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Städtereisen für Insider


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Clever reisen! - epaper ⋅ Ausgabe 3/2022 vom 05.07.2022

TOURTIPP EUROPA

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Bildquelle: Clever reisen!, Ausgabe 3/2022

Helsinki: Auf dem Lasipalatsi-Platz können Besucher auf den Kuppeln, die das Dach über der Ausstellungshalle von Amos Rex bilden, herumlaufen oder sie erklettern. Das Amos Rex ist ein Kunstmuseum, das von der BBC zu einer der innovativsten, neuen Architekturen Europas gekürt worden ist

Tapetenwechsel braucht jeder mal. Besonders jetzt nach über zwei Coronajahren.

Sehr beliebt sind Städtereisen. Im Trend sind die kleinen Hauptstädte Europas. Die großen Metropolen wie London, Paris, Berlin oder Rom haben die meisten schon gesehen. Diese Millionenstädte sind teuer und es drängen sich die Besucher. Preiswerter und weniger überfüllt, aber auch mit sehr vielen Sehenswürdigkeiten, sind diese sechs:

HELSINKI -Stadt des Glücks

Die glücklichsten Menschen leben seit vier Jahren in Finnland. Die meisten Finnen leben in und um Helsinki, rund 1,5 Millionen. Wer in die finnische Hauptstadt reist, muss also ins Glück fahren. Das geht am besten mit dem Flugzeug oder im Auto mit einer Fähre ab Travemünde (289 Euro). Die beste Zeit dafür ist im Juni und Juli oder im September. Der August ist zwar warm, aber regnerisch. In den Sommermonaten werden bis 30 Grad gemessen. Die Sonne scheint ...

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... bis 19 Stunden. Es wird also nie richtig dunkel. Ich genieße die Weißen Nächte in der ersten Juli-Woche. Bis Mitternacht bleibt Zeit, um die Schönheiten der Stadt zu genießen, die Parks, die neoklassischen Gebäude, die bummelnden und feiernden Menschen.

In den großen Parkanlagen wird musiziert, von Klassik bis Heavy Metal, etwa im Kaivopuisto-Park. Hier tobt ab Juni das Leben. Es wird getanzt, geschlemmt und gesungen. Auf dem höchsten Punkt des Parks steht das Usa Observatorium, eine Sternwarte, die in den dunkleren Monaten einen unvergesslichen Blick auf die Milchstraße ermöglicht. Im Sommer begeistert die Aussicht zur Seefestung Suomenlinea, die auf mehreren vorgelagerten Inseln steht.

Wer sich etwas Besonderes gönnen will, kehrt im „Kaivohuone“ ein, einer Mischung von Restaurant und Partyclub. Die Anlage gibt es schon seit 1838, als russische Adlige dort feierten. Die Stimmung ist ausgelassen. Es gibt leckeres Essen, köstliche Cocktails und Musik zum Mitsingen. Aber alles ist nicht gerade billig. Ein Viertelliter Bier kostet rund 7 Euro, der Wodkacocktail ab 15 Euro.

Preiswert ist wenig im Vergleich zu Deutschland. Trotzdem sollte man die Flaniermeilen Aleksanterinkatu und Esplanadi entlang bummeln und in Geschäfte gehen.

Das Lakritz-Angebot ist riesig (100 Gramm 3 Euro), der Schmuck ist schick, die Sauna-Kilts (um 90 Euro) sind einmalig und die Birken-Honig-Seife (7,50 Euro) duftet köstlich. Es gibt sogar etwas kostenlos: die Vorstellungen auf der Sommerbühne im unteren Ende des Esplanadi. Sängerinnen und Sänger, schräge Band, Artisten und Entertainer präsentieren sich hier. Die Musik hört man am besten von der Terrasse des „Kappeli“, wo es auch leckeren Kuchen gibt.

Beim Musikgenuss kann also gespart werden. Er ist überall in der Stadt, bis auf die großen Star-Veranstaltungen, kostenfrei In der großen Markthalle am Südhafen kann man manches Schnäppchen machen. Es gibt für weniger Geld als in vielen anderen Restaurants und Bistros Piroggen, Zimtschnecken und Fischbrot. Das einheimische Roggenbrot gilt als köstlichstes der Welt.

