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ITALIEN: Hoch hinaus – Berge, Gipfel und Almen mit imposanter Aussicht: SÜDTIROL: Auf Schusters Rappen die grandiose Bergwelt entdecken!


Reisefieber - epaper ⋅ Ausgabe 1/2021 vom 16.09.2020

Am schönsten ist es in den Bergen, wenn man ganz bei sich ist, an der frischen Luft Energie auftankt und die Aussicht genießt, die Schritt für Schritt spektakulärer wird. Da halten wir es ganz wie Astrid Lindgren, die damals schon wusste: „Wenn wir glücklich und zufrieden sein wollen, müssen wir eben machen, was uns glücklich und zufrieden macht!“ Beispielsweise ganz nach oben auf einen Berg steigen und auf einer Alm die Aussicht genießen.

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Bildquelle: Reisefieber, Ausgabe 1/2021

Die Kirche St. Kathrein grüßt von einem sanften Hügel hinunter ins Tal. Auf diesem einst heidnischen Kultplatz stand vermutlich schon im 12. Jahrhundert eine Kirche, ...

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... die allerdings zu großen Teilen einem Brand zum Opfer gefallen ist. Die Relikte wurden 1453 umgebaut und erneut geweiht. Die Fresken und der Flügelaltar stammen noch aus dieser Zeit.


DEM GLETSCHER GANZ NAH

Unser erster Tipp: Hüttenzauber im Schutzhaus „Bella Vista“. Hier ist der Name Programm: rot-weiß karierte Bettwäsche, bunt bemalte Bauernbetten, kunstvoll verzierte Bauernschränke und eine urige Stube. Das alpine Schutzhaus Bella Vista („Schöne Aussicht“) im Schnalstaler Gletscherskigebietwirkt wie aus einem Bilderbuch, das Schmuckstücke aus längst vergangenen Zeiten vorstellt. Mit 42 Betten, die auf Zwei- bis Sechsbettzimmer verteilt sind, bietet das Schutzhaus Platz für 42 Gäste. Dazu kommt ein Matratzenlager mit weiteren 20 Schlafplätzen, das in Corona-Zeiten nur bedingt genutzt werden kann. Die Badezimmer sind hell und modern ausgestattet. Selbst von hier aus erhascht man immer wieder einen herrlichen Panoramablick auf die Bergwelt ringsum. Die Zimmer sind einfach, aber gemütlich eingerichtet. Draußen geht der Hüttenzauber noch weiter: Vor der Sonnenterrasse wartet die himmelblaue Materialseilbahn auf ihren Einsatz. Am Vorplatz des Schutzhauses stehen ein Hot-Pot und zwei finnische Saunafässer. Letztere zählen zu den höchstgelegensten Außensaunen in Europa. Sie aufzusuchen bedeutet echten Luxus und ist das Highlight eines jeden Besuchs. Romantiker und Abenteuerlustige können im Winter aber auch eine ganz andere Schlafgelegenheit buchen: Der meterhohe Schnee direkt vor der Hütte bietet sich geradezu dazu an, daraus Iglus zu bauen. Mithilfe von Schaffellliegeflächen und Expeditionsschlafsäcken werden sie in kuschelige Gästezimmer verwandelt. Praktischerweise ist man nur wenige Meter vom Haus entfernt und wird nach dem Abendessen in der Gaststube zu seinem Iglu begleitet. Man erhält eine kleine Einweisung und eine Flasche Prosecco als Schlummertrunk. Den Morgen beginnt man dann mit einem heißen Tee – auf Wunsch auch schon zum Sonnenaufgang. Skifahrer nutzen die exponierte Lage der Hütte dazu, als Erster auf der Piste unterwegs zu sein.

Je unwirtlicher das Wetter vor der Tür ist, umso gemütlicher ist es in der warmen Stube: Nach dem kräftezehrenden Aufstieg hat man sich das Vier-Gang-Menü am Abend redlich verdient. Die Küche ist bodenständig und orientiert sich an der italienischen Tradition der „primi“ und „secondi piatti“, wobei der erste Gang immer ein Pastagericht ist. Dabei stellt sich immer wieder die Frage, wie es die Köchinnen hinbekommen, so viele Gäste auf einmal mit „Pasta al dente“ – also bissfesten und auf den Punkt gegarten Nudelgerichten – verwöhnen zu können. Gerade beim Abendessen stoßen dann auch die verschiedenen Lebenssituationen, in denen sich die Gäste befinden, aufeinander: Während sich eine Familie mit Kindern auf die erste gemeinsame Hüttennacht freut, planen Bergsteiger am Nebentisch eine hochalpineGletschertour für den nächsten Morgen. Auf der Bella Vista sind sie alle gut aufgehoben.

Wenn man im Winter zur Bella Vista möchte, kann man von Kurzras aus sein Gepäck von der Materialseilbahn zur Hütte transportieren lassen. Dann geht es mit der Gletscherbahn zur Bergstation Grawand. Mit den Skiern fährt man direkt zur Talstation des Hintereislifts ab und mit diesem hinauf zu der Piste, die direkt am Schutzhaus vorbeiführt. Fußgänger erreichen die Talstation, indem sie zunächst mit der Schnalstaler-Bergbahn auf die Grawand und dann mit dem Gletschersee- Sessellift fahren. Von dort aus führt ein leichter und kurzer Anstieg in 20 Minuten zur Bella Vista. Alternativ kann man sich auch mit dem Motorschlitten am Hintereislift abholen lassen.

1: Das Bella-Vista-Schutzhaus erreicht man im Winter ausschließlich mit Skier oder auf Schneeschuhen und im Sommer zu Fuß. Wenn im Frühjahr der Schnee ringsum geschmolzen ist, steht die Bella Vista in einer kargen Steinlandschaft. Gegenüber liegen die Gletscher der Ötztaler Alpen.


2: Die Wanderrouten in Südtirol bestechen durch ihre landschaftliche Schönheit.


1: Unser Blick schweift über den gewaltigen Hintereisferner- Gletscher mit der Weißkugel (3739 Meter) und der Finailspitze (3514 Meter) gleich gegenüber.


2: Gämsen sind auf dem Weg zum Zollhaus die einzigen Einheimischen, auf die man trifft.


