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Katzenfutter: SchmackoKatz?


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 5/2016 vom 28.04.2016

Rundum perfekt ist keines der 21 Nassfutter im Test. Aber immerhin schneiden vier Produkte mit „gut“ ab. Die teuersten Marken sind nicht darunter. Über den Geschmack urteilen die vierbeinigen Chefs bei Ihnen zu Hause selbstverständlich selbst. Von Meike Rix


Artikelbild für den Artikel "Katzenfutter: SchmackoKatz?" aus der Ausgabe 5/2016 von ÖKO-TEST Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Unser Aufmacherbild stammt von der Straßenkünstlerin Barbara. Es ist auch erschienen im Buch Barbara. Dieser Befehlston verletzt meine Gefühle, Bastei Lübbe, 2015, 12,99 Euro. www.facebook. com/ichwillanonymbleiben


Foto: Barbara.

Die Produktnamen klingen nach guten Restaurants für Zweibeiner. Auch die Preise vieler Marken unterstreichen den Flair von ...

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Die Produktnamen klingen nach guten Restaurants für Zweibeiner. Auch die Preise vieler Marken unterstreichen den Flair von Luxus und „für meine Katzen ist nur das Beste gut genug“. Aber was steckt im Schlemmer-Menü Wellness oder dem Katzenfutter Gans „Sensitiv“? Und worauf kommt es wirklich an beim möglichst artgemäßen Füttern einer Katze?
Erkranken viele Katzen durch falsches Futter?
Viele ältere Katzen haben Nierenleiden. Ursache und Wirkung sind hier aber nicht geklärt: Werden die Katzen älter, weil es ihnen so gut geht, und die Niere ist eben bei Katzen eine Schwachstelle? Oder steckt auch im Futter zu viel Nierenbelastendes? Tierernährungsexperte Professor Jürgen Zentek von der Freien Universität Berlin empfiehlt, bei älteren Katzen per Blutuntersuchung abklären zu lassen, dass kein unerkanntes Nieren- oder Leberleiden vorliegt. Bestehende Probleme könnten nämlich durch hohe Phosphor- oder Eiweißgehalte des Futters langfristig weiter verstärkt werden. „Tierhalter sollten sich zur Abstimmung der Ernährung auf das jeweilige Krankheitsbild beraten lassen, denn die angebotenen Spezialfutter sind nicht standardisiert“, so Zentek.
Durch Dick und Dünn
Besser erforscht ist die Tatsache, dass Übergewicht infolge einer dauerhafte Überfütterung von Katzen die Gesundheit, Lebenserwartung und Lebensqualität beeinträchtigt. Viele gemütlich kuschelig aussehende Katzen sind übergewichtig. Der Tierarzt kann hier mit einem ehrlichen Wort sowie Tipps zur Anpassung des Futters zur Seite stehen. Nulldiäten sind für Katzen übrigens schnell lebensgefährlich.
Besteht das Futter aus Abfällen?
Gemessen daran, welches Fleisch Menschen hierzulande auf dem Teller haben mögen: größtenteils ja! Ob das schlecht ist, so lange die Katzen mit dem Futter gut versorgt werden, ist eine andere Frage. Wollte man Millionen von Katzen in Deutschland überwiegend mit bestem Muskelfleisch füttern, so müsste die Massentierhaltung von Schlachttieren noch mal aufgestockt werden. Katzenfutter besteht derzeit zu großen Teilen aus Resten der Fleischproduktion für den Menschen, zum Beispiel aus verschmähten Innereien, aus Knorpeln und Häuten. Auch für teure Marken, deren Werbung die Hochwertigkeit der Zutaten besonders betonen wie Royal Canin und Defu Bio, werden nach Angaben der Hersteller keine Tiere extra geschlachtet.
Wozu „Rohasche“ und „Getreideerzeugnisse“?
Hinter dem auf den Verpackungen genannten Rohasche anteil verbergen sich nur die nicht verbrennbaren Mineralstoffe. Und obwohl Katzen strikte Fleischfresser sind, gelten die in Feuchtfuttern vorkommenden Getreideanteile Experten als unproblematisch. „Kohlenhydrate tragen zur Energiedeckung bei und können den zum Teil sehr hohen Proteingehalt im Futter ausdünnen“, erklärt Dr. Ingrid Vervuert vom Institut für Tierernährung der Universität Leipzig.
Kann man Katzen vegetarisch ernähren?
Dr. Vervuert meint: „Katzen vegetarisch zu ernähren ist fast nicht machbar.“ Nach Meinung der Veterinärmedizinerin würden bei einer vegetarischen Ernährung der Katze zahlreiche Mangelerscheinungen drohen. Auch der Deutsche Tierschutzbund rät ab. Anders als Hunde haben sich Katzen im Laufe der Zeit nicht an die Essgewohnheiten der Menschen (und ihre Tischabfälle) angepasst.
Sollten Katzen Rohfutter oder Selbstgekochtes bekommen?
Selbstgekochtes oder B.A.R.F. (biologisch artgerechtes rohes Futter) muss gut auf die Bedürfnisse der Katze abgestimmt sein. Der Speiseplan darf nicht nur aus Fleisch ohne Innereien bestehen, aber zum Beispiel auch nicht zu viel Leber enthalten. Hygiene ist wichtig, und Schweinefleisch ist wegen eines für Katzen tödlichen Virus tabu. Wer selbst kochen oder „barfen“ möchte, sollte sich tierärztlich beraten lassen. Wer sein Tier mit Fertigfutter versorgt, der geht davon aus, dass darin keine Schadstoffe stecken und die Katze mit allem versorgt ist, was sie braucht. Wir haben 21 Feuchtfutter für Katzen in die Labore geschickt und sie ernährungsphysiologisch begutachten lassen.