Zur Entspannung radele ich noch in den Sibelius-Park, um ein Bild von der meistfotografierten Sehenswürdigkeit Helsinkis zu machen, dem Sibelius-Denkmal. Es besteht aus rund 600 Stahlrohren und wirkt wie eine riesige abstrakte Orgel.

Wer nichts versäumen will, macht am besten eine Walking Tour. Sie dauert rund drei Stunden und kostet 48 Euro. Im „Paulig Kjulma Cafe“ (Aleksanterinkatu 9) warten die besten Führer. Fußfaule fahren im Doppeldeckerbus, bei dem an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie dem Nationalmuseum oder dem Dom ausgestiegen wird.

Mit Kindern besuchen Eltern den Freizeitpark Linnanmaki, der zwischen April und September geöffnet ist. Hier rattert eine historische Holzachterbahn. Und es ist kaum zu glauben: Man kann umsonst mitfahren.

Übernachtungen: Durchschnittpreise von 120 Euro (3-Sterne-Hotel) bis 240 Euro (5*). Pauschale: 3 Tage mit Flug ab Hamburg oder Düsseldorf, im Hotel „Arthur“ (3*) ab 458 Euro p.P. DZ. Infos: FTI, Internet www.fti.de.

Infos www.visitfinland.com oder www.myhelsinki.fi/de

KOPENHAGEN - per Rad

Manchmal komme ich mir wie in einer italienischen Stadt vor. Beim ersten Sonnenstrahl werden in Kopenhagen Tische und Stühle vor Cafés und Restaurants gestellt.

Es duftet nach Kuchen und Kaffee. Das Eis sieht bunt und sahnig aus und schmeckt einfach köstlich. Die dänische Hauptstadt hat zwischen Juni und September südliches Flair. Im Vergnügungspark Tivoli leuchten Millionen Lichter. Bis Mitternacht wird Party gemacht. Rockkonzerte unter freiem Himmel und der neue fetzige Dänen-Pop sorgen für Stimmung.

Schon zweimal wurde Kopenhagen von einem amerikanischen Umweltmagazin zur „besten Fahrradstadt der Welt“ gewählt.

Rund 350 Kilometer Radwege, die meisten breit und alle gut erhalten, machen Radeln zum Vergnügen. Also miete ich mir für 100

Dänenkronen (rund 13 Euro) ein Fahrrad und strampele vom Radhuspladsen zum einmaligen Stadtteil Christiania. Es ist eine von den Behörden geduldete „Freistadt“. 1971 von der alternativen Szene ausgerufen, wurde es inzwischen zum angesagten Ausgeh-Viertel mit mal noch einfachen, aber auch einigen schicken Cafés. Smorrebrod und rote Würstchen gibt es hier lecker und preiswerter als im Nyhavn-Gebiet oder der Haupteinkaufsstraße Strogot. Aber von der Rauschgiftszene ist man nach einigen Razzien weit entfernt. Es können also auch Kinder mitgenommen werden.

Im Vergleich zu den anderen skandinavischen Hauptstädten ist Kopenhagen preiswert. Die großen Modeketten wie H & Moder Zara bieten in der Stroget T-Shirts, Blusen, Röcke oder Jacken zu gleichen Preisen an wie sonst überall auf der Welt. Etwas ausgefallene dänische Mode findet man eher in den Seitenstraßen wie der Pillestrada.

Nach acht Stunden muss ich das Fahrrad zurückgeben. Ich mache noch einen kurzen Fotostopp vor Schloss Amalienborg, der Residenz von Königin Margrethe II. Und dem Wahrzeichen „Kleine Meerjungfrau“, das kleiner ist, als ich vermutet habe. Dann gehe ich zum Tivoli, der Mutter aller Vergnügungsparks. Achterbahnen, Karussells, Spielebuden, Riesenrad, kleine Tanzbars und Theater und mehr als 100 000 LED-Leuchten sorgen für ein grandioses Spektakel. Mittwochs und samstags lohnt sich der Besuch besonders. Dann gibt es ein riesiges Feuerwerk.

Stadtrundfahrten mit dem Bus gibt es ab 24 Euro für zwei Tage, Kanalfahrten von einer Stunde ab 13,50 Euro. Wer viele Museen (bis 80) und Sehenswürdigkeiten besuchen sowie öffentlich Verkehrsmittel benutzen will, kauft sich am besten eine Kopenhagen Citycard für rund 59 Euro. Weitere Infos: www.visitdenmark.com.

