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Blonde - epaper ⋅ Ausgabe 1/2022 vom 06.05.2022
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Neben ihrer Arbeit als Buchautorin ist die Journalistin M?Barek Redakteurin im Ressort ?X? der ?Zeit?

Ohne eine gesellschaftliche Avantgarde, ohne die Idealisten, funktioniert die Gesellschaft nicht. Nur sie schafft es, wirklich neue Ideen in die Debatte einfließen zu lassen. Aus der Mitte werden aktuelle Umstände eher selten drastisch hinterfragt werden. Idealisten sind übrigens meistens links und aktivistisch präsent, sie arbeiten fern von politischen Parteien oder Organisationen wie der Linken und den Jusos. Rechte werden hier nicht als Idealisten bezeichnet. Sie sind nie Teil der Rechnung, aber als treibende antidemokratische Kraft sind sie durchaus zu beachten, wenn es um die Auswirkungen von Polarisierung und Intransparenz der Politik geht.

Neben den Idealisten gibt es die Realisten. Auch sie sind nicht zwingend an Parteien gebunden, eher an Positionen. Wie Kevin Kühnert, der vor vier Jahren wahrscheinlich noch persönlich Andrea Nahles enteignet hätte, das jetzt aber, aus taktischen ...

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... politischen Gründen, nicht mehr so unterschreiben würde. Realisten sind Taktiker. Sie haben das Ziel im Blick, sind aber flexibel, wie der Weg dorthin aussehen kann. Als letzte, größte Gruppe kommen die Stagnierenden. Für sie genießt gesellschaftlicher Fortschritt keine Priorität, oft sind sie polarisierend, mitunter gar geblendet. Politische Forderungen vertreten sie hauptsächlich aus Eigennutz. Will man irgendwas politisch oder gesellschaftlich durchsetzen, kommt man an ihnen nicht vorbei. Sie gilt es zu überzeugen, denn sie sind in der Mehrheit. Aus einer idealistischen Forderung allein ergibt sich noch keine konkrete Politik, so gern die Revolutionäre es auch hätten und so »gut« und selbstlos ihre Ideen auch sein mögen. Der nächste Schritt muss die Etablierung der Idee sein, nicht die vollkommene Zustimmung.

————

Grundsätzlich ist heutzutage die Pauschalisierung der Meinung mit Bezug auf das Alter ein großes Problem. Das Klima im alltäglichen Miteinander wird schwieriger und aggressiver. Alte Menschen jedoch sind zahlenmäßig deutlich in der Mehrheit. Die über 65-Jährigen machen fast ein Viertel der deutschen Bevölkerung aus. Und der geburtenstarke Jahrgang der »Babyboomer« wird diese Altersschwelle erst noch in Kürze überschreiten. Die Kompromisslosigkeit, mit der oft die Meinung der Älteren verworfen wird, bringt uns nicht weiter. Die Fronten werden eher noch härter, als dass sich Probleme in Luft auflösen. Wie erbittert sich die Generationen inzwischen angehen, lässt sich auch gut am Beispiel von Rezo verdeutlichen. Können Sie sich an die Debatte rund um »OK Boomer« erinnern? Dieses Internet-Meme, das vor allem 2019 oft genutzt wurde, um die als stereotyp angesehenen Ansichten der Babyboomer-Generation zurückzuweisen und sich über diese lustig zu machen?

2019 war das Jahr der Europawahl, viele junge Menschen durften das erste Mal wählen und Rezo hatte vermeintlich gerade die Union zerstört. Im Nachhinein muss man sagen: Hat er nicht, das kann die Union schon ganz allein, schaut man auf den Spießrutenlauf 2021. Das aggressive Klima – sowohl auf der Straße wie auch wortwörtlich – wurde immer präsenter. Fridays for Future, Greta Thunberg und Luisa Neubauer, es schien, als würde die junge Revolution vor der Tür stehen. Dagegen formierte sich erwartungsgemäß Widerstand. »OK Boomer« wurde zum Gefühlsausdruck einer ganzen Generation. Rezo schrieb dazu in einer Kolumne:

»Leute über fünfzig schreiben was Dummes ins Internet und Jüngere kontern mit einem patzigen Meme. Verschärft das unnötig den Generationenkonflikt? Nein, es muss mal sein.« Dieses Boomer-Beispiel ist nur eines von vielen. Ich empfinde Sprache als unglaublich wichtigen Teil von Politik und elementar für viele Arten von Entwicklungen. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie echte Boomer, denen die Internetkultur in der Regel fern ist, mit dieser Phrase umgehen. Ob diese verbale Verschärfung wirklich ein wichtiges und nötiges Mittel gewesen ist, ist eine Frage, die niemand hundertprozentig beantworten können wird. Was man jedoch auf jeden Fall sagen kann: »OK Boomer« war ein gutes Beispiel dafür, wie viele Debatten am Ende verhärtet werden: ihr und wir, richtig oder falsch. Das ändert aber trotzdem nichts an dem Abhängigkeitsverhältnis zwischen Idealisten und Stagnierenden. Erstere müssen Letztere irgendwie ins Boot holen.

