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TEST Allergiemittel


ÖKO-TEST Ratgeber Kinder und Familie - epaper ⋅ Ausgabe 10/2010 vom 23.09.2010
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Bildquelle: ÖKO-TEST Ratgeber Kinder und Familie, Ausgabe 10/2010

Kinder, ja schon Säuglinge haben zunehmend mit Pollenallergien zu kämpfen. Tropfen, Sprays und Tabletten lindern zwar Symptome wie laufende Nasen oder entzündete Augen. Doch einige der untersuchten rezeptfreien Präparate können selbst Allergien auslösen. Momentan gibt es nur eine Methode, die Allergie grundsätzlich zu behandeln: die Hyposensibilisierung. Der Patient erhält die Allergene in verdünnter Form per Spritze verabreicht, als Tropfen unter die Zunge geträufelt und neuerdings auch als Tablette. So soll sich der Körper langsam an die eigentlich harmlosen Substanzen ...

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Kinder, ja schon Säuglinge haben zunehmend mit Pollenallergien zu kämpfen. Tropfen, Sprays und Tabletten lindern zwar Symptome wie laufende Nasen oder entzündete Augen. Doch einige der untersuchten rezeptfreien Präparate können selbst Allergien auslösen. Momentan gibt es nur eine Methode, die Allergie grundsätzlich zu behandeln: die Hyposensibilisierung. Der Patient erhält die Allergene in verdünnter Form per Spritze verabreicht, als Tropfen unter die Zunge geträufelt und neuerdings auch als Tablette. So soll sich der Körper langsam an die eigentlich harmlosen Substanzen gewöhnen.

Die Therapie ist auch für Kinder sinnvoll, sie dauert etwa drei Jahre und sollte mit einem Kinderarzt abge- sprochen werden, der auf die Behandlung von Allergien spezialisiert ist.

ÖKO-TEST hat insgesamt 55 nicht rezeptpfl ichtige Mittel zur Behandlung von Allergien testen lassen, und bewertet – darunter 20 Augentropfen, zehn Nasensprays und 25 Mittel zum Einnehmen.

Das Testergebnis

■ Bei den Augentropfen und den Nasensprays sind die Ergebnisse sehr gemischt. Erfreulich ist das Bild bei den Medikamenten zum Einnehmen: Fast alle erzielen ein „sehr gut“.
■ In Allergiemitteln stecken Antihistaminika als Wirkstoffe. Histamin wird vom Körper als Überreaktion auf die Pollen gebildet und führt zu den typischen allergischen Symptomen. Die Antihistaminika sorgen dafür, dass Histamin abgebaut und ausgeschieden wird. Dadurch bessern sich die Beschwerden.
■ Loratadin und Cetirizin, die Wirkstoffe in den „sehr guten“ Allergiemitteln zum Einnehmen, zählen zu den gut verträglichen Antihistaminika der zweiten Generation. DieFenistil Tropfen enthalten einen veralteten Wirkstoff, der müde macht. Allerdings können auch die Antihistaminika der zweiten Generation müde machen, wenn auch nicht so stark wie die veralteten Wirkstoffe. Wirkstoffe wie Azelastin und Levocabastin tauchen in einigen Augentropfen und Nasensprays auf. Sie zählen wie Loratadin und Cetirizin zu den neueren Antihistaminika.
■ Die Mehrzahl der getesteten Augentropfen und Nasensprays enthält als Wirkstoff das Natriumsalz der Cromoglicinsäure (Natriumcromoglicat). Diese Mittel eignen sich eher zur Vorbeugung als zur Behandlung einer akuten allergischen Reaktion. Der Wirkstoff Lodoxamid wirkt schneller; diese Mittel können daher auch eingesetzt werden, wenn der Heuschnupfen die Betroffenen akut plagt.
■ In fast allen Augentropfen und in allen Nasensprays steckt Natriumedetat. Es wirkt indirekt konservierend und beeinfl usst möglicherweise die Zellmembran auf ungünstige Weise. Einige Nasensprays sind mit Benzalkoniumchlorid konserviert. Dieser Stoff wirkt nicht nur allergisierend, sondern kann auch die Nasenschleimhaut zum Teil irreversibel schädigen. Die „guten“ Produkte zeigen, dass es auch ohne geht.

Unsere Empfehlungen

■ Um die Symptome zu lindern, sind „gute“ und „sehr gute“ Medikamente hilfreich. Doch sie ersetzen nicht den Arztbesuch: Er stellt nicht nur fest, auf welche Pollen man allergisch reagiert, sondern wird auch eine Hyposensibilisierung empfehlen. Denn ein unbehandelter Heuschnupfen führt oft zu Asthma.
■ Tabletten mit dem Wirkstoff Loratadin und Cetirizin sind für die Behandlung allgemeiner allergischer Symptome am besten geeignet.
■ Bei den Nasensprays sind Produkte mit Cromoglicinsäure zu bevorzugen, allerdings enthalten viele problematische Konservierungsstoffe. Eine Alternative sind Einzeldosisbehältnisse, die nach steriler Abfüllung nicht konserviert werden müssen. Sie sind geringfügig teurer. Auch bei Augentropfen sollte man am besten Einzeldosen kaufen, die keine Konservierungsstoffe enthalten.
■ Für Kinder bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr werden die frei verkäuflichen Allergiemittel übrigens durch die Kassen bezahlt. Der Kinderarzt muss nur ein entsprechendes Rezept ausstellen.