Flüge nach Kopenhagen ab rund 50 Euro (Infos: Eurowings) Bahnanreise ab Hamburg ab 28,90 Euro. Übernachtungspauschalen: 2 Nächte ohne Flug, mit Frühstück im „Tivoli Hotel“ ab 207 Euro p.P./DZ. Infos: FTI, Internet: www.fti.de

OSLO - auf die günstige Tour

Das wichtigste im Gepäck für die Reise nach Oslo ist eine etwas dickere Brieftasche.

Denn kaum eine andere europäische Stadt ist teurer. Das Pint Bier (rund ein halber Liter) kostet 9 Euro. Statistiker errechneten, dass Touristen pro Tag in Oslo mit rund 300 Euro für Übernachtung, Verpflegung und Eintrittskarten rechnen müssen.

Am günstigsten ist noch die Anreise mit der Fähre (Color Line) ab Kiel schon für rund 29 Euro. Auch die Flüge sind günstig, weil viele Billig-Airlines die norwegische Hauptstadt anfliegen (Ryan Air, Eurowings, Air Norway). Schnäppchen gibt es schon ab rund 35 Euro.

Sparen können Clevere aber auch vor Ort.

So sind viele Museen, etwa die Nationalgalerie, am Donnerstag kostenlos. Man spart etwa die Hälfte (10 Euro) gegenüber dem „Airport Express“, wenn man mit Bahn oder Linienbus vom Flughafen in die Innenstadt fährt.

Pizza ist das beliebteste Gericht der Norweger. Pizzaketten haben tagsüber Standardpreise um 12 Euro. Man darf so viel essen wie man will. Wasser kann überall aus der Leitung getrunken werden. Also eine leere Flasche mitnehmen. Mit dem „Oslo Pass“, den es ab 445 Norwegische Kronen (etwa 45 Euro) an der Hotelrezeption oder dem Ver- kaufsbüro am Osloer Hauptbahnhof gibt, kommt man kostenlos in Museen, hat freie Fahrt in allen öffentlichen Verkehrsmitteln und erhält Rabatte in vielen Geschäften und Restaurants. Am besten bestellt man ihn online unter www.visitoslo.com.

Die hohen Preise kommen vor allem durch die Mehrwertsteuer von 25 Prozent.

Wer etwas ab 350 Kronen kauft, sollte sich beim Händler einen Tax-free-Beleg geben.

Dann gibt es auf der Fähre, im Flughafen oder an der Grenze 25 Prozent zurück.

Genug gespart. Dann macht der Stadtbesichtigung umso mehr Spaß. Gleich am Bahnhof beginnt die Flanier- und Einkaufsstraße Karl Johans gate, eine Prachtmeile mit herrlichen Gebäuden. Hier locken nicht nur die Schaufensterauslagen und schicke Cafés. Hier stehen auch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie das Königsschloss, das Parlament (Storting) und der Dom. Das „Grand Café“ war Stammlokal des norwegischen Dramatikers Henrik Ibsen, dessen Dramen wie „Heddy Gabler“ „Nora“ oder „Peer Gynt“ auch Dauerbrenner auf deutschen Bühnen sind.

Der weitere Star-Künstler ist der Maler Edvard Munch (1863 - 1944), dessen berühmtestes Werk „Der Schrei“ vor Jahren bei einer Auktion 91 Millionen Euro brachte. Jetzt hängt es stark gesichert im Munch-Museum, 13 Stockwerke hoch, 20 000 Quadratmeter groß. Es ist nur eines der Muss-Museen der Hauptstadt. Die anderen sind das Vikingskipshuset mit Wikingerschiffsfunden, das Skimuseum am Holmenkollen, die Nationalgalerie und das Kon-Tiki-Musuem, sowie ein Freilichtmuseum mit historischen norwegischen Häusern.

Die beste Zeit für einen Oslo-Besuch ist zwischen Mai und September, weil es dann am wärmsten und trockensten ist. Am stimmungsvollsten aber sind die Weihnachtsmarkt-Wochen zwischen Mitte November und Anfang Januar. Dann ist die Stadt tief verschneit. Der Markt, gleich hinter der Karl Johans Straße bezaubert durch Lichter, beglückt mit rumhaltigen heißen Getränken und verlockt zum Norweger-Pullover-Kauf, handgestrickt, aber auch mit rund 200 Euro nicht gerade billig.

