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Kultur, Freizeit & Wellness


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Einzelhelden INKA Cityguide - epaper ⋅ Ausgabe 1/2022 vom 01.03.2022
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WNW.karisruhe-erleben.de

BadnerHalle Rastatt

Zwischen Murg, historischer Pagodenburg und Parkanlage, wo einst das 1767 von Markgräfin Maria Viktoria gestiftete Kloster stand und nach 1900 eine Mädchenschule eingerichtet wurde, befindet sich seit 1990 Rastatts Musentempel – die BadnerHalle. Das multifunktionale Kultur-und Tagungszentrum der Barockstadt bietet dank seines variablen Trennwandsystems Platz für Kongresse von 30 bis 300 TeilnehmerInnen und gesellschaftliche Veranstaltungen von 30 bis 800 Personen. Vor allem im Sommer eine beliebte Feierlocation bei Frischvermählten: der idyllisch zum Murgpark gelegene Staffelschnatzersaal.

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Reithalle Rastatt

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Zum regelrechten Hochzeitsmagneten mit überregionaler Anziehung hat sich in den vergangenen Jahren die gut zehn Gehminuten von der BadnerHalle entfernte Reithalle entwickelt. Das 1907 als Exerzierhaus errichtete und heute denkmalgeschützte Gebäude auf der Ludwigsfeste gegenüber dem Bahnhof wurde nach einer umfangreichen Sanierung 2008 als cateringfreie Multifunktionshalle mit modernem Innenleben wiedereröffnet, wobei der historische Charakter mit seiner neobarocken Architektur erhalten geblieben ist. Ihre vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten verdeutlichen auch die dort jährlich mittlerweile über 150 stattfindenden Veranstaltungen von Konzerten, Theateraufführungen und zahlreichen Ausstellungen über Informationstage, Vereinsund Betriebsfeste bis hin zu privaten Feiern.

BadnerHalle Kapellenstr. 20-22 Reithalle Am Schlossplatz 9 76437 Rastatt 07222/382 90 www.kulturundveranstaltungen.de

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PR-Text: Patrick Wurster · INKA Verlag

Julia Obert, Sängerin

„Ich war in meinem Leben nie wieder so aufgeregt wie damals“, erinnert sich Julia Obert an ihr erstes Solo. Es war eine kurze Partie in Bachs „Weihnachtsoratorium“, die Sopranistin war gerade 18. Vor drei Jahren durfte sie das Oratorium nochmals mit dem Vocalensemble Rastatt singen. Holger Speck, ihr ehemaliger Professor an der Karlsruher Musikhochschule, hatte sie in das international renommierte Ensemble aufgenommen. Dabei war es eher Zufall, dass oratorische Werke einen zentralen Bestandteil von Oberts Repertoire ausmachen; ist ihre Liebe zu Lied und Oper doch nicht geringer ausgeprägt. Wer das musikalische Leben an den Karlsruher Kirchen verfolgt, kennt Obert als regelmäßige Solistin in geistlichen Werken. Dennoch möchte die gebürtige Schwäbin vielseitig bleiben: „Ich habe alles dafür getan, alle Bereiche abdecken zu können. Das erfordert viel technisches Training.“ Bei aller Flexibilität hat Obert dennoch konkrete Vorstellungen, wofür sie als Sängerin stehen möchte: „Mir ist ein warmer Klang sehr wichtig, dem man gerne zuhört und der sehr persönlich ist. Für mich ist das wichtigste Kriterium, dass eine Sängerin so klingt, wie sie ist, und damit zugleich die Persönlichkeit einer Rolle in einer Oper oder einem Lied transportiert. Das birgt natürlich auch Risiken, aber wenn man immer auf Sicherheit fährt, erreicht man nicht das, was die Menschen berührt: diese Zerbrechlichkeit der menschlichen Stimme.“ Ihrer Leidenschaft für das Lied geht Obert im Duo mit der Pianistin Magdalena Wolfarth nach. Und dann ist da noch die Oper: 2019 war Obert Chorsolistin in der Ballett-Oper „Orphée et Eurydice“ von Neumeier und Gluck am Baden-Badener Festspielhaus. In der Frankfurter Oper spielte sie in den Kinder-Opern „Figaros Hochzeit“ und „Don Giovanni“ von Mozart. Dieses Engagement wird sich mit einer neuen Produktion im Herbst fortsetzen und hat seine eigenen Ansprüche: „Man muss so eine Rolle auf hohem Niveau spielen, aber zugleich kindgerecht“, weiß Obert. „Das darf schon mal übertriebener sein, und immer wieder auch lustig. Man ist eine Entertainerin für Kinder.“ Ihre GesangsschülerInnen hingegen müssen nicht erst vom Gesang überzeugt werden. Da kann es individueller zugehen. Aktuell ist sie Stimmbildnerin für den Karlsruher Bachchor und an der Durlacher Kantorei, hinzu kommen private Schüler und sogar noch vier ganz treue aus ihrer Zeit bei den Kirchenchören St. Bernhard und St. Hedwig. „Ich schaue mir den Menschen mit seiner Stimme im Ganzen an“, erklärt Obert ihre Unterrichtsphilosophie. „Man geht zusammen auf eine Entdeckungsreise und findet heraus, zu was die Stimme und die Persönlichkeit fähig sind.“ Trotz einer Karriere, die überregional an Fahrt aufgenommen hat, ist Obert in Karlsruhe verwurzelt: „Emotional werde ich der Musikhochschule immer verbunden sein. Ich nenne Schloss Gottesaue immer ‚mein Schloss’“, schmunzelt sie. „Und in Karlsruhe gibt es alles, was man sich wünscht: die vielen Kantoreien, das Staatstheater, die Kunsthalle, das ZKM, den Schlosspark und eine optimale Lage.“ Noch ein Grund für Karlsruhe gefällig? „Hier wird einem nie langweilig. Wenn man in eine Bahn einsteigt, weiß man nie, wo man am Ende ankommt.“ Es wird Zeit für eine U-Strab-Oper mit Julia Obert in der Hauptrolle. (Foto: Peter Hennrich)

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www.julia-obert.de

Basislager

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Seit über 30 Jahren ist das Basislager Karlsruhes Fachgeschäft für alles, was man mit den Schlagworten „Reisen“ und „Draußen“ in Verbindung bringt – ob Reise-, Outdoor-oder funktionale Alltagsbekleidung, Ausrüstung wie Rucksäcke aller Formen und Größen, Rad-, Kletter-sowie „Schlafzimmerbedarf“ à la Schlafsack und Isomatte bis hin zur vollständigen Outdoorküche. Außerdem gibt es ein umfangreiches Schuhsortiment. Fast alles lässt sich zwar auch online bestaunen und bestellen oder per Reservierung im Laden zurücklegen; am meisten Spaß bereitet es aber immer noch, die Produkte vor Ort anzufassen, an-und auszuprobieren, sich beraten zu lassen und durchs Angebot des Basislagers zu stöbern! Als Fachhändler ist es dem Vollsortimenter von Beginn an ein wichtiges Anliegen gewesen, nachhaltig zu denken und zu handeln: Ist der Rucksack, das Zelt oder die Jacke beschädigt, kann dies häufig von der hauseigenen Reparatur-und Servicewerkstatt wieder instand gesetzt werden. Und auf ausgemusterte Kleidung oder Schuhe wartet die Recyclingtonne.

