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Naturbettdecken: Wie man sich bettet …


ÖKO-TEST Ratgeber Bauen und Wohnen - epaper ⋅ Ausgabe 5/2015 vom 08.05.2015

… so schläft man: Bettdecken, die mit Schafschurwolle, Kamelhaar oder anderen Naturmaterialien gefüllt sind, bieten eine Alternative zu synthetischer Ware. Viele Produkte waren in Ordnung, bei einigen Decken sorgten eine fragwürdige Zusammensetzung der Fasern sowie bedenkliche und umstrittene Inhaltsstoffe für nur mittelprächtige Noten.


Artikelbild für den Artikel "Naturbettdecken: Wie man sich bettet …" aus der Ausgabe 5/2015 von ÖKO-TEST Ratgeber Bauen und Wohnen. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Foto: IPG-GutenbergUKLtd/iStock/Thinkstock

Daunen oder Synthetik als Materia l für Bettdecken sind am weitesten verbreitet. Doch sie können auch mit anderen weichen Naturmaterialien gefüllt sein: mit Tierhaaren – zum Beispiel von Schaf, Ziege oder Kamel –, mit Seide, ...

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... Baumwolle oder anderem.


Schafwolle ist auch im Sommer temperaturausgleichend


Als Wolle ganz allgemein bezeichnet man die weichen Haare des Schafes. Da die aufgebauschten Fasern zu einem großen Teil aus Luft bestehen, wird die Körperwärme unter der Bettdecke erhalten, doch es entsteht kein Hitzestau. Wolle kann zudem viel Wasserdampf aufnehmen und Schweiß binden, ohne dass sie sich feucht anfühlt – ein weiteres großes Plus. Und sie leitet die Feuchtigkeit schneller wieder ab als zum Beispiel Baumwolle.

Schurwolle wiederum darf nur vom lebenden Tier gewonnen werden – im Gegensatz zu Wolle, die auch vom geschlachteten Tier oder aus Wiederaufarbeitung stammen kann. Für Schurwolle wird das Wollkleid des Schafes als Ganzes geschoren und gewaschen. Die Wolle ist gekräuselt und weich.

Schafwolle hat viele Vorzüge, vor allem kann sie Feuchtigkeit gut transportieren und ist deshalb auch im Sommer temperaturausgleichend. Naturbelassen hat sie eine hohe Selbstreinigungskraft, ist allerdings nicht in der Waschmaschine waschbar. Der Großteil der Schafwolle wird importiert; die großen Produzenten sind Australien, China, Neuseeland, doch auch in Deutschland wird Schafwolle produziert.

Merinoschurwolle ist eine sehr hochwertige Wolle, die von Merinoschafen gewonnen wird – einer Rasse, die ursprünglich in Spanien gezüchtet wurde. Heute gibt es mehrere Arten. Die feinsten Fasern stammen von Tieren aus Australien, Südamerika und Südafrika.

Kamelhaar – man spricht hier nicht von Wolle – ist das Haar der in Asien und Afri ka beheimateten Kamele, das im Frühjahr büschelweise ausfällt. Am wertvollsten ist das Unterhaar, das Flaumhaar; es ist sehr fein, leicht gekräuselt und beigebraun – das Deckhaar dagegen schlicht und grob. Kamelhaar ist feiner und hochwertiger als das Haar des einhöckerigen Dromedars. Kamele mit der besten Wolle leben eher in Ländern mit sehr rauem Klima, also in Westchina oder der Mongolei. Das dünne Flaumhaar wird von den äußeren gröberen Haaren und vor allem von den steifen Grannenhaaren getrennt – entgrannt lautet dieser Vorgang in der Fachsprache. Kamelhaar ist sehr leicht und weich und dadurch noch anschmiegsamer als Merinoschurwolle. Kamelhaar kühlt oder wärmt je nach Bedarf, es ist besonders feuchteregulierend und deshalb für Ganzjahresbettdecken sehr gut geeignet.

Durch die Steppung , die auch als dekoratives Mittel eingesetzt wird, bleibt die Füllung gleichmäßig verteilt.