Es hängt also vieles am Geld bei einem Oslo-Besuch. Aber die Reise lohnt sich.

Übernachtungspauschale: 2 Nächte mit Frühstück ab 214 Euro p.P./DZ, TUI, Infos www.tui.de.

DUBLIN - die Partyhauptstadt

Ganz Irland scheint in dieser Augustnacht in der Fleet Street unterwegs zu sein. Die Menschen drängen sich, als gäbe es hier etwas umsonst. Das gibt es auch: Fröhlichkeit, Musik, Gesang und viele Umarmungen. Hier im Temple Bar Distrikt liegt das Partyzentrum Europas. Ballermann zu seinen besten Zeiten ist nichts dagegen. Die irische Hauptstadt Dublin ist die Hauptstadt zum feiern, flirten, fröhlich sein. Und das Temple Bar-Viertel ist seit rund zwei Jahrzehnten der Mittelpunkt.

Schon um das einmal mitzuerleben, lohnt sich der kurze Flug nach Dublin. Wichtig für eine durchbummelte Nacht: bequeme Schuhe. Denn die Straßen sind gepflastert und es gibt in und vor den Bars kaum freie Sitzgelegenheiten. Die richtige Bar findet man von ganz allein: Immer dort, wo sich die meisten drängen. Das sind mit Sicherheit die „Temple Bar“, „Porterhouse, „Turk’s Head“ oder „The Palace“.

Dabei sollte das Viertel in den 80er Jahren für einen Busbahnhof abgerissen werden, weil die Gebäude so heruntergekommen waren. Seinen Namen hatte es von dem britischen Diplomaten Sir William Temple, der hier im 18. Jahrhundert seine Residenz erbauten ließ und diese zum kulturellen Treffpunkt machte. Das „Messiah Oratorium“ von Händel wurde am 13. April 1748 in der Fishamble Street uraufgeführt. Noch heute klingt es am gleichen Tag durch die Straße.

Ansonsten gibt es wenig klassische Musik zu hören. Umso mehr Irish Folk, gängige Schlager und Popsongs. Die richtigen Bars dafür sind der „Auld Dubliner Pur“ und gleich daneben „Oliver St. John Gogarty’s“.

Auch tagsüber ist „Temple“ mein Muss-Ziel. Im „Walk of Fame“ werden die Musiklegenden Rory Gallager, Sinead O’Connor, Bob Geldorf und andere irische Musikgrößen geehrt. Samstags gibt es auf dem Meetinghouse Square einen großen Markt auf dem Gemüse, Obst, Fisch und Leckereien verkauft werden. Unbedingt probieren sollte man die Blueberry Scones.

Auf dem Modemarkt in der Cow’s Lane gibt es schicke, preiswerte Klamotten.

Dublin ist natürlich viel mehr als das Temple-Viertel. Das National-Museum gleicht einer riesigen Schatztruhe mit kostbaren Altertümern, von der prähistorischen Frühzeit bis zum Mittelalter, wie der Tara Brosche. In der National Gallery sind Werke berühmter Maler wie William Turner oder spanischer Künstler wie El Greco oder Picasso zu sehen. In Dublin Castle, hinter der City Hall, sind vor allem die ehemaligen Staatsgemächer bewundernswert. Die St.

Patricks Cathedral ist die größte Kirche des Landes. Am Merrion Square sind besonders prächtige Gebäude aus der Zeit zwischen 1760 und 1840 zu bewundern. Im Park dahinter kann man sich vom Feiern und den Besichtigungen ausruhen, den Kleinkünstlern zuschauen oder sich von einem der vielen Händler etwas aufschwatzen lassen.

Nach einem verlängerten Wochenende komme ich zum Entschluss, dass ich bestimmt wiederkomme. www.dublin.ie oder www.ireland.com Übernachtung: Das „RIU Plaza The Gesham“ in der O’Connell Street im Herzen der Stadt wurde in einem historischen Haus aufwändig zu einem Luxushotel umgebaut.

Übernachtungen mit Frühstück gibt es für zwei Personen ab 254 Euro. Mehrmals im Jahr gibt es Sonderangebote ab 61 Euro p.P./

DZ. Infos: TUI, Internet www.tui.de.