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Kaiserstr. 231 76133 Karlsruhe Öffnungszeiten s. Website 0721/920 90 60 www.basislager.de

PR-Text: Patrick Wurster · INKA Verlag

Florian König, Ballettmanager & Stellvertreter der Ballettdirektorin am Badischen Staatstheater Karlsruhe

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Hermann-Levi-Platz 1 76137 Karlsruhe Tickets: 0721 9333 33 www.staatstheater.karlsruhe.de

„Als Karlsruhe bei mir als Thema aufkam, war das tatsächlich ein wichtiger Punkt: Wunderbar, man ist gleich im Schwarzwald!“, freut sich Florian König (Foto: Felix Grünschloß) noch heute. „Man denkt es auf den ersten Blick nicht, aber auch das Ruhrgebiet ist sehr grün. Das war mir dann auch an Karlsruhe wichtig.“ Rund ein Jahrzehnt hatte der Hesse im Pott gelebt und gearbeitet, sechs Jahre davon als engster Vertrauter von Bridget Breiner am Ballett im Revier Gelsenkirchen. Als Breiner das Angebot vom Staatstheater Karlsruhe erhielt, dort die Nachfolge von Birgit Keil als Ballettdirektorin anzutreten, wollte sie König unbedingt mitnehmen. Es ist eher ungewöhnlich, dass eine Ballettdirektorin noch gleich eine zweite Person mit sich bringt. Doch sind die beiden unabdingbar füreinander. „Das Geheimnis unserer Zusammenarbeit ist, dass wir uns gegenseitig die besten Sparringspartner sind“, verrät König. „Die Chemie stimmt. Wir haben ganz ähnliche Vorstellungen von Kunst und auch darüber, wie wir das Publikum an den Tanz heranführen.“ Als Manager ist er zunächst für das Wirtschaftliche und Organisatorische verantwortlich. Doch Breiner bezieht ihn auch in ihre künstlerischen und dramaturgischen Pläne ein. „Wir spielen uns in allen Entscheidungen die Bälle gegenseitig zu.“ Die Pandemie hat die beiden noch enger zusammengeführt, wie König bekundet. Fast ihre gesamte Zeit am Staatstheater fand unter speziellen Bedingungen statt, die schon so manche Premiere verhagelt oder immer wieder in die Zukunft verschoben hat. Das zeigt sich auch beim Ballett-Festival „Aufgefächert“, das im Juli im dritten Anlauf endlich stattfinden kann. Noch im Februar ersetzte der Ballett-Abend „Per Aspera ad Astra“ (Premiere: 24.4., Foto links: Arno Kohlem) die eigentlich geplante Produktion „Maria Stuart“. Diese sollte nicht nur das Ballettensemble und die Staatskapelle, sondern auch den Staatsopernchor einbeziehen – zu riskant noch dieser Tage. So schaffte es „Per Aspera ad Astra“ auch gleich ins Programm von „Aufgefächert“, das an drei aufeinanderfolgenden Abenden einen Überblick über das Ballett-Schaffen am Staatstheater bietet. Schaut man genau hin, so verstecken sich gleich sieben Stücke in den drei Terminen: „Movers & Shakers“ (Premiere: 28.5.) besteht aus drei Choreografien und geht der Frage nach, was Ballett im 21. Jhd. ausmacht; David Dawsons „A Million Kisses To My Skin“ zeigt hierbei den klassischsten Ansatz; Cathy Marstons Handlungsballett „The Suit“ basiert auf einer Kurzgeschichte des südafrikanischen Autors Can Themba und „Elementary Particles“ von Irin Marguerite Donlon bezieht sich auf Texte des Physikers Stephen Hawking. Die drei Stücke in „Per Aspera ad Astra“ funktionieren zusammen wie ein Sinfoniekonzert: Kevin O’Day, Artist In Residence am Staatstheater, choreografiert „Unfoldings“ zu Musik von Johann Sebastian Bach. Glen Tetleys neoklassisches „Voluntaries“ von 1973 bringt zugleich Francis Poulencs Konzert für Orgel, Streicher und Pauke zu Gehör, und auch in Breiners „Blessed Unrest“ ist die Orgel präsent, als Klangfarbe in der Orgelsinfonie von Camille Saint-Saëns. „Poulenc und Saint-Saëns sind von Bach inspiriert, O’Day bezieht sich wiederum auf die zwei anderen Choreografien“, erzählt König. „Dieser Abend ist auch eine Erzählung über Inspiration und wie sich Tanz dadurch über die Jahrhunderte entwickelt hat.“ Gemeinsam mit Breiner brachte König einige Anliegen nach Karlsruhe – ganz vorne dabei: den Kontakt zum Publikum suchen und auch neue BesucherInnen für das Ballett zu begeistern. Das geschah bereits in der von ihm initiierten Reihe „Feierabend mit“, die zum lockeren Gespräch mit Gesichtern des Staatsballetts lädt, oder auch mit Aufführungen im Citypark, bei denen die Anwohner von ihren eigenen Balkons oder beim Spaziergang kostenlos in den Tanzgenuss kamen. „Anders als im Ruhrgebiet gibt es in Karlsruhe schon eine große Ballett-Fanbase. Die hat auch uns als neues Duo liebgewonnen. Jetzt versuchen wir, unsere Leidenschaft für den Tanz auch noch einem anderen Publikum zu vermitteln“, sagt König, der noch eine zweite Leidenschaft pflegt: die Musik. Lange spielte er in verschiedenen Ensembles Violine, hätte sogar fast Musik studiert. In Karlsruhe geht er dem Geigenspiel derzeit im feierabendlichen Musizieren mit Kollegen nach – am liebsten Beethoven. Doch auch zeitgenössische Klänge begeistern den Ballettmanager mit künstlerischer Ader (2016 trat er auch als Choreograf in Gelsenkirchen in Erscheinung). So sollen zeitgenössische Musik oder elektronische und poppige Sounds in Zukunft öfter die Tanzschritte am Staatstheater begleiten. Den Anfang macht bereits der Soundtrack von Ensemblemitglied Paul Calderone, der die Musik zu „Elementary Particles“ bei „Movers & Shakers“ produziert. Noch eine Parallele zwischen dem Ruhrgebiet und Karlsruhe hat Florian König entdeckt: „Man tauscht sich an beiden Orten viel aus. Die Tanzszene in Karlsruhe ist toll und vielfältig. Es freut mich, Teil davon zu sein.“ (Foto unten: „Was ihr wollt“, Costin Radu)

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PR-Text: Friedemann Dupelius · INKA Verlag

Gisela Straehle, Sprecherin & Schauspielerin

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„Das ist ja ewig her“, sagt Gisela Straehle. Dennoch sprudeln die Erinnerungen: „‚Der Jude von Malta‘ von Christopher Marlowe, das hat total Spaß gemacht!“ Von 1981 bis ’89 gehörte die Schauspielerin und Sprecherin zum Ensemble des Staatstheaters in Karlsruhe. „Sehr gerne habe ich auch Ödön von Horváth gespielt, z.B. ‚Geschichten aus dem Wiener Wald‘, oder Brechts ‚Dreigroschenoper‘ in der Inszenierung von Istvan Bödy.“ Am Staatstheater hat sie zwei Direktorenwechsel überlebt, was im Theaterbereich durchaus ungewöhnlich ist. „Ich bin dankbar, dass ich so lang hier sein konnte.“ Die Opfer der Nichtsesshaftigkeit, die der Beruf der Vollzeitschauspielerin mit sich bringt, wollte sie aber nicht bringen, Karlsruhe war längst zu ihrer Heimat geworden. Also orientierte sich die gebürtige Schwäbin neu: „Ich habe geschaut, was ich mit meinen Fähigkeiten noch so alles machen kann.“ Bereits während ihrer Zeit am Staatstheater sprach Straehle in Hörspielen für den damaligen SWF. Diese Erfahrungen gaben ihr den Impuls, tiefer in die Arbeit als Sprecherin einzusteigen. Straehle absolvierte eine Weiterbildung in Landau zur Sprecherzieherin. „Als Schauspielerin hat man zwar viel sprecherische Erfahrung, aber für das Pädagogische braucht man nochmals andere Qualitäten.“ Mit diesem Blumenstrauß an Fähigkeiten konnte sich Straehle breit aufstellen, gab u.a. Kurse am ZAK oder wirkte an literarischen und philosophischen Lesungen mit, etwa im ZKM. Mittlerweile ist sie im Rentenalter, doch weiterhin noch rundum aktiv: So arbeitet sie als freie Sprecherin für Arte, etwa für die Sendung „Stadt Land Kunst“. Auch in Filmsynchronisationen oder speziellen Hörfilmfassungen für Sehbehinderte, sogenannten Audiodeskriptionen, kann man ihre Stimme bei dem deutsch-französischen TV-Sender hören. Als „schöne gelegentliche Abwechslung“ bezeichnet Straehle ihre Ausflüge vor die Filmkamera: In den vergangenen Jahren wurde sie für kleinere Rollen im „Tatort“ oder bei „Soko Wismar“ gebucht. Für die ARD übernahm sie 2021 eine Rolle in einer Doku über die Rastatter Prozesse. Hier spielte Straehle die Ehefrau eines nach dem Krieg zum Tode verurteilten Nazis. Gut zu sprechen ist nicht nur etwas für Schauspielerinnen und Hörspielsprecher. So gibt Straehle ihr Wissen auch in einem Lehrauftrag an der Hochschule für Musik weiter. Neben StudentInnen für das Lehramt sind es auch angehende Sänger, mit denen sie an guter Aussprache im Gesang feilt, zumal viele von ihnen nicht Deutsch zur Muttersprache haben. In über vier Jahrzehnten Berufsleben habe sich viel geändert: „Wenn man heute eine Schauspielkarriere machen möchte, ist es ratsam, durch eine gute Agentur vertreten zu sein, insbesondere in der Filmbranche. Alles ist disziplinierter und strukturierter geworden.“ Gisela Straehle braucht das nicht zu kümmern. „Ich arbeite nur so viel, wie mir das in meinem Alter passt, und ich tue all das gerne.“ (Foto: Jochen Klenk)