Im Sommer ist die Hütte über mehrere Zustiege zu erreichen. Der Gepäcktransport erfolgt wiederum mittels Materialseilbahn. Man folgt dem Weg durch das Oberbergtal zum Schutzhaus. Dieser verläuft mit angenehmer Steigung in langem Bogen bis zur Hütte. Der Weg ist gut ausgebaut, dennoch sollte man trittsicher sein. Für Kinder ist der Wanderweg nur bedingt geeignet. Leichter und schneller erreicht man die Bella Vista, indem man mit der Gletscherbahn zur Bergstation Grawand fährt. Von hier aus wandert man bis zur Hütte in 30 bis 45 Minuten bergab mit einem leichten Gegenanstieg zum Schluss. Anspruchsvoller, aber auch spektakulärer ist der Zustieg aus dem hinteren Venttal, einem Nebental des Tiroler Ötztals. Entlang des Rofenthals wandertman mit tollem Panoramablick bis zur Bella Vista. Die Länge der Tour liegt bei 4,4 Kilometern, 805 Höhenmeter gilt es zu meistern und in 2,5 Stunden sollte man das Ziel erreicht haben. Über die Grawand: Die Tour ist 2,8 Kilometer lang, es geht 120 Höhenmeter bergauf und 470 Höhenmeter bergab, zu Fuß ist man 45 Minuten unterwegs. Venttal: Die Länge dieser Tour beträgt 15 Kilometer bei 1130 Höhenmetern und einer Gehzeit von circa 6,5 Stunden.

REISEFIEBER-TIPP: ÜBERNACHTUNG IM ZOLLHAUS

Ein paar Meter hinter einem unscheinbaren Schild, das die Staatsgrenze zwischen Italien und Österreich markiert, befindet sich auf österreichischem Boden ein kleines Steinhäuschen: die ehemalige Zollstation. Wer hier am Morgen aufwacht, hat einen einzigartigen Weitblick auf die Gipfel und Gletscher der Ötztaler Alpen ganz für sich allein. Besonders im Frühsommer, wenn die Bergbahnen nicht in Betrieb sind, herrscht hier absolute Ruhe. Auf dem Weg von der Bella Vista zum Zollhaus begegnet man maximal ein paar Einheimischen: Gämsen oder sogar Steinböcken. Die kleine Hütte selbst wurde modernisiert und umgebaut. Links vom Vorraum befindet sich eine Trockentoilette, der Hauptraum ist mit einer Kochnische, einem Holzofen und einem elektrischen Heizkörper ausgestattet. Das Doppelbett ist schmal, aber gemütlich. Wer den Kochlöffel schwingen will, muss die Zutaten selbst mitbringen – sonstiges Equipment steht bereit. Alternativ findet man sich zum Abendessen und Frühstück in der nahe gelegenenHütte „Schöne Aussicht“ ein oder lässt sich das Essen gar ins Zollhaus servieren. Im Winter ist das Zollhaus ganz einfach mit Skier zu erreichen. Fußgänger werden mit dem Schneemobil ins Zollhaus gebracht. Im Sommer beträgt die Gehzeit von der Bella Vista zum Zollhaus rund zehn Minuten.

3+5: Im Zollhaus ist man garantiert allein mit der Natur.


4: Prachtvolle Marterl sind in den Südtiroler Bergen oft zu finden.


WO DER ÖTZI GEFUNDEN WURDE …

Nicht weit vom Schnalstaler Gletscher entfernt, am Tisenjoch, liegt der Fundort des berühmten Ötzis – jener Gletschermumie aus der Kupfersteinzeit, die durch den Rückgang des Gletschers im Sommer 1991 gefunden und freigelegt wurde. Ötzi gibt Aufschluss über das Leben der Menschen vor über 5300 Jahren. Viele interessante Infos darüber erfährt man im Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen, wo auch die Mumie zu sehen ist. Auf der „Ötzi-Glacier-Tour“ folgen Bergsteiger Ötzis Spuren bis zur Fundstelle am Tisenjoch. Die geführte Wanderung (Skitour) ist über das Tourismusbüro buchbar. Voraussetzung sind eine gute Kondition und Trittsicherheit. Die Länge der Tour liegt bei 15,3 Kilometern, 1607 Höhenmeter geht es bei einer Gehzeit von circa sieben bis acht Stunden bergauf und bergab.

WANDERN IN DER REGION

Hintereisferner-Gletscher: Direkt hinter den Saunafässern der Bella Vista führt ein schmaler Pfad weiter aufwärts. Der mittelschwere Weg ist gut markiert, teilweise sogar mit Steinmännchen. Im Frühsommer können im oberen Drittel noch Schneefelder vorhanden sein, wobei der Weg nicht steil ist. So erreicht man über den breiten Gipfelhang den höchsten Punkt, der mit einer Stange gekennzeichnet ist. Der relativ einfache Dreitausender bietet einen grandiosen Fernblick. Direkt unterhalb befindet sich der Hintereisferner-Gletscher mit der Weißkugel (3739 Meter) und der Finailspitze (3514 Meter) gleich gegenüber. Die Länge der Tour liegt bei 1,8 Kilometern und 442 Höhenmetern, die Gehzeit bei einer bis 1,5 Stunden.
Vigiljoch (1486 Meter): Mediterran-alpines Flair findet man in Meran am Vigiljoch. Oberhalb von Lana erstreckt sich ein kleines, aber feines Wandergebiet. Bereits die Seilbahnfahrt auf den autofreien Berg ist ein aussichtsreiches Erlebnis. Oben angekommen findet man leichte Wanderwege durch duftende Lärchenwälder. Eine Tagestour für Gipfelstürmer führt auf den 2607 Meter hohen Hochwart. Für den Almrosenweg sollte man sich dagegen drei Tage Zeit nehmen, um die 43 Kilometer und 2200 Höhenmeter ohne Eile zurücklegen zu können. Besonders schön ist die Tour zur Almrosenblüte übrigens im Früh-sommer. Auf allen Strecken gibt es viele Gelegenheiten zur Einkehr. Zum Zirmtaler See (2114 Meter): Unbedingt zu empfehlen ist auch die Wanderung zum malerischen Zirmtaler See und zu der gleichnamigen Alm oberhalb vom Kastellbell im Vinschgau – ein kleiner Geheimtipp. Allein schon der kristallklare Bergsee ist ein lohnenswertes Ausflugsziel, die romantische Alm als zusätzliches Highlight rundet die Wanderung dann noch perfekt ab. Ausgangspunkt ist der Parkplatz in Schartegg. Von dort aus ist der Weg gut ausgeschildert und führt in Richtung Obermarzoner Alm bis ganz nach oben. Das Gebiet zeichnet sich durch seinen Wasserreichtum und den besonders großen Zirbenbestand aus, nachdem der See und die Alm benannt wurden. Die Länge der Tour ist 11,2 Kilometer bei 800 Höhenmetern bergauf und bergab. Die Gehzeit beträgt circa fünf Stunden.
Gleckspitze (2952 Meter):Die Gleckspitze ist ein relativ einfach zu besteigender Fast-Dreitausender, der am Eingang des Ultentals auf ausdauernde Bergsteiger wartet. Vom Parkplatz des Weißbrunn-Stausees aus wandert man zunächst durch den Wald und einen Hang mäßig ansteigend zur Oberen Weißbrunnalm hinauf. Von hier aus geht es weiter durch das Almgelände und vorbei an den Weißbrunn-Naturseen, bis man in steilen Serpentinen zum Schwärzer Joch hinaufsteigt. Über den Gratrücken erreicht man problemlos das Gipfelkreuz der Gleckspitze. Der Abstieg erfolgt über den gleichen Weg. Die Länge der Tour liegt bei 13,7 Kilometern – bei 1050 Höhenmetern bergauf und bergab – und man ist circa sechs Stunden unterwegs.
Tschigat (2997 Meter): Der Weg auf den anspruchsvollen Gipfel des Tschigats auf 2997 Metern beginnt bei der Leiteralm, die sich auf 1522 Metern befindet. Gestartet wird übrigens von Vellau aus mit dem Korblift. Auf dem Meraner Höhenweg geht es zum Hochganghaus und weiter in die Hochgangscharte. Hier sind einige Passagen mit einem Seil gesichert. An den Milchseen vorbei wandert man der Markierung nach über Geröll und Blockwerk in Richtung Gipfel. In mäßig schwieriger Kletterei geht es eine Steilrinne aufwärts, oben rechts zu einem Felsband in die Scharte nördlich vom Gipfel und über die Felsplatten im Süden schließlich auf dessen höchsten Punkt. Beim Abstieg kann man die abwechslungsreiche Route zum Hasljoch hinunter zu den Milchseen wählen, dadurch verlängert sich zwar die Gehzeit um eine Stunde, aber das lohnt sich. Die Länge der Tour beträgt gute 16,4 Kilometer bei 1691 Höhenmetern und einer Gehzeit von sieben bis acht Stunden (über das Hasljoch dauert es neun Stunden).

