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ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 5/2010 vom 30.04.2010

Vorbehalte gegen Bio-Ware
Biogetreide und -Getreideerzeugnisse sind nicht stärker mit gefährlichen Schimmelpilzgiften belastet als konventionelle Erzeugnisse. Das zeigte eine Untersuchung des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Stuttgart von insgesamt 185 Getreideprodukten. Die These hält sich in der Branche hartnäckig und wird von konventionellen Herstellern gerne als Argument für den Einsatz von Pestizidwirkstoffen vorgebracht.

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Tengelmann verkauft Filialen
Kaiser’s Tengelmann verkauft sein Filialnetz im Rhein-Main-Neckar-Gebiet. Den Zuschlag bekamen Rewe und Tegut, Edeka geht leer aus. Rewe soll 65 Märkte übernehmen, Tegut 20. Tegut will schon in Kürze die umgestalteten Märkte unter neuer Führung eröffnen, Rewe gibt an, die Umbaumaßnahmen bis Ende des Jahres abgeschlossen zu haben.

Saatgut im ewigen Eis
Die weltweit sicherste Saatgutbank auf der norwegischen Insel Spitzbergen soll als eiserne Reserve nach möglichen Umweltkatastrophen dienen. Um die rapide schrumpfende Biodiversität zu retten, wurde vor zwei Jahren das Projekt gestartet. Die Anlage ist in einen Berg gesprengt und von arktischem, ewigen Frost umgeben. So bleiben die Samenproben aus über 100 Ländern selbst bei Stromausfall tiefgekühlt und keimfähig. Derzeit sind etwa 500.000 Samen eingefroren, insgesamt können bis zu 4,5 Millionen Samenproben eingelagert werden. Das sind etwa zwei Milliarden Samen.

Comeback der Cola-Dose
Coca-Cola kommt in Kürze mit einer neuen, schlankeren Schwester der alten 0,33-Liter-Dose auf den Markt. Mit der 0,25-Liter-Dose, die eine praktische Kleinpackung für unterwegs sein soll, will Coca Cola den Rückgang des Dosenabsatzes stoppen. Das könnte die seit Jahren sinkende Mehrwegquote weiter nach unten treiben. Seit 2007 ist diese nach Zahlen der Deutschen Umwelthilfe um zehn Prozent gesunken, 2009 lag die Mehrwegquote für kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke nur noch bei gut 26 Prozent.

Orangensaft | Mit Vorsicht zu genießen

Foto: irisblende.de

Die Säuren in Orangensaft greifen den Zahnschmelz stärker an als Wasserstoffperoxide, die in Zahnweißerprodukten eingesetzt werden. Das zeigen Untersuchungen von YanFang Ren vom Eastman Institut for Oral Health der US-amerikanischen University of Rochester. Sein Team tauchte Zahnschmelzsplitter für 20 Minuten in eine sechsprozentige Wasserstoffperoxidlösung und danach für mehrere Stunden in Speichel – und zum Vergleich in Orangensaft und Speichel. Durch die Orangensaftsäuren schwand die Zahnschmelzhärte um 84 Prozent. Bei der Wasserstoffperoxidlösung zeigten sich hingegen keine signifi kanten Veränderungen. Ren rät Verbrauchern nun, Orangensaft lieber zügig zu trinken, als über längere Zeit immer wieder am Glas zu nippen, so lasse sich die Belastung für den Zahnschmelz in Grenzen halten. Generell empfehlen Zahnärzte, nach dem Genuss saurer Speisen und Getränke die Zähne erst einmal nicht zu putzen. Rund eine halbe Stunde sollte man warten – oder mit Wasser oder einer fl uoridhaltigen Mundspüllösung gurgeln.

Bio-Importe | Fisch und Huhn aus China

Foto: Banana Stock

Bisher stand der Name Baader Group vor allem für Lebensmittelverarbeitungsanlagen in der Fisch- und Gefl ügelindustrie. Nun hat die Lübecker Firma eine Zusammenarbeit mit den Unternehmensberatern Pourkian Group, der chinesischen San´an Technology Group und dem Fraunhofer Institut angekündigt. Ziel: „SuperBio“-Fisch und „SuperBio“-Gefl ügel in China für den europäischen und chinesischen Markt produzieren, ab 2011 ist eine Aufnahme der Lieferung geplant – an Discounter, Bio-Einzelhandelsketten, Restaurants und Hotels. Im ersten Jahr sollen bis zu 60.000 Tonnen Hühnerfl eisch produziert werden, qualitativ wolle man die EU-Öko-Verordnung übertreffen, erklärt die Pourkian Group. Was das heißt? Zur Stärkung der Abwehrkräfte sollen den „SuperBio“-Tieren etwa „teure TCM-basierte und homöopathische Mittel“ verabreicht werden. Zu „SuperBio“ gehöre aber auch die „Entwicklung der Mitarbeiter“ und die „kontinuierliche Verbesserung ihrer Lebensumstände in China“.

Interview :Über den Wolken schmeckt’s anders

Dr. Andrea Burdack-Freitag ist Aromachemikerin am Fraunhofer Institut für Bauphysik. Ihr Fachgebiet sind Fehlgerüche in Bauprodukten, Kunststoffen oder Fahrzeuginnenräumen. Nun hat sie in Zusammenarbeit mit der Lufthansa untersucht, wie sich das Fliegen auf die Geschmackswahrnehmung auswirkt.

ÖKO-TEST: Die Menüs, die während eines Fluges serviert werden, begeistern die Fluggäste eher selten. Liegt das an der schlechten Qualität des Essens?
Burdack-Freitag: Es liegt eher an den niedrigeren Druckverhältnissen in der Flugzeugkabine. Sie sorgen dafür, dass das Essen oben in der Luft fader schmeckt als auf der Erde.

ÖKO-TEST: Wie sind Sie diesem Phänomen auf die Spur gekommen?
Burdack-Freitag: Wir haben untersucht, inwiefern sich die Geruchs- und Geschmacksschwellen der Probanden unter den Niedrigdruckverhältnissen während eines Fluges verändern. Dafür saßen die Probanden in einer Niederdruckröhre, in der ein Airbus steht. Darin konnte vom Luftdruck über den Geräuschpegel bis hin zur Vibration ein Flug simuliert werden. Es zeigte sich, dass man Salz und Zucker während des Fluges erst schmeckt und riecht, wenn sie stärker dosiert sind. Bei Säuren hingegen zeigten sich keine Unterschiede.

ÖKO-TEST: Konnten Sie auch klären, warum Menschen verrückt nach Tomatensaft sind, sobald sie im Flugzeug sitzen?
Burdack-Freitag: Der Tomatensaftgeschmack wurde von den Versuchspersonen unter normalen Luftdruckverhältnissen als gemüseartig, erdig, eher aufdringlich beschrieben, während des simulierten Fluges unter Niederdruck hingegen als fruchtig, süß und leicht kühlend. Die Bewertung rutschte nach oben: von drei bis vier auf gut. Er schmeckte oben also besser.

ÖKO-TEST: Müssen die Köche auf der Erde künftig anders für das Essen über den Wolken kochen?
Burdack-Freitag: Wir werden auf jeden Fall noch eine Kochsession durchführen, bei der unter Flugbedingungen abgeschmeckt wird. Die Brötchen beispielsweise sind inzwischen schon etwas salziger geworden – oben sind sie jetzt genau richtig abgestimmt, auf der Erde wären sie allerdings ein bisschen zu salzig.

Buchtipp | Eine kulinarische Verführung