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Rezepte: Bunt, vielfältig, extrem lecker


ÖKO-TEST Spezial Essen und Trinken - epaper ⋅ Ausgabe 9/2016 vom 01.09.2016

Beim Blättern in all den schönen neuen Kochbüchern beschleicht auch Fleischesser die Erkenntnis, dass die vegetarische und vegane Küche alles andere als einfallslos ist. So abwechslungsreich und fantasievoll sind die Rezepte, dass eigentlich jeder sofort Lust bekommt, den Kochlöffel zu schwingen.


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Foto: © Vanessa K. Rees

Pizzasalat mit Tempeh-Salami

Foto: Maks Narodenko/shutterstock

Zutaten für 2 bis 3 Personen
Dressing
• 400 g reife Tomaten
• 2 EL Balsamicoessig
• 3 EL Olivenöl
• 3 Knoblauchzehen, geschält
• 1 TL getrockneter Rosmarin
• 1 TL getrockneter Oregano
• ½ TL Salz
• frisch gemahlener Pfeffer ...

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Tempeh-Salami-Würfel
• 225 g Tempeh, in 6 mm großen Würfeln
• 1 EL Paprikapulver, edelsüß
• 2 EL Tamari
• je 1 EL Rotweinessig und Olivenöl
• je 1 TL Knoblauchpulver und Fenchelsamen
• ½ TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Salat
• 50 g junger Rucola
• 3 große Handvoll Spinat
• 1 Bund Basilikum, davon nur die Blätter
• 1 große Handvoll geröstete Pita-Chips
• 70 g Kalamata-Oliven, entsteint und gehackt
• 1 süße Zwiebel, in Ringe geschnitten
• 1 TL getrockneter Oregano

Zubereitung
1) Ofen auf 165 Grad vorheizen. Tomaten horizontal aufschneiden und mit der Schnittfläche auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Mit 1 EL Balsamico und 2 EL Öl beträufeln. 1 Knoblauchzehe in sehr feine Scheiben schneiden und über die Tomaten geben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Im Ofen ca. 2 Stunden rösten, abkühlen lassen und in Würfel schneiden. Saft auffangen.
2) 50 g der gewürfelten Tomaten für die Tempeh-Häppchen beiseitestellen. Die übrigen Tomaten mit den restlichen Zutaten für das Dressing in einen Mixer geben und pürieren. Kalt stellen.
3) Die restlichen gewürfelten Tomaten mit Paprikapulver, Tamari, Essig, Knoblauchpulver, Fenchelsamen und schwarzem Pfeffer in einer kleinen Schüssel verrühren. Das Öl in einer Pfanne erhitzen, den Tempeh hineingeben und vier bis fünf Minuten anbraten, bis er bräunlich ist. Dann die Marinade einrühren und weitere drei Minuten braten, bis der Tempeh die Marinade aufgenommen hat.
4) Rucola, Spinat, Basilikum, Pita-Chips, Oliven, Zwiebeln und Oregano in eine große Schüssel geben. Die Hälfte des Dressings untermischen. Den Salat in Servierschüsseln geben, den Tempeh darauf anrichten und mit dem übrigen Dressing servieren.

Aus: Terry Hope Romero, Salat Samurai, Naranya-Verlag, Kandern 2016, 180 Seiten, 19,80 Euro.
Ausrichtung: Vegan.
Für wen? Für alle, die die Nase voll haben vom üblichen insalata mista.
Drei typische Rezepte:
Erdbeer-Spinat-Salat mit Orangen-Mohnsamen-Dressing, Ingwer-Bete und Linsen mit Tahina und Agavendicksaft, Kokos-Samosa-Kartoffelsalat.
Kurz und knapp: Von wegen heute bleibt die Küche kalt! Für viele der Salatrezepte muss erst mal gekocht, gebrutzelt oder gebacken werden. Wer den Aufwand nicht scheut, wird mit Salaten belohnt, die alles andere sind als langweilige Beilagen.