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Boesner

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Bei Boesner findet nicht nur das Künstlerherz, was es begehrt! Der 2019 in der Nordweststadt neueröffnete Groß-und Einzelhandel bietet Kreativen auf seinen 2.500 Quadratmetern über 60.000 Artikel. Darunter eine Fülle von hochwertigen Materialen fürs Malen, Zeichnen und Modellieren; erweitert wurde das Bastel-und DIY-Sortiment u.a. um Makramee, Mosaike, Papiere, Perlen und Federn. Neben Farben, Pinseln und Malgründen aller Art führt Boesner auch klassische Schreibwaren von Stempelkissen bis zum Wassermalkasten und deckt den üblichen Bedarf für Schule und Büro ab. Beim Bummeln durch die lichtdurchfluteten Gänge können die KundInnen in aller Ruhe stöbern und sich inspirieren lassen; das gilt auch für die gut sortierte Buchabteilung mit Kinder-, Koch-und Kunstbüchern. Wer ein Shoppingpäuschen einlegen möchte, gönnt sich eine Tasse Kaffee oder Bio-Tee im gemütlichen Café. Und weiß man angesichts der großen Auswahl nicht weiter, berät das Personal vom Fach. Denn schon Stift ist nicht gleich Stift: Man bekommt ihn hier in jeglichen Farben und aus allen denkbaren Materialen, ob Füller, Marker, Fineliner, Wachsmaler oder Künstlerkreide. Ist die Arbeit vollbracht, gibt es bei Boesner auch einen passenden Rahmen, der mehr als schmückendes Beiwerk ist – vom fertigen Glaswechselrahmen bis zur Anfertigung im hauseigenen Rahmenatelier mit Werkstatt. Außerdem laden regelmäßige Mitmachevents zum Ausprobieren ein; Seminare bilden in verschiedenen Techniken und Themenwelten weiter. 

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Daimlerstr. 15 · 76185 Karlsruhe April – Oktober: Mo-Fr 10-18 Uhr · Sa 10-16 Uhr November – März: Mo-Sa 10-19 Uhr 0721/12 08 40 www.boesner.com/niederlassungen/karlsruhe

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PR-Text: Patrick Wurster · INKA Verlag

Daniel Bonaudo-Ewinger & Patricia Bonaudo: Galerie „Das Gute Leben“

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Für die meisten KünstlerInnen geht der Weg genau in die andere Richtung. Doch nach einigen Jahren in der Metropole zog es den freischaffenden Künstler und Meisterschüler Daniel Bonaudo-Ewinger von Berlin zurück in die Südpfalz. Gemeinsam mit seiner Partnerin Patricia Bonaudo eröffnete er im September 2021 in Kandel die Galerie „Das Gute Leben“. „Egal was wir in der Galerie machen, der Laden ist eigentlich immer voll“, ist Bonaudo-Ewinger noch immer erstaunt, wie viel sich in kurzer Zeit bewegt hat. Die beiden wollen auch in Zukunft ihr Netzwerk aus Berlin nutzen, um junge, zeitgenössische Kunst auszustellen und spannende Menschen nach Kandel zu bringen. „Doch wir wollen Kunst nicht einfach nur konsumierbar machen, sondern Teilhabe erreichen“, sagt Bonaudo-Ewinger. Dazu gehöre nicht nur Wein, Limo und andere Verpflegung der Gäste aus lokalen Betrieben, sondern letztlich solle „der Laden ein Netzwerk aufbauen, das Menschen vereint“. Kunst sei ein verbindendes Element, um Menschen zusammenzubringen und Kommunikation zu fördern. Parallel haben die beiden daher zusammen mit dem Künstler Benjamin Burkhardt und der Pianistin Julia Barthruff die Kunstgruppe Rurreal gegründet, die öffentliche Räume wiederbeleben will. In einem ersten Projekt wurde der zentrale Dorfplatz mit Licht-Visuals beleuchtet und Tonfließen mit Abdrücken der den Platz prägenden Friedenslinde angeboten. Mit den Erlösen wurde der „Lindenfonds“ ins Leben gerufen, der den Erhalt des 150 Jahre alten Baumes sichern, aber auch die Ideen der Bürger zur Gestaltung und Belebung des Dorfplatzes sammeln soll. Doch die Gründung von Rurreal hatte noch einen unerfreulichen Hintergrund: In der Zeit versuchten rechte Gruppen einen Mord in Kandel zur Verbreitung rassistischer Hetze zu instrumentalisieren. „Es war für mich persönlich bedrohlich, wenn einmal die Woche hier Nazis rumlaufen“, sagt Bonaudo. Zwar seien viele Menschen dagegen aktiv gewesen, doch aus ihrer soziologischen Perspektive war klar: „Die Nazis können sich die öffentlichen Räume nur aneignen, wenn sie nicht besetzt sind. Daher wollten wir mehr Verbundenheit der Menschen zum öffentlichen Raum schaffen.“ Der Weg zurück ist für Bonaudo-Ewinger vor allem „spannend, weil ich aus Kandel komme. Damals gab es hier weder Kunst noch Subkultur.“ Doch er schätzt auch die neuen Möglichkeiten: „Im ländlichen Raum gibt es viele Reibungsflächen, spannende Möglichkeiten und Themen.“ In Berlin spürte er nicht nur das „Überangebot von Kunst“ in der Stadt. „Ich komme aus einem nichtakademischen Umfeld, kannte die Codes oft nicht und mich störte die Abhängigkeit von Connections. Ich habe mich da oft gefragt, was ich mit meiner Kunst erreichen will. Wenn das Ziel nur ist, mit seinem Bild in eine bestimmte Galerie zu kommen, lohnt sich dafür der ganze Kampf?“ Die Südpfalz böte da ein besseres Umfeld, um mit „Kunst Dinge in Gang zu setzten und etwas zu bewegen“. (Foto: Annette Schoppmann)

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Bismarckstr. 2 76870 Kandel Do Fr 11-16 Uhr 0157/50 38 72 55 www.danielewinger.com www.dasgutelebenkandel.de

Hotel Rio

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Zentral, aber dennoch ruhig liegt das familiengeführte Hotel Rio unweit vom Mühlburger Tor. Somit ist das Haus nicht nur bei Geschäftsleuten beliebt, sondern auch für Wochenendurlauber die ideale Adresse! Das 1967 eröffnete und mittlerweile in dritter Generation geführte Hotel verfügt über mehr als 100 geräumige Zimmer; die mit dem professionellen Rundum-die-Uhr-Service einhergehende heimelige Atmosphäre des Vier-Sterne-Hauses sorgt für Wohlfühlambiente ohne Wenn und Aber. Hier wird auf jeden Gast individuell eingegangen – und das bei einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis. Neben einer Tiefgarage und der weitläufigen Lobby gehört zum Hotel Rio ein Restaurant, in dem sowohl gefrühstückt als auch diniert werden kann. Die Küche arbeitet größtenteils mit Zutaten von Produzenten aus Karlsruhe und der Region: So kommen morgens u.a. frisches Brot der Bäckerei Lörz, Aufschnitt aus der Metzgerei Zehnbauer und Honig vom Markt am Gutenbergplatz auf den Frühstückstisch. Denn die Familie Speck legt Wert darauf, ihren Gästen nichtalltägliche Produkte anzubieten und gleichzeitig Betriebe vor Ort zu unterstützen, die genau wie das Team des Hotel Rio ihr Geschäft seit vielen Jahren mit Leidenschaft betreiben. Das klimafreundlich geführte Rio ist seit 2021 mit dem Prüfsiegel „Gesicherte Nachhaltigkeit“ des Deutschen Instituts für Nachhaltigkeit & Ökonomie ausgezeichnet.