1+2: Uralte urige Bauernhütten säumen die Wanderrouten in Südtirol.


3: Die Etsch fließt mitten durch Meran.


4: Kaiserin Sissi war ein Stammgast in den Meraner Thermen. Als Dank dafür wurde sie im Park verewigt.


Auf den Salten (1468 Meter): Ein weiterer Höhepunkt unserer Wanderungen ist die Tour, die auf den Salten führt. Die Hochebene zwischen Mölten und Jenesien ist vor allem im Herbst ein farbenprächtiges Wandererlebnis. Man wandert zwischen einzeln stehenden Lärchenbäumen auf wunderschönenWiesen dahin. Auch der Weitwanderweg E5 und die gelbe Route der Via Alpina verlaufen hier. Eine besondere Attraktion sind die Stationen, an denen von Schülern gebastelte Figuren verschiedene Sagen erzählen. Eine schöne Runde führt vom Parkplatz aus nach Norden zur Möltener Kaser. Von hier aus steigt man über einen Waldweg hinab zur Jenesiener-Jöchl-Alm. Über Wiesen und Lärchenhaine geht es weiter in südlicher Richtung bis zu einer Zufahrt, die einen rechts abbiegend wieder zum Wanderparkplatz zurückbringt. Die Länge der Rundtour liegt bei elf Kilometern und es gilt 340 Höhenmeter bergauf und bergab zu überwinden. Die Gehzeit beträgt drei bis vier Stunden.

PROMENIEREN DURCH MERAN

Wer nicht nur wandern will, hat in der Meraner Gegend die Qual der Wahl. Planen Sie einen Abstecher nach Meran mit ein. Prächtige Gärten, milde Winter und exotische Pflanzen: Die kleine Stadt inmitten der hohen Berge hat eine ausgesprochen günstige geografische und klimatische Lage. Einen imposanten Ausblick auf die Stadt bekommt man von der Gilfpromenade aus, die in felsiger Lage am Zenoberg besonders sonnenverwöhnt ist. Am Ende des Aufstiegs erreicht man den Pulverturm und kann seinen Spaziergang am Tappeinerweg fortsetzen, dem wohl berühmtesten Promenadenweg der Stadt. Die hier wachsenden Pinien, Magnolien, Agaven und Feigenkakteen machen diese Wanderung auch zu einem botanischen Erlebnis.

AB IN DIETHERME!

Palmen im Schnee findet man in der Therme Meran. Auch wenn es hier nur an wenigen Tagen im Jahr schneit, so ist das doch ein ganz besonderes Ereignis. Verbringen Sie einen Wintertag in der modernen Therme mitten im Stadtzentrum. Immerhin reiste bereits die österreichische Kaiserin Sissi am liebsten nach Meran zur Kur. Vom Pool im Glaskubus aus hat man freien Blick auf die Berge, die Saunalandschaft lockt mit drei Dampfbädern, einer Südtiroler Bioheusauna, einem Caldariummit Soleinhalation und einer finnischen Blocksauna im Freien. Abkühlen kann man sich an der frischen Luft oder im eiskalten Indoorschneeraum. Speziell Aufgüsse machen den Besuch zu einem einzigartigenErlebnis, denn diese werden hier in Südtirol immer weiter fachkundig perfektioniert. Der Spabereich lädt mit einem Rotwein-Salz- Peeling, „Sissis Bio-Molkebad“ oder einer Entspannungsmassage mit Südtiroler Kräuteröl zum Entspannen ein.

5: Das wunderschöne Schloss Trautmansdorff ist ein wahrer Touristenmagnet.


6: Idyllisch auf einem Hügel liegt die Kirche St. Kathrein.


7+8: Im Skigebiet „Meran 2000“ und entlang des Meraner Höhenwegs kann man im Sommer herrliche Wanderungen unternehmen.


SCHLOSS TRAUTTMANSDORFF

Wer glaubt, die Gärten von Schloss Trauttmansdorf wären nur etwas für betagtere Herrschaften, der liegt weit daneben. Denn das zwölf Hektar große Areal in Form eines Amphitheaters fordert sogar einiges an Kondition,wenn man die verschiedenen Aussichtspunkte besuchen möchte. In mehr als 80 Gartenlandschaften – aufgeteilt in Sonnen-, Wald-, Wasser- und Terrassengärten – blühen hier verschiedenste Pflanzen. Dazwischen findet man immer wieder Erlebnisstationen, Informationen und Kunstwerke. Zu entdecken gibt es unter anderem das Bienenhaus, die Libellenuhr, die botanische Unterwelt, das Glashaus, das Holzratespiel oder die Abenteuerhängebrücke im Auwald. Von den zwei Aussichtsplattformen aus hat man einen tollen Blick auf die Gärten und auf Meran. Besonders spektakulär ist die zu 95 Prozent durchsichtige Plattform des Südtiroler Architekten Matteo Thun sowie der 15 Meter lange „Steg ins Leere“, den man durch die Großraumvoliere betritt. Für den Besuch sollte man mindestens drei bis sechs Stunden – besser sogar einen ganzen Tag – einplanen.

