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Sanfter Druck hilft


ÖKO-TEST Spezial Kinder & Familie - epaper ⋅ Ausgabe 10/2011 vom 21.10.2011

Nur vier Prozent aller Babys schaffen eine Punktlandung und kommen zum errechneten Termin auf die Welt. Wenn der Tag X schon verstrichen ist, gibt es meist noch keinen Grund, die Geburt künstlich einzuleiten. Schwangere können mit natürlichen Mitteln ein bisschen dabei helfen, dass ihr Kind bald kommt.


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Foto: irisblende.de

Alles ist für den Neuankömmling gerichtet: Wiege und Wickeltisch sind platziert, die Babysachen gewaschen und ordentlich in der Kommode gestapelt, die Oma ist angereist, um zu helfen, wenn das Baby kommt. Aber es kommt nicht. Das kleine Würmchen lässt sich noch Zeit.

Obwohl der ...

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... errechnete Geburtstermin schon einige Tage überschritten ist, tut sich nichts an der Wehenfront. Diese Wartezeit kann anstrengend sein, weil die innere Anspannung mit jedem Tag steigt, an dem noch immer keine Wehen die Geburt in Gang setzen. Zudem fragen links und rechts Nachbarn, Bekannte und Freunde nach, wann es denn endlich so weit ist. Das nervt manchmal. Am besten ist, wenn die Hochschwangeren die Zeit für lange Telefonate und ausgedehnte Treffen mit Freunden und der Familie nutzt. Wem die mitfühlenden und besorgten Fragen nach Mutter und Kind zu viel werden, der sollte das deutlich sagen. In allen Fällen hilft jedenfalls eine große Portion Gelassenheit.

Wenn es keine Komplikationen gibt und das Baby bis zu zehn Tage nach dem errechneten Termin überfällig ist, besteht noch kein Anlass, die Geburt künstlich einzuleiten. Dann heißt es vor allem: weiter geduldig warten.

Wer will, kann schon ein paar Wochen vor der Entbindung die Reifung der Schwangerschaft mit natürlichen Methoden unterstützen oder schließlich die Wehen fördern, wenn der Termin da ist. Selbstverständlich nur nach Absprache mit Hebamme und Frauenarzt.

Akupunktur

Akupunktur zur Geburtsvorbereitung beginnt ab etwa vier Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin, wenn die Schwangerschaft ohne Komplikationen verlaufen ist. Speziell ausgebildete Hebammen oder Gynäkologen setzen die Nadeln ein Mal in der Woche nach einem festen Schema. Die Akupunkturpunkte befinden sich an Beinen, Armen und Händen.

Die Nadelbehandlung fördert die natürlich ablaufenden Reifungsprozesse gegen Ende der Schwangerschaft. Sie erhöht die Chancen auf eine leichte Öffnung der Gebärmutter und einen unkomplizierten, vergleichsweise schnellen Geburtsverlauf.

Akupunktur ist frei von Nebenwirkungen und erlaubt es jederzeit, wieder auf konventionelle Behandlungsmethoden umzusteigen. Während der Geburt an- gewendet, kann sie die Wehentätigkeit unterstützen und Schmerzen lindern. Auch zur Behandlung von Beschwerden während der Schwangerschaft oder nach der Entbindung wird die fernöstliche Methode eingesetzt.

Foto: MEV

Reflexzonenmassage

In der Reflexzonentherapie werden die Füße als Spiegel des Körpers betrachtet: Unterschiedliche Zonen des Fußes korrespondieren mit bestimmten Organen. Werden diese Fußzonen durch Massage stimuliert, hat dies eine positive Wirkung auf die Funktion der Organe. Die Reflexzonenmassage kann in den letzten Wochen der Schwangerschaft die Gebärmutter anregen und dadurch die Bildung von Hormonen fördern.

Therapeuten und Hebammen bieten die Massage in Kranken- oder Geburtshäusern an. Wie die Akupunktur kann auch die Reflexzonenmassage Schwangerschaftsbeschwerden lindern. Vor aussetzung für die Wirkung ist eine regelmäßige Anwendung, etwa ein Mal in der Woche.

Wehencocktail

Der Wehencocktail ist eigentlich ein Abführmittel aus Rizinusöl, Eisenkraut, Alkohol und Aprikosensaft, das den Darm in Bewegung setzt und gleichzeitig die Gebärmuttertätigkeit anregen soll. Der Trank entfaltet seine Wirkung nicht, wenn die Schwangerschaft noch nicht ganz ausgereift ist – er wirkt dann höchstens abführend. Ist aber der Muttermund weich und macht sich ein leichtes Ziehen bemerkbar, kann der Cocktail sehr schnell und effektiv wirken.

Foto: image source

Homöopathie

Sie aktiviert die Selbstheilungskräfte des Menschen mit natürlichen Mitteln. Eine positive Wirkung auf die Reifung des Muttermundes und die Wehentätigkeit wird dem Mittel Caulophyllum nachgesagt. Hebammen, die sich mit Homöopathie auskennen, empfehlen auch noch andere Mittel.

Himbeerblättertee

Wissenschaftlich bewiesen ist seine Wehen fördernde Wirkung nicht. Wer es trotzdem versuchen möchte: ab der 34. Woche trinkt man täglich drei bis vier Tassen. Getrocknete Himbeerblätter gibt es in der Apotheke.

Foto: irisblende.de

Foto: pixland

Tipps und Infos

■ Wer die Geburt mit natürlichen Mitteln unterstützen möchte, sollte die Hebamme sowie das Kranken- oder Geburtshaus nach diesem Kriterium auswählen.
■ Geburtshelfer, die homöopathische Behandlungen, Akupunktur oder Reflexzonenmassage anwenden, müssen Zusatzqualifikationen erworben haben. Wer einen homöopathisch geschulten Arzt sucht, kann sich bei seiner örtlichen Ärztekammer Empfehlungen geben lassen.
■ Wer sichergehen möchte, dass seine Hebamme in Reflexzonenmassage, Homöopathie oder Akupunktur gut geschult ist, kann sich an den Bund Deutscher Hebammen (BDH) wenden, im Internet unter www.bdh.de