Indische Gemüsepfannkuchen

Foto: Brigitte Sporrer; Rezept: Daniela Lais/ Jérôme Eckmeier

Zutaten für zwei Pfannkuchen
• 1 kleine Zwiebel
• 1 kleine rote Paprikaschote
• 2 Stängel Koriandergrün
• 80 g Hartweizengrieß
• 150 ml kalte Gemüsebrühe
• ½ TL Salz
• ½ TL Currypulver
• je eine Prise Chilipulver und gemahlenen Kardamom
• 2 EL Rapsöl
• 1 EL Gurkenrelish aus dem Glas
• 500 g Mangochutney

Zubereitung
1) Zwiebel schälen und fein würfeln. Paprika vierteln, entkernen, waschen und ebenfalls fein würfeln. Koriander waschen, trocken schütteln und fein hacken. Grieß, Brühe, Salz, Curry- und Chilipulver sowie Kardamom in einer Schüssel verrühren, Zwiebel- und Paprikawürfel sowie Koriander dazugeben und alles zu einem homogenen Teig verarbeiten.
2) In einer Pfanne 1 EL Öl erhitzen. Die Hälfte des Teigs in die Pfanne geben und leicht verstreichen. Den Pfannkuchen bei mittlerer Hitze 2 bis 3 Minuten backen, bis die Unterseite leicht gebräunt ist. Wenden und weitere 2 bis 3 Minuten backen. Dann mit dem restlichen Öl und Teig einen zweiten Pfannkuchen machen. Das Gurkenrelish mit dem Mangochutney zu einem Dip verrühren. Zum Servieren die Pfannkuchen mit dem Dip bestreichen. Schmeckt warm und kalt. Wer die Pfannkuchen als Snack mitnehmen möchte: Dip separat verpacken.

Aus: Jérome Eckmeier und Daniela Lais, Vegane Lunchbox. Mitnehmen, aufessen, satt werden, Dorling Kindersley Verlag, München 2016, 192 Seiten, 19,95 Euro.
Ausrichtung: Vegan.
Für wen? Für alle, denen die Kantine nichts Gescheites bietet.
Drei typische Rezepte: Brokkolitaler auf Mango-Avocado-Salsa, Fenchel-Bananen-Salat mit Fussili und Orangen-Joghurt-Dressing, Johannisbeer-Kokos-Taschen.
Kurz und knapp: Stulle war gestern. Wie abwechslungsreich und lecker es in der Mittagspause beim Snacken zugehen kann, dafür gibt dieses Kochbuch unendlich viele Anregungen – egal ob man auf herzhaft steht oder eher ein Süßschnabel ist.

Vegane Alternative zu Feta

Foto: Theofano Vetouli

Zutaten (als Beigabe für einen Salat)
• 100 g Cashewkerne (für ca. 4 Stunden eingeweicht)
• 2 EL Zitronensaft
• 1 EL Essig
• ¾ TL Salz
• 2 EL Hefeflocken
• 1 TL Olivenöl
• 2 TL Tahini
• 2 EL Wasser
• 1 TL Agar-Agar-Pulver

Zubereitung
1) Alle Zutaten, außer dem Agar-Agar, in eine Küchenmaschine geben und so lange mixen, bis eine glatte Masse entsteht.
2) In einem kleinen Topf das Agar-Agar zusammen mit ¼ Tasse Wasser vermischen und auf mittlerer Stufe erhitzen. Nun für ca. 2 Minuten rühren, bis sich das Agar-Agar komplett im Wasser aufgelöst hat. Die Flüssigkeit in die Fetamasse geben und in einem Topf bei mittlerer Hitze für ca. eine Minute verrühren, bis es anfängt zu kochen. Dann vom Herd nehmen, die Masse in eine geölte Form geben (am besten rechteckig) und für mindestens zwei Stunden kühlen.
3) Wenn die Masse fest ist, aus der Form stoßen, würfeln und über den Salat geben.

Aus: Theofano Vetouli, Vegiterran. Mediterran genießen auf vegane Art, compassion media, Münster 2015, 174 Seiten, 16,90 Euro.
Ausrichtung: Vegan.
Für wen? Für alle, die auch als Veganer gerne mal Panna cotta essen.
Drei typische Rezepte: Avocado-Tzatziki, Paella Vegana, Spaghetti alla Carbonara.
Kurz und knapp: Wer als Veganer nach Griechenland, Italien, Spanien oder Kroatien fährt, hat es ziemlich schwer. Anders sieht es am heimischen Herd aus, hier gibt es dank dieses Buches für viele typische Gerichte aus der Mittelmeerregion eine vegane Variante. Da kommt doch direkt ein bisschen Ferienstimmung auf.