Hans-Sachs-Str. 2 76133 Karlsruhe 0721/840 80 www.hotel-rio.de

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PR-Text: Patrick Wurster · INKA Verlag

Violetta Schneider, Chormanagerin

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In der Regel verläuft ein Studium der Chemie so: Hat man sich durch die schweren Examen der ersten Semester bugsiert, geht es meist weiter bis zur Promotion. Rund zehn Jahre dauert der akademische Marathon. Am Ziel warten gut dotierte und zukunftsträchtige Jobs in verantwortungsvollen Bereichen. Auch Violetta Schneider ist diesen Weg am KIT bis zum Doktortitel in Chemischer Biologie gegangen. Doch statt im Labor findet sich die Vorderpfälzerin seit drei Jahren plötzlich in Kirchen, Büros und auf Jugendfreizeiten wieder. In Vollzeit managt sie die Chöre von Cantus Juvenum Karlsruhe, der gemeinsamen Singschule von Stadt-und Christuskirche. Über die Zusammenhänge von Musik und Mathematik wird seit Pythagoras philosophiert. Dass aber auch Chemie und Musik mehr miteinander gemein haben, als man zunächst annimmt, beweist Violetta Schneider. Mindestens, was ihre Tätigkeiten betrifft: „Wenn man die Themen austauscht, sind die Berufsfelder relativ gleich. In meinem langen Studium habe ich gelernt, analytisch zu denken und gut zu organisieren. Das hilft mir jetzt beim Stellen von Anträgen oder Bilanzieren.“ Schneider hat einen Quereinstieg mit Seltenheitswert hingelegt. 2016 suchte Cantus Juvenum eine Person, die eine Chorreise an den Comer See betreut. „Da habe ich gerade promoviert, es waren Sommerferien, es klang gut, ich hatte Lust!“, erinnert sich Schneider. Der Bezug zur Musik kommt aber nicht aus dem Nichts: Vom Studienbeginn bis heute ist Schneider Teil des Kammerchors der Christuskirche. In ihrer Jugend sang sie in der Kantorei und als Kirchenorganistin spielt sie noch alle zwei Wochen sonntags im heimischen Grünstadt. Zwar bestand anfangs die Überlegung, sich in Kulturmanagement fortzubilden, doch dann grätschte die Pandemie alle Pläne um. „Die ganze Arbeit befand sich plötzlich im Überlebensmodus. Aber es ist alles gut gegangen und wenn ich auf die vergangenen zwei Jahre zurückblicke, haben wir die gut genutzt.“ Zwei CD-Produktionen mit Cantus Juvenum plus eine weitere in der Pipeline, Konzerte sowie SolistInnenabstellungen nach Brüssel und ans Theater in Heidelberg zeugen davon. Sogar Freizeiten für die Kids der Singschule waren möglich. „Ich kenne zu jedem Namen aus der Singschule ein Gesicht und die meisten habe ich auch schon mal bekocht. Mir ist es wichtig, nicht nur vorm Computer zu sitzen, sondern im direkten Austausch mit den Kindern und Jugendlichen zu sein. Und wenn sie dann das erste Mal auf der Bühne im Festspielhaus Baden-Baden stehen, ist das schon cool“, sagt Schneider. Wenn die Musik vom Hobby zum Beruf wurde, ist die Chemie nun Violetta Schneiders Hobby? „Ja, aber ich führe jetzt keine Forschungsprojekte durch. Mich interessiert die Chemie des Alltagslebens, vom Kochen bis zu Farbstoffen. Und ich lese gerne populärwissenschaftliche Bücher, z.B. von Mai Thi Nguyen-Kim. Ich finde es toll, dass wieder mehr über Chemie gesprochen wird.“ (Foto: Aaron Gölz)

www.cantus-juvenum.de

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muktimind yoga & therapy

Mit einem Wort aus dem altindischen Sanskrit spielt dieser Name: mukti bedeutet Freiheit – und die stellt sich ein, sobald man physisch und mental in Balance ist. So wird an zwei Weststadt-Standorten ein ganzheitliches Programm für Körper und Geist angeboten: Das muktimind Studio nahe dem Gutenbergplatz gibt u.a. Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene, Kids und Teenies, Schwangere oder Mamas mit Baby, dazu stehen Vinyasa-und Jivamukti-Yoga sowie sportliches Functional Yoga auf dem Programm. In der nur wenige Gehminuten entfernten muktimind Praxis finden Personal-und Outdoor-Yoga, Einzelcoachings und Treatments statt. Die Website informiert über aktuelle Klassen und Termine; Team und Räume kann man bei einer Probestunde kennenlernen.

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Körnerstr. 33-35 (Studio) Eisenlohrstr. 5 (Praxis) 76135 Karlsruhe 0721/94 31 04 04 www.muktimind.de

Feuerelfenraum

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Mit der jahrtausendealten fernöstlichen Methode und ihrer über zehnjährigen Erfahrung bringt die ausgebildete „Qi Gong“-, Meditations-und „Tai Chi Chuan“-Lehrerin Lena Graulich Körper, Geist und Seele ins Gleichgewicht. Seit 2017 unterrichtet sie in ihrem Feuerelfenraum in der Südweststadt wie auch online und löst Blockaden, sodass die Lebensenergie Qi wieder frei fließen kann, um Stress und Krankheit an der Wurzel anzugehen. Spezialität: Universal Healing Tao Yoga Qi Gong und speziell für Frauen Yin Tao Qi Gong. Außerdem praktiziert sie die Selbstheilungskräfte aktivierende taoistische Organmassagetechnik Chi Nei Tsang. 

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Klauprechtstr. 17 (Forum K17) 76137 Karlsruhe Mi 18-19.30 Uhr Zoom: Do (Yin Tao Qi Gong für Frauen) So (Heilende Laute aus dem Tao-System, Meditation) 20.45-21.45 Uhr www.tao-feuerelfenraum.de

PR-Texte: Patrick Wurster · INKA Verlag

Karlsruhe Tourismus

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Das Thema Recht ist bei einem Spaziergang durch Karlsruhe allgegenwärtig. Spannende Rundgänge, die einen umfassenden Einblick in die Karlsruher Rechtshistorie, die deutsche Verfassung sowie in die Aufgaben der hiesigen Gerichte geben, bietet die KTG Karlsruhe Tourismus GmbH; vorbei an den beiden höchsten deutschen Rechtsinstitutionen, dem Bundesgerichtshof und dem Bundesverfassungsgericht, über die Verfassungssäule am Rondellplatz zum Platz der Grundrechte und vielen weiteren hochinteressanten Orten. Spielerisch zeigt dagegen die „Tatort Recht“-Tour, wie Karlsruhe zur Stadt des Rechts wurde und welche Verbrechen sich trotz der höchsten Gerichte hier zugetragen haben: Mit dem Smartphone oder Tablet ausgerüstet begeben sich die TeilnehmerInnen z.B. auf die Spur des Karlsruher Münzskandals, der 1975 für Aufregung sorgte. Karlsruhe neu entdecken können Einheimische und Touristen bei den zahlreichen Erkundungstouren durch die Fächerstadt: Ob kulinarischer Stadtrundgang, Karlsruher Braugeschichten, Fahrradausflüge auf den Spuren des Jugendstils oder Kostümführungen – immer wieder haben die Stadtkenner überraschende Aspekte parat und liefern Geheimtipps zum Entdecken und Genießen.

