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SPEZIAL: TORJÄGER: TOUREN IN DEUTSCHLAND


GS Motorrad Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 23/2019 vom 09.02.2019
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Bildquelle: GS Motorrad Magazin, Ausgabe 23/2019

Mecklenburg-Vorpommern


Rüstiger Rentner: Der Riesenpropeller auf dem Altkalener Mühlenhof ist tadellos in Schuss und sorgt täglich für frisch gemahlenes Mehl


Der ausklingende Spätsommer verliert täglich an Kraft, erste Kraniche suchen auf abgeernteten Feldern nach Nahrung, Kastanien und Eicheln hängen an den Bäumen und warten nur darauf, uns auf die Helme zu fallen - der Herbst scheint nicht mehr weit. Im fahlen Morgenlicht preschen wir durch das stille Urstromtal der Tollense an das nördliche Ufer des Tollensesees, wo der Wasserlauf seinen Ursprung hat, und fädeln uns in den lebhaften Berufsverkehr der B ...

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... 104 ein. Bei Reisen durch Mecklenburg-Vorpommern bekommt der aus dem Ballsport stammende Begriff „Torjäger“ eine völlig andere Bedeutung. Ganz besonders, wenn man wie wir die historische Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg besucht. Die strategisch wichtigen Durchlässe der kreisrunden Stadtbefestigung wurden im 14. Jahrhundert aus Backsteinen, gebackenen Lehmziegeln, erbaut. Das reich verzierte Stargarder Tor weist in Richtung Stargard, unserem nächsten Ziel. Betagtes Kopfsteinpflaster, aus dessen Fugen Gras wuchert, lässt uns hinauf zur Burg rumpeln. Die Bastion kann gleich doppelt punkten: Sie gilt als eines der ältesten Bauwerke der Region und ist die letzte erhaltene Höhenburg in diesem recht flachen Teil Norddeutschlands. Von wegen flach – in der Annahme, dass die Etappe nach Stolpe an der B 198 schon der fahrerische Leckerbissen der Tour gewesen sein soll, werden wir mit dem anschließenden Abschnitt von Möllenbeck nach Weisdin eines Besseren belehrt. Die Straßenbauer schufen mit mittelstreifenlosem Teer ein Kurvenparadies und mit den sanften Kuppen einer typischen Endmoränenlandschaft legte Mutter Natur eine weitere Schippe Fahrspaß obenauf. In Weisdin an der B 96 angelangt, springt uns die im Sonnenlicht leuchtete achteckige Gutskirche in die Augen. Die Acht taucht ein paar Gasstöße später erneut vor unseren Reifen auf. Diesmal im Zentrum von Neustrelitz, der barocken Residenzstadt der einstigen Herzöge von Mecklenburg-Strelitz. Nach einem verheerenden Brand auf dem Reißbrett neu geplant, streben vom quadratischen Marktplatz gleich acht Straßen sternförmig auseinander. Dass auch die Erbanlagen der hiesigen Adligen in die Welt hinaus strebten, erleben wir nach einer windungs- und aussichtsreichen Passage entlang der Südgrenze des Müritz Nationalparks. Aus der abgelegenen Kinderstube der Havel kommend, klappen wir vor dem romantischen Drei-Königinnen-Palais am Mirower See die Seitenständer raus. Die jugendliche und wenig bekannte Prinzessin Sophie Charlotte rückte durch einen aufrüttelnden Briefwechsel in den Fokus des englischen Königs Georg III., der, fast wie im Märchen, 1761 um ihre Hand anhielt. Die Nichten der frisch gekrönten Monarchin, Prinzessin Louise und Prinzessin Friederike stiegen einige Jahre später ebenfalls durch Heirat in die Königsklasse auf und wurden die Monarchinnen von Preußen und Hannover. Fast wie im Märchen stiegen hier gleich drei Prinzessinnen in die Königsklasse auf und wurden durch Heirat Monarchinnen in Großbritannien, Preußen und Hannover.

Der Hungerstorfer Ernährungstipp: Solange mir noch mein Halstuch passt, muss ich keine Diät beginnen – recht so!


