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NACHHALTIGE HÄUSER: Grüner LEBEN S S T I L


wohngesund! - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 30.10.2019

Unsere Art zu bauen und zu wohnen bringt einen hohen Verbrauch von Ressourcen mit sich. Das muss nicht so sein. Man kann sein Haus so planen, dass es die Bewohner und die Welt intakt hält.


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Bildquelle: wohngesund!, Ausgabe 2/2019

Der passende Begriff dazu heißt Nachhaltigkeit. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung definiert: „Nachhaltige Entwicklung heißt, Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen. Wir müssen unseren Kindern und Enkelkindern ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge hinterlassen.“ In überschaubarerem Rahmen gedacht hat noch Hans Carl von Carlowitz, ...

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... der als der „Erfinder“ des Konzeptes gilt. Im Jahre 1713 bemerkte er in seinem Buch zur Forstwirtschaft, dass man sich hüten solle, mehr Holz einzuschlagen und zu verbrauchen, als im gleichen Zeitraum nachwachsen könne.

Vom Ende her

Auch Hausbau kann Raubbau sein. Das Baumaterial muss energieaufwendig hergestellt und transportiert werden, das Gebäude versiegelt wichtige Sickerfläche, der Bau selber verschlingt Energie, und anschließend sind es die Bewohner, die Energie verbrauchen. Und eines Tages, wenn es renoviert oder abgerissen wird, kann eine Menge Schutt anfallen. Wer es ernst meint mit der Nachhaltigkeit, muss über sein Haus hinaus denken, oder es „vom Ende her denken“, wie es Reimund Stewen vom Verband Privater Bauherren e.V. (VPB) ausdrückt. „Das wirklich nachhaltige Haus lässt sich zum Schluss wieder in seine Bestandteile zerlegen …“, so Stewen, Holz oder Stahl würde er daher den Verbundstoffen vorziehen.

CO2-Fußabdruck

Neben der Recyclingfähigkeit gibt es jedoch so einige weitere Kriterien, die eine Rolle spielen. 40 kennt die DGNB, die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen, und zertifiziert nach ihnen Gebäude, auch Einfamilienhäuser, verleiht nach Prüfung dem Ergebnis entsprechend ihre Zertifikate, in Bronze, Silber, Gold und neuerdings in Platin. Logisch, dass die Energiebilanz in der Zeit der Nutzung dazugehört. Hier haben die Passivhäuser, Null-Energie- und natürlich die Plus-Energie-Häuser gute Chancen. Letztere, mit Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern versehen, können theoretisch ihren CO2-Fußabdruck auslöschen, ihr schon vor der Einweihung belastetes Emissionskonto bereinigen. Je nach Baustoff sind ja mit der Herstellung kleinere oder größere Mengen an Kohlendioxid-Emissionen entstanden.

In der Sonne

Auf einem verschatteten Grundstück kann die beste Solartechnik nichts ausrichten, und die so bedeutenden „passiven solaren Gewinne“, die Wärmegewinne durch Sonneneinstrahlung über die Fenster, entfallen oder sie fallen mager aus. Liegt andererseits das Haus draußen auf dem Land, umgeben von sattem Grün, und noch dazu in der Sonne, kann das trotzdem zu Punktabzug führen, weil die Bewohner eventuell nur mit ihren PKWs Schule, Ärzte, Lebensmittelladen erreichen. Andererseits fließt auch eventueller Verkehrslärm oder Lärm aus einer sonstigen Quelle, etwa einer Fabrik, negativ in die Bewertung mit ein. Denn er kann die Wohnqualität erheblich mindern.

Wohngesundheit

Nicht nur aus Gründen der Energieersparnis muss für eine gute Dämmung gesorgt sein. Sie ist ebenso wichtig für die Behaglichkeit, die es nur bei warmen Innenseiten der Außenwände geben kann. Es sollten grundsätzlich nur unbedenkliche und allergenfreie Materialien eingesetzt werden, am besten Lehm, Kalkputz oder andere mineralische Baustoffe. Denn Wohngesundheit ist untrennbarer Bestandteil der Nachhaltigkeit, hat im Zweifelsfall Vorfahrt vor anderen Aspekten. Wenn ein Material zwar aus nachhaltiger Produktion stammt, aber ein Allergen enthält, auf das einer der Bewohner reagiert, kommt es nicht infrage.

Weichenstellung

Unsere heutige Lebensweise ist das Gegenteil von nachhaltig, so viel dürfte klar sein, und es sehen immer mehr Menschen die Notwendigkeit ein, etwas dagegen zu tun. Schließlich ist jeder von uns Verbraucher, Käufer, Konsument und kann mit jeder einzelnen seiner Entscheidungen etwas Gutes bewirken. Irgendwann allerdings steht vielleicht eine Entscheidung an, mit der man sich für Jahrzehnte auf einen bestimmten Lebensstil festlegt. In den eigenen vier Wänden. Die sollte man mehr als alle anderen mit Bedacht treffen.


Illustrationen: Getty/studiogstock