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Wer Karlsruhe bequem an Bord des roten Doppeldecker-Busses erkunden möchte, kann 2022 wieder auf abwechslungsreiche „Hop-On/Hop-Off“-Rundfahrt gehen: Über den Zirkel auf die Via Triumphalis zurollend genießt man vom Oberdeck des roten Sightseeing-Busses den besten Blick aufs Barockschloss. Dabei lassen sich via Audioguide in vielen Sprachen (auch auf Badisch!) zudem spannende Fakten und unterhaltsame Geschichten über die Fächerstadt erfahren. 

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Tourist-Information im Schaufenster Karlsruhe Kaiserstr. 72-74 · 76133 Karlsruhe 0721/602 99 75 80 www.karlsruhe-erleben.de/stadtfuehrungen-und-rundfahrten

Der Rückenflüsterer: Ein Besuch bei Heilpraktiker Bernhard Rösinger

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Wenn allmonatlich der Lkw mit zig Paletten voller druckfrischer Magazine anrollt, heißt es fürs gesamte INKA-Team anpacken. Es herrscht geschäftiges Treiben im Innenhof der Sophienstr. 114 b – schließlich ist auch Information eine verderbliche Ware. Der Radkurier und die Verteilerdepots müssen beliefert und für die von Bretten bis nach Bad Bergzabern reichenden Autotouren kofferraumfüllend Stadt-und Regiomagazine sowie Flyer und andere Mitnahmen geladen werden. Von der Verlags-über die Redaktions-bis zur Büroleitung sind alle im körperlichen Einsatz. Für meine Schreiberlingshände eine willkommene Abwechslung. „Kein Problem, ich schaff’ auch drei Kartons auf einmal“, beschwichtige ich noch meine Kollegin Christina, markiere wie jeden Monat den Harten, wuchte die 30 Kilo Papier in die Höhe und komme mir ein kleines bisschen vor wie der „Coke Light“-Mann aus der 90er-Jahre-TV-Werbung – da fährt’s auch schon in den gebückten Rücken. Statt INKAs ausliefern ist ein schleppender Gang in die zum Glück im Unglück nicht weit entfernte Naturheilpraxis von Bernhard Rösinger angesagt. Der Chiropraktiker gilt als erwiesener Spezialist für Schmerztherapie und orthopädische Notfälle. „Eigentlich wollte ich nach dem Abitur das damals noch nicht ganz so hippe Australien bereisen, bin aber der Freundin wegen in meiner Geburtsstadt Karlsruhe geblieben und habe 1973 angefangen u.a. Sport auf Lehramt zu studieren. Nach einigen Semestern zog’s mich aber nach Saarbrücken an die Heilpraktiker Fachschule“, erzählt Rösinger, während er mich mit seinen Sauggläsern schröpft, was dem geschundenen Rücken wohltuende Linderung verschafft. „Nach der Ausbildung, mehreren Assistenzen und Vertretungen habe ich 1982 in der Gartenstraße meine eigene Praxis eröffnet und erst mal schwerpunktmäßig nur akupunktiert. Zeitweise hatte ich auch noch eine Zweitpraxis in Achern. Durch zahlreiche Fortbildungen kamen immer mehr alternativmedizinische Felder dazu.“ Heute empfängt Rösinger seine Patienten in der Weststadt auch zu Allergiebehandlungen, Bioresonanztherapien und Darmsanierungen. „Am Anfang steht i.d.R. die Irisdiagnose, damit kann ich die Grundkonstitution ablesen. Und das deckt sich dann auch mit dem, weshalb die Patienten hergekommen sind.“ Derweil bringt Rösingers auf Ernährungsfragen und energetische Arbeit spezialisierte Frau Silvana Brazzelli einen Umschlag voller Laborauswertungen herein; auch diese Form der Diagnostik ist ein wichtiger Bestandteil der wortwörtlich handfesten Behandlung. „Wir stehen im regen Austausch mit Ärzten und haben keinerlei Berührungsängste mit der Schulmedizin wie so manch andere Heilpraktiker“, ergänzt sie die Ausführungen ihres Mannes, der gerade mit sanften Dehnübungen meine verkrampfte Rückenmuskulatur ganz allmählich gelockert bekommt. Aus eigener schmerzhafter Erfahrung kenne er das, outet sich Rösinger als mein Leidensgenosse und empfiehlt mir, doch auch regelmäßig schwimmen zu gehen. Nun bin ich aber kein erklärter „Sportsüchtiger“ wie er, der in jüngeren Jahren Marathon gelaufen ist und auf seine „alten Tage noch mit dem Kitesurfen angefangen hat“. Als ich Rösingers „Hobbyräume“, wie er die Naturheilpraxis in seiner ansteckend-heiteren Art scherzhaft nennt, nach einer guten Stunde verlasse, ist der Gang schon wieder etwas aufrechter. Da fällt mein Blick auf das Eckbeet neben der Sofien-Apotheke, das der leidenschaftliche Gärtner u.a. mit Rosmarin, Weißdorn, Arnika, Beinwell, Sonnenhut, Tigerlilien, Aloe vera und Cistus bepflanzt und beschildert hat. Ob gegen meinen akuten Hexenschuss hier wohl auch ein Kraut gewachsen ist? (Fotos: Carl-Lucio Brazzelli)

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Yorckstr. 29 76185 Karlsruhe 0721/85 64 82 www.roesinger.de

Klangtraumwelt

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Rainer Hausmann vertraut auf die „heilsame Kraft der Klänge“. Wenn der ausgebildete Klang-und Atemtherapeut, psychologische Berater und Stimmcoach seine Klangschalen sanft auf und neben dem Körper anspielt, versetzt die Kombination aus Hören und Spüren in einen Zustand tiefer Entspannung; die feinen wohltuenden Schwingungen führen zu geistiger und körperlicher Regeneration und Vitalisierung sowie innerer Harmonie und Ausgeglichenheit. Körperliche und seelische Blockaden können sich lösen – ideal, um dem Alltagsstress zu entfliehen und in die Ruhe zu finden. Neben Klangmassagen (für Einzelpersonen u. Paare) und -meditationen (Gruppen) bietet Hausmann u.a. auch Stimmgabeltherapien, Schama- nisches Heiltrommeln, Klientenzentrierte Gesprächstherapie und Atemschulungen an. 

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Vordersteig 36 76275 Ettlingen 0152/03 49 44 46 www.klangtraumwelt.de