BRATISLAVA -Märchen-Kulisse für wenig Geld

Beim Bummel durch die Altstadt von Bratislava fühle ich mich ein bisschen wie in einer Märchenfilm-Kulisse. Keine Autos auf den Straßen. Kaum Reklameschilder. Keine Warenhäuser. Aber es gibt viele lauschige Ecken und die Menschen scheinen ein Dauerlächeln zu haben.

Es geht gemütlich zu in der slowakischen Hauptstadt, die früher einmal Preßburg hieß und mit ihren Gebäuden wie ein Mini-Wien wirkt. Die österreichische Hauptstadt ist auch nur rund 50 Kilometer entfernt. Auf der Donau kann sie von dort in einer knappen Stunde per Schiff erreicht werden. Weil Wien so nah und teurer ist, buchen viele das weit preiswertere Bratislava und fahren von dort mit Bahn, Bus oder Schiff in die österreichische Hauptstadt für einen Tagesausflug. Abfahrten gibt es jede halbe Stunde.

Abends ist man dann zurück und genießt in Bratislava das leckere Bier Zlaty Bazant, Topvar oder Martiner. Die Slowakei hat die älteste Bierbautradition in Europa. Schon im 10. Jahrhundert hatte jeder angesehene Bauer seine eigene Brauerei. Aber auch die slowakischen Weine sind süffig und die Küchen-Spezialitäten wie Sauerkrautnocken, Gänsebraten und Würste oder das Nationalgericht Brimsennocken mit Schafskäse und Speck schmecken allen, die Deftiges mögen, köstlich. Schon ab sechs Euro kann man satt werden.

Die besten Hotels liegen gleich um die Ecke der Altstadt. Auch da sind die Preise günstig. Durchschnittskosten für 3-Sterne-Hotels liegen pro Nacht bei 60 Euro, Vier-Sterne bei 66 Euro und Luxushotels um 110 Euro. In Wien muss meistens das Doppelte gezahlt werden.

Schon auf einem zweistündigen Rundgang kann die Stadt entdeckt werden. Mit einem guten Reiseführer kann man ihn leicht selbst machen, denn die offiziellen Rundgang-Führer sind im Gegensatz zu Essen, Trinken und Wohnen teuer. 78 Euro für zwei Stunden wollen sie haben und garantieren dafür viele Zusatzgeschichten, die zwar interessant, aber nicht immer lustig sind.

Bratislava ist die Stadt der Brücken. Fünf führen über die Donau. Die UFO-Brücke ist die markanteste und ein Wahrzeichen der Stadt. Sie ist 85 Meter hoch. An der Spitze sind ein Restaurant und ein Aussichtsdeck, von dem man über die ganze Stadt bis zu den Karpaten blickt. Das gilt auch für das zweite Wahrzeichen, die weiße Burg. Sie steht auf einem Hügel. Der älteste Teil stammt aus dem 13. Jahrhundert.

In der Altstadt ist der Martinsdom ein Highlight. Hier wurden viele Habsburger Monarchen gekrönt. Dahinter beginnen die kleinen Gässchen wie die Ventur- und die Michaelergasse. Ich würde mich nicht wundern, wenn ich hier Dornröschen oder Aschenputtel begegnen würde. Vor dem Rathaus sprudelt der Maximilian-Brunnen.

Primatialpalast und Opernhaus sind zwei der schönsten Gebäude. Wer sich was gönnen will, übernachtet gleich nebenan im Traditionshotel „Carlton“ (4 Sterne plus, ab 94 Euro p.P./DZ). Vor dem Hotel beginnen die meisten Stadtführungen.

Mit der „Bratislava Card“ kann gespart werden. Es gibt sie ab 20 Euro. Mit ihr sind 18 Museen und Galerien und eine einfache Stadtführung frei. In rund 100 Geschäften und Restaurants gibt es Ermäßigungen.

Extra-Tipp: Fast alle Donaukreuzschiffe legen in Bratislava an. In wenigen Minuten sind die Passagiere vom Schiff in der Altstadt. Für eine Tagesbesichtigung lohnt sich der Stopp.