AM KLEINEN MEER

Flaggenparade: Mit roten Wimpeln bestückte Bojen sollen das Auffinden der Fischernetze im Stettiner Haff erleichtern


Petri Heil: Die Skulptur des Fischers auf dem Ueckermünder Marktplatz erinnert an die harte Arbeit auf dem Stettiner Haff


Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten: Kaiser Wilhelm II. befahl während des ersten Weltkrieges die Einrichtung einer Erprobungsstelle für die damals noch im Aufbau befindliche Luftflotte im benachbarten Rechlin am Ufer der Müritz. Den klobigen Doppeldeckern folgten während des Dritten Reiches pfeilschnelle Jagdflugzeuge und erste feuerspeiende Düsenjets. Bis zur Wiedervereinigung röhrten auf dem stark ausgeweiteten Gelände die Strahltriebwerke der sowjetischen Luftstreitkräfte. Heute schlendern wir durch die Hallen des Luftfahrttechnischen Museums und bestaunen, was sich in den vergangenen hundert Jahren alles in die Lüfte erhoben hat. Gut besucht ist auch die Müritzpromenade im benachbarten Röbel, wo wir uns einen Kaffee mit Ausblick gönnen. Sieht man einmal vom Bodensee ab, den sich Deutschland, Österreich und die Schweiz teilen müssen, ist die Müritz das größte Binnengewässer der Bundesrepublik. Der Name entstammt dem Slawischen und bedeutet „kleines Meer“. Die quirlige B 192 entführt uns auf die schmale, aber aussichtsreiche Landenge zwischen Kölpinsee und Müritz. Dort machen wir Halt am Schloss Klink, das Ende des 19. Jahrhunderts im Stil eines französischen Loire-Schlosses errichtet wurde. Das stattliche Anwesen litt wie viele andere unter der jahrzehntelangen sozialistischen Mangelwirtschaft, konnte aber nach der Wende wieder seine volle Pracht entfalten. Der Kaffeedurst ist längst gestillt, da meldet sich der Wissensdurst: Im Müritzeum in Waren erfahren wir Interessantes zu Flora und Fauna über und unter den umliegenden Wasseroberflächen.

Malchins Aushängeschild: Das aus dem 15. Jahrhundert stammende Kalensche Tor ist das besterhaltene von ehemals vier Stadtmauerportalen


Wasserspiele in Neustrelitz: Nach einem Brand auf dem Reißbrett neu geplant, streben vom Marktplatz acht Straßen sternförmig auseinander


Dem Sommer ist die Puste ausgegangen: Die abgeernteten Felder rund um die mecklenburgische Seenplatte lassen den nahenden Herbst erahnen


A us dem lebhaften Zentrum der mecklenburgischen Seenplatte drängt es uns hinaus aufs Land, wo uns auf dem spannenden Ritt von Groß Gievitz über Sorgenlos und Hungerstorf nach Faulenrost kuriose Ortsnamen und ausgedehnte Agrarflächen begegnen. In Malchin treffen wir wieder einmal auf ein historisches Portal: Das aus dem 15. Jahrhundert stammende Kalensche Tor ist das Sahnestück der Wehranlage, kaum haben wir es durchfahren, schicken wir uns an, den Kummerower See im Uhrzeigersinn zu umrunden. Und wieder begegnet uns die Acht, denn das Gewässer rangiert in den Top Ten der größten deutschen Seen auf Platz 8. Über den sich anschließenden Naturpark Mecklenburgische Schweiz können echte Eidgenossen wohl nur müde lächeln, uns gefällt die knuffige Hügellandschaft jedoch prima. Gute Laune versprüht ebenfalls die Etappe von der Peenestadt Neukalen mit ihrer verzwickten Ortsdurchfahrt, an bunten Bootshäusern vorbei, zum Mühlenhof in Altkalen. Im nicht weit entfernten Straßenkreuz Demmin, wo Tollense und Trebel in die Peene münden, biegen wir zur Reuterstadt Stavenhagen ab. Unsere Erwartungen auf eine schattige Chaussee werden mit der B 194, die hier als Teilstück der Deutschen Alleenstraße ausgewiesen ist, nicht erfüllt. Mit nicht erfüllten Erwartungen mussten auch die Eltern des jungen Fritz Reuter leben: Der Anfang des 19. Jahrhunderts in Stavenhagen Geborene war ein schlechter Schüler und disziplinloser Freidenker, der später als Burschenschaftler sogar im Gefängnis landete. Die Liebe zu seiner späteren Frau und zur niederdeutschen Sprache ließen ihn heiraten und erste erfolgreiche Texte verfassen. So erfolgreich, dass ihm 1863 sogar die Ehrendoktorwürde verliehen wurde. Nach einem letzten Stopp an den mächtigen tausendjährigen Ivenacker Eichen streben wir mit der Abendsonne im Rücken ostwärts, bis der wuchtige Turm der Altentreptower Kirche am Horizont auftaucht.