ÖKO-TEST rät

• Von keinem der Futter gehen akute Gesundheitsrisiken aus. Mit den „guten“ Produkten vermeiden Sie aber einige mögliche Über- oder Unterversorgungen der Katze.

• Über die individuelle Verträglichkeit der Futter kann unser Test nur bedingt Aufschluss geben. Wenn das Fell glänzt, die Haut nicht schuppt und der Kot eine feste Konsistenz hat, spricht das für die verwendete Sorte.

• Wenn Sie zum Feuchtfutter trockenes Futter hinzufüttern, haben die Zähne des Stubentigers mehr zu tun. Behalten Sie dabei die Gesamtzufuhr im Auge.

Das Testergebnis

Unausgewogen. Überhöhte Gehalte bestimmter Mineralstoffe und Vitamine sind die Hauptprobleme. Eine der teuersten Marken fiel durch ein gesundheitlich ungünstiges Verhältnis von Calcium und Phosphor auf. Immerhin sind aus unserer Sicht vier Produkte für gesunde Katzen empfehlenswert. Von den drei Bio-Produkten fallen zwei mit „mangelhaft“ durch, eines ist immerhin „befriedigend“.
Geld spielt keine Rolle? Tierhalter, die ihre normalgewichtige Katze komplett mit dem Royal Canin Intense Beauty Gravy aus 85-Gramm-Beuteln versorgen, investieren nach unseren Berechnungen bis zu 128 Euro im Monat. Mit dem in unserem Test sogar etwas besseren Dosenprodukt von Aldi Nord zahlen sie dagegen weniger als 9 Euro. Insgesamt schneiden die teureren Marken keineswegs besser ab.
Vermeidbare Langfristrisiken: Alle Produkte enthalten ausreichend viel Vitamin A, das unter anderem für die Sehkraft der Katze unverzichtbar ist. Das Royal Canin-Produkt und das Tip Katzenmenü mit Kaninchen, Huhn & Karotten von Real liegen jedoch mit den Gehalten oberhalb des maximal zu tolerierenden Wertes nach den Richtlinien des Europäischen Verbands der Heimtierfutterhersteller (FEDIAF). Eine dauerhaft zu hohe Vitamin-A-Aufnahme kann zu Schäden wie einer Versteifung der Wirbelsäule führen.
Miau! Die Mehrheit der Kat zenfutter weist überhöhte Phosphor- und/oder Calcium-Gehalte auf, die mindestens dem Dreifachen des empfohlenen Minimalgehalts entsprechen. „Aufgrund des Risikos der Harnsteinbildung bei Katzen sollten aber deutlich bedarfsübersteigende Gehalte vermieden werden“, schreiben unsere Gutachter. Noch kritischer sehen sie allerdings das ungünstige Calcium-Phosphor-Verhältnis im Real Nature Adult Cat Huhn & Rind mit Vollkornnudeln. Stimmt das Verhältnis nicht, so könnte langfristig Calciumabbau aus den Knochen die Folge sein.