Foto: ugurhan/iStock

Kaschmir gewinnt man durch Auskämmen der Kaschmirziege, die in der Region Kaschmir im Norden Indiens und in Pakistan zu Hause ist und bei niedrigsten Temperaturen leben kann. Je kälter es ist, umso feiner ist ihr Haar. Kaschmirwolle ist noch anschmieg samer als Kamelhaar. Allerdings nimmt Kaschmir nur wenig Feuchtigkeit auf, wärmt aber besonders gut. Der Preis richtet sich nach der Qualität der Wolle. In Europa muss ein Produkt, das den Namen „Kaschmir“ trägt, 85 Prozent Kaschmirwolle enthalten. „100 Prozent Kaschmir“ müssen dagegen nahezu rein sein.

ÖKOTEST kaufte 15 mit natürlichen Materialien gefüllte Bettdecken mit mittlerem Wärmegrad ein. Sie werden oft als Ganzjahresdecken bezeichnet. Wir wollten wissen, ob sie mit problematischen Stoffen behandelt wurden und ob sie das enthalten, was die Anbieter versprechen.

Das Testergebnis

Nicht alle überzeugen. An sechs Natur bettdecken haben wir nichts oder nur wenig auszusetzen, drei weitere sind noch „gut“. Nicht immer sind wir mit der Qualität der Naturfasern beziehungsweise deren Auslobung einverstanden. Meist reicht es jedoch noch für ein „befriedigendes“ Gesamturteil, nur die OBB Naturhaar decke Merinoline Mono ist ausreichend.
Pestizide nachgewiesen: In drei Fällen wurden Permethrin und andere Pestizide nachgewiesen, doch nur in einer Decke ist die Menge so, dass wir abwerten. Allerdings lässt der Gehalt eher auf eine Verunreinigung denn auf eine gezielte Behandlung schließen.
Fragwürdige Merino- und Schurwolle: Bei der Grüne Erde Ganzjahres decke Schurwolle waren die Wollfasern zu dick, als dass man sie noch als Merino bezeichnen könnte. Der Faserexperte Professor Crisan Popescu vom DWI LeibnizInstitut für Interaktive Materialien der Universität Aachen (RWTH) sieht, wie andere Experten auch, die Grenze für Merinowolle bei etwa 25 Mikrometern, maximal aber bei 28. In der getesteten Bettdecke waren die Fasern meist dicker. Diese Stärke wird als Crossbred (Kreuzung) bezeichnet, möglicherweise stammen sie von einer Kreuzung eines Merinoschafs mit einem anderen Schaf. In der OBB Naturhaardecke Merinoline Mono waren zum Teil feine Merinohaare, zum Teil auch dickere Haare vorhanden, vor allem aber 1,2 Prozent Fremdfasern. Die Füllung darf somit als 100 Prozent Wolle, aber nicht mehr als Schurwolle bezeichnet werden. Denn für Schurwolle darf der Fremdfaseranteil nach Textilkennzeichnungsverordnung nicht über 0,3 Prozent liegen.
Nicht nur das Feinste vom Feinen: Wer sich in Bettdecken feine Kaschmirund Kamelhaare vorstellt, wie sie bei Textilien üblich sind, der irrt. In allen mit diesen Tierhaaren gefüllten Bettdecken stecken alle möglichen Faserstärken: sowohl feine Flaumhaare – die Unterhaare der Tiere – als auch mitteldicke Haare und dicke Deck haare in unterschiedlichen Anteilen. Die meisten feinen Fasern hatte noch die Allnatura LeichtSteppdecke Kamelflaumhaar. Da es für die zu verwendenden Haarstärken jedoch keine Regelung gibt, werten wir lediglich unter weiteren Mängeln ab, wenn es eine große Diskrepanz zwischen der Auslobung der Bettdecke und den gemessenen Faserstärken gibt. In den Decken von Dormiente, Erwin Müller und Traumina wurden relativ geringe Anteile an feinen und vergleichsweise viele dicke Fasern nachgewiesen, obwohl gerade diese Produkte mit „feinstes Kamel(flaum)haar“ oder „Kamelhaar superentgrannt“, das heißt, vollkommen vom Deckhaar befreit, beworben waren. Ob es sich bei den Tierhaaren wirklich zu 100 Prozent um Kaschmir oder Kamelhaar handelte, konnte das von uns beauftragte Textilinstitut nicht völlig zweifelsfrei feststellen. Bei feinen Fasern ist das durch ihre charakteristische Struktur möglich, bei dicken Fasern, wie sie auch in den Testprodukten stecken, fehlt diese jedoch, was die Zuordnung sehr schwierig macht. Außerdem: Wurden die Fasern chemisch behandelt, verlieren sie diese eindeutigen Merkmale.
Umweltbelastend: In etlichen Bezügen und Etiketten werden unnötigerweise optische Aufheller verwendet, welche die Umwelt belasten. Das ist bei Bettdecken besonders überflüssig, da die ganze Decke ohnehin im Bettbezug verschwindet. Auch Rückstände von Nonylphenolethoxylaten wurden nachgewiesen. Sie werden bei der Textil verarbeitung als Tenside eingesetzt, gelangen ins Abwasser und schädigen Wasserorganismen.