ERINNERUNGEN

Mit der weißen Flotte unterwegs: Auf einer Tour zwischen Röbel und Waren zeigt die Müritz, das kleine Meer, ihre beeindruckende Größe


Torjäger: Der ursprünglich aus dem Ballsport stammende Begriff bekommt in Mecklenburg-Vorpommern eine völlig neue Bedeutung


Das Land der drei Meere - so betitelt Torsten Rode, der Wirt des Hotels Zum Markt in Altentreptow, unser nächstes Ziel, den Naturpark Stettiner Haff. Mit nachdenklicher Miene erzählt er von seiner Wehrdienstzeit und beschreibt den dortigen Truppenübungsplatz Eggesin: Waldmeer, Sandmeer, nichts mehr! Die alten Zeiten sind längst passé, überholte Konzepte, wie die mittelalterliche Stadtmauer von Altentreptow, von der nur noch zwei Eingänge übrig blieben. Durch das stattliche Brandenburger Tor mit seinem markanten Staffelgiebel rollen wir aus dem Ort hinaus und erklimmen schon bald eine mit unzähligen Windrädern bestückte Anhöhe bei Werder. Im hohen Gang geben wir uns einem kurzweiligen Wechselspiel von Alleen, Wäldchen und Ackerflächen hin, bis wir völlig unerwartet in eine Kanonenmündung schauen. Ausgerechnet in Friedland, das ja Eintracht in seinem Namen trägt, richtet ein Panzer seine Waffe auf uns. Der Schreck ist schnell verflogen, der uralte sowjetische T 34 steht am Rande einer Schrottverwertungsfirma, ist in Korrosion begriffen und wird sicherlich bald eingeschmolzen. Frei nach dem Motto der ehemaligen DDR-Friedensbewegung: „Schwerter zu Pflugscharen“. Vorpommern wurde einst von heidnischen Slawenstämmen bewohnt, die mit Beginn der Christianisierung im 12. Jahrhundert konvertieren oder weichen mussten. Friedlands vorteilhafte Lage an Heer- und Handelsstraßen bescherte Reichtum, aber auch Neider, gegen die eine mächtige Mauer helfen sollte. Am Neubrandenburger Tor, der größten Passage durch die einstige Verteidigungsanlage, beschleunigen wir in die Brohmer Berge, die den 2004 gegründeten Naturpark Stettiner Haff nach Südwesten hin begrenzen. Die Weichseleiszeit hat vor rund 12.000 Jahren ganze Arbeit geleistet und bis zu 150 Meter hohe Hügel geformt. Das bildschöne Landschaftsbild lässt uns unsicher werden und Zweifel aufkommen, ob wir tatsächlich in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs sind, für einen kurzen Moment glauben wir, durch den Schwarzwald zu touren. Im Weiler Matzdorf ist das ausgemergelte Teerband so schmal, dass Tempolimit 30 gilt.

GRENZERFAHRUNGEN

Schwerter zu Pflugscharen: Dieser in Korrosion begriffene Panzer erschreckt ahnungslose Motorradfahrer im beschaulichen Friedland