Bleibt man bei dem Beispiel des Generationenkonflikts, heißt das: Um die Forderung der Jungen durchzudrücken, müssen die Alten miteinbezogen werden. Es sollte ziemlich klar sein, wie das auf gar keinen Fall gelingen wird: die Verhöhnung des Alters, eine Reduzierung des Diskurses auf die scheinbare Senilität des Gegenübers. Können Sie sich noch an die »Enkelbriefe« erinnern? Durchaus eine durch die Twitter-Blase getragene Aktion. Junge Menschen und Influencerinnen wie etwa Diana zur Löwen riefen dazu auf, einen sogenannten Enkelbrief an die eigenen Großeltern zu schreiben, in dem man darum bittet, dass diese doch mit Blick auf die Zukunft der Enkel wählen sollten. Erst mal, und ich weiß, ich mache mich da unbeliebt mit Blick auf hochemotionale Twitter-Debatten, aber: Es ist schon krass entmündigend, den Älteren das Demokratieverständnis abzusprechen. Denn laut den Briefen würden alle außer den Grünen und Linken die Zukunft der Jugend versauen. Was ja mit Blick auf die Stimmanteile von FDP und Union (wie auch tragischerweise von der AfD) bei den jungen Wählern gleich doppelt paradox ist. Vielleicht hätte man die Enkelbriefe auch an die vermeintlich alten Jungen schicken müssen?

Es ist doch so: Die Ideologen (nehmen wir hier zähneknirschend das Kollektiv der Jungen) haben ein Anliegen: linke, radikale Klimapolitik. Die Konservativen, Stagnierenden, das sind mehrheitlich die Alten. In der Mitte stehen die Realisten, die Vermittler, die entweder nicht politisiert sind oder beide Meinungen verstehen. In Anbetracht der Masse der Alten liegt es dann an den Jungen, Mehrheiten zu gewinnen. Nun scheint das Mittel der Denunziation vielleicht nicht das geeignete zu sein. Erinnern wir uns zum Beispiel an das viel diskutierte »Umweltsau«-Lied im WDR, in dem die Oma zur allgemeinen, stigmatisierten Umweltsau verkam. Das kann man achselzuckend als Satire hinnehmen, aber das internalisierte Bild wird dadurch trotzdem bestärkt. Zumal der kollektive Vorwurf, dass alle über 50 ihre Wahl entgegen den Interessen junger Menschen (die in Form von Enkeln und Kindern ja oft Teil der engeren Familie sein dürften) treffen und somit ein mangelndes Empathiebewusstsein an den Tag legen, auch nicht besonders zuvorkommend ist.

Der Wahlausgang hat ja durchaus bescheinigt, dass diese Rechnung nicht aufgegangen ist. Auch weil die ideologische Seite allein an die eigenen Präferenzen gedacht hat. Denn um Stagnierende zu begeistern, sollte man auch wissen, was ihnen wichtig ist, was sie wollen. In diesem Fall etwa, bleiben wir plakativ, wären das wohl das Versprechen einer sicheren Rente, eine Regierung, die nicht den Anschein macht, reine Verbotspolitik zu machen, und – kein Tempolimit.

————

Die Bundestagswahl 2021 hat erneut gezeigt: Fast die Hälfte der Bevölkerung lässt sich grob auf die Liberalen, Konservativen und Rechten verteilen, die andere Hälfte besteht aus Linken, Grünen und Sozialdemokraten. Ich muss hier kurz einmal dazwischenschieben: Die Aufregung nach der Wahl, weshalb denn so viele junge Menschen die Liberalen gewählt hätten und einige »immer noch die Union«, ist ein großer Schwachpunkt der Idealisten. Sie machen sich die Demokratie nicht zu eigen, sondern setzen in jenem Moment vermeintlich allgemeingültige Standards. Sie labeln damit alle anderen politischen Meinungen als irgendetwas Verwerfliches.