Mangold-Curry-Lasagne mit Ingwer und Cashewkernen

Foto: Gräfe und Unzer/Wolfgang Schardt

Zutaten für 6 Portionen
Für das Mangoldgemüse
• 1 kg Mangold
• 2 Zwiebeln
• 2–3 Knoblauchzehen
• ca. 4 cm Ingwer
• 30 g Butter
• 400 g stückige Tomaten
• 2 TL rote Thai-Currypaste

Für die Currysauce
• 50 g Butter
• 40 g Weizenmehl
• 500 ml Vollmilch
• 200 g Sahne
• 2–3 TL rote Thai-Currypaste

Außerdem
• ca. 275 g Lasagneblätter
• 40 g Cashewkerne
• 30 g Parmesan
• Salz, Pfeffer
• Fett für die Form

Foto: Abramova Elena/shutterstock

Zubereitung
1) Die Mangoldstiele von den Blättern schneiden, alles gründlich waschen und abtropfen lassen. Die Stiele in 2 cm breite und die Blätter in 5 cm breite Streifen schneiden. Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer schälen und fein würfeln. Butter in einem weiten Topf erhitzen, Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer darin kurz andünsten. Die Mangoldstiele dazugeben und 2 Minuten bei mittlerer Hitze mitdünsten. Mangoldblätter, Tomatenstückchen und Currypaste unterrühren und alles 5 Minuten off en garen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
2) Für die Currysauce die Butter in einem Topf aufschäumen lassen, dann das Mehl mit einem Schneebesen einrühren und kurz anschwitzen. Unter Rühren die Milch und die Sahne dazugießen, die Currypaste unterrühren und alles einmal aufkochen. Die Sauce bei kleiner Hitze offen köcheln lassen und mit Salz abschmecken.
3) Ofen auf 200 Grad vorheizen. Die Lasagneform einfetten. Zuerst etwa Currysauce hineingeben, dann die Form mit einem Drittel der Lasagneblätter auslegen. Ein Drittel des Mangoldgemüses hineingeben und mit etwas Sauce begießen. So fortfahren, bis drei Lagen erreicht sind. Mit einer Schicht Currysauce abschließen.
4) Die Cashewkerne etwas kleiner brechen und auf der Oberfläche verteilen. Den Parmesan reiben und darüberstreuen. Die Lasagne im Backofen (unteres Drittel) in 30–35 Minuten goldbraun backen.

Aus: Anne-Katrin Weber, Grünkohl trifft Kokos. Vegetarische Crossover-Küche, Gräfe und Unzer, München 2016, 192 Seiten, 19,99 Euro.
Ausrichtung: Vegetarisch.
Für wen? Für Leute, die ihren Geschmacksnerven mal etwas Neues bieten wollen.
Drei typische Rezepte: Schalotten-Tarte-Tatin mit Feta und Kreuzkümmel, Pilzrisotto mit Chili-Brombeeren, Schokolade und Parmesan, Graupensalat mit Rote-Bete-Sauce, Kirschen und Dill.
Kurz und knapp: Crossover-Küche nennt sich das freche Kombinieren von Zutaten, von denen man sich erst einmal nicht vorstellen kann, dass sie zusammen schmecken. Aber dann! Manchmal lässt sich das Rad eben doch noch neu erfinden..

Rote-Bete-Schnecken mit Kirschkonfitüre

Foto: © TLC Fotostudio

Zutaten für 12 Stück
Füllung
• 350 g Rote Bete
• 50 ml Apfelsaft
• 200 g Kirschkonfitüre
• 2 EL Speisestärke
• 1 EL Vanillepuddingpulver
• 50 g gemahlene Haselnüsse

Teig
• 150 g Quark
• 100 ml Sonnenblumenöl
• 70 ml Milch
• 300 g Mehl
• 3 TL Weinsteinbackpulver
• 1 P. Vanillezucker
• 1 Prise Salz
• 75 g Zucker