Kompakt

Waschbar oder nicht?
Die meisten Tierhaarbettdecken im Test sind nicht waschbar, und das ist gut so. Denn nur mit einer speziellen chemischen Ausrüstung der Wolle oder Haare, zum Beispiel durch eine Behandlung mit Chlor, ist das möglich. Die Naturbettdecken sollten leicht aufgeschüttelt und regelmäßig gelüftet werden, optimal ist ein gelegentliches Lüften im Freien. Allergiker, die ihre Decke waschen möchten, wählen besser eine Baumwollfüllung.

Wärmegrade
Die Angaben der Hersteller, wie warm eine Bettdecke ist, sind leider nicht definiert und alles andere als einheitlich. Teilweise wird in drei Stufen eingeteilt, teilweise in fünf und mehr – oder auch gar nicht. Die Wärmegrade geben aber immerhin eine grobe Orientierung. Oft kann man die Produkte auch über die Gewichtsangaben vergleichen.

Bio-Baumwolle wird ohne synthetische Pestizide angebaut und von Hand geerntet.


Foto: imago/Xinhua

Kontrolliert biologisch
Kontrolliert biologischer Anbau (kbA) und kontrolliert biologische Tierhaltung (kbT) bedeuten, dass die Fasern auf der Grundlage anerkannter internationaler oder nationaler BioStandards zertifiziert sind. Diese variieren, doch es gibt gemeinsame Prinzipien. Baumwolle aus kbA wird ohne Verwendung von chemischem Dünger und synthetischen Pestiziden angebaut, sie wird von Hand geerntet – ohne chemische Entlaubungsmittel und gentechnisch veränderte Organismen. Eine kontrolliert biologische Tierhaltung soll artgerecht sein; das Verfüttern von Masthilfsmitteln und gentechnischveränderten Pflanzen ist untersagt. Bei Schurwolle aus kbT wird auf Pestizide verzichtet. Einige Institute zertifizieren auch die gesamte Lieferkette. Als derzeit zuverlässigste ökologische Standards gelten IVN-Best des Internationalen Verbands der Naturtextilwirtschaft und, mit Abstrichen, GOTS (Global Organic Textile Standard).

So reagierten die Hersteller

■ Mehrere Hersteller bestätigten, dass in den Füllungen der Bettdecken ganz unterschiedlich dicke Fasern eingesetzt werden und nicht nur (feinstes) Kamelflaumhaar, wie ausgelobt. So schreibt Allnatura, dass die Kamel flaumhaarfüllung aus feinsten Kamelhaarfläumen und festeren Kamelhaaren bestehe, „um eine bestmögliche Gitterstruktur zu erhalten“. Und Traumina teilte uns mit: „Der schöne Bausch der Vliese beruht gerade auf den in maßvollem Umfang vorhandenen Deckhaaren und feinen Unterhaaren.“
■ Die Hersteller Badenia und Dormiente legten Ergebnisse von Tests vor, die ihr Lieferant in Auftrag gegeben hat, Erwin Müller zitiert daraus: „Alle Fasermuster enthalten sehr grobe Haare.“ Das Kamelhaar bestehe „vermutlich aus einer Mischung aus Kamelund Dromedarhaaren“. Aber warum bewerben die Anbieter die Bettdecken dann mit Kamelflaumhaar oder gar feinstem Kamelflaumhaar? Dem Verbraucher wird etwas vorgegaukelt, was nicht ist.