PR-Text: Patrick Wurster · INKA Verlag

Gunnar Lott, Retr ogames-Podcaster

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„Another Visitor. Stay A While, Stay Forever!“ Als sich diese gekrächzte Begrüßung 1984 aus dem C64 quetscht, vernimmt ein Gutteil der Gamer dank Dr. Alvin Atombender ihre allererste digitale Sprachausgabe. Heute wird das Sample aus dem Jump’n’Run-Puzzler „Impossible Mission“ monatlich zehntausendfach gehört. Denn es leitet seit einer Dekade „Stay Forever“ ein, den am 28.8.2011 erstmals bei iTunes onlinegegangenen Retrogames-Podcast „über alte Spiele von zwei alten Männern“, der schon des Öfteren auf Platz eins der deutschen Podcast-Charts gestanden – und in Karlsruhe seinen Anfang genommen hat. Der Gründungsmythos aus der vermeintlichen Bierlaune heraus ist akustisch dokumentiert: Da sitzen die ehemaligen „Gamestar“-Redakteure Gunnar Lott und Christian Schmidt mit ein paar Zäpfle-Flaschen halbwegs unvorbereitet in der Lottschen Weststadt-Altbau-Wohnküche um ein 8,95-Euro-Dreibeinmikro herum und beginnen ihre Gespräche über die PC-Spieleklassiker der 80er und 90er vom ikonischen Megaseller bis zum abseitig-obskuren Titel mit einer losen Plauderei über das Point-and-Click-Adventure „Baphomets Fluch“. „Wir hatten null Disziplin, aber beide gerade noch genug Restbekanntheit“, spielt Lott auf die goldene Ära an, in denen das damals bedeutendste PC-Spiele-Magazin noch weit über 300.000 Auflage verkauft. Die Fallhöhe steigt zuhörens, aus dem Laber-wird ein Recherche-Cast. Bis zu zwei Stunden analysieren die beiden seither von Karlsruhe und Hamburg aus via Skype verbunden wortgewandt die Games ihres Kanons; lobhudeln und bekritteln, sezieren die Spielmechanik, verorten, beleuchten die Historie von Entwicklern, Studios und Publishern, zapfen Primärquellen an, bauen O-Töne von Zeitzeugen sowie Sound-Snippets ein. „Wir verstehen uns immer noch als Journalisten – unser Markenkern ist Recherche“, stellt Lott klar. Das Augenmerk liegt inzwischen auf den Plattformen Patreon und Steady, wo zusätzlich zu den via Podcatcher, Spotify, Deezer und Youtube verfolgbaren offenen Podcasts durchschnittlich noch fünf weitere Folgen pro Monat erscheinen. Das macht man nicht mehr als Liebhaberei nebenbei; allein in die Nachbereitung einer Episode werden bis zu 15 Stunden Schnittarbeit investiert, „weil wir Radioqualität abliefern wollen“. Und das ist den rund 3.000 Patrons und 1.400 Steady-Supportern etwas Wert: Mit fünf bis 25 Euro kann die Hörerschaft „Stay Forever“ auf verschiedenen Unterstützerlevels honorieren, was ihnen jenseits der Paywall neben Audio-„Let’s Plays“ und anderen Zusatzfolgen diverse Goodies sowie einen gewissen Grad an Mitsprache einbringt – und der Lott & Schmidt Medienimperium GbR so viel, „dass wir davon leben könnten, wenn wir wollten“. Beide betreiben auch noch andere Geschäfte, „aber mein Hauptjob ist klar der Podcast“. Dessen Basisformat wurde über die Jahre sukzessive erweitert – vom Konsolenableger „Super Stay Forever“ mit Co-Caster Fabian Käufer bis zur „Technik“, wo der Amiga-sozialisierte Lott mit Henner Thomsen über CGA-Grafik, Soundblaster-Karten oder die Entstehungsgeschichte des IBM-PCs fachsimpelt. Vieles davon ist Gratis-Content. „Wir sind in der exotischen Lage, keine Werbung annehmen zu müssen. Unsere Unterstützer finanzieren den Output für die anderen mit“, erklärt Lott den Deal. Dass es das Duo vortrefflich versteht, neben dem „immer auf Erkenntnisgewinn“ abzielenden nostalgischen Retro-Feeling auch sich selbst zu vermarkten, sieht man nicht nur an ihren Alter Egos im Pixel-Artwork, die u.a. auch die „schönen nerdigen Sachen für Retronauten“ im hauseigenen „Retro Shirty“-Merchshop zieren. Ihre „Gespräche über alte Spiele“ haben derartigen Unterhaltungswert, dass „Stay Forever“ ebenso auf der Bühne funktioniert: Die erste Deutschland-Tour mit Endstation im K3-Gründerzentrum Perfekt Futur, wo Lott zeitweilig einen Büro-Container als Hauptquartier mietet, ist 2017 innerhalb weniger Tage ausverkauft. „Wir betonen im Dialog unsere Gegensätze und bekabbeln uns auch mal, es bleibt aber stets wertschätzend“, befindet Lott, der nicht nur humorig Wissen vermitteln, sondern live mit seinen persönlichen Anekdoten über Frau und Kind sowie einer gesunden Selbstironie Running Gags nach bester Stand-up-Manier produzieren kann. „Man merkt eben, dass Chris und ich 13 Jahre lang in unterschiedlichen Rollen zusammengearbeitet haben.“ Mit trashigen Comedyserien wie „Raumschiff Gamestar“ und „Die Redaktion“ versuchen sich die beiden schon zu ihrer Münchener Spieletesterzeit im komödiantischen Fach. Als Darth Lott den „coolsten Job der Welt“ aufgibt, Schluss mit Produktjournalismus macht und Ende 2010 nach Karlsruhe zieht, um „auf der dunklen Seite“ als erfahrener Journalist, aber unerfahrener PR-Mann beim weltweit mitführenden Free-to-play-Spiele-Anbieter Gameforge eine Kommunikationsabteilung zu installieren (und wenig später in gleicher Leitungsfunktion zum Mobile-Start-up Flaregames wechselt), kann er bereits auf eine spannende Karriere zurückblicken: Vom Trainee über den Ressortleiter und CvD führt ihn die Karriereleiter bei IDG Entertainment Media von 1998 an in sechs Jahren auf den „Gamestar“-Chefredakteurssessel. „Zwischendurch hatte ich noch das höchste Glück eines Journalisten, zweimal Magazine gründen zu dürfen, die ich mir von Grund auf ausdenken konnte: die deutsche ‚Game Pro‘ und ‚Making Games‘.“ Am Ende ist er IDG-„Director Online and New Business“ sowie stellvertretender Verlagsleiter. Und dieser Lebensabschnitt erklärt, warum dem gebürtigen Niedersachsen auch nach zehn Jahren im Badischen „mei“ und „wurschd“ noch immer selbstredend über die Lippen gehen. Dass der 28-jährige Lott dafür seine gamechangende Bewerbung nach einer schicksalhaften Begegnung im Computerspieleladen als Gunnar-Selbsttest aufzieht und die so gewonnene Volontärstelle gegen das Sozialpädagogik-Studium eintauscht, ist Szenelegende. Heute verantwortet er neben „Stay Forever“ die von ihm mitgegründete Berliner Kommunikationsagentur Visibility, betreut den „Hannover 96“-Blog niemalsall ein.de und pflegt seinen Twitter-Account @herrkaliban, der noch daran erinnert, dass Lotts kaliban.de einst zu den ersten 50 privaten Blogs in Deutschland gehört hat; auch ein Erziehungsratgeber steht zu Buche. „Als ich in der Schule war, dachte ich, ich würde mal einen Beruf haben. Hatte ich dann auch, später, vor allem aber bestand und besteht mein Leben aus Projekten, beruflichen und privaten.“

www.gunnarlott.com www.stayforever.de www.retroshirty.com www.medienimperium.com

-pat

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ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

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Abb.: Mélodie Mousset, Edo Fouilloux, ?The Jellyfish?, 2021, Stills aus VR-Video, Courtesy Patch XR

PR-Text: ZKM · INKA Verlag

Was ist eigentlich Leben? Was macht ein Lebewesen aus? Wir denken dabei meist an einen Organismus, der sich bewegt und atmet, der auf seine Umwelt reagiert und vielleicht sogar lernt. Oder gar an ein Wesen, das kommuniziert, denkt – fühlt? Je weiter dieses noch frische, zukunftsvolle 21. Jhd. fortschreitet, desto mehr geraten die althergebrachten Antworten auf die Fragen nach der Definition von Leben ins Wanken. Denn mit der rasanten technologischen Entwicklung und Digitalisierung vervielfältigen und verfeinern sich auch die Möglichkeiten, das Leben und das Lebendige zu simulieren. Künstliche Intelligenzen, virtuelle Agenten und Mediensysteme interagieren mit uns biologischen Lebewesen und miteinander; sie entwickeln sich aus eigenem Antrieb weiter und passen sich an. Manche von ihnen simulieren nicht nur Rationalität, sondern sogar Empathie – sie imitieren das Leben, sind biomimetisch (lebennachahmend) – Biomedien. In der gleichnamigen Ausstellung am ZKM präsentieren sich „Bio-Medien“ verschiedener Ausprägung von Roboterschwärmen über Soundskulpturen zu interaktiven virtuellen Unterwasserwelten und Quantencomputern. Selbst ein simples Verbindungskabel wird hier einer Schlange gleich zu einem Wesen mit scheinbar eigenem Willen. Diese Phänomene zu bestaunen, macht Spaß, erstaunt, fasziniert. Doch wer beim Wandeln durch multimediale Lebensräume oder der Interaktion mit den Werken kurz innehält, wird sich vielleicht auch fragen: Wenn dies die Gegenwart ist, welche Wunder wird die Zukunft noch bringen? Wie werden wir als Menschen mit diesen neuen Lebe-Wesen, den Biomedien, zusammenleben? Und was sagt ihre Beschaffenheit über unsere eigene Existenz als biologische Lebewesen aus? Diese und ähnliche Fragen werden mit der Ausstellung aufgeworfen und im flankierenden Begleitprogramm vertieft. Die These: Mensch und Maschine schließen sich nicht aus, sondern sind längst in ihrem Dasein miteinander verschränkt. Die Herausforderung des Menschen der Zukunft wird sein, das künstliche Leben in seine ökologischen und sozialen Netzwerke einzubeziehen. Die künstlichen Lebewesen wiederum können unsere MediatorInnen, Regulatoren, Gestalter, Begleiter oder Betreuer werden. Denn in einer Zeit, in der unser Planet existenziell bedroht ist, ist die Suche nach neuen Konzepten und Definitionen des Lebens mehr als nur ein philosophisches Unterfangen; sie ist zu einer Verantwortung gegenüber dem Leben selbst geworden.