Zu viel. Auch die ermittelten Kupfergehalte einiger und die Selengehalte der meisten Produkte im Test kritisierten unsere Gutachter. Gesundheitliche Risiken würden hier zwar keine große Rollen spielen, es sei aber wünschenswert, eine langfristige Überversorgung zu vermeiden. Infolge einer dauerhaft zu hohen Aufnahme an Vitamin D3 seien gesundheitliche Störungen wie Gefäßverkalkungen nicht auszuschließen.
Zu wenig. Dem Defu Das Katzenfutter vom Bio-Bauern sind keine Vitamine zugesetzt. Leider war aber auf Basis der natürlichen Zutaten kein Vitamin E im Produkt nachweisbar. Wenn dies in allen Produktionschargen so ist, könnte der Mangel auf Dauer bei Katzen, die nichts anderes fressen, zu einer Schwächung des Immunsystems oder eventuell zu muskulären Problemen führen.
Breites Spektrum an Zusatzstoffen: Auf Anfrage des Käufers müssen Hersteller von Katzenfutter auch nicht deklarationspflichtige Zusatzstoffe mitteilen. Deshalb hat ÖKO-TEST ebenfalls um eine Auflistung gebeten und diese auch von allen Herstellern bekommen (siehe Tabelle). Die Hersteller der Bio-Produkte haben demnach alle eingesetzten Zusatzstoffe bereits auf der Verpackung deklariert. Das Gourmet Gold Eiersoufflé enthält als einziges Produkt laut Deklaration Konservierungsmittel. In der Auflistung der nicht deklarierten Zusatzstoffe, die Nestlé uns geschickt hat, stehen unter anderem das konkrete Konservierungsmittel Natriumnitrit und der synthetische FarbstoffChinolingelb. Beides ist für uns abwertungsrelevant. In allen anderen Produkten im Test werden nach den Herstellerantworten keine Konservierungsmittel eingesetzt. Das leuchtet ein, da Keime in Vollkonserven durch das starke Erhitzen nach der Abfüllung ohnehin abgetötet werden.

So reagierten die Hersteller

Royal Canin teilte mit, dass Nachforschungen zu der von uns untersuchten Charge ergeben hätten, dass auch bei internen Überprüfungen vor unserem Test ein hoher Vitamin-A-Gehalt aufgefallen war, was Anlass zu einer Anpassung der Rezeptur gegeben hätte. Der Anteil an Leber im Produkt sei daher reduziert worden (ab Mindesthaltbarkeitsdatum nach dem 07.08.2017).

So haben wir getestet

Der Einkauf

Wir haben 21 Nassfutter für Katzen in Supermärkten, bei Discountern, in Drogerien und im Heimtierfachhandel eingekauft. Mit im Test sind auch mehrere als besonders hochwertig oder natürlich beworbene Marken, auf die uns Leser hingewiesen hatten. Die namensgebende „Geschmacksrichtung“ (Kalb, Truthahn, Lachs …) war für uns kein Auswahlkriterium.