DIE KIRCHE ST. KATHREIN

Auf einem sanften Hügel liegt St. Kathrein. Auf dem einst heidnischenKultplatz stand vermutlich schon im 12. Jahrhundert eine kleine Kirche, die allerdings zu großen Teilen einem Brand zum Opfer fiel. Die Relikte wurden im Jahr 1453 umgebaut und erneut geweiht. Die Fresken und der Flügelaltar stammen noch aus dieser Zeit. Einer Sage nach boten zwei Riesen den Einheimischen beim Bau der Kirche ihre Hilfe an. Allerdings hatten die beiden in der Zwischenzeit einen weiteren Auftrag in Lafen angenommen. Da sie nur einen Hammer besaßen, mussten sie ihn sich teilen. Eines Tages kam es zu einem Streit, bei dem der hünenhafte Baumeister von Lafen einen Stein aufhob und ihn bis nach St. Kathrein warf. Der Felsbrocken verfehlte die Kirche nur knapp. Noch heute liegt er in der Wiese vor dem Parkplatz beim Hotel Sulfner.

SKIFAHREN UND WANDERN IN „MERAN 2000“

Rund 40 Pistenkilometer und neun Lifte sorgen im Skigebiet „Meran 2000“ unweit von dem Ort Hafling für alpine Abwechslung. Die meisten Pisten sind im mittleren Schwierigkeitsbereich angesiedelt, der „Steilhang“ und die „Mittagerpiste“ sind auch für erfahrene Wintersportler eine Herausforderung. Der Snowpark auf der Oswaldpiste bietet Easy-Lines für Anfänger und eine Medium-Line für fortgeschrittene Fahrer. Ski- und Snowboardausrüstung kann vor Ort ausgeborgt werden. Von Meran fährt ein Skibus bis zur Talstation der Bergbahn „Meran 2000“, zudem gibt es eine Busverbindung Meran–Hafling– Falzeben, mit der man ebenfalls ins Skigebiet gelangt. Im Sommer wandert man auf dem Heini-Holzer-Klettersteig auf den Kleinen Ifinger, der auf 2552 Metern liegt. Die Großkabinenbahn „Meran 2000“ ist auch im Sommer im Einsatz und bringt Wanderer und Kletterer zur Bergstation. Von hier verläuft ein Wanderweg über eine Schotterstraße in den Wald bis zu einer Abzweigung. Nur wenig später hat man den Anfang des Klettersteigs erreicht und kann auf dem hölzernen Plateau „Ochsenboden“ in Ruhe seine Ausrüstung anlegen. Der mittelschwere Klettersteig teilt sich in mehrere Abschnitte wie das „Einstiegswandl“, den „Geistergrat“, das „Waldele“ oder die „Engelskante“. Namensgeber des Steigs ist der Südtiroler Alpinist Heini Holzer, der als Steilwandskifahrer in die Geschichte einging. Unterwegs kommt man an eine Stelle, an der er im Jahr 1974 über die 55 Grad steile Südwestflanke abgefahren ist – sehr beeindruckend. Es gibt keine Möglichkeit, vorzeitig auszusteigen, darum sollte man vorab dem Wetterbericht Beachtung schenken. Der Abstieg erfolgt über den Normalweg. Der Schwierigkeitsgrad ist C bei 750 Höhenmetern. Die Steigzeit beträgt zwischen drei und 3,5 Stunden mit Zu- und Abstieg bei 5,5 Stunden.

1: Die moderne Edelrauthütte kann auf eine bewegte Vergangenheit zurückblicken.


2: Markanter Grenzpunkt zwischen Alt- und Neustadt in Sterzing ist der Zwölferturm, der mit seinem gestuften Dach hoch über der Stadt thront.


3: Das Knottenkino ist ein Aussichtspunkt auf der Knotte bei Vöran unweit von Meran. Das Schauspiel, das sich von dieser auf 1465 Metern Höhe gelegenen Felskuppe aus bietet, ist einzigartig. Gespielt wird, was das Wetter vorgibt


4: Paradiesisch schön liegt so manches Weingut hoch über Meran.


… UND NOCH MEHRWANDERTIPPS IN DER REGION

Knottenkino: Anders, als es der Name vermuten lässt, ist das Knottenkino kein Filmpalast, sondern ein Aussichtspunkt auf der Knotte bei Vöran unweit von Meran. Das Schauspiel, das sich von dieser Felskuppe, auf 1465 Metern Höhe gelegen, aus bietet, ist einzigartig. Gespielt wird, was das Wetter vorgibt. In den Bergen kann sich die Witterung oft innerhalb weniger Minuten komplett verändern. Auf Klappsesseln ist man hier dazu eingeladen, das abwechslungsreiche Panorama zu genießen. Eine Schautafel zeigt die Gipfel der Umgebung und ihre Namen. Der kürzeste Weg zum Kino beginnt oberhalb des Gasthofs Alpenrose in Vöran und führt in 40 Minuten zum Aussichtspunkt. Die Länge der Tour liegt bei nur drei Kilometern und es gilt 160 Höhenmeter in einer Gehzeit von circa 40 Minuten zu überwinden.
Auf die Wurzer Alm (1707 Meter):Ob per pedes oder mit dem Mountainbike: Vom Mesnerwirt in Hafling aus geht es vorbei an Bauernhöfen und Lärchenwiesen. Zunächst zu einem kleinen Teich, danach passiert man den „Wurzel und Platten Weg“ und kommt direkt zur Wurzer Alm, die auf 1707 Höhenmetern liegt. Typische „Schmangerlen“ auf dieser Alm sind Gerichte von der Ziege und dem Schaf, Nudelspeisen, Buttermilch mit Beeren sowie hausgemachte Brote, Kuchen und Säfte. Topfen- und Apfelstrudel dürfen auch nicht fehlen. Das „Buchweizenschmarrele mit Südtiroler Apfelmus“ oder der „Salatteller mit gebratenem Ziegenkäse“ sind sogar bewusst glutenfrei. Zur Freude der Kinder grasen mehr als 150 Rinder und 20 Pferde auf den Almwiesen. Auch Wollschweine, Kaninchen, Hängebauchschweine, Ziegen und Pfaue freuen sich über zärtliche Streicheleinheiten. Die Länge der Tour beträgt 6,4 Kilometer bei 410 Höhenmetern und einer Gehzeit von circa 2,5 Stunden.
Stoanerne Mandln (2003 Meter): Diesen sagenumwobenen Platz, der auf 2003 Metern Höhe liegt, erreicht man nach einer drei- bis vierstündigen Wanderung von Hafling über die Wurzer und Vöraner Alm. Von Letzterer folgt man dem Forstweg bis zum Hochplateau. In RichtungAuenerjoch türmt sich rechter Hand ein Hügel mit zahlreichen „Steinmännchen“ auf. Manche haben ein Kreuz auf der Spitze, andere sehen aus wie eine umgedrehte Pyramide. In jedem Fall ist hier ein hervorragender Platz zum Rasten, von dem aus sich tolle Ausblicke in die Dolomiten bieten. Als Alternative für den Rückweg bietet sich der Abstieg über den Möltner Kaser und die Leadner Alm an, wofür man allerdings eine weitere Stunde Gehzeit einrechnen muss. Die Länge der Tour beträgt 21 Kilometer bei 815 Höhenmetern bergauf und bergab. Man ist circa sechs bis sieben Stunden unterwegs.
Wanderung zu den Spronser Seen:Die wunderschönen Spronser Seen des Naturparks Texelgruppe gelten als größte hochalpine Seenplatte. Sie sind damit ein perfektes Ausflugsziel an einem heißen Sommertag. Der Weg dorthin ist für wandererprobte Familien geeignet – etwas Kondition sollte man allerdings mitbringen. Von Vellau aus geht es mit dem Korblift hinauf zur Bergstation. Dort folgt man dem Meraner Höhenweg durch den Wald und über die Leiteralm zum Hochganghaus. Über sehr steiles Gelände erreicht man den felsigen Bereich unterhalb der Hochgangscharte. Eine kurz ausgesetzte, aber gut gesicherte Seilpassage führt in die sogenannte Scharte. Dann hält man sich links und wandert oberhalb des Langsees zum Grünsee und weiter ins Sponsertal zur Oberkaseralm. Kurz nach der Alm steigt man vorbei an Kaser- und Pfitscherlacke. Es geht mäßig steil in die Taufenscharte hinauf. Über steile Serpentinen verläuft der Weg wieder zur Leiteralm. Das letzte Stück fährt man wieder mit der Seilbahn ins Tal. Unterwegs bestehen einige schöne Einkehrmöglichkeiten in die Leiteralm, ins Hochganghaus und in die Oberkaseralm. Die Länge der Tour liegt bei 13,5 Kilometern bei 1227 Höhenmetern bergauf und bergab. Man rechnet mit einer Gehzeit von circa fünf bis sechs Stunden.

