64 LFGB; Analyse mit konventioneller- oder RealTime-PCR mit 45 oder 50 Zyklen. Dabei wurden die Produkte im ersten Schritt mit Tests, die gezielt GM-Rapssorten nachweisen (NOS Terminator, EPSPS Modifikation und modifiziertes pat-Gen), analysiert. Positive Proben wurden spezifisch auf den entsprechenden Rapssorten getestet. Bei einem positiven Befund schloss sich die spezifische Quantifizierung an. Quantitativer Nachweis: RealTime-PCR-Analyse mit 50 Zyklen. PVC/ PVDC/chlorierte Kunststoffe: Röntgenfluoreszenzanalyse.
Test Tiefkühlfisch: Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führt zur Abwertung um zwei Noten: mehr als drei tote Nematoden in einem Kilogramm Fischfilet. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) Wildfisch, bei dem eine Herkunft aus überfischten Beständen/nicht nachhaltiger Fischerei nicht ausgeschlossen werden kann; b) eine erhöhte Zahl von Enterobakterien, die über dem von der DGHM empfohlenen Richtwert von 10.000 KbE/g für Seefische liegt; c) Nachweis von Listerien (Listeria monocytogenes).
Unter dem Testergebnis Sensorik führt zur Abwertung um zwei Noten: eine Gesamtpunktzahl von 4,0 bis 4,45 Punkten. Zur Abwertung um eine Note führt: eine Gesamtpunktzahl von 4,5 bis 4,95 Punkten. In das Gesamturteil gehen das Testergebnis Inhaltsstoffe und das Testergebnis Sensorik zu jeweils 50 Prozent ein. Das Gesamturteil kann nicht besser sein als das Testergebnis Inhaltsstoffe. Die Bewertung der Mikrobiologie erfolgte aufgrund von je drei Proben, deren Ergebnisse gemittelt und kaufmännisch gerundet wurden.
Testmethoden: Sensorik: ASU L. 00.90-6 1997-09, ergänzt um eine bewertende Prüfung von Äußerem/Beschaffenheit (im Rohzustand), Konsistenz (im Rohzustand), Aussehen (nach Kochprobe), Geruch/Geschmack (nach Kochprobe). Pro Kriterium sind maximal fünf Punkte möglich. Es wurde nicht gewichtet. Enterobakterien: ASU L 06.00-24, 1987-11. Listeria monocytogenes (qualitativ): PCR BAX AOAC 070202. Listeria monocytogenes (quantitativ): ASU L 00.00-22 1999-11. Nematoden: Digestion.
Test Tiefkühlgarnelen: Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führt zur Abwertung um zwei Noten: eine erhöhte Gesamtkeimzahl in einem rohen Garnelenprodukt, die den von der Deutschen Gesellschaft für Mikrobiologie (DGHM) empfohlenen Richtwert für Seefische von 500.000 KbE/g deutlich überschreitet. Zur Absicherung der Gesamtkeimzahl wurden zwei weitere Chargen untersucht und die Ergebnisse gemittelt und kaufmännisch gerundet. Von drei Chargen war nur eine belastet. Unter dem Testergebnis Sensorik führen zur Abwertung um eine Note: Geringe sensorische Mängel wie Geschmack wenig frisch, Konsistenz fest und leicht trocken. Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führt zur Abwertung um zwei Noten: deklarierte Produktionsmethode: Aquakultur oder Wildfang. In das Gesamturteil gehen das Testergebnis Inhaltsstoffe und das Testergebnis Sensorik zu jeweils 50 Prozent ein. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „befriedigend“ ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note.

Testmethoden: Gesamtkeimzahl: ASU L 06.00- 18 1984-05. Sensorische Prüfung: ASU L 00.90-6 1997-09, ergänzt um eine bewertende Prüfung nach 5-Punkte-Schema. Geprüft und bewertet wurden jeweils Aussehen, Geruch und Konsistenz der gefrorenen Proben sowie Aussehen, Geruch, Geschmack und Konsistenz der verzehrsfertigen Proben. Rohe und blanchierte Garnelen wurden dazu für ca. 4 Minuten in kochendem Wasser bis auf 65 °C Kerntemperatur erhitzt und bei Raumtemperatur verkostet. Gekochte, gefrorene Garnelen wurden aufgetaut und ebenfalls bei Raumtemperatur verkostet.
Test Tiefkühlpizza: Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führen zur Abwertung um eine Note: Nachweis von Listeria monocytogenes. Zur Absicherung wurden zwei weitere Chargen untersucht und die Ergebnisse gemittelt und kaufmännisch gerundet. Unter dem Testergebnis Sensorik führt zur Abwertung um drei Noten: Eine gewichtete Gesamtpunktzahl von 3,50 bis 3,95. Zur Abwertung um eine Note führt: Eine gewichtete Gesamtpunktzahl von 4,50 bis 4,95. In das Gesamturteil gehen die Testergebnisse Inhaltsstoffe und Sensorik jeweils zu gleichen Teilen ein. Es wird kaufmännisch gerundet. Das Gesamturteil kann nicht besser sein als das Testergebnis Inhaltsstoffe.
Testmethoden: Listeria monocytogenes: ASU L 00.00-32 (qualitativ); ASU L 00.00-22 (quantitativ). Sensorische Untersuchung: nach DLG-Prüfschema für Kombinationsbackwaren, auch tiefgefroren. Bewertungskriterien waren Aussehen, Form, Oberflächen-, Krusteneigenschaften, Lockerung, Krumenbild, Struktur, Elastizität, Geruch und Geschmack. Die Zubereitung erfolgte nach den Herstellerempfehlungen in einem haushaltsüblichen Backofen bei konstant überwachter Temperatur. Punktzahl nach DLG und Prüfmerkmale.
Test Toastbrot: Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führt zur Abwertung um zwei Noten: Acrylamidgehalt im getoasteten Produkt von mehr als 10 bis 50 Mikrogramm pro Tagesportion. Unter dem Testergebnis Sensorik führt zur Abwertung um zwei Noten: Gesamtpunktzahl von 4,00 bis 4,45. Zur Abwertung um eine Note führt: Gesamtpunktzahl von 4,50 bis 4,95. Gewichtung für die Sensorikendnoten in Anlehnung an das DLG-Schema Beurteilung von Brot. In das Gesamturteil gehen die Testergebnisse Inhaltsstoffe und Sensorik jeweils zu gleichen Teilen ein. Es wird kaufmännisch gerundet. Das Gesamturteil kann nicht besser sein als das Testergebnis Inhaltsstoffe. Portionsgröße zur Berechnung des Gehalts an Acrylamid: 150 g pro Tag.
Testmethoden: Acrylamid: GC/MS, gemessen nach Zubereitung in einem handelsüblichen Toaster, mittelhohe Note. Sensorik: in Anlehnung an DLG-Prüfschema für Brot mit den jeweils zugehörigen Wichtungsfaktoren. Testpanel von drei Personen.
Test Weizenmehl: keine Abwertung.
Anbieterverzeichnis: siehewww.oekotest.de
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Unsere Empfehlungen