Schadstoffe und Gentechnik

In den zu Katzenfutter verarbeiteten Innereien können sich Schwermetalle angereichert haben. Wir ließen deshalb auf die Elemente Blei, Cadmium, Arsen und Quecksilber testen. Produkte mit bestimmten pflanzlichen Zutaten wie Getreide durchliefen außerdem ein Screening auf gentechnisch veränderte Bestandteile (GVO).

Die Ernährungsphysiologische Begutachtung

Die Zusammensetzung des Katzenfutters wurde im Labor genau analysiert. Den entstandenen Datenberg haben Experten an einem Universitätsinstitut für Tierernährung für uns ausgewertet. Sie analysierten, ob die Futter Katzen ausreichend mit für sie besonders wichtigen Aminosäuren (Taurin und Arginin), Vitaminen, Eiweiß und Mineralstoffen versorgen, ohne sie etwa langfristig durch zu hohe Konzentrationen zu belasten. Ihre Berechnung der für die Katze umsetzbaren Energie diente zudem als Basis für unsere Angabe der Futterkosten pro Tag und die Bewertung der Fütterungsempfehlungen. Rechtlich verbindliche Schätzformeln gibt es für diese Berechnung nicht.

Die Bewertung

Ein gutes Katzenfutter muss möglichst frei von Schadstoffen und außerdem auf die Bedürfnisse der Katze abgestimmt sein. Da Schadstoffbelastungen – Schwermetalle fand das Labor nur in Spuren weit unterhalb der Grenzwerte – und GVO in diesem Test kein Problem waren, ergeben sich die Unterschiede in den Ergebnissen vor allem aus Bewertung der Zusammensetzung und der Fütterungsempfehlungen.

Ob’s wirklich schmeckt „wie bei Oma“ haben wir nicht untersucht. Wohl aber den Zuckergehalt messen lassen.


Die Sache mit der Sucht

Madame oder Monsieur mag partout nur die eine Marke? Da erscheint das Gerücht von den süchtigmachenden Zusätzen im Katzenfutter glaubwürdig. Experten wie Dr. Ingrid Vervuert von der Universität Leipzig haben eine andere Erklärung: „Katzen werden früh auf bestimmte Beutetiere geprägt. Deshalb ist es sinnvoll, schon die jungen Katzen mit unterschiedlichen Futtern vertraut zu machen.“ Anders als der Mensch lassen sich Katzen auch nicht mithilfe von Zucker manipulieren. Katzen können süß schlichtweg nicht schmecken. Die analysierten Gesamtzuckergehalte der Futter im Test liegen alle unterhalb der Bestimmungsgrenze von zwei Gramm pro 100 Gramm Futter.