CHALETSTERN– ALPINERRÜCKZUGSORTÜBERSTERZING

Am Rosskopf wusste man schon vor 100 Jahren, wie man es sich in den Bergen so richtig gut gehen lässt. Es waren reiche Kaufleute aus Sterzing, die im Jahr 1923 direkt am Hausberg der Stadt auf knapp 2000 Metern Höhe ihr privates Sommerdomizil errichten ließen. Milch, Butter und Käse wurden von den nahe gelegenen Vallming- Almen gebracht, alles andere mussten die Bediensteten aus dem Tal herauftragen. Im Jahr 1993 wurde die Hütte umgewidmet und dient seitdem als Schankbetrieb im Skigebiet. Dann kam 2017 das Chalet hinzu. Der Massivholzbau befindet sich rund 30 Meter neben der Hütte und bietet mit seinen sieben sogenannten „Almsuiten“ in unterschiedlichen Größen komfortablen Raum für 14 Gäste. Bei der Ausstattung legte man von Anfang an großen Wert auf natürliche Materialien aus der Region. Das gilt auch für das kleine Nebengebäude, in dem sich die Sauna und ein bis zum Boden verglaster Ruheraum mit Blick auf einen kleinen Teich befindet. Im Sommer blühen ringsum die Almwiesen, wobei besonders im Frühsommer die Blüte der Alpenrosen die Hänge rosarot einfärbt. Im Winter blickt man von hier aus auf die verschneite Landschaft und kann bequem in speziellen Ruhebetten relaxen, während draußen dicke Schneeflocken vom Himmel fallen. Ob mit Heublumen oder mit Stroh und Lavendel gefüllt oder aus Zirbenholz gearbeitet: In jedem Fall bietet das Chalet Stern naturnahe Erholung. Absolut luxuriös ist der beheizte Whirlpool im Freien. Wer nicht genug von der reinen Bergluft abbekommen hat, versucht es vielleicht mal mit einer Übernachtung im überdachten Outdoorbett – inklusive direktem Blick auf den Sonnenaufgang. Den hat man auch von jeder der sieben Suiten im Haus. Generell lebt man hier mit den Jahreszeiten und richtet den Betrieb nach den Öffnungszeiten der Bergbahnen. Denn die Anreise zum Chalet Stern beginnt mit einer Seilbahnfahrt von Sterzing aus. Von der Bergstation sind es nur mehr 15 Minuten zu Fuß – ohne Gepäck versteht sich, denn das wird selbstverständlich abgeholt und direkt zum Chalet transportiert. Zweimal die Woche – jeweils am Donnerstag und am Freitag – sind die Bergbahnen abends länger in Betrieb und bieten so die Möglichkeit zum Nachtskilauf und Rodeln – oder man kann zu einem abendlichen Ausflug in die Stadt aufbrechen.
Frühstück und Abendessen werden für Hausgäste in einem separaten Raum angerichtet, abends speist man à la carte. Zur Auswahl stehen ein Menü oder Südtiroler Speisen aus regionalen Zutaten. Zudemverfügt jede Suite über eine gut ausgestattete Küchenzeile – einer schnell selbst gekochten Pasta nach einer Wanderung steht also nichts im Weg. Welche Kräuter man zum Verfeinern verwenden kann, weiß Fachmann und Besitzer des Chalets Stern Tomas Mair.

1: Südtirol ist das Land der Äpfel. Tausende Tonnen dieses Exportschlagers werden in die ganze Welt verkauft


2: Die Gompm Alm liegt im Hirzer-Wanderparadies in den Sarntaler Alpen.


3: Die kleinen, gemütlichen Zimmer im Bella-Vista-Schutzhaus sind für eine Übernachtung mitten in den Bergen ideal.


4: Die „Stoanernen Mandln“ liegen auf 2003 Metern Höhe. Es ist ein sagenumwobener Ort, den man nach einer etwa drei- bis vierstündigen Wanderung von Hafling aus über die Wurzer und Vöraner Alm erreicht.


5+6: Schon für Spinatknödel mit Parmesan und einen Kaiserschmarrn lohnt sich der Weg nach Südtirol.


Am Rosskopf hoch über Sterzing befindet sich das Chalet Stern, ein alpiner Rückzugsort der ganz besonderen Art.


