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Reiseversicherungen: Gut und günstig


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 5/2016 vom 28.04.2016

Krankenschutz bei Auslandsreisen ist unverzichtbar. Bei teuren Reisen sollen die Stornokosten abgesichert werden. ÖKO-TEST hat die Angebote auf den Prüfstand gestellt.


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Foto: imago/blickwinkel

Frank Hellreich (Name geändert) joggte wie jeden Morgen, um sich fit zu halten. Dabei stürzte der aus dem Frankenland stammende Deutsche schwer und zog sich eine Trümmerfraktur im linken Sprunggelenk zu. Schlimm, aber heilbar. Doch der Unfall ereignet sich auf einer Tour durch die USA. Und das wurde teuer. Allein die Operation und stationäre Behandlung von rund 14 Tagen Ende März 2015 kosteten 151.774 Euro. Hellreich ...

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... durfte danach sein Bein mehrere Wochen nicht belasten. Als Alleinreisender war der Deutsche ohne jede Mobilität.

Daher stimmte seine Auslandsreisekrankenversicherung, die Debeka aus Koblenz, einem Rücktransport in der Businessclass mit Begleitung durch einen Sanitäter zu. Hierfür wurden noch einmal 12.983 Euro fällig. Mit über 66.000 Euro schlug der Ambulanzflug von Laos nach Hamburg für Jana Banfmann (Name geändert) zu Buche. Die 26-jährige deutsche Studentin hatte sich mit Denguefieber infiziert. Aufgrund der besonders negativen Entwicklung des Gesundheitszustands und einer nicht ausreichenden medizinischen Versorgung in der Provinzhauptstadt Luang Prabang entschied sich Banfmanns Reiseassekuranz, die Kölner Central Versicherung, zum sofortigen Rücktransport nach Deutschland. Beide Fälle zeigen: Wer ohne zusätzlichen Krankenschutz ins Ausland fährt, riskiert den finanziellen Ruin.


Ohne Auslandskrankenschutz droht der Ruin


Das gilt vor allem für Reisen in Länder, mit denen Deutschland kein Krankenversicherungsabkommen geschlossen hat. Kassenmitglieder haben in Kanada, USA, Australien, Monaco, einigen osteuropäischen, den meisten afrikanischen sowie sämtlichen lateinamerikanischen und asiatischen Staaten keinen Versicherungsschutz. „Hier müssen Sie medizinische Behandlungen und die Versorgung mit Medikamenten komplett selbst bezahlen“, warnt Dirk Lullies, vom Verband der Privaten Krankenversicherer.

Die Rückholung aus dem Ausland darf die gesetzliche Krankenkasse ohnehin nicht bezahlen. Schon deshalb ist die Auslandsreisekrankenversicherung ein „Muss“ für alle Kassenkunden. Anders ist dies bei Privatpatienten. Sie haben eine Rückholung meist mitversichert. Trotzdem ist auch für Privatversicherte der Abschluss des zusätzlichen Auslandsschutzes sinnvoll. „Die Auslandsreisekrankenversicherung kann durchaus bessere Leistungen bieten, als der eigene Privattarif“, erläutert der Versicherungsberater Stefan Albers aus Montabaur. Im Urlaub in Europa können Kassenpatienten mit ihrer Karte zahlen, die sich mittlerweile zur Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) gemausert hat. Bei Vorlage werden die Versicherten in jedem EU-Land sowie in Island, Liechtenstein, Norwegen oder in der Schweiz nach einem Unfall oder bei Krankheit kostenfrei medizinisch betreut. Allerdings entspricht ihr Versicherungsschutz für Arzt-, Krankenhaus- und Zahnbehandlungen nur dem des Urlaubslandes. Umfang und Dauer der Versicherungsleistungen richten sich nach lokalem Recht. Daher kann die Versorgung deutlich schlechter ausfallen.

Die Techniker Krankenkasse verweist darauf, dass gesetzlich Versicherten die Kosten nur auf deutschem Niveau erstattet und zudem zwölf Prozent Verwaltungskosten abgezogen werden. Daher bleibt der weltweite Auslandsreisekrankenschutz eigentlich bei jeder grenzüberschreitenden Reise notwendig, um im Ernstfall nicht auf Kosten sitzenzubleiben. Retten können Urlauber zudem ihre Reisekosten, wenn ein gebuchter Urlaub plötzlich nicht angetreten werden oder frühzeitig abgebrochen werden muss. Stornokosten, die bis zu 100 Prozent des Reisepreises betragen können, versichert die Reiserücktrittsversicherung. Mehrkosten für eine vorzeitige Heimreise trägt die Reiseabbruchversicherung. ÖKO-TEST hat 93 Policen, die in beiden Fällen Schutz bieten, unter die Lupe genommen sowie 108 Auslandsreisekrankenversicherungen.