Die für sie rational beste und plausibelste Lösung wird gleichgesetzt mit dem einzig richtigen Weg für die Gesellschaft. Linke machen dies aus dem Impuls des Allgemeinwohls, Rechte aus Sicht ihrer feindlichen, rassistischen Weltauffassung. Natürlich denken auch Konservative, ihre Meinung sei richtig, aber oft beziehen sie sich dabei explizit auf Vorteile für ihre Klientel. Vor allem sind Konservative zufrieden mit dem Status quo und verspüren wenig Druck, immense Veränderungen voranzutreiben. Dass sie oft Teil der Regierung sind, spricht für sich. Sie sind also auch nicht in der Pflicht, Mehrheiten für kontroverse oder drastische (das meine ich ganz wertfrei) Veränderungen zu finden. Die Aufgabe der Progressiven lautet also meist: (realpolitische) Mehrheiten finden. Dieser Aufprall idealistischer Meinungen auf konservative Mehrheiten führt meistens zu polemischen Debatten, die eher die verbale Eliminierung des politischen Gegners zum Ziel haben als die Überzeugung des anderen.

Zu welcher Stagnation ideologisch gesinnte Polemik führen kann, zeigt sich, wenn Idealisten auf die »Verantwortlichen« treffen – also jene, die de facto eine höhere Deutungshoheit besitzen. Ein wichtiger Faktor dabei ist auch die Herkunft der ideologischen Überzeugungen und der eingeschränkte Wille zum Kompromiss, weil man den Kompromiss in vielen Fällen als nahezu ähnlich unbefriedigend bewertet wie einen völligen Abbruch der Bemühungen, eine politische Maßnahme zu lancieren. Das macht die Erarbeitung eines politischen Kompromisses so schwer.

Die Idealisten sind von den Stagnierenden und Konservativen abhängig und ihnen gegenüber in der Bringschuld. Was viele allerdings noch nicht begriffen haben: Konservatismus ist nicht »überwindbar« oder aus der Mitte wegzudenken, die Wahlergebnisse sprechen da für sich. Man muss diese Menschen also zum Teil seiner eigenen Politik machen. Und kommen Sie schon: Es ist für viele Idealisten auch ein schönes Privileg, sich als Hüter wahrer Überzeugungen über die Konservativen zu echauffieren. Ist man wirklich daran interessiert, Missstände im Namen von Minderheiten oder Klassen aufzuarbeiten, sollte man sich vergegenwärtigen, wie kontraproduktiv Polarisierungen und Anschuldigungen sind. Denn die Zeit, die bei solchen ergebnislosen Wortgefechten verrinnt, hat die Arbeiterklasse oft nicht. Diejenigen, die in der Öffentlichkeit ihren Idealismus nach außen kommunizieren dürfen, sollten sich bewusst sein, dass rein verbale Kämpfe den Unterprivilegierten zunächst nicht viel bringen. Das ändert sich erst dann, wenn sich nach dem Echauffieren eine große Masse hinter die Idee stellt und Realisten dieses Thema gemeinsam mit den Ideologen, die bereit sind, Kompromisse auszuhandeln, auf den Tisch bringen. Nehmen wir das Beispiel günstiger Wohnungen: Auf die Äußerung der eigenen Unzufriedenheit (»Wie macht man Wohnen günstiger und ist das Recht auf Wohnraum nicht gar ein Menschenrecht?«) folgt dann die wichtige Frage: Welche Ergebnisse lassen sich basierend auf Kompromissen möglichst rasch erzielen? Kennen Sie das, wenn Sie in Ihrer eigenen Blase leben und in einem ungünstigen Moment daran erinnert werden, dass es auch andere Menschen in anderen Blasen gibt? Wenn ja, könnte es Ihnen missfallen, sich auf einen Kompromiss zu einigen. Aber wir könnten bei vielen Dingen einfach schon so viel weiter sein.