STERZING, DIE NÖRDLICHSTE STADT ITALIENS

Die einmalige Lage im Eisacktal, nur 15 Kilometer vom Brenner entfernt, hat Sterzing schon früh zur Handelsstadt gemacht. Ein Spaziergang durch den hübschen Ort ist absolut lohnenswert! Dabei besucht man meist Alt- und Neustadt – alt sind sie beide. Markanter Grenzpunkt ist der Zwölferturm, der mit seinem gestuften Dach hoch über der Stadt thront. Auffallend sind zudem die schmalen Fassaden der alten Häuser. Da die Höhe der Steuern früher nach der Größe der Hausfront berechnet wurde, hielt man diese so klein wie möglich und plante lieber in die Tiefe. Um die schmalen, dicht aneinander gebauten Häuser mit ausreichend Helligkeit zu versorgen, baute man eigene Lichthöfe. Manche davon – wie das mit Glas überdachte Atrium im Hotel Lilie – kann man noch heute besichtigen. Die dreieckigen Steine über den Eingangstüren kennzeichnen die Häuser der durch Bergbau reich gewordenen Bürger. Mehr zur Geschichte des Bergbaus rund um Sterzing erfährt man im Schaubergwerk in Maiern im Ridnauntal. Das Balneum in Sterzing: Im Sommer im Freien, im Winter „indoor“ und in der Sauna – das Hallen-Freibad in Sterzing hat für Klein und Groß ein abwechslungsreiches Angebot parat. Das Schwimmbad mit großen Glasfenstern ist lichtdurchflutet, in der Sauna mit alpinem Flair reguliert sich der Herzschlag wie von selbst nach unten, während im Kamin das Feuer brennt. Drei Saunen mit unterschiedlichen Temperaturen und ein Kristalldampfbad heizen ordentlich ein, zum Abkühlen steht ein eiskaltes Tauchbecken bereit. Danach hat man die Qual der Wahl zwischen Hängematte und Whirlpool. Im Preis inbegriffen sind auch die Aufgüsse in der finnischen Sauna zu jeder vollen Stunde. Unterwegs im Skigebiet Rosskopf:Rund um Sterzing gibt es insgesamt drei Skigebiete zu entdecken: Ratschings, Jaufen, Ladurns und den Rosskopf. Mehr als 20 Pistenkilometer bieten Abwechslung für jedes Alter und jedes Können. Die längste Piste ist 5,5 Kilometer – lang genug, um die Wadln nach der Abfahrt ordentlich zu spüren. Für alle, die lieber sitzen als stehen, gibt es eine Rodelbahn. Mit einer Streckenlänge von mehr als zehn Kilometern ist sie die längste beleuchtete und künstlich beschneite Rodelabfahrt in Italien. Jeden Dienstag und Freitag laden Bergbahnen und Lifte zum Nachtskifahren und Mitternachtsrodeln ein.
Unterwegs auf dem Dolomieu-Weg: Über insgesamt sechs Almen führt dieser abwechslungsreiche Naturlehrpfad von der Bergstation des Rosskopfs über das Wanderplateau Ladurns in den Pflerer Talschluss. Kein Wunder also, dass neben der beeindruckenden Bergkulisse auch köstliche Südtiroler Almprodukte im Mittelpunkt dieser Tour stehen. Der anspruchsvolle Wanderweg ist mit 20 Schautafeln bestückt, die Aufschluss über die Fauna, Flora und Geologie des Wipptals geben. Benannt wurde der Weg nach dem französischen Abenteurer und Wissenschaftler Deodat de Dolomieu, der auch Namensgeber für das Dolomitgestein war. Die Dolomiten selbst liegen weiter südlich – Ausläufer des Gesteins findet man zur Freude der Geologen aber auch hier. Die Länge der Tour beträgt 23 Kilometer bei 630 Höhenmetern und einer Gehzeit von circa sieben Stunden. Wanderung zur den Vallming-Almen (1820 Meter):An welchen SchätzenTransitreisende über den Brenner vorbeifahren, entdeckt man erst bei einer Wanderung zu den Vallming Almen. Vom Rosskopf aus geht es rund eine Stunde lang leicht bergab zu den Almen. Die Jörgner- Kaser-Alm ist bekannt für ihren köstlichen Käse, an den Wänden hängen die Sieges-Kuhglocken-Pokale aus den letzten Jahren. Am besten bestellt man ein „Kasbrettl“ und kostet sich durch die hausgemachten Produkte von Almbutter bis hin zum Grau- und Frischkäse. Die Almen sind übrigens nur von Mitte Juni bis Mitte September geöffnet! Die Länge der Wanderung beträgt 4,8 Kilometer bei 220 Höhenmetern bergauf und bergab. Man ist circa eine Stunde unterwegs.

Hoch oben am Eisbruggjoch thront die moderne Edelrauthütte. Das Schutzhaus liegt auf 2545 Metern.


Prantneralm (1800 Meter): Die ganzjährig bewirtschaftete Alm ist ein schönes Ausflugsziel für die ganze Familie. Über eine nicht asphaltierte Straße erreicht man die Alm sogar mit dem Auto – man kann aber auch von einem der etwas tiefer gelegenen Parkplätze aus zu Fuß gehen. Im Winter wird die Strecke bergab zur Rodelstrecke. Auch die sehr beliebte Skiroute auf die Weißspitze führt direkt an der Alm vorbei. Spezialität des Hauses ist selbst hergestellter Graukäse, der im Herbst als Graukäsesuppe mit Roggencroûtons serviert wird. Lecker sind auch frische Erdäpfelblattln mit Sauerkraut, Spinat oder Preiselbeeren. Die Anfahrt führt von Sterzing nach Fleins-Schmuders bis zum Braunhof. Wanderung zur Hühnerspielhütte:Traditionelle (Süd-)Tiroler Gerichte mit Zutaten aus ausgewählten Biobetrieben machen die Hühnerspielhütte zum vielleicht höchstgelegenen Biorestaurant in den Alpen. Auf den Tisch kommen ausschließlich hausgemachte Speisen, verfeinertmit frischen Kräutern und Gewürzen. Dazu schmeckt ein Tropfen Südtiroler Wein aus biologischem Anbau. Neben der Kulinarik ist den Hüttenwirten auch Kunst, Kultur und Musik ein Anliegen – diverse Veranstaltungen sorgen für einen abwechslungsreichen Sommer. Das „Bergkino“ befindet sich etwas oberhalb und ist mit den alten Sesseln des ehemaligen Lifts ausgestattet. Hier lässt sich das Panorama noch besser genießen. Die Hütte ist im Sommer für Wanderer und Radfahrer sowie im Winter für Schneeschuh- und Skitourengeher geöffnet. Der kürzeste Weg führt von der Prantneralm über die Platzalm. Die Länge der Tour liegt bei 2,8 Kilometern bei 171 Höhenmetern bergauf und bergab. Die Gehzeit beträgt eine Stunde.