ÖKO-TEST rät

• Eine Auslandskrankenversicherung ist unerlässlich. Sie sorgt notfalls für einen Rückflug nach Deutschland.

• Bei kostspieligen Reisen, sollte eine Reiserücktrittsversicherung ohne Selbstbeteiligung abgeschlossen werden.

• Reisegepäckschutz ist unnötig. Bei der Leistung gibt es schnell Ärger, weil die Versicherer wegen grober Fahrlässigkeit hohe Abzüge machen können.

Das Testergebnis

Auslandsreisekrankenversicherung

Die Mehrheit ist Spitze . 72 Auslandsreisekrankenversicherungen erhielten ein „sehr gut“. Für Familien gab es die Top-Note 18 Mal, für Rentner 25 Mal und sogar 29 Single-Tarife erhielten die Bestnote. Ausschlaggebend für das Gesamturteil war allein der Preis, da jeder Tarif alle Kernleistungen bietet: Heilbehandlung im Ausland; Krankentransport, falls medizinisch notwendig, Rückführung nach Deutschland sowie für Überführung bei Tod.
Günstiger Schutz: Der Aufwand für den sinnvollen Schutz ist gering. Immerhin gilt er für das ganze Jahr, weltweit und rund um die Uhr. Möglich wird dies durch die große Zahl der Versicherten. Die Kosten für medizinische Behandlungen im Ausland, die nicht gesetzlich abgesichert sind, werden derzeit laut PKV-Verband auf rund 25 Millionen Schultern verteilt. Für unsere Musterfamilie mit zwei Kindern ist ein Jahresvertrag schon für weniger als 20 Euro zu haben. Singles können sich im Ausland für 7,50 Euro pro Jahr schützen.
Mit dem Alter steigt der Preis. Allein Senioren müssen deutlich mehr zahlen. Eine Ausnahme macht Deutschlands größter privater Krankenversicherer, die Debeka aus Koblenz. „Eine höhere Prämie wäre keine Diskriminierung, weil die älteren Menschen die Auslandskrankenversicherung nachweislich deutlich stärker belasten“, sagt Pressesprecher Gerd Benner. Eine große Gruppe mit Einheitsprämie sei jedoch kostengünstiger zu verwalten. Daher zahlen alle Erwachsenen bis ins Greisenalter bei der Debeka lediglich acht Euro für einen Jahresvertrag. Das ist für alle Senioren ein unschlagbares Angebot.
Langzeiturlauber müssen aufpassen. Wenn eine Reise länger als zwei Monate dauert, endet der Schutz zumeist. Als Standard am Markt haben sich 56 Tage etabliert. Noch aufmerksamer müssen Kunden sein, wenn sie geschäftlich im Ausland unterwegs sind. Hier leisten einige Anbieter nicht oder nur sehr kurz.
Notwendige oder sinnvolle Rückholung? Spitzfindig ist die Differenzierung zwischen einer medizinisch „notwendigen“ und „sinnvollen“ Rückholung. Einige Verbraucherschützer halten die zweite Definition für besser. Dann könnten sich die Patienten bei schwereren Erkrankungen oder Unfällen zur Behandlung stets nach Deutschland bringen lassen, meint auch der PKV-Verband.

Ein Fehltritt im Urlaub „schmerzt“ mit gutem Reiseschutz finanziell kaum noch!


Interview

Foto: privat

Reiseschutz bewusst aussuchen

Reinhard Bellinghausen ist Versicherungsmakler vom Internetportal www.reiseversicherung.com.

ÖKO-TEST: Die Welt ist unsicherer geworden. Und damit auch das Reisen. Beliebte Reiseländer wie Ägypten, Tunesien oder die Türkei sind immer wieder Ziele terroristischer Anschläge. Immer öfter richten sich diese sogar gezielt gegen Touristen, wie ein Bombenattentat in Istanbul Anfang dieses Jahres zeigt. Ist man mit einer Reiseversicherung etwas geschützt?
Bellinghausen: Versicherungen können leider Terror nicht verhindern. Sie gewähren aber eine gewisse wirtschaftliche Sicherheit. So leisten Auslandskrankenreiseversicherungen immer für die medizinisch notwendigen Heilbehandlungen, egal ob sie aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls entstehen. Versichert ist auch die Rückholung nach Deutschland. Notfalls mit einem Ambulanzflugzeug. Das zahlen die Kassen nicht. Daher ist dieser Zusatzschutz für Reisende unerlässlich. Auch eine private Unfallversicherung zahlt, wenn Kunden Opfer einer Geiselnahme, einer Explosion oder eines Schusswechsels werden und dabei einen bleibenden Schaden erleiden. Das hat die deutsche Versicherungswirtschaft aktuell noch einmal bestätigt.