Fett gedruckt: sind Mängel.
Abkürzungen: g = Gramm, kg = Kilogramm.
Glossar: Erläuterungen zu den untersuchten Parametern finden Sie auf Seite 172.
Anmerkungen: 1) Laut Anbieter ist die Rezeptur inzwischen geändert worden (Mindesthaltbarkeitsdatum nach dem 07.08.2017), da bei internen Kontrollen ein Vitamin-A-Gehalt aufgefallen war, der oberhalb der Spezifikation des Produkts lag. Um den Vitamin-A-Gehalt zu senken, sei der Anteil an Leber in dem Produkt reduziert worden, die Rezeptur ansonsten aber unverändert geblieben.2) Laut Anbieter wurde die Firma im Juli 2015 verkauft und heißt seitdem nur noch „Bozita“.3) „Mit Konservierungsstoffen“ steht in der Deklaration. Die konkreten Stoffe teilte der Anbieter auf Anfrage von ÖKO-TEST mit.4) Die Fütterungsempfehlung auf der Verpackung lautet 150–250 g (für 3- bis 5-kg-Katze). Der Mittelwert von 200 g ist für die 4-kg-Katze etwas zu niedrig.5) Die Fütterungsempfehlung auf der Verpackung lautet 230 bis 300 g (für 3- bis 5-kg-Katze). Der Mittelwert von 265 g ist für die 4-kg-Katze etwas zu hoch.6) Ausgezeichnet mit EUBio-Label. 7) Ausgezeichnet mit niederländischem Label Eko Certified Organic. Laut Anbieter soll das Produkt künftig auch mit dem EU-Bio-Label ausgezeichnet werden.8) Weiterer Mangel: PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung.9) Produkt trägt MSC-Label (Certified Sustainable Seafood).
Legende: Produkte mit dem gleichen Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt.
Das Testergebnis Ernährungsphysiologie wurde aus einem veterinärmedizinischen Gutachten abgeleitet, das auf Basis von Laboranalysewerten erstellt worden ist. Unter dem Testergebnis Ernährungsphysiologie führen zur Abwertung um jeweils zwei Noten: a) ein Quotient aus Calcium und Phosphor von unter 1 (hier: 0,7 = „ungünstiges Calcium-Phosphor-Verhältnis“); b) Vitamin E nicht nachweisbar; c) die Fütterungsempfehlung auf der Verpackung ist für eine normal aktive Katze mit 4 kg Körpergewicht viel zu hoch (= Vorgabe weicht um mehr als 50 Prozent vom errechneten täglichen Bedarf ab; bei Angaben einer Spanne wurde der Mittelwert bewertet). Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) ein überhöhter Calciumgehalt, der dem Dreifachem des laut FEDIAF (European Pet Food Industry Federation: Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food for Cats and Dogs, Brüssel 2014) empfohlenen Minimums von 0,59 g/100 g Trockensubstanz (TS) oder mehr entspricht und/oder ein überhöhter Phosphorgehalt, der dem Dreifachem des laut FEDIAF empfohlenen Minimums von 0,5 g/100 g TS oder mehr entspricht; b) ein überhöhter Kupfergehalt von mehr als 2,84 mg/kg TS und/oder ein überhöhter Selengehalt von mehr 0,06 mg Selen/100 g TS; c) ein überhöhter Gehalt an Vitamin A, der oberhalb des laut FEDIAF empfohlenen Maximums von 40.000 Internationalen Einheiten (IE) pro 100 g/TS liegt; d) ein überhöhter Gehalt an Vitamin D3 von mehr als 227 und weniger als 3.000 IE/100 g TS; e) Zusatz des synthetischen Farbstoffs Chinolingelb und/oder des Konservierungsmittels Natriumnitrit; f) die Fütterungsempfehlung auf der Verpackung ist für eine normal aktive Katze mit 4 kg Körpergewicht zu hoch oder zu niedrig (= die Vorgabe weicht um mehr als 25 Prozent vom errechneten täglichen Bedarf ab; bei Angabe einer Spanne wurde der Mittelwert bewertet). „Etwas zu hoch“ bzw. „etwas zu niedrig“ steht in der Tabelle, wenn die Vorgabe um mehr als zehn Prozent vom errechneten täglichen Bedarf abweicht. Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führt zur Abwertung um eine Note: PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung. Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Ernährungsphysiologie. Ein Testergebnis Schadstoffe sowie ein Testergebnis Weitere Mängel, das „befriedigend“ ist, führt jeweils zur Abwertung des Gesamturteils um eine Note.
Testmethoden undAnbieterverzeichnis finden Sie unter www.oekotest.de → Suchen → „M1605“ eingeben.
Einkauf der Testprodukte: Februar 2016.Tests und deren Ergebnisse sind urheberrechtlich geschützt. Ohne schriftliche Genehmigung des Verlags dürfen keine Nachdrucke, Kopien, Mikrofilme oder Einspielungen in elektronischen Medien angefertigt und/oder verbreitet werden.