Außerdem bestätigte der Lieferant dieser Anbieter, eine Untersuchung des gelieferten Kamelhaars hätte ergeben, dass je nach Charge 92 bis 95 Prozent Kamelhaar enthalten seien; der Rest seien Schafwolle und andere Haare. Reines Kamelhaar sei gar nicht möglich, denn es durchlaufe dieselben Waschanlagen wie Yakwolle, Kaschmir und Wolle, und das Wasser werde nicht nach jeder Waschpartie gewechselt. Außerdem sei das Entgrannen „kein besonders faserschonender Prozess“, der die Schuppenstruktur beschädige, sodass die spätere Zuordnung der Fasern zu einer Tierart teilweise nur noch schwer möglich sei. Die Anbieter Allnatura, Brinkhaus, Frankenstolz, Lonsberg und Traumina legten dagegen Testzertifikate vor, nach denen das an sie gelieferte Wollmaterial 100 Prozent Kaschmir beziehungsweise 100 Prozent Kamelhaar sei.

Das braune Kamelhaar (oben) und die noch dunklereKaschmirwolle (unten) fühlen sich sehr weich und flauschig an.


Schafwolle ist nicht ganz so weich wie Kamelhaar und Kaschmir. Meist wird reine Schurwolle von lebenden Tieren verwendet.


Fotos: ÖKO-TEST (3)

■ DieOBB Oberbadische Bettfedernfabrik kann sich die Verunreinigung mit Fremdfasern der Hersteller nur so erklären, dass am Rand überstehende Ware bei der Produktion nicht im Müll landet, sondern wieder als Füllung eingesetzt wird. Möglicherweise seien so einige Baumwolloder Polyester fäden in die Füllung gelangt. Aus ökologischen Gründen möchte sie auf diese Wiederverwertung und Müllvermeidung nicht verzichten. Die Schurwolle sei kbT/ GOT-Szertifiziert und würde regelmäßig kontrolliert. Bisher sei noch nie ein Gehalt an Permethrin nachgewiesen worden wie im Testprodukt.
Erwin Müller bestätigt das Ergebnis der Nonylphenolethoxylate. „Unseren Lieferanten ist das Thema bekannt“, man arbeite daran, alternative Waschmittel zu finden, allerdings sei das noch nicht so weit. In der EU werden diese umweltbelastenden Tenside aufgrund einer Selbstverpflichtung der Industrie nicht mehr in Waschmitteln eingesetzt.

So haben wir getestet

Der Einkauf
Bei Naturbettdecken stehen Füllungen mit Schafschur wolle und Kamelhaar hoch im Kurs. Wir haben zwölf davon eingekauft, außerdem noch zwei mit Kaschmirfüllung und eine mit BioBaumwolle, Letztere also pflanzlichen Ursprungs. Dabei haben wir uns für solche, die man mit einem mittleren Wärmegrad das ganze Jahr nutzen kann, entschieden – in der Standardgröße 135/140 x 200 Zentimeter. Die Preisspanne reicht von knapp 100 bis fast 350 Euro.

Die Inhaltsstoffe
Wolle wird zum Teil chemisch gegen Mottenbefall behandelt, weshalb wir die Füllungen auf Pestizide untersuchen ließen. Auf dem Prüfprogramm standen außerdem umstrittene halogenorganische Verbindungen und Formaldehyd, mit denen der Oberstoff oder die Fasern der Füllung ausgerüstet sein können. So werden beispielsweise chlororganische Verbindungen eingesetzt, um die Wolle waschbar zu machen. Darüber hinaus ließen wir unter dem Mikroskop untersuchen, inwieweit es sich um die ausgelobten Fasern handelt und ob sie fein oder grob sind. Hochwertige feine Tierhaare haben eine ausgeprägte Struktur, an der sie erkannt werden können.

Unter dem Mikroskop erkennt man die feinen Kamelflaumhaare und das dicke, schlichte Deckhaar mit Markkanälen.


Foto: Labor

Die weiteren Mängel
Wir verglichen auch die gemessenen Faserstärken mit der Auslobung der Füllung. So werden die Produkte teilweise als „feinstes Kamelflaumhaar“ oder „Kamelhaar superentgrannt“, also vom dicken Deckhaar befreit, ausgelobt. Außerdem prüften die von uns beauftragten Labore, ob umweltbelastende Stoffe wie optische Aufheller sowie Nonyl phenolethoxylate in den Decken oder chlorierte Verbindungen in der Verpackung stecken.