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Abb.: BioMedien. Das Zeitalter der Medien mit lebensähnlichem Verhalten, Katrin Hochschuh & Adam Donovan, Visual: The Rodina
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Abb.: Universal Everything, ?Infinity?, 2021, Computerbasierte Installation

-red

Lorenzstr. 19 76135 Karlsruhe Mi-Fr 10-18 Uhr Sa So 11-18 Uhr 0721/810 00 www.zkm.de

Bio-Medien: bis 28.8. www.zkm.de/biomedien

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Abb.: Jonas Lauströer (HAW Hamburg), Amir Andikfar (HAW Hamburg), John Nyakatura, ?Photomontage of OroBOT and 3D digital skeleton of Orobates?, Künstlerische Illustration

Fortda, KünstlerInnenkollektiv

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Alle zusammen an einem Ort – das ist nicht nur der Pandemie wegen selten geworden. Doch fürs INKA-Gespräch ist das Fortda-Kollektiv zumindest fast komplett im digitalen Raum versammelt. Alle Mitglieder eint „ein gemeinsames Interesse an der kreativen Begegnung mit Menschen“, das in den vergangenen zehn Jahren in über 20 künstlerischen Projekten in Karlsruhe mündete. Zusammengefunden haben Antonia Marten, Carolin Rothmund, Christina Zingraff, Fanny Kranz, Henrike Plegge, Max Kosoric und Sanne Pawelzyk 2012 über ihre Arbeit im ZKM. Mit verschiedenen Gruppen haben sie dort Vermittlungsprojekte entwickelt und „während der Arbeit gemerkt, welche Grenzen es in Institutionen gibt“, sagt Plegge. So entstand die Idee, „raus aus der Institution zu gehen und selbst mehr zu gestalten“. Das Kollektiv wollte die Themen künstlerisch bearbeiten, die „die Menschen selbst angehen und keine vom Museum oder anderen Institutionen gesetzten Themen. Wir suchen uns Gruppen, um gemeinsame Themen zu finden.“ Erst nach der Idee zur künstlerischen Umsetzung des Themas suche das Kollektiv Institutionen, die dies unterstützen wollten, sagt Plegge. Fortda sucht dafür häufig den öffentlichen Raum. „Was heißt es, sich Räume wieder selbst anzueignen, wie kann man einen gemeinschaftlichen Ort schaffen und auch Menschen einen Raum geben, die selbst in einigen öffentlichen Räumen keinen Platz haben?“, beschreibt Kranz die Fragen, die sich das Kollektiv mit ihren PartnerInnen vorab stelle. „Wir wollen Orte so weit öffnen, dass sich alle angesprochen fühlen“, ergänzt Kosoric. Dabei gelte es Hürden abzubauen. „Wir schauen, was bringen die Leute mit und handeln aus, was wir gemeinsam hinbekommen“, sagt Kranz. Besonders gelungen, sei dies mit „Oberreut Deluxe“ (Foto rechts oben: Benjamin Breitkopf), einer mobilen Plattform auf dem dortigen Grünstreifen, die die Menschen im Stadtteil zusammenbringen sollte. „Wenn etwas anders ist, als man es immer gewohnt war, entstehen neue Möglichkeiten. Der Grünstreifen wurde plötzlich wahrgenommen, obwohl er immer da war.“ Gerne hätte Fortda das Projekt fortgesetzt. „Gerade war das Gefühl da, jetzt geht es los und die Menschen beteiligen sich, dann ging aber das Geld aus“, sagt Kosoric. Doch Pawelzyk sieht auch das Positive an den meist nur zeitlich begrenzten Projekten des Kollektivs: „Temporäres hat auch Charme. Durch die Aufmerksamkeit, weil es nicht immer da ist, weckt es die Neugierde.“ Daraus entstehe auch Anreiz und Inspiration zur Beteiligung oder für eigene Ideen, sagt Marten. Ein Schlüssel für die Fortda-Projekte sei aber auch „kein Zwang, dass etwas passieren muss“. Vielmehr gelte es, mit Unvorhergesehenem umzugehen und im Zuge der künstlerischen Arbeit mit dem Gegenüber zu interagieren „Einfach da sein mit der Kunst und mit der entstehenden Spontaneität umgehen“, sagt Kranz. Ob in einem temporären öffentlichen Pausenraum, auf einer Picknickdecke oder in der „Fahrradwerkstadt“ – bei den Fortda-Projekten mit Schulklassen, Geflüchteten oder dem ganzen Stadtteil steht stets die direkte Kommunikation und Interaktion im Mittelpunkt. Aktuell arbeitet Fortda in der Schillerschule mit mehreren Schulklassen in einem Zeichenraum mit Ateliercharakter. „Die Idee ist, dass die Schüler selbstorganisiert das machen, auf was sie Lust haben“, beschreibt Pawelzyk auch hier den offenen Ansatz des Kollektivs. Unterschiedliche Ausbildungen und Erfahrungen der Mitglieder machten das Kollektiv vielfältiger und von diesen unterschiedlichen Herangehensweisen profitiere man, denn es gäbe noch einiges zu tun in der Stadt. „Mir fehlen die ungewöhnlichen Orte in Karlsruhe. Orte, an denen man sich überraschen lassen kann“, sagt Kosoric. Auch wünscht sich Marten „mehr Orte, die kein Stadtmarketing sind und eine Offenheit für alle haben“. Bei Fortda haben sie festgestellt, dass schon kleine Veränderungen, neue Möglichkeiten schaffen könnten. Und Orte dafür gäbe es genug. „Karlsruhe hat einige neue Ecken bekommen, aber die sind immer noch alle sehr steril.“ „Das passiert irgendwie“, ist der Anfang eines neuen Fortda-Projekts selbst für Kranz nicht immer zu erklären. „Zack ist manchmal die Idee da, ein anderes Mal werden wir angefragt.“ Doch auf diese Weise gelänge es seit zehn Jahren immer wieder, neue Formen und Projekte gemeinsam zu entwickeln. Dabei würden nicht immer alle alles zusammen machen. „Mal pausieren einzelne und setzen aus, aber wir finden uns immer irgendwie wieder zusammen.“ Eine Hürde sei natürlich immer „das mit dem Geld“. Doch „wir haben den Luxus, dass wir fast alle auch noch anderswo Angestellte sind und das nicht aus Zwang als Selbstständige machen müssen“, sagt Kranz. „Wir entwickeln einfach sehr gerne miteinander Projekte und haben Spaß während der Umsetzung“, ergänzt Plegge. „Sonst gäbe es uns längst nicht mehr.“ (Foto unten: Felix Grünschloß)