• Discountmarken sind durchschnittlich nicht besser oder schlechter als Markenprodukte, oft aber nur halb so teuer.
• Eigenmarken der Discounter werden häufig von unterschiedlichen Herstellern produziert; manchmal sogar mit unterschiedlichen Rezepturen. Selbstverständlich darf nur das von ÖKO-TEST getestete Produkt mit dem Testurteil werben.
• Im Zuge des Bio-Trends haben die Discounter ihr Angebot stark erweitert. Auch in diesem Warensegment schneiden sie in den ÖKOTESTs durchschnittlich nicht schlechter ab als Ware aus Bio-Supermärkten und aus dem Fachhandel.

Kompakt

Skandal bei Lidl
Ende März 2008 wurde bekannt, dass Deutschlands zweitgrößter Discounter Lidl seine Mitarbeiter per Videokamera ausspähte. Nach dem vom Stern aufgedeckten Bespitzelungsskandal fuhr Lidl die Werbeaktivitäten nach oben, erstmals auch im Fernsehen. „Lidl lohnt sich“ heißt der neue Werbeslogan, der nicht nur das Preisargument, sondern auch Qualitätsbewusstsein und soziale Verantwortung demonstrieren soll. Wie es damit in der Praxis aussieht, muss sich erst zeigen. Immerhin kommuniziert Lidl nun auf seiner Internetseite unter dem Menüfeld „Verantwortung“ Engagement für Mitarbeiter, Lieferanten und den Umweltschutz.

Raue Sitten
Der Hersteller des mit „ungenügend“ beurteilten Bambia Plüschhunds (ÖKO-TESTMagazin 12/2008) wurde hingegen nach eigenen Angaben von Lidl gerügt, warum er mit ÖKO-TEST überhaupt reden würde. Anscheinend gefiel es Lidl gar nicht, dass so bekannt wurde, dass 122.000 dieser Hündchen als Aktionsartikel über die Ladentische des Discounters gingen. Auch eine sofortige Auslistung von Lieferanten nach der Mitteilung von unerwünschten Testergebnissen haben wir schon erlebt. Allerdings herrschen nicht nur bei Lidl raue Sitten. Ähnliches passiert auch bei anderen Discountern, Super- und Verbrauchermärkten.

Info | Einkaufsverhalten privater Haushalte bei Discountern

Nur wenige Verbraucher gehen gar nicht beim Discounter einkaufen. Rund die Hälfte aller Haushalte kauft dort 65 Prozent an Produkten für den täglichen Bedarf, die anderen immerhin noch 24 Prozent der benötigten Waren.

Info | Discounterumsatz 2007

Kompakt

Schnelle Reaktion
ÖKO-TEST macht mit den Discountern aber auch eine gute Erfahrung. Sie nehmen unsere Kritik ernst und verbessern ihre Produkte teilweise recht zügig, wenn es schlechte Noten gehagelt hat. So sind beispielsweise in den Kakaopulvern von Aldi Nord, Aldi Süd, Lidl und Penny keine zugesetzten Aromen, Vitamine und Calcium mehr enthalten. Alle Chips werden neuerdings mit Sonnenblumenöl hergestellt, sodass der Fettschadstoff 3-MCPD keine Rolle mehr spielt.

Neuer Discountriese
Nach monatelanger Prüfung hat das Kartellamt entschieden: Edekatochter Netto darf 2.300 Filialen der Tengelmann-Tochter Plus übernehmen. Damit entsteht 2009 neben Aldi und Lidl ein neuer Discountriese. Der größte Teil der Plus-Filialen wird zu Netto umgeflaggt; rund 750 Plus-Märkte – vornehmlich in Innenstadtlage – werden aber weiterhin unter diesem Namen firmieren.


Foto: stockbyte

Foto: Ullrich Böhnke

Foto: Ullrich Böhnke

Quelle: GfK ConsumerScan Grafik: ÖKO-TEST

Quelle: GfK ConsumerScan Grafik: ÖKO-TEST

Foto: ccvision.de