Kann man die Reise kostenfrei abbrechen, wenn sich in einem sicher geglaubten Land plötzlich Anschläge häufen?
Ob es sinnvoll ist die Reise abzubrechen muss individuell nach der jeweiligen Informations- und Sicherheitslage entschieden werden. Bei Buchung der Reise über einen Reiseveranstalter steht dieser in der Regel unterstützend zur Seite und entwickelt gemeinsam mit dem Betroffenen Lösungsmöglichkeiten. Die Reiseabbruchversicherung leistet in diesen Fällen nicht.

Wie kommen die Kunden zu ihrem Versicherungsschutz?
Sehr häufig ohne darüber nachzudenken. Sie schließen die Versicherung zusammen mit der Reisebuchung ab. Entweder im Reisebüro oder online. Ein kurzes Ja oder ein Klick genügen dann. Das ist verführerisch, aber auf keinen Fall empfehlenswert.

Warum?
Meist werden umfassende Pakete angeboten, die etwa eine unnötige Gepäckversicherung, sonstige Policen oder zusätzliche Nothilfe enthalten. Scheinbar günstige Angebote enthalten oft eine 20-prozentige Selbstbeteiligung.

Was raten Sie?
Bellinghausen: Besser ist es sich seinen Reiseschutz bewusst selbst auszusuchen. Für alle, die mehr als eine Reise im Jahr machen, sind Jahresverträge meist günstiger als Einzelreiseverträge. Eine Selbstbeteiligung sollte vermieden werden. Die Auslandskrankenpolice kann günstig separat erworben werden.

Das Testergebnis

Reiserücktritts- und abbruchversicherungen

Mehr Licht als Schatten: Ausschlaggebend für das Gesamturteil bei den Reiserücktrittsund abbruchversicherungen waren die Leistungen. In allen Tarifen sind als Rücktritt- und Abbruchsgrund eine unerwartete, schwere Erkrankung, ein schwerer Unfall oder Tod sowie ein erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, Elementarschaden oder Einbruchdiebstahl versichert, die die Risikopersonen oder Mitversicherte erleiden. Als Risikopersonen gelten mindestens die engen Angehörigen. Daher haben wir nur die Ränge eins bis drei vergeben, für die wir darüber hinausgehende Leistungen bewertet haben. Insgesamt konnten wir 66-mal den 1. oder 2. Rang vergeben, nur 27-mal war es der 3. Rang.
Jahrespolicen sind günstiger. Schon für unsere Musterfamilie und den Single, die beide zwei Reisen pro Jahr unternehmen, lohnt es sich, statt einer Versicherung je Reise eine Jahrespolice abzuschließen. Für das Rentnerpärchen – mit drei Reisen – gilt das noch mehr. Die Jahresversicherung kann jederzeit abgeschlossen werden. Der Versicherungsschutz beginnt nach Zahlung der Prämie für alle Reisen, die nach Vertragsschluss gebucht wurden.
Angst vor Terror ist meist kein Rücktrittsgrund. So heißt es etwa bei der Barmenia Direkt: „Der Versicherer leistet nicht bei Krankheiten, die den Umständen nach als eine psychische Reaktion auf Terroranschläge, Flug- oder Busunglücke oder die Befürchtung von inneren Unruhen, Kriegsereignissen, Elementarereignissen, Krankheiten oder Seuchen aufgetreten sind.“ Erstmals hat sich aber nun ein Versicherer für den Terrorschutz geöffnet. Der Rücktritt ist bei der Europ Assistance dann mitversichert, wenn sich „im Umkreis von 200 km Luftlinie von einer gebuchten Unterkunft 14 Tage vor dem in der Reisebuchung genannten Reisebeginn ein Terroranschlag ereignet.“ Das Angebot gilt seit März 2016 und ist laut Aussage von Frank Donner, Pressesprecher der Europ Assistance, auf dem deutschen Markt einmalig.
Selbstbeteiligung kommt teuer. Wer nur 80-Prozent-Schutz abschließt, erhält bei Stornokosten von 4.500 Euro nur 3.600 Euro ersetzt ein Minus von 900 Euro. Demgegenüber kostet der Vollschutz in der Regel nur wenige Euro Aufpreis. Uwe Schmidt-Kasparek

Mehr zum Thema

Die detaillierten Testergebnisse finden Sie unter www.oekotest.de → Suchen → „M1605“ eingeben.