Außerdem
• Mehl für die Arbeitsfläche
• 200 g Puderzucker
• 2 EL Zitronensaft

Zubereitung
1) Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Für die Füllung die Rote Bete waschen, trocknen, schälen und den Stielansatz entfernen. Das Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden (Küchenhandschuhe verwenden). Mit dem Apfelsaft in einem Topf aufkochen, ca. 5 Minuten köcheln lassen. Die Konfitüre mit Speisestärke und Puddingpulver verrühren, hinzugeben und alles unter Rühren einmal aufkochen lassen. Vom Herd nehmen, die Haselnüsse unterrühren und die Mischung abkühlen lassen.
2) Für den Teig Quark mit Öl und Milch verquirlen. Mehl mit Backpulver, Vanillezucker, Salz und Zucker mischen. Zur Quarkmischung geben und alles glatt verkneten – zuerst mit den Knethaken des Handrührers, dann mit den Händen. Den Teig auf einem Backpapier oder einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 30 x 40 cm groß ausrollen. Die Rote-Bete-Mischung daraufstreichen, dabei einen kleinen Rand frei lassen. Den Teig von der langen Seite her aufrollen. Mit einem scharfen Messer von der Teigrolle 12 Scheiben abschneiden und diese auf dem eingefetteten oder mit Backpapier belegten Blech verteilen. Auf der mittleren Schiene ca. 30 Minuten backen.
3) Den Puderzucker sieben und mit dem Zitronensaft und 1 Esslöff el Wasser verrühren. Die noch heißen Schnecken damit bepinseln. Anschließend auskühlen lassen und noch am selben Tag verzehren.

Aus: Nina Engels, Green Cakes. Süße Kuchen mit Gemüse, Naumann&Göbel, Köln 2016, 96 Seiten, 7,99 Euro.
Ausrichtung: Vegetarisch.
Für wen? Für Zuckerbäcker mit Gemüsegarten.
Drei typische Rezepte: Spinat-Pistazien-Torte mit Orangensahne, Spargelkuchen mit Erdbeeren, Sauerkraut-Küchlein mit Schoko und Zimtsahne.
Kurz und knapp: Mit diesen schrägen Kombinationen erregt man garantiert an jedem Kuchenbüfett Aufmerksamkeit.

Tofu-Rührei

Foto: Simon Vollmeyer

Zutaten für zwei Personen
• 400 g weicher Tofu Natur
• 1 EL Sonnenblumenöl
• ½ TL Kurkuma
• 1 EL stilles Mineralwasser
• 1 ½ EL weißes Mandelmus
• Salz und Pfeffer
• ein Vollkornbrötchen
• Schnittlauchröllchen und Tomatenviertel zur Dekoration

Zubereitung
1) Tofu mit einer Gabel zerbröseln. Sonnenblumenöl in einer Pfanne erhitzen und den Tofu ca. drei Minuten mit dem Kurkuma anbraten, Wasser und Mandelmus dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen.
2) Das Brötchen halbieren, Tofu-Rührei darauf mit einigen Schnittlauchröllchen und Tomatenvierteln garniert servieren.

Aus: Attila Hildmann, Vegan for Starters. Die einfachsten und beliebtesten Rezepte aus 4 Kochbüchern, Becker Joest Volk Verlag, Hilden 2015, 128 Seiten, 9,95 Euro.
Ausrichtung: Vegan.
Für wen? Für alle, die noch nie etwas von Attila Hildmann gehört haben.
Drei typische Rezepte: Moussaka reloaded mit Tofuhack und Cashew-Petersilien-Creme, Kürbispommes mit zwei Dips, Best Müsliriegel in Town.
Kurz und knapp: An dem Selfmademan der veganen Kochszene führt über kurz oder lang kein Weg vorbei, denn in den vergangenen sechs Jahren hat er eine Rezeptesammlung nach der nächsten auf den Markt gebracht. Wer seine Ernährung erst auf vegan umstellt, ist mit diesem Buch gut bedient. Für Fortgeschrittene ist es eher langweilig – aber es gibt ja noch mehr Titel von Hildmann.