DIE EDELRAUTHÜTTE – EINSAM UND ABGELEGEN

Wer vom Neves-Stausee zur Edelrauthütte auf 2545 Metern aufsteigt, der hat sein Ziel schon von Anfang an vor Augen. Hoch oben am Eisbruggjoch thront das moderne Schutzhaus, das auf eine bewegteVergangenheit zurückblicken kann: Im Jahr 1906 erwarb der ÖsterreichischeAlpenklub ein Grundstück am Eisbruggjoch und errichtete die erste ursprüngliche Edelrauthütte, die 1908 eingeweiht wurde. Es folgten turbulente Zeiten: Nach dem Ersten Weltkrieg ging die Hütte in den Besitz des italienischen Alpenvereins über. Während des ZweitenWeltkriegs verwahrloste sie zunehmend und wurde erst 1950 wieder instand gesetzt. Auf dem Höhepunkt der Unruhen rund um die Autonomie Südtirols kam sie erneut unter militärische Besatzung und öffnete erst 1972 wieder ihre Türen für Wanderer. Damals erhielt sie einen Nebenbau mit Winterraum und Schlaflagern, um die steigendenBesucherzahlen versorgen zu können. Die eigentliche Hütte wur-de jedoch immer baufälliger, sodass der neue Eigentümer, das Land Südtirol, einen Neubau beschloss, der 2016 vom Brixner Architekturbüro MoDus Architects umgesetzt wurde. Die Steinplatten am Boden der jetzigen Terrasse zeigen noch heute die Größe der alten Hütten. Schlichte Formen, für eine Schutzstation ungewöhnlich große Fenster und ausgewählte Einrichtungsgegenstände machen die moderne Edelrauthütte zu einem besonderen Ort in den Alpen. Die Wände der Gaststube sind aus den abgeschliffenen Holzbrettern des Vorgängerbaus entstanden, der edle dunkelgrüne Boden ist Pfunderer Stein aus der Region. Insgesamt stehen 18 Betten in Zimmern und 32 Schlafplätze in Matratzenlagern zur Verfügung. Dank des durchdachten Neubaus sind die Wände gut isoliert, und man hört nicht gleich jeden Schritt im Haus. Bei der Energieversorgung setzte man auf Solarpaneele auf dem Dach und ein kleines Wasserkraftwerk, das je nach Schmelzwasseraufkommenunterschiedlich viel Strom liefert. Was Sonne und Wasser nicht schaffen, liefert ein zusätzliches Dieselaggregat, das gerade bei Hochbetrieb gute Dienste leistet. Wer die Hütte betritt, findet linker Hand einen Trockenraum, in dessen Holzschränken nasse Kleidung und Bergschuhe in Windeseile trocknen. Rechts geht es in die Stube, die viel Platz bietet und in der die großen Fenster zu allen drei Seiten die Hauptrolle spielen. Mit etwas Glück kann man abends Steinböcke erspähen. Aber auch ohne Tiere ist der Ausblick gigantisch – besonders abends und morgens –, weshalb sich eine Übernachtung empfiehlt. Dann bleibt auch genug Zeit, um in dem ausführlichen Buch zur Geschichte der Hütte zu stöbern, das in der Gaststube ausliegt. Der kürzeste Zustieg zur Edelrauthütte führt vom Neves-Stausee im Tauferer Ahrntal in circa zwei bis 2,5 Stunden hierher. Dabei geht es zunächst steil in Serpentinen durch den Wald und danach stetig ansteigend durch das Pfeifholdertal. Am Weg grasen Kühe und weiter oben verstecken sich Murmeltiere zwischen den Felsbrocken. Etwas länger dauert die Wanderung vom Parkplatz im Weiler Dun bei Pfunders aus, doch kommt man so direkt am Eisbruggsee unterhalb der Hütte vorbei. Vom Stausee aus beträgt die Länge der Tour 4,6 Kilometer bei 755 Höhenmetern und einer Gehzeit von circa zwei Stunden. Von Dun/Pfunders aus ist die Tour mit sieben Kilometern etwas länger. Insgesamt sind 1050 Höhenmeter zu überwinden, was in circa 3,5 Stunden bewältigt werden kann.

1+2: Wanderungen durch das Schnalstal bestechen durch herrliche Natur und urige Hütten, die zur wohlverdienten Einkehr einladen.


3: Spektakuläre Aussichten genießen Wanderer auf den Trails hoch über Meran.


4: Der kürzeste Weg zur Edelrauthütte beginnt beim Neves-Stausee im Tauferer Ahrntal auf 1860 Metern Höhe. Bei gleicher Abstiegsroute kann man zum Abschluss den See einmal umrunden.


5: Ein Abstecher in die wunderschöne kleine Ortschaft St. Magdalena, die im hinteren Talbereich von Villnöss liegt, lohnt sich immer.


6: Wanderungen zu den Spronser Seen sind ebenfalls sehr beliebt.


DIE SCHÖNSTENWANDERUNGEN IN DER REGION

Neveser Höhenweg: Für ambitionierte Wanderer ist es eine Tagestour, Genusswanderer nehmen sich besser zwei Tage Zeit und übernachten in einer der beiden Hütten, die auf dem Weg liegen. Startpunkt ist in Lappas am Neves-Stausee. In Richtung Norden wandert man zuerst am Seeufer entlang, bis der Weg schließlich zur Chemnitzer Hütte führt, die über mehrere Serpentinen vorbei an Nevesalm und Nevesjoch erreicht wird. Ab hier folgt man dem Höhenweg, der in stetemAuf und Ab am Fuß des Großen Möselers auf 3480 Metern und des Hohen Weißzint auf 3371 Metern entlang in Richtung Edelrauthütte führt. Immer wieder trifft man auf schöne Aussichtspunkte auf den Neves-Stausee und die Pfunderer Berge – später sogar auf die Dolomiten im Süden. Zudem quert man zahlreiche Gletscherbäche auf ihrem Weg ins Tal. Spätestens auf der Edelrauthütte sollte man sich für die Wanderung mit einem Schmankerl von der Speisekarte belohnen. Anschließend oder erst am nächsten Tag geht es dann über das PfeifholderTal und den Wald zurück zum Parkplatz am Neves-Stausee. Die Länge der Rundtour beträgt 24 Kilometer bei 1470 Höhenmetern bergauf und bergab. Die Gehzeit liegt bei sechs bis acht Stunden.
Pircheralm: Die ganzjährig geöffnete Alm liegt auf 1810 Höhenmetern und ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Mountainbiker. Sie liegt im Wurmtal, dem südlichsten Teil der Zillertaler Alpen. Über Sand-in-Taufers und Luttach fährt man bis Weißenbach, wo man am Ortsende parken kann. Von hier aus führt ein Forstweg für Radfahrer und ein Waldsteig für Wanderer zur Hütte. Oben angekommen wird man mit regionalen Schmankerln oder auf Vorbestellung auch mit Spanferkel oder Schweinshaxen belohnt. Vor der Hütte gibt es einen Kinderspielplatz sowie einen kleinen Streichelzoo, der für Unterhaltung bei Groß und Klein sorgt. Von der Alm aus erreicht man in rund drei Stunden die Chemnitzerhütte, um dort den Neveser Höhenweg zur Edelrauthütte einzuschlagen. Im Winter ist die Alm Startpunkt der Rodelbahn und auch eine gut gelegene Einkehrmöglichkeit nach einer technisch leichten Skitour auf den Gornerberg und die Henne (2475 Meter). Die Länge der Tour liegt bei 3,5 Kilometern bei 450 Höhenmetern und einer Gehzeit von circa 1,5 Stunden. Napfspitze: Neben dem Gipfelkreuz der Napfspitze (2888 Meter) vergisstman die Anstrengungen der letzten Stunde schnell. Die Tour auf den Hausberg der Edelrauthütte ist ideal für Übernachtungsgäste, die so einen Teil ihrer Ausrüstung bereits auf dem Schutzhaus liegen lassen können. Von oben sieht man die umliegenden Gletscher des ZillertalerHauptkamms – den Hochfeiler (3509 Meter), die Hohe Weißzint (3371 Meter), den Großen Möseler (3480 Meter), den Turnerkamp (3420 Meter) und den Schwarzenstein (3369 Meter). Wer den Blick in die Ferne schweifen lässt, kann bei gutem Wetter die Sarner Alpen und sogar die Dolomiten erkennen. Zu Füßen liegt einem von hier aus der Eisbruggsee. Der Anstieg beginnt direkt an der Hütte und führt über Steinblöcke und Felshänge nach oben zum Gipfelgrat, an dem entlang man nach circa einer Stunde das Ziel erreicht. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind notwendig – auch wenn der Weg ansonsten eher leicht ist. Die Tour hat eine Länge von 1,5 Kilometern bei 397 Höhenmetern. Die Gehzeit liegt bei circa einer Stunde.