Statt im nahen Strasburg, am nördlichen Rand der Uckermark, auf die B 104 einzuschwenken, schlagen wir einen kurvenreichen Bogen durch dichte Wälder bei Rothemühl bis nach Pasewalk. Zahlreiche Tore und Türme machen deutlich, dass dieser quirlige Verkehrsknotenpunkt an der Uecker auch historische Wurzeln hat. Ein im 15. Jahrhundert aus errichteter Aussichtsturm wird im Volksmund liebevoll „Kiek in de Mark“ genannt, weil aus 22 Meter Höhe die Grenze zum damals feindlich gesonnenen Brandenburg überwacht wurde. Wir schauen dem polnischen Staatsgebiet entgegen, biegen aber in Löcknitz, das seine Entstehung einer Furt des Flusses Randow verdankt, nach Norden ab. Der Randowbruch, ein menschenleeres und verkehrsarmes Urstromtal, wirft uns unendliche Geraden und manch zickige Biegung vor die Räder. Ein Schild „Vorsicht Otterwechsel“ fliegt vorbei und löst ein Lächeln aus, doch das gefriert, als mit Erreichen des Truppenübungsplatzes Eggesin Schilder „Vorsicht Panzer“ am Straßenrand auftauchen. Wir nehmen Reißaus und schon nach ein paar Schaltvorgängen kriecht eine kühle Meeresbrise unter die Helme. Auf nagelneuem, topfebenem Asphalt cruisen wir relaxt hinaus zur Halbinsel Altwarp, dem nordöstlichen Ende der Bundesrepublik. Rechts hoch aufragende Dünen, links die glitzernde Wasserfläche des Stettiner Haffs, das sich mit dem Neuwarper See tief ins Land gegraben hat und eine natürliche Abgrenzung zum polnischen Nowe Warpno (Neuwarp) bildet. Wo der Asphalt endet, ragt eine Mole weit hinaus ins beliebte Segelrevier. Rostige Kutter und schnittige Yachten dümpeln im brackigen Wasser, Angler und Möwen hoffen gleichermaßen auf einen guten Fang. Gefangen gefühlt haben sich wohl auch Tausende von Wehrpflichtigen, die bis nach der Wende in der Garnisonsstadt Eggesin, am Zusammenfluss von Uecker und Randow, auf dem trostlosen Truppenübungsplatz Dienst schieben mussten. Übrig blieben nur ein paar Kasernenbauten und das kleine Militärmuseum. Viel früher und freiwillig kamen im 17. Jahrhundert Siedler in die flache Ueckermünder Heide, vom König mit Privilegien angelockt, sandige Einöden urbar zu machen, Wälder zu roden und Moore entlang der Wasserläufe trocken zu legen. Neben der Landwirtschaft sorgte auch die Fischerei für Lohn und Nahrung: Aal, Barsch, Hecht und Zander wurden in der Hafenstadt Ueckermünde angelandet. Die Skulptur eines zünftig gekleideten Hafffischers ziert den weiten Marktplatz, der von historischen Fassaden bildhübsch eingerahmt wird.

Wenige Kilometer später, wir haben den Lauf der Zarow gequert, sagen wir dem Haff Adieu und treiben unsere Maschinen schwungvoll durch die Ausläufer des Anklamer Stadtforstes und die Moore der Friedländer Großen Wiese tief ins Binnenland. Dort lockt die einst bedeutsame Festung Spantekow, die im 14. Jahrhundert auf den Resten einer slawischen Verteidigungsanlage erbaut wurde. Die ehemals mit Kanonen bestückte Wasserburg liegt etwas versteckt hinter Büschen und Bäumen an der historischen Grenze zwischen Mecklenburg und Pommern. Als Sammler kurioser Ortsnamen kann und braucht sich der Weiler Tützpatz nicht vor uns zu verstecken, mit einem Schmunzeln unter dem Helm haken wir ihn auf unserer imaginären To-Do-Liste ab. Nach einem herrlich facettenreichen Fahrtag zwischen Haff und Hügeln rollen wir nach Altentreptow hinein – natürlich durch ein historisches Stadttor!

Dem Volk aufs Maul geschaut: Der erst spät zur Literatur gefundene Fritz Reuter liebte das Plattdeutsche und die Geschichten seiner Mitmenschen


Hoteltipp:

Das gastliche Haus bietet sich als prima Basislager für Touren in alle Himmelsrichtungen an. Ruhige, komfortabel ausgestattete Zimmer, ein einladendes Restaurant und zünftiger Tresen bilden eine gute Grundlage für unbeschwerte Fahrtage. Überdachte Stellplätze und WLAN. Das Doppelzimmer mit Frühstück ab 80 Euro.

Am Markt 1 17087 Altentreptow Fon 03961 / 25820 www.ferienhotel-vorpommern.de

Allgemeines:

Mecklenburg-Vorpommern liegt im Nordosten Deutschlands zwischen Schleswig-Holstein und Polen, die Landeshauptstadt ist Schwerin. Die Region zwischen Ostseeküste, Binnenseen und Hügelland ist äußerst dünn besiedelt. Die unzähligen Seen sind vor etwa 10.000 Jahren durch das Abschmelzen der Gletscher entstanden. Die einstigen Stadtbefestigungen, von denen noch viele Reste überdauerten, konnten weder die Eroberung durch schwedische oder preußische Truppen verhindern, noch den Einzug der Pest. Heute sind die Mecklenburgische Seenplatte und der Naturpark Stettiner Haff mit ihren Wäldern, Mooren und Seen eine weite und vielfältige Landschaft, in welcher die Natur auf großen Flächen geschützt ist. Kraniche, Seeadler und Otter fühlen sich hier zuhause. Für die rund 550 Kilometer lange Tour sollten mindestens drei Fahrtage eingeplant werden. Die Hauptstraßen sind gut in Schuss, die Qualität der Nebenstrecken ist sehr unterschiedlich bis hin zu buckligen Plattenwegen und kariösem Kopfsteinpflaster.