Polenta-Pommes mit Tomatensauce

Foto: Gräfe und Unzer/Barbara Bonisolli

Aus: Dagmar von Cramm u. a., Veggie for Family, Gräfe und Unzer, München 2015, 192 Seiten, 19,99 Euro.
Ausrichtung: Vegetarisch.
Für wen? Für Eltern, die ihren Nachwuchs zumindest hin und wieder fleischlos glücklich machen wollen.
Drei typische Rezepte: Veggie-Bolognese wahlweise mit Linsen, Soja, Nuss oder Oliven, Spinat-Knödel mit Parmesan, bunte Gemüsechips.
Kurz und knapp: Wenn es nach Kindern geht, könnten jeden Tag Eierpfannkuchen, Nudeln mit Tomatensoße oder Milchreis auf den Tisch kommen. Doch es gibt noch viel mehr, was lecker schmeckt und auch noch gesund ist. Viele unkomplizierte Jeden-Tag-Rezepte für kochfreudige Mütter und Väter.

Zutaten für 4 Personen
Für die Pommes
• 50 g Scamorza
• 450 ml Gemüsebrühe
• 450 ml Vollmilch
• 175 g Instantpolenta
• 1 EL Butter
• 2 EL Olivenöl

Für die Sauce
• 1 Zwiebel
• 1 Knoblauchzehe
• 1 EL Öl
• 800 g vollreife Tomaten
• Salz, Pfeffer, Zucker

Zubereitung
1) Den Käse grob raspeln. Die Brühe mit der Milch aufkochen lassen, Polenta einrühren und 5 Minuten unter Rühren köcheln lassen. Vom Herd nehmen, noch 2–3 Minuten quellen lassen, ab und zu umrühren. Butter und Käse zugeben und unter Rühren in der Polenta schmelzen. Polenta in eine flache, kalt ausgespülte Auflaufform geben und mit einem angefeuchteten Messer glatt streichen. Oberfläche direkt mit Frischhaltefolie abdecken. Mindestens 30 Minuten auskühlen lassen.
2) Backofen auf 220 Grad vorheizen. Blech mit Backpapier belegen und dieses dünn mit Öl bestreichen. Polenta-Oberfläche dünn mit Öl bestreichen, die Masse auf ein Brett stürzen und auch von der anderen Seite dünn mit Öl einpinseln. Platte in 1 cm breite und 10 cm lange pommesartige Stäbchen schneiden. Stäbchen so auf das Blech legen, dass jeweils eine unbestrichene Seite oben liegt, diese dann ebenfalls noch mit Öl bepinseln. In der Ofenmitte in 25 Minuten goldbraun backen.
3) Inzwischen für die Sauce die Zwiebel und den Knoblauch schälen und würfeln. In etwas Öl andünsten. Tomaten waschen und auf der groben Seite einer Haushaltsreibe rundherum direkt in den Topf raspeln – die Tomatenschalen bleiben so automatisch zurück. Die Sauce aufkochen, mit Salz, Pfeffer und einer guten Prise Zucker würzen. Noch 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, ab und zu umrühren. Die Polenta-Pommes mit der Tomatensauce servieren.

Basilikumrisotto in der geschmorten Spitzpaprika mit Rucolasalat und Tomatensugo

Rezept und Foto: Kochhaus

Zutaten für 2 Personen
• 1 Bund Basilikum
• 200 g Risottoreis
• 2 Spitzpaprikaschoten
• 50 g Rucola
• 3 Kirschtomaten
• 1 Schalotte
• 25 g Parmesan
• 20 g Butter
• 1 Würfel Gemüsebrühe
• 12 EL Olivenöl
• 100 ml Weißwein
• 1 EL Weißweinessig
• Salz, Pfeffer und Zucker

Zubereitung
1) Backofen auf 170 Grad Umluft vorheizen. Paprikaschoten längs halbieren, Kerne entfernen. Basilikumblätter beiseitelegen, Stiel grob hacken. Schalotte hacken, Parmesan reiben.
2) Brühe in 550 ml heißem Wasser auflösen. In einem Topf 2 EL Olivenöl erhitzen, Schalotte 1 Minute darin anbraten, anschließend den Risottoreis zugeben und glasig werden lassen, mit dem Weißwein ablöschen. Nach und nach die Brühe bei mittlerer Temperatur einrühren und das Risotto unter häufigem Rühren köcheln, bis der Reis die gesamte Flüssigkeit aufgenommen hat.
3) Währenddessen die Paprikahälften auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben, jede Hälfte mit 1 TL Öl beträufeln und mit ¼ TL Salz sowie Pfeffer nach Belieben würzen. Auf der mittleren Ofenschiene ca. 12 Minuten backen.
4) Kirschtomaten fein würfeln. In einem kleinen Tropf die Butter bei mittlerer Temperatur zerlassen, Tomaten darin 5 Minuten anbraten. Mit etwas Zucker, Salz und Pfeffer würzen.
5) Basilikum (einige Blätter für die Deko zurückbehalten), Parmesan sowie 6 EL Olivenöl zu einem Pesto pürieren und dieses zu dem bissfest gekochten Risotto geben und gut unterrühren.
6) Den Rucola mit der Vinaigrette aus 2 EL Olivenöl, dem Weißweinessig, ½ TL Zucker, ¼ TL Salz und Pfeffer vermengen. Salat mittig auf Tellern anrichten, die geschmorten Spitzpaprika seitlich dazu geben und mit dem Basilikum risotto füllen. Mit Tomatensugo und einigen Basilikumblättchen garnieren.