Die Bewertung
Für gesundheitlich problematische Verbindungen wie Permethrin und weitere umstrittene halogenorganische Verbindungen gibt es Minuspunkte, ebenso wenn die Faser analyse zeigte, dass die Fasern nicht so fein oder rein waren, wie es für die ausgelobten Qualitäten Merinooder Schurwolle sein müsste. Deutliche und vor allem mehrere weitere Mängel verschlechtern das Gesamturteil ebenfalls.

Fett gedruckt sind Mängel.
Abkürzungen: kbA = kontrolliert biologischer Anbau. kbT = kontrolliert biologische Tierhaltung.
Glosssar: Erläuterungen zu den untersuchten Parametern finden Sie auf Seite 242.
Anmerkungen: 1) Weiterer Mangel: PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung. 2) Weiterer Mangel: Nonylphenolethoxylate. 3) Weiterer Mangel: optische Aufheller (ohne Hautkontakt). 4) Weiterer Mangel: irreführende Auslobung des Fasermaterials. 5) Bettdecke laut Anbieter bei 30 bzw. 40 Grad waschbar. 6) Laut Anbietergutachten enthält das Produkt keine Nonylphenolethoxylate. Da das Produkt keine Charge trägt, ist es für uns nicht nachprüfbar, ob es sich um Ware aus dem gleichen Produktionszyklus handelt wie die von uns getestete. 7) Laut einem aktuellen Anbietergutachten der im Produkt verwendeten Charge enthält die Wollfüllung nur Spuren von Permethrin und keine Fremdfasern, sondern nur Verunreinigungen; allerdings lässt sich der Prüfbericht aufgrund fehlender Chargennummern nicht zweifelsfrei dem Testprodukt zuordnen. Laut Anbieter wird das Produkt gerade optimiert, unter anderem werden künftig im Gewebe keine optischen Aufheller mehr eingesetzt. Die verwendete kontrolliert biologische Wolle (kbT) wird künftig entsprechend ausgelobt.
Legende: Produkte mit gleichem Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führen zur Abwertung um jeweils eine Note: a) ein leicht erhöhter Gehalt von mehr als 0,5 bis 1 mg/kg Permethrin; b) halogenorganische Verbindungen; c) für Merino Fasern zu dick; d) für Schurwolle Anteil an Fremdfasern zu hoch (mehr als 0,3 Prozent), nur teilweise Merino. Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führen zur Abwertung um jeweils zwei Noten: a) Nonylphenolethoxylate; b) irreführende Auslobung, starke Diskrepanz zwischen Auslobung und gemessenen Faserdicken (hier: 33, 36, 37 Prozent feine Fasern; 26, 30, 29 Prozent dicke Fasern; bei gleichzeitiger Auslobung als „feinstes Kamelflaumhaar“, „feinstes Kamelhaar“ beziehungsweise „Kamelhaar, superentgrannt“. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung; b) optische Aufheller (ohne Hautkontakt). Steht bei den Analyseergebnissen „nein“”, bedeutet das „unterhalb der Nachweisgrenze“ der jeweiligen Testmethode. Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Inhaltsstoff e. Ein Testurteil Weitere Mängel, das „mangelhaft“ oder „ungenügend“ ist, verschlechtert das Gesamturteil um zwei Noten. Ein Testurteil Weitere Mängel, das „befriedigend“ oder „ausreichend“ ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note.
Testmethoden undAnbieterverzeichnis finden Sie unter www.oekotest.de → Suchen → „N1505“ eingeben.
Bereits veröffentlicht undStand der Ergebnisse: ÖKO-TEST-Magazin 9/2014. Aktualisierung der Testergebnisse/Angaben, sofern sich aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse die Bewertung von Mängeln geändert oder ÖKO-TEST neue/zusätzliche Untersuchungen durchgeführt hat.
Einkauf der Testprodukte: Mai bis Juni 2014 und Februar 2015.

ÖKO-TEST rät

■ Im Test können Sie unter einer ganzen Reihe von guten und sehr guten Produkten wählen. Ein zusätzliches Plus bieten Decken, deren Materialien aus kontrolliert biologischem Anbau oder kontrolliert biologischer Tierhaltung stammen.
■ Schafwolle und andere Tierh aare überzeugen durch Feuchtigkeitstransport, Atmungsaktivität, Temperaturausgleich und Selbstreinigung. Außerdem sie sind anschmiegsam. Auch Bettdecken mit vielen dicken Fasern fühlen sich noch gut an.