Pauschalangebote: Hotel „Radisson Blu Carlton“ 4*plus) drei Nächste ab 300 Euro (p.P./DZ). Oder: Hotel „Elisabeth Old Town“ (3*) drei Nächte ab 157 Euro (p.P./ DZ). Infos für beide: TUI, Internet www.tui. de.

Allgemeine Infos beim slowakischen Tourismusbüro Berlin. Internet: www.slovakia.travel oder www.visitbratislava.com/de.

ZAGREB - die unterschätzte Städteperle

Zugegeben, die meisten Kroatienurlauber fahren gleich an die Küste nach Istrien oder Dalmatien. Die Hauptstadt Zagreb, rund 170 Kilometer von der Küste entfernt, wird rechts oder links liegen gelassen. Nicht gerade einladend wirken die Vorortviertel mit ihren Wohnblöcken aus sozialistischen Zeiten.

Aber Zagreb holt, was die Kurzurlauber betrifft, auf. Immer mehr Touristen entdecken die Schönheiten der Stadt, die mit Außenbezirken über eine Millionen Einwohner hat. Viele, die auf dem Weg zur Küste sind, machen einen zweitägigen Zwischenstopp.

Ich war überrascht vom Charme und dem munteren jugendlichen Flair. Zagreb hat rund 40 000 Studenten.

Sie prägen das Stadtleben und scheinen viel Zeit zu haben. Straßencafés und Bummelmeilen sind voll bis nach Mitternacht.

Leisten können sie sich den Café- der Restaurantbesuch wohl auch. Alle Gaststätten sind drinnen wie draußen gut besucht.

Zagreb ist im Vergleich zu anderen Hauptstädten sehr preiswert. Die Hotelpreise (2 Sterne) beginnen im Durchschnitt bei 350 Kuna (umgerechnet rund 47 Euro), 3-Sterne-Häuser bei 480 Kuna (63 Euro), 4-Sterne 560 Kuna (74 Euro). Für Luxusunterkünfte muss man etwa 140 Euro pro Nacht bezahlen. Bier kostet halb so viel wie in Deutschland, also etwa 2 Euro, der Cappuccino wird mit rund 1,80 Euro berechnet. Für Mahlzeiten in Restaurants muss meistens nicht mehr als 8 Euro ausgegeben werden. Da lässt es sich, zumindest als Tourist, gut leben. Der Durchschnittsverdienst für Einheimische liegt bei rund 1000 Euro.

Noch wird oft von Geheimtipps gesprochen, wenn es um die kostenlosen Sehenswürdigkeiten geht, etwa den Dolac Markt, dem „Bauch Zagrebs“ mit Obst-, Gemüse-, Wurst-, Fleisch- und Käseständen oder der langen Shoppingmeile Ilica.

Wichtigstes Kleidungsstück: gute Schuhe.

Denn es gibt viel zu laufen und häufig steile Treppen zu steigen. Ich habe bei 250 aufgehört, die Stufen in die Oberstadt zu zählen. Dort muss man hin. Die Markuskirche mit ihrem bunten Dach und die Kathedrale mit Zwillingstürmen gehören zu den schönsten Kirchen jenseits der Alpen.

Wenn die Zahnradbahn geht, kann man mit ihr von dort in die Unterstadt fahren (umgekehrt natürlich auch).

Der Rundgang durch die Unterstadt ist weniger anstrengend, weil dort der Zrinjevac Park zum Ausruhen einlädt. Es ist das Picknick-Gelände der Zagreber. Nicht weit entfernt liegt einer der schönsten botanischen Gärten mit mehreren Seen und vielen bunten Blumen. Auch das schönste Bauwerk der Stadt, das Nationaltheater, steht in diesem Stadtteil.

Für umgerechnet nicht ganz 7 Euro kann die „Zagreb Card“ gekauft werden. Mit ihr hat man einige Museen kostenlos und es gibt Rabatte in Geschäften und Restaurants.

Flüge nach Zagreb ab 154 Euro (von Frankfurt), Tagespreis-Vergleich: www.discountflieger.de.

Pauschalangebote, z.B. für das „Hotel International“ (4*) für zwei Personen mit Frühstück ab 98 Euro. Infos: Vergleichsportal: www.McHotel.de.

Informationen über Stadt und Ausflugsmöglichkeiten bei der kroatischen Zentrale für Tourismus www.croatia.hr/de .

Text Wolfgang Polte