Aus: Kochhaus, Vegetarisch: Unsere besten Rezepte, Dorling Kindersley Verlag, München 2015, 142 Seiten, 12,95 Euro.
Ausrichtung: Vegetarisch.
Für wen? Für Leute, die gerne gut essen, aber nicht allzu großen Aufwand beim Kochen treiben wollen.
Drei typische Rezepte: Orangen-Linsen-Suppe mit Bockshornklee und Curry-Tortillas, Spaghetti mit Avocado-Macadamia-Pesto und gebratenen Tomaten, Süßkartoffelcurrry mit Granatapfel, Babyspinat und Erdnussreis.
Kurz und knapp: Schön gemachtes Kochbuch mit Schritt-für-Schritt-Bildern und alltagstauglichen, nicht allzu abgefahrenen Rezepten. Hier finden bestimmt auch Fleischliebhaber neue vegetarische Lieblingsgerichte.

Mandelgnocchi alla Romana

Foto: Krautkopf/Susann Probst & Yannic Schon

Zutaten für vier Personen
• 50 g Parmesan
• 850 g Mandelmilch
• 70 g Butter
• 200 g Hartweizengrieß
• 50 g gemahlene Mandeln
• ½ Bund Salbei
• 1 bis 2 TL Meersalz
• Pfeffer und Muskatnuss
• Butter für das Backblech

Zubereitung
1) Den Parmesan reiben. Die Mandelmilch zum Kochen bringen und 50 g Butter darin schmelzen. Grieß und Mandeln mit einem Schneebesen einrühren, drei Viertel des geriebenen Parmesans dazugeben und die Masse mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Die Masse bei geringer Hitze und unter ständigem Rühren etwa 15 Minuten weiterköcheln, bis der Grieß ausgequollen und ein fester Brei entstanden ist.
2) Ein Backblech fetten, Den Grießbrei darauf 1,5 bis 2 Zentimeter hoch verstreichen und auskühlen lassen.
3) Den Backofen auf 180 Grad (Umluft 160 Grad) vorheizen und eine flache Auflaufform fetten. Aus dem fest gewordenen Grießbrei mit einem runden Förmchen beliebiger Größe Kreise ausstechen und mit den Salbeiblättchen in der Form verteilen. Alles mit dem restlichen Parmesan bestreuen, die übrigen 20 Gramm Butter als Flöckchen darauf setzen und die Gnocchi im Ofen in ca. 15 Minuten goldbraun backen.

Aus: Susann Probst und Yannic Schon, Krautkopf. Vegetarisch kochen und genießen, Hölker-Verlag, Münster 2015, 240 Seiten, 29,95 Euro.
Ausrichtung: Vegetarisch.
Für wen? Kochblogfans, die auch mal in einem Buch blättern wollen.
Drei typische Rezepte: Wildkräutersalat mit Dicke-Bohnen-Falafeln, Möhren-Tagliatelle in Mohn-Balsamico-Sauce, Kartoffel-Sellerie-Kuchen.
Kurz und knapp: Da die beiden Berliner Autoren nicht nur bloggen, sondern hauptberuflich fotografieren und dies hier auch zur Schau stellen, ähnelt das Kochbuch streckenweise einer Luxus-Landlust-Ausgabe für junge Städter. Wem es gefällt … Die einfallsreichen Rezepte jedenfalls hätten das nicht nötig gehabt.