Ein Sonnenaufgang am Speikboden: Im Spätsommer und im Herbst organisieren die Bergbahnen Speikboden einmal in der Woche eine Sonnenaufgangsfahrt. Je nach Jahreszeit startet man zwischen 5.15 Uhr und 6.30 Uhr mit der Kabinenbahn und dem Sessellift Sonnklar auf 2400 Metern Höhe in die Ahrntaler Bergwelt. Um den Sonnenaufgang zu beobachten, bietet sich der Panoramaturm an – oder man wandert zum nur zehn Minuten entfernten Sonnklarkreuz. Nach dem Naturereignis wartet in der Sonnklarhütte ein Bergfrühstück. Klettersteig Speikboden: Der im Jahr 2018 eröffnete Klettersteig durch die Nordflanke des Speikbodens ist perfekt für kletteraffine Anfänger und Fortgeschrittene geeignet. Dank der Lage im Skigebiet und der im Sommer laufenden Seilbahn ist der Zustieg kurz und der Abstieg mit der Sesselbahn knieschonend. Gleich am Einstieg wartet eine Schlüsselstelle mit einem leicht überhängenden Hang, bevor es durch leichteres Gelände und über eine Seil- sowie eine Hängebrücke weitergeht. Auf der anderen Seite der Schlucht folgen eine Steilstufe und einige Aufschwünge, bevor man nach einer weiteren Steilwand in leichtem Gelände aussteigt. Wer noch Kraft hat, der kann über den Seewassernock (2433 Meter) und den Kleinen Nock (2228 Meter) bis zur Bergstation der Kabinenbahn absteigen. Alle anderen nehmen den Sessellift. Der Schwierigkeitsgrad liegt bei C mit 600 Höhenmetern und 250 Metern Steighöhe. Die Tour dauert eine bis 1,5 Stunden, mit Zu- und Abstieg circa 2,5 Stunden.

1+2: Südtiroler Schmankerl wie Speck mit frischem Bauernbrot und Butter oder Beinschinken mit Bratkartoffeln und Kraut werden auf den meisten Hütten serviert.


3+4: Blick auf Meran mit seinen umliegenden Weinbergen und auf Bozen.


KULINARISCHES SÜDTIROL

Kulinarisch gut versorgt ist man sicherlich im Genussmarkt „Pur Südtirol“ im Zentrum Merans. Im Shop werden rund 2000 ausgewählte Produkte aus allen Ecken und Enden Südtirols verkauft. Im angeschlossenen Bistro kann man bei biologischen und saisonal wechselnden Köstlichkeiten gut zu Mittag essen. Gestärkt kann man sich dann dem Shopping widmen, denn angesichts der umfassenden Auswahl fällt es oft schwer, sich für ein Produkt zu entscheiden. Handverlesene Teesorten, ausgewählte Weine, Apfelsaft, Schüttelbrot, Milchprodukte sowie Fleisch und Käse stammen aus Manufakturen und kleinen Bauernbetrieben. Auch Naturkosmetik, Schneidbretter aus heimischen Hölzern oder Filzpantoffeln werden hier verkauft – perfekte Souvenirs für zu Hause.

UNGEWÖHNLICHE SÜDTIROLER KÄSESORTEN

In der Käserei Eggemoa auf 1300 Metern Höhe im Muhlwaldtal fertigt Michael Steiner, Käsesommelier und Käser, ungewöhnliche Käseinnovationen wie Weichkäse mit Lärchennadeln, Fichtenrinden oder Brotklee. Die Milch als Essenz des Käses stammt von seinen 15 Braunviehkühen, ansonsten kommen möglichst wenig andere – und wenn ausschließlich regionale – Zutaten in seinen Käse. Für interessierte Besucher werden Käseverkostungen im Hofladen organisiert. Durch die Glasscheibe im Shop kann man in die Arbeitsräume der Manufaktur sehen und beobachten, wie aus Milch Käse gemacht wird. Aufgrund seines geringen Fettanteils zählt der Graukäse inzwischen zu den überaus beliebten Lebensmitteln, unter anderem auch in der Slow-Food-Küche. Die heutige Südtiroler Spezialität war früher ein Arme-Leute-Essen. Nach dem Abschöpfen des Rahms für die Buttererzeugung war Magermilch im Überfluss vorhanden – und daraus machte man Graukäse. Dieser reift mehrere Wochen lang. Dabei verändert sich seine zunächst weiß-bröselige Konsistenz zu einer klebrig- gelben oder gar grau-grünlichen Masse. An der Frage, in welchem Zustand er am besten schmeckt, scheiden sich die Geschmäcker. In der Küche landet er als Zutat in Knödeln, kommt im Herbst in die Suppe oder wird frisch mit Essig, Öl und Zwiebelringen mariniert angerichtet. Seit einiger Zeit hat er auch den Weg in die Spitzengastronomie gefunden. Besonders lecker schmeckt er jedoch zumeist auf eben jenen Almhütten, die ihn auch selbst herstellen.