Man kann an der Debatte um die Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels gut sehen, wozu ideologisch getragene Meinungen auch führen: Irgendwann werden Sachverhalte so vereinfacht, die Parteien in gut und böse, richtig und falsch eingeteilt, als gäbe es keinen Zwischenraum mehr, nur noch Wut und Hass auf beiden Seiten. Da ist es auch kein Wunder, dass unter den Älteren das Narrativ einer ideologisierten, dummen Jugend kursiert. Nur, stellen sich die Alten mit dieser Verallgemeinerung nicht selbst ein Bein? Zum einen sind sie in der Mehrzahl. Zum anderen haben sie ihre Pfründe zum Großteil gesichert, auch mit Blick auf die Endlichkeit. Dass junge Menschen dumm und realitätsfremd sind, weil sie alles einem Ziel, einer Ideologie unterordnen, ist kollektiv gesehen natürlich Quatsch. Dass sie hingegen nicht gerade clever agieren, liegt hingegen auf der Hand. Es stellt sich wirklich die Frage: Wenn ich doch weiß, dass die Politik sich nicht ändert, wegen »der Alten« da oben, wieso sollte ich genau jenen auf den Schlips treten? Ist ja nicht so, als würde sich dadurch ein radikaler Wandel der Deutungshoheit anbahnen. Unser Miteinander hat sich in der letzten Zeit prinzipiell eher verschlechtert, wie Jagoda Marinić schon 2020 in der »Süddeutschen Zeitung« erläuterte: »Die deutsche Verachtung für Meinungsunterschiede hat sich in der Pandemie nur verschärft. Schon kleinste Differenzen reichen aus, um Gespräche oder Kontakt abzubrechen, und zwar im gesamten politischen Spektrum.«

Dieses Verhalten kann uns nicht zum Ziel führen. Solange die Mehrheit sich hinter (und das ist durchaus als Anordnung zu verstehen) der Mitte vereint, sitzt diese am längeren Hebel, ob einem das missfällt, ist irrelevant. Spoiler: Es gibt viel mehr Mitte, als man glaubt. Auch das ist realpolitische Wahrheit. Und: Es geht hier um Kompromisse, nicht um Konsens, den gibt es in Demokratien nun mal flächendeckend nicht.

interview

BLONDE ———— Welchen hältst du für den bemerkenswertesten Kompromiss der Weltgeschichte?

YASMINE M’BAREK ———— Den Kompromiss, politische Unruhe in Kauf zu nehmen, um Einigung zu finden, weil man das erstrebenswerter findet als Stagnation, bleibt Willy Brandts bestes Erbe. Die Ostpolitik als Ganzes bleibt für mich bemerkenswert.

———— Wie können wir uns deinen Schreibprozess für „Radikale Kompromisse“ vorstellen? Wusstest du bei bestimmten Momenten bereits, dass du sie in das Buch integrieren würdest?

———— Die Idee für das Buch entstand schon 2018. Seitdem sammele ich – auch bis heute – analog in Notizbüchern Ideen und Artikel, Schnipsel, Buchpassagen, die ich im Schreibprozess dann zusammengefügt habe. Bestimmte Gespräche habe ich, kurz nachdem ich sie geführt habe, schon eingeplant. Es war ein kapitelweises Erarbeiten dessen, was mein Kopf dachte, teils klar, teils wirr.

———— Radikale Softness, radikale Kompromisse: Seit Jahren steht die „Radikalität“ von weichen und mitmenschlichen Verhaltensweisen im Fokus. Wo beginnt sie für dich?

———— Radikal ist für mich die aktive und absolute Entscheidung, etwas zu tun. Radikal ehrlich, radikal kompromissbereit, radikal vegan – für mich gilt es manchmal auch als Synonym von „absolut“.

———— Hast du ein weiteres Buch geplant? Selbst wenn nicht welche Themen bewegen dich so sehr, dass du darüber ein weiteres schreiben wolltest?

———— Ich befürchte, ich werde noch mal die Audacity haben, ein Buch zu schreiben. Sicherlich politisch, denn alles ist politisch. Ich sehe mich aber durchaus auch als gesellschaftliche Autorin. Das beinhaltet von Ästhetik über Mode bis hin zu Klima und Emotionen alles. Und darüber möchte ich schreiben.

———— Woran hältst du privat immer fest beziehungsweise wobei lässt du dich auf keinerlei Kompromisse ein?

———— Meine Familie steht definitiv an erster Stelle. Das heißt auch, dass ich immer weiß, wo meine Grenzen sind, denn ich werde niemals das Private gegen etwas Berufliches ausspielen.

———— Linke Idealist*innen, Konservative und Co. welche Reaktionen hast du bisher von verschiedenen Seiten auf dein Buch bekommen?

———— Viel Wut, viel Unverständnis für „altes Denken“, Freude über Realismus, Dankbarkeit für das Verständnis von Demokratie, angeregte konstruktive Kritik, sowohl feministische wie auch konservative.