Das haben wir untersucht

Versicherbare Höchstsumme

Bis zu diesem Reisepreis bietet der Tarif den Stornoschutz oder trägt die Mehrkosten.

Abschlussfrist

Für bereits gebuchte Reisen besteht Versicherungsschutz in der Reise-Rücktrittsversicherung nur, wenn die Versicherung bis zu einer bestimmten Frist – üblicherweise spätestens 30 Tage vor Reiseantritt - abgeschlossen wurde. Einzelne Anbieter haben kürzere Fristen oder verzichten sogar ganz auf sie. Es kann für die Urlauber durchaus günstig sein, sich mit dem Schutz noch kurzfristig einzudecken. Natürlich darf zu diesem Zeitpunkt kein Rücktrittsgrund bekannt sein.

Last-Minute-Reisen

Liegt zwischen Reisebuchung und Reiseantritt nur eine kurze Zeitspanne, muss der Versicherungsschutz oft sofort abgeschlossen werden. Eine längere Frist ist für den Kunden hier günstiger. So kann der Reiseschutz in Ruhe ausgewählt werden.

Verspätungsschutz

Entstehen durch die Verspätung öffentlicher Verkehrsmittel von mehr als zwei Stunden Mehrkosten bei Hin- oder Rückreise, werden diese in bestimmten Umfang vom Versicherer getragen. Das gilt in der Regel auch für Verpflegung und Unterkunft. Der Kunde muss eine solche Verspätung durch eine Bestätigung des Verkehrsunternehmens nachweisen.

Versicherte Ereignisse

Kostenschutz für den Rücktritt und Reiseabbruch gibt es nur, wenn bestimmte Gründe der Anlass für den Nichtantritt oder den Abbruch der Reise sind. Immer versichert sind die Gründe Erkrankung, Unfallverletzung und Tod sowie ein erheblicher Schaden an Ihrem Eigentum durch die Straftat eines Dritten (Einbruchdiebstahl), Feuer oder andere Naturgewalten. Untersucht wurde, ob folgende weitere Ereignisse mitversichert sind: Plötzliche oder unvorhergesehene Verschlechterung einer bestehenden Krankheit. „Wir wollen damit berücksichtigen, dass niemand ganz gesund ist, aber seine Krankheit sehr gut im Griffhaben kann“, erläutert Anja Willeitner von Allianz Assistance aus München. Ändert sich der Gesundheitszustand plötzlich wieder, dann gibt es Versicherungsschutz. Eine Reihe von Versicherern leistet bei Verschlechterung einer Krankheit aber nur, wenn der Reisende nachweislich in den letzten sechs Monaten vor Buchung der Reise aufgrund dieses Leidens nicht behandelt wurde. Zudem wurde untersucht, ob Schwangerschaftskomplikationen, eine unerwartete Impfunverträglichkeit, der unerwartete Verlust des Arbeitsplatzes, die Aufnahme einer Beschäftigung aus der Arbeitslosigkeit sowie einem nach Buchung der Reise bekannt gewordener Arbeitsplatzwechsel, der zu einer Überschneidung mit Probezeit und Reise führt, versichert sind. Gleiches gilt, wenn eine Wiederholungsprüfung für Schüler oder Studenten in die Reisezeit fällt. Zudem wurde analysiert, ob auch der Bruch von Prothesen oder die Lockerung von Gelenkimplantaten, eine Scheidungsklage und Kurzarbeit zum versicherten Rücktritt der Reise oder ihrem Abbruch berechtigen. Selbst Tierliebhaber können unter bestimmten Umständen, nämlich wenn ihr zur Reise angemeldeter Hund schwer erkrankt, eine überraschende Impfunverträglichkeit zeigt oder einen Unfall erleidet, auf Kosten der Versicherung die Reise stornieren oder abbrechen.

Weiterer Personenschutz

In der Regel sind nur Reisende oder ihre Angehörigen versichert. Daher wurde geprüft, ob der Schutz auch für Personen gilt, die nicht mitreisende Minderjährige, eigene Kinder oder pflegebedürftige Angehörige betreuen, oder für Personen gilt, die keine Angehörigen sind, aber die Reise gemeinsam mit dem Versicherten gebucht haben.