-fk 

www.fort-da.eu

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Heidi Herzig, Künstlerin

Am 15.7.2019 legte die MS Karlsruhe im Rheinhafen ab und überraschte einen Teil der Fahrgäste: Die Heidi Herzig Band spielte dort erstmals – und bislang auch zum einzigen Mal auf – und servierte die Hits aus ihrem Album „So wie du“. Heidi Herzig eroberte die Herzen auf dem ruhigen Rhein im Sturm. So ehrlich die Musik und ihre lebensnahen Texte gemeint sind, so wenig zielt Herzig darauf ab, eine wirkliche Schlager-Karriere hinzulegen. „Es ist eine Performance – und trotzdem glauben viele, dass ich Schlager-Star werde. Die Fiktion funktioniert gut.“ Beim Namen der Künstlerin geht das Verwirrspiel schon los: Heidi Herzig (Foto: Lisa Bergmann) heißt wirklich so, ist in Dresden geboren und hat in Karlsruhe Medienkunst an der HfG und Germanistik am KIT studiert. Lange stellte sie ihren Namen in den Hintergrund, nutzte lieber einprägsame Schlagworte oder Pseudonyme, um ihre künstlerischen Arbeiten zu präsentieren. Mit dem Schlager-Projekt hatte dann aber die Stunde der Heidi Herzig geschlagen: „Ich wollte diesen Namen so nehmen, wie er ist – als Readymade sozusagen.“ Die Überlappungen zwischen Fiktion und Realität ziehen sich durch Herzigs Arbeit. Mediale Inszenierung ist ihr dabei oft suspekt. Herzig fragte sich: „Woher kommt das Bedürfnis, sich auf eine Bühne zu stellen? Und woher die Sehnsucht des Publikums, Teil davon zu sein?“ Sie fand heraus: „Viele Menschen haben das Bedürfnis, hautnah an einem Star dran zu sein.“ Als Studentin arbeitete die Künstlerin viel in der Produktion, von Siemens bis Daimler. Das hat sie geprägt und ihren Blick für soziale Kontexte und Sehnsüchte geschärft. Die Heidi Herzig Band entstammt der Fabrik, so ihre Frontfrau. Dort hat sie Menschen beobachtet und Redewendungen aufgeschnappt. In Ausstellungen zeigte Herzig Relikte und Fundstücke aus dieser Zeit: Lkw-Lack, Stanzteile, Putzlumpen und Verpackungen fanden ihren Weg in den Badischen Kunstverein, wo die Ausstellung „Im Fluss“ nur vier Tage vor der Schlager-Schifffahrt eröffnete. „Im Fluss“ entstand in Zusammenarbeit mit Ben Öztat, einem Absolventen der Karlsruher Kunstakademie. Hier fand auch ein sloganartiger Merkzettel aus der Fabrik Platz: „Selektieren Sortieren Säubern Standardisieren Selbstdisziplin.“ Ihrem ursprünglichen Kontext entrissen, nimmt die Arbeitsanweisung lyrische Züge an. Herzig begreift das Collagieren als zentral für ihre künstlerische Arbeitsweise. Skizzen, Ideen und Ver- satzstücke aus verschiedensten Kontexten werden zur Assemblage, erhalten in Kombination eine neue Bedeutung. Auch die mehrjährige Arbeit „Auf der Reling“ nahm ihren Anfang in einem Fundstück: Auf einer der Lichtbrücken der HfG fand Heidi Herzig einen handgezimmerten kleinen White Cube vor, der darauf hinwies, dass der Kunsthochschule ein Präsentationsund Improvisationsort für die Studierenden fehlte. Herzig nahm sich diesem an und ließ ihn zusammen mit Öztat zu einem belebten Ort innerhalb der Hochschule werden, der auch der Öffentlichkeit während der „Sommerloch“-Ausstellungen zugänglich war. 2017 wurde die Reling mit dem Preis der Badischen Beamtenbank ausgezeichnet. Viele Ausstellungen, Performances und Konzerte, aber auch Gespräche, gärtnerische Aktionen oder Tischtennisturniere fanden auf der Reling statt. In den Hallen der ehemaligen Munitionsfabrik war eine neue, temporäre Fabrik entstanden – ganz gemäß des kollektiven Kunstbegriffs von Heidi Herzig. Die Künstlerin glaubt an kollektive Kreativität: „Es ist urmenschlich: Man erzählt sich Dinge weiter, gibt sich Tipps und da springen ganz unbewusst und automatisch Inhalte und Ideen rüber.“ So funktioniert Kreativität, so funktioniert Kunst. Niemand schöpft aus sich allein. Bei Herzig ging diese Haltung so weit, dass sie lange hinter ihren Projekttiteln verschwand. Bei ihrem Bandprojekt ist das anders. Hier sollen auch die Namen der Bandmitglieder genannt werden: Jannis Kleiß, Ben Öztat, Valentin Pfister, Philip Lawall und Jason King. Der Druck, immer unter öffentlicher Beobachtung zu stehen, wurde für Schlager-Königin Herzig nach ihrer Tour jedoch so groß, dass sie sich im Herbst 2019 zurückzog. Zehn Monate lang bewohnte sie das Kloster St. Franziskus in Weiherfeld-Dammerstock und beobachtete das geistliche Leben. Streng lebte sie dort nach der Ordnung von San Franziska und hatte feste Tagesrituale, die sie fotografisch, filmisch und per Stream teilte. Als spirituelle Basis diente ihr der Leitspruch „Bora Bora“, der auf die (ebenso fiktive) Unternehmensberaterin Franziska Sommer zurückgeht, die bis 1992 im Kloster gelebt hatte. Ab und an suchte Herzig jedoch das „Schlager-Feuer“ heim – die glühenden Erinnerungen an die heiße Zeit im Sommer auf Tour flackerten vor ihr auf, Refrains drangen aus der Ferne zu ihr. Schlager-Sänger José fand Heidi schließlich und führte sie wieder in die säkulare Welt. Dort ist mittlerweile die U-Strab fertiggestellt. In der Eröffnungswoche spielte Herzig ein Konzert mit ihrem Performance-Duo „Der letzte Dutt“ in der Haltestelle Marktplatz. Einen besonders pikanten Beigeschmack bekommt diese Show durch die Petition, die die Künstlerin einst wegen des ohne öffentliche Ausschreibung vonstatten gegangenen Entscheidungsprozesses zur Gestaltung der U-Strab-Haltestellen mit Kunst von Markus Lüpertz gestartet hatte. 2023 wird die Geschichte der Heidi Herzig Band ein neues Kapitel bekommen: Das zweite Album steht an, eine Tour soll folgen. Mit dabei ist natürlich auch José. Das Schlager-Feuer lodert wieder.

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Städtische Galerie Karlsruhe

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Die Städtische Galerie sammelt, präsentiert und erforscht moderne und zeitgenössische Kunst: Mit einem Schwerpunkt auf Malerei und Fotografie ist sie Schaufenster für die Kunstproduktion in der Stadt, nimmt aber zugleich die internationale Kunst des 20. und 21. Jhds. in den Blick. Seit 1997 ist sie in direkter Nachbarschaft zum ZKM zu Hause – in einem der größten Industriedenkmäler Deutschlands. Ihr Ausstellungsprogramm lebt aus der Spannung zwischen dem Fundament der Sammlung und dem Aktuellen. Der Dialog von zeitgenössischer Kunst und historischen Positionen machen das Kunstmuseum zu einem viel beachtetem Anziehungspunkt. (Foto: Artis – Uli Deck) 

-pat

Lorenzstr. 27 76135 Karlsruhe Mi-Fr 10-18 Uhr Sa So 11-18 Uhr 0721/133 44 01 /-44 44 www.staedtische-galerie.de

wolke7yoga

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Ballast abwerfen, sich frei, ungezwungen und leicht fühlen – bei wolke7yoga ist der Name Programm. Dafür bedient sich Gabriele Hogeforster aller Elemente, die das ganzheitliche Gesundheitssystem bietet: Atmung, Meditation, Asanas. Die Kombination aus Ruhe, Kraft und Präzession sorgt für absolute Entspannung und stärkt das Immunsystem. Besonders spezialisiert hat sie sich auf die therapeutische Wirkung des Yoga, um Körper und Geist nachhaltig gesund zu erhalten; sei es die Hormon-Yoga-Therapie oder die anatomisch korrekte Bewegung nach den Ausrichtungsprinzipien der Spiraldynamik. Ob Einzelstunde, Firmen-Yoga, Bewegungscoaching, Workshop oder Hatha-, Vinyasa-und Yin-Yoga-Kurs – Spaß und Wohlfühlgefühl stehen immer im Vordergrund. 

-pat

Am Schwalbenloch 15 76229 Karlsruhe 0172/412 91 88 www